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Autor Thema: Kaufempfehlung: Gloria Optimus 238, Klassik 226 oder ?  (Gelesen 5675 mal)
Mulligan
Adept
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Beiträge: 30



« am: 10. Januar 2017, 02:35:15 »

Hallo zusammen!


Nach gut 15 Jahren Orgelabstinenz überlege ich, mir ein digitales Instrument anzuschaffen. Ich war einmal - mehr oder weniger stolzer - Besitzer eines analogen Viscount-Monstrums (das ich aufgrund der Transportproblematik im Zuge eines Umzugs und aufgrund diverser altersbedingter Macken dann abgegeben habe), und habe in den frühen 90ern ein paar Mal auf einer damals aktuellen (und als Abiturient für mich unbezahlbaren) Johannus Sweelinck gespielt - ansonsten tendieren meine Erfahrungen mit elektronischen Orgeln aller Art gegen null.

Durch Stöbern im Internet fiel mir nun die Johannus Studio 150 ins Auge, die zum einen die zwingend notwendigen kompakten Spieltischmaße aufweist und sich zum anderen in humanen preislichen Regionen bewegt. Es folgte die Fahrt zu Händler B. in der Region, um das gute Stück einmal aus der Nähe zu sehen. Obwohl die Studio 150 in einer anderen Liga spielt als meine alte Viscount und meine bessere Hälfte zudem meinte, mein Gesichtsausdruck hätte dem eines kleinen Kinds an Weihnachten geglichen, hat sie mich zugegebenermaßen nicht gerade überwältigt.

Die Gehäuseanmutung eines 29 €-Baumarkt-Regals und die Befürchtung, mich hinterher 20 Jahre über Sparsamkeit an der falschen Stelle zu ärgern, führten zu einer gedanklichen Aufstockung des Budgets. Mir wurde dann noch ein Echtholzfurnier-Modell der Hausmarke des Händlers gezeigt (ich meine, es nannte sich Excelsus Preludio 231), das mir schon deutlich mehr zusagte, aber mit geschweiftem Pedal dann auch die 5000 €-Marke deutlich überschreitet.

Also stöberte ich weiter im Netz und stieß auf die Gloria-Instrumente, die recht gute Kritiken ernteten. Von der Cantus 230 Trend kam ich recht schnell auf die Cantus 238 Trend, von dieser durch die Lektüre dieses Forums und begleitet von einer weiteren Budgeterhöhung dann auf die Optimus 238 Trend. Eine Anfrage bei dem betreffenden Händler K. wurde prompt mit einem Rückruf und einer netten Beratung beantwortet, die mir durchaus noch etwas  weitergeholfen hat.

Momentane Wunschorgel wäre vermutlich die Optimus 238 Trend DLX mit geschweiftem Pedal. Mit einer eventuellen Pedalbeleuchtung und zusätzlichen Fußpistons für die Koppeln und den Sequenzer würde der Hauspreis dann bei knappen 6700 € liegen. (So viel zum Thema "Och, die Johannus ist mit 4000 ja eigentlich ganz günstig" Zwinkern )

Interessant (und preislich in ähnlichen Regionen) wäre noch die Klassik 226, deren Klangbeispiele ich in den Youtube-Videos mit Iris Rieg wirklich hübsch fand. Die Disposition käme den bisher von mir zumeist gespielten neobarocken Orgeln am nächsten, die diversen zusätzlichen Zungen der Optimus 238 haben aber durchaus ihren Reiz.

Ich teile mein Domizil mit drei nicht sonderlich orgelaffinen Damen, von denen zwei zu allem Überfluss auch noch im Teenageralter sind - es sind also Justin Bieber statt Bach, Taylor Swift statt Sweelinck und Alan Walker statt Widor angesagt. Aus diesem Grund wird die Orgel in eine Ecke ins Schlafzimmer verbannt und zu 90% mit Kopfhörern gespielt werden. Eine extrem hochwertige Abstrahlung ist also eher nebensächlich.

Nach der langen Zeit des Nicht-Spielens bin ich zudem derart ungeübt und eingerostet, dass ich vermutlich wieder ganz von vorne anfangen muss - "zu viel" Orgel wären also die sprichwörtlichen Perlen vor die Säue. Das "fertige" Instrument von der Stange wäre für mich zum momentanen Zeitpunkt kein Nachteil, da ich üben und spielen und nicht intonieren möchte. Ein brauchbares, klangschönes Instrument, an das man sich auch nach einigen Jahren noch gerne setzt, sollte es aber eben schon sein.

Probespielen und Live-Hören ist selbstverständlich extrem sinnvoll, wird aber zeitlich in den nächsten Wochen kaum machbar sein. Mit meinen momentanen "Fähigkeiten" und den paar Fetzen, die ich möglicherweise noch aus den Tiefen des Gedächtnisses zusammenbekomme, traue ich mich zudem nicht unbedingt in die Öffentlichkeit.

Daher meine Frage in die Runde: werde ich mit der Optimus 238 DLX glücklich? Gibt es zu einem ähnlichen Preis bessere Alternativen für meine Bedürfnisse und Möglichkeiten, die ich in meine Überlegungen einbeziehen sollte?


Herzliche Grüße und vielen Dank,

Thorsten

 
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SJL
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« Antworten #1 am: 10. Januar 2017, 07:16:14 »

Hallo Thorsten,

herzlich willkommen im Forum.

Die von dir genannten Instrumente wären sicher solide und schöne Lösungen. Dennoch rate ich dringend zum Probespiel, nur so kannst du spätere Enttäuschung vermeiden. Wenn du einen Kopfhörer nutzt muss dir auch diese Situation nicht unangenehm sein.

Da du nach möglichen Alternativen fragst: ich biete derzeit meine Gloria Klassik 350 zum Verkauf an.
http://sakralorgel.forumprofi.de/index.php?topic=2001.0

Klanglich und von der Ausstattung her könnte das in deine Richtung gehen, mit dem zusätzlichen Benefit eines dritten Manuals. Wenn ein Gebrauchtinstrument (Baujahr 2012) für dich kein "no go" ist, wäre das zumindest eine Überlegung wert.

Beste Grüße
Stephan
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Johannus LiVE 2T
Wichernkantor
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« Antworten #2 am: 10. Januar 2017, 07:21:13 »

Unser Mitforianer Hendrik (Machthorn) hat eine Klassik 226 und kann sicher fundierte Aussagen machen. In meiner Gemeinde haben wir die Vorgängerin, die 224, seit einigen Jahren im Gemeindesaal im Einsatz, in dem wir Winterkirche halten. Sie basiert ja auf der Johannus Opus-Serie. Und diese Modellreihe bietet eine zuverlässige technische Plattform. Die Samples taugen was.
Die Optimus punktet mit dem größeren Registerfundus, den m.E. sehr angenehmen serienmäßigen Klaviaturen und einer hörbar optimierten Abstrahlung.
Mein Rat: Hinfahren und beide Instrumente im direkten Vergleich spielen und hören. Natürlich auch und vor allem mit KH. Dazu kann ich gar nichts sagen.
Letztlich musst Du mit der Orgel leben können. Dir muss sie gefallen. Und im jeweiligen Preissegment bieten beide Instrumente m. E. einen ordentlichen Gegenwert.

LG
Michael
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Wichernkantor
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« Antworten #3 am: 10. Januar 2017, 07:27:22 »

Ja, natürlich: Die Offerte von Stephan würde ich mir durch den Kopf gehen lassen - 20 Zentimeter mehr Platz in der Tiefe müssten doch zu machen sein. Raum ist in der kleinsten Hütte ...  Lachen
Auch die Klassik 350 ist ein sehr ordentliches Instrument. Sie hat mir vom Fleck weg immer gut gefallen. Beide Dispositionen sind ausgereift. Und klanglich legt sie noch mal eine Schippe drauf im Vergleich zu den Zweimanualigen. Falls Du dann mal ein eigenes Orgelzimmer hast, dann bist du beschallungstechnisch auf der sicheren Seite. Spaß macht diese Orgel allemal.

LG
Michael
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Gemshorn
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WWW
« Antworten #4 am: 10. Januar 2017, 07:41:32 »

Auch von mir ein herzliches Willkommen.
Ehe du die Studio 150 ganz aus der Auswahl streichst: Beim Forumstreffen 2016 haben wir im Musikhaus Förg eine exzellent intonierte Studio 150 gehört. Ein Instrument, das ich in diesem Zustand sofort kaufen würde, wenn meine Geldmittel beschränkt und ich noch orgellos wäre.
Ansonsten: Die Optimus gefällt mir richtig gut.
Aber wie bereits gesagt wurde: UNBEDINGT hinfahren und mit Kopfhörer testen. Damit klingen die Orgeln beträchtlich anders - und leider nicht besser.
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Gloria Concerto 234 DLX Trend
Machthorn
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« Antworten #5 am: 10. Januar 2017, 07:57:24 »

Da mein Name schon genannt wurde, will ich mich mal nichtssagend äußern.  Lachen

Ich bin mit meiner Klassik 226 Trend hoch zufrieden! Wenn du ohnehin nur über Kopfhörer spielst und das offene Gehäuse (Echtholzfurnier als Unterschied zur Studio 150) nicht stört, genügt das Trendmodell völlig. Klanglich besteht der Unterschied zwischen der Trend und der normalen 226 darin, dass letztere mehr Wumms in der internen Abstrahlung hat (4.1 statt 2.1 Kanäle und mehr Leistung).

Ob sie besser ist als eine Optimus kann ich überhaupt nicht sagen. Letztere gefiel mir bei ihrer Vorstellung auch sehr sehr gut und liegt mit der Klassik auf Augenhöhe. Allerdings verfolgt sie ein etwas anderes Klangideal. Qualitativ dürften sie sich auch wenig unterscheiden. Wie Aeoline schon sagte, lass dein Ohr entscheiden, welche von beiden dir besser gefällt. Wenn du viel mit Kopfhörer spielen wirst, nimm deinen mit, sofern du einen hochwertigen hast, oder leih dir vor Ort einen von Kisselbach und kauf ihn dann gleich mit. Mit unterschiedlichen Kopfhörern können Orgeln ganz unterschiedlich klingen.
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Gloria Klassik 226 Trend
StrahlRohrFlöte
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Gloria Concerto 350 Trend im Dach mit ca. 40 m²


« Antworten #6 am: 10. Januar 2017, 09:50:52 »

Hallo Thorsten,

herzlich willkommen im Forum. Auch ich habe den Neuanfang gewagt und nach 8 Jahren sehr, sehr seltener Spieltätigkeit, wieder mit spielen begonnen. Da ich eine Orgel mein Eigen nenne, ist die Situation zwar etwas anders, aber mit einem Neukauf bestand auch bei mir die Angst, ob ich überhaupt noch Töne aus meinem Instrument herausbringe und ob die Freude am Spielen auch anhält. Die letzte Angst ist noch offen, aber die erste habe ich sehr schnell beseitigen können. Eines meiner Lieblingsstücke war das Präludium in C-Dur aus dem Band 8 kleine Präludien und Fugen von Bach. Es hat vielleicht zwei Wochen gedauert, bis ich es wieder spielen konnte. Was ich damit sagen möchte ist, dass es in meinem Gehirn noch abgespeichert war. Das mit den drei Frauen ging mir auch so, aber zwei stehen nun auf eigenen Füßen. Deine zwei jüngeren Exemplare sind ja, dem natürlichen Gesetz folgend, ohnehin demnächst mehr weg als zu Hause. Deshalb wäre für mich, an Deiner Stelle, die interne Klangabstrahlung trotzdem ein wichtiges Kriterium. Ansonsten kann ich mich der Meinung der anderen nur anschließen. Die Damen und Herren in Baunatal sind sehr nett. Man wird sogar vom Bahnhof abgeholt und wieder zurückgebracht und dazu gibt es eine ausführliche und sehr gute Beratung. Also Termin vereinbaren hinfahren und ausprobieren. Es ist ohnehin ein Erlebnis, 25 unterschiedliche Instrumente zu erleben. Und, Du darfst sie alle ausprobieren. Nimm Dir die Zeit, denn es wird sich lohnen. Viel Spaß

Liebe Grüße aus Berlin
Matthias
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Gloria Concerto 350 Trend
pvh
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« Antworten #7 am: 10. Januar 2017, 18:55:54 »

Hallo,

ich würde raten:

* Maximalgröße überlegen und v.a. mit Mitbewohnern/innen besprechen. Gerade in Schlafzimmern sind nicht einfach so noch 20 cm Platz. Wenn der/die Partner/in dann sich auch nur einmal pro Woche daran stößt, ist Ärger vorprogrammiert. Auch genau überlegen und prüfen, ob es Transportprobleme im Treppenhaus etc. geben kann.

* Maximalpreis inkl. Transport usw. mit Partner/in besprechen.

* Anforderungen überlegen (1, 2, 3 Manuale, Pedalvariante...)

Dann Angebote einholen. Kisselbach war damals (vor 9 1/2 Jahren) so freundlich, 3 von den Rahmenbedingen her passende Orgeln vorbeizufahren, so dass ich sie im LKW testen konnte. Zeit, zum Geschäft zu fahren, hatte ich nicht. Ich hatte aber natürlich zugesichert, eine der 3 zu kaufen. Ich habe mich dann für eine Gloria Klassik 230 entschieden (Kisselbach-Modell einer Johannus) und bin bis heute zufrieden. Die Möglichkeit des Probespielens vor der Haustür hat für mich damals mit den Ausschlag für Kisselbach gegeben. Vielleicht gibt es so etwas ja immer noch.

Ich hatte damals den Mitbewohnern/innen auch versprochen, überwiegend mit Kopfhörern zu spielen. Das habe ich dann aber fast nie so gehalten und mache es inzwischen gar nicht mehr, bekomme das aber heute noch vorgeworfen...

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.
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mvn
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« Antworten #8 am: 10. Januar 2017, 19:32:36 »

Hallo Thorsten,

Bitte bedenke eines. Der Appetit kommt mit dem Essen. 2014 habe ich mich entschlossen Meine alte GEM (später Ahlborn) zu ersetzen.

Meine intensive Evaluation führte mich letztendlich nach Augsburg in die Firma Kisselbach (in der Schweiz habe ich leider einige Enttäuschungen erlebt punkto Kompetenz). Da habe ich echte Fach-Kompetenz gefunden.

Anfangs hat mich die Gloria Klassik begeistert (tut sie auch heute noch). Dann habe ich die Physis-Technologie kennen gelernt und getestet. Schliesslich habe ich mir eine Gloria Concerto 234 DLX angeschafft (Mehrwert des Echtholz-Fourniers, sowie Intonations-Möglichkeiten, sowie der tollen Viscount Standard-Tastatur).

Heute wäre die Optimus 238 Trend DLX sicher eine Alternative (die existierte damals noch nicht) für mich.

Das Angebot von SJL Gloria Klassik 350 (3 Manuale) finde ich sehr verlockend (Preis-Leistung). Wenn ich heute evaluieren würde, wäre das sicher ein Alternative.

Eventuell interessieren dich die Intonationsmöglichkeiten der Physis-Technologie später mehr (wenn jetzt noch separate VCE-Dateien dazukommen [in Abklärung], erweitert sich der Klang-Horizont.

Beim reinen Üben verwende ich meistens meinen Kopfhörer (Beyer dynamic BT 440). Mit dem Klang bin ich absolut zufrieden.

Nimm dir die Zeit, um verschiedene Orgelmodelle zu testen. Das lohnt sich langfristig. Du allein kannst entscheiden, was für dich in Frage kommt.

Viel Spass bei der Evaluation.

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Gloria Concerto 234 DLX
Mulligan
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« Antworten #9 am: 12. Januar 2017, 02:33:03 »

Hallo und vielen Dank für die freundlichen Willkommensgrüße und die hilfreichen Antworten!

Mein Problem ist tatsächlich weniger der Stellplatz, als vielmehr der Transport dahin – die Orgel muss über eine schmale Treppe (87cm effektive Breite) mit einem 90°-Knick manövriert werden. Spieltischtiefen unter 60 cm sollten mit etwas Gewurschtel gerade so um die Ecke zu bugsieren sein, alles darüber wird nicht passen. Ein Trend-Modell oder aber eins mit teilbarem Spieltisch sind also zwingend notwendig.

Ich könnte auch mit einer gebrauchten Orgel leben und die angebotene Klassik 350 ist ein durchaus verlockendes Instrument, auch wenn ich dessen Möglichkeiten in der nächsten Zeit sicherlich nicht ansatzweise ausschöpfen könnte. Neben der Problematik, ob das Spieltisch-Oberteil überhaupt durch das Nadelöhr des Treppen-Knicks passen würde, reagierte die Herrin des Hauses allerdings zunächst eher verhalten auf die Frage, was sie davon halten würde, dass ein solches schwarzes Ungetüm Einzug in unser ansonsten weiß eingerichtetes Schlafzimmer hält. Zwinkern Ich habe keine Aversion gegen die modernen offenen Spieltische und finde sie sogar deutlich gefälliger, wenn die Orgel in eine bestehende Einrichtung integriert werden soll. Ein traditioneller Spieltisch besitzt mit seiner Wuchtigkeit schon deutlich mehr "Gravitas" und sticht eben mehr heraus.

Ich wohne in der Nähe von Mainz und würde den Transport dann über einen Klavierspediteur erledigen lassen. Bis nach Niederbayern dürften es 400-500 km sein – hat jemand eine grobe Idee, wo ein professioneller Transport, evtl. sogar incl. Aufbau preislich in etwa liegen würde?
Neben der Garantiefrage hat ein Neuinstrument eben auch den Vorteil der komfortablen Lieferung bis an den endgültigen Standort - nicht unwichtig, wenn man weder Zeit, noch Ambitionen hat, selbst einen Transport zu organisieren,

Mein gesetztes Budget ist übrigens hauptsächlich das Resultat einer gewissen Selbstbeschränkung – ich kenne meine Schwächen und muss mich bei Dingen die mich begeistern immer mal wieder bewusst selber ausbremsen. Beispielsweise habe ich meinen geheimen Wunsch nach Holzklaviaturen noch nicht 100%ig von meiner Optionsliste gestrichen, auch wenn ich den saftigen Aufpreis gerade noch nicht wirklich vor meiner rationalen Seite rechtfertigen kann. Wenn ein gewisser Aufpreis zu einem besseren Modell oder besserer Ausstattung sinnvoll ist, denke ich sicherlich noch einmal darüber nach.
Ich bin mir nach Querlesen des Forums auch noch nicht so ganz im Klaren, ob eine Physis-Orgel eine bessere Wahl wäre und der Mehrpreis für eine Concerto eine sinnvolle Investition wäre.

Andererseits würde ich Wunschoptionen wie die Pedalbeleuchtung und zusätzliche Fußpistons auch wieder streichen, wenn sie denn im Grunde überflüssig wären.

Weiß jemand von euch, wie die aktuellen ab Werk eingebauten Pedalbeleuchtungen funktionieren? Bei meiner alten Viscount waren es zwei klassische Glühbirnen und man konnte die Beleuchtung auch bei angeschalteter Orgel ausschalten. Ist das immer noch so, oder Orgel an = Pedalbeleuchtung an? Wenn auch von Viscount/Johannus nur eine LED-Leiste unter den Spieltisch geklebt wird, wäre eine der hier beschriebenen Do-it-yourself-Lösungen vielleicht sogar die bessere Alternative…

Bei den Pistons für die Koppeln bin ich mir ebenfalls noch nicht 100%ig sicher, ob sie denn überhaupt sinnvoll sind. Ich kenne eben nur die üblichen Koppeltritte und stelle sie mir praktischer vor – ob dies allerdings den Aufpreis rechtfertigt, weiß ich nicht. Tausende Digitalorgelbesitzer scheinen ja auch gut mit den Koppeln per Registerwippen klarzukommen.

Sicherlich wäre eine Fahrt nach Baunatal oder Köln zum Live-Spielen und -Hören  ratsam, wenn es sich denn zeitlich irgendwie einrichten lässt und ich Madame als bremsende Begleitung mitnehmen kann. Alleine bestünde eine zu große Gefahr, dass ich mit einem 6000 €-Budget den Laden betrete und ihn mit einem Kaufvertrag über eine 12000 €-Orgel wieder verlasse... Zwinkern

Liebe Grüße,

Thorsten
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