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Autor Thema: Fette zweimanualige Dispositionen  (Gelesen 5326 mal)
Martin78
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« Antworten #70 am: 15. Januar 2015, 10:33:04 »

Zitat von: "Wichernkantor"
(...)Und so geschah es dann auch in der Carus-Edition (Johannssen, Gnann, Bryndorf u.A.)...
... und glücklicherweise auch bei MCAs Schüler Vernet (etliche CDs, viele der Hauptwerke) und Weinberger  Freudensprung!

Wunderbar und empfehlenswert auch diese CD mit Werken von Kauffmann (auch Orgel + Oboe). Das Booklet zeigt, wie Croce die originalen Registrieranweisungen des Notentextes an dieser Orgel umsetzen kann.

Für mich vereint die Treutmann-Orgel die mitteldeutsche Gravität und teilweise helle norddeutsche Klangkronen, bei einigen Mixturen geht es ganz schön zur Sache.

Einmal war ich in Goslar und fuhr mit meiner Frau in Grauhof vorbei, doch leider war die Kirche verschlossen  Augenrollen . Jemand bereitete sich auf ein Konzert am nächsten Tag vor und spielte Bachs Passacaglia. Auch durch die geschlossene Kirchentür schon sehr eindrucksvoll...  Freundlich
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Gloria Concerto 350 Trend
Wichernkantor
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« Antworten #71 am: 15. Januar 2015, 11:37:38 »

Ja, richtig! Weinberger ja auch ...
Seine Gesamteinspielung ist bei mir im Regal etwas eingestaubt. Seit Wochen dröhne ich mich mit Kooiman und Gnann auf den Elsässer Silberfrauen zu. Eine delikate Schachtel voller Pralinen aus dem Hause Aeolus.
 
Ich hatte als Jüngling noch das Vergnügen, von Max Drischner höchstselbst eine Orgelführung in Grauhof zu bekommen. Er war in seinen letzten Lebensjahren (+1971) der Custos der Orgel und trieb sich als "Schlossgespenst" quasi den ganzen Tag auf dem Klostergelände herum. Damals war die Orgel noch nicht restauriert, hatte also noch ein paar romantisierende Zu- und Umbauten. Organologisch galt sie als eher "uncool". Das hat sie wahrscheinlich vor "Restauratoren" gerettet, die sie auf das damalige Klangideal "gepimpt" hätten. Als sie dann restauriert wurde, war man gedanklich und ästhetisch schon etwas weiter.

Eben habe ich mir überlegt, für übernächsten Samstag eine Sendung mit Schnitgerinnen und Silberfrauen zu stricken. Beim Umschichten meines CD-Bestandes habe ich gemerkt: An Material gebricht es nicht ...

LG
Michael
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Martin78
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« Antworten #72 am: 16. Januar 2015, 18:39:19 »

Eine fette, bemerkenswerte Dreimanualige habe ich noch, sorry, ich kann's nicht lassen.

Winterhalter baute in Konstanz eine grosse "Konzilsorgel".

Besonders interessant ist sicher das Konzept mit den zwei Hauptwerken:
- Man. I steuert ein französisches "Grand Orgue" an, das auch Stimmen im Sinne eines deutschen Positivs bereithalten soll;
- Man. II bedient das deutsche Hauptwerk, was Stimmen beinhält, die ein französisches Positif bietet.

Ob das Konzept so aufgeht oder die Werkcharakteristika zu sehr verwischt werden? Kennt einer die Orgel vom eigenen Erleben? Auf jeden Fall gibt es jede Menge 8', inkl. einer horizontalen "Seeflöte", und daneben noch ein reichhaltiges, in der Oberoktave voll (bis a'''') ausgebautes Schwellwerk.

Wenn die Akustik der Kirche was taugt, muss das ein geiles Gerät geworden sein; für liturgisches Orgelspiel ein Paradies. Winterhalter hat jedenfalls einen sehr guten Intonateur, Herrn Schwingshandl, der sollte dort etwas sehr überzeugendes gezaubert haben können...
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Gloria Concerto 350 Trend
Albert
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« Antworten #73 am: 05. November 2017, 23:08:14 »

[...]
Als für die Bach-Gesamtedition auf 200 und ein paar CDs bei Carus die Orgelwerke aufgenommen werden sollten - das war so Ende der 80er Anfang der 90er - da gab es ziemlichen Zoff, als ein Interpret für die großen Orgelwerke der Leipziger Reifejahre (542, 547, 548, 543, 546) die Grauhoferin ins Gespräch brachte.
[...]
Und so geschah es dann auch in der Carus-Edition (Johannssen, Gnann, Bryndorf u.A.). Mir gefallen beide Editionen ausgezeichnet.

Sorry, wenn ich nachfrage; ich stehe momentan völlig auf dem Schlauch. Carus hat eine Bach-Gesamtedition geplant und auch umgesetzt? Ist hier die Hänssler-Edition gemeint? Wenn ja, dann allerdings ohne Gerhard Gnann.
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Wichernkantor
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« Antworten #74 am: 06. November 2017, 05:48:23 »

Asche auf mein Haupt ...  Ratlos
Ich meinte natürlich Hänssler.

LG
Michael
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