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Autor Thema: Stammteil-Orgelbuch zum Gotteslob  (Gelesen 29374 mal)
Schwarzspieler
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« am: 17. Februar 2014, 18:14:29 »

Hallo,
weiß jemand von Euch, wann endlich der Stammteil des Orgelbuch zum Gotteslob (3 Bde.) erhältlich sein wird? In unserem Bistum ist eine Einführung des neuen Gesangbuchs an Laetare geplant. Beim Vivat-Verlag sah ich für das tolle "W-LAN-Orgelbuch" (also mit Spiralbindung)  "erscheint in vier Monaten". Überhaupt sucht man bisher so manche Publikation vergebens. Was ist los: Wird ein Erscheinen jetzt ganz eingestellt?  Zwinkern Müssen alle Organisten jetzt frei harmonisieren? Wo gibts dazu die Weiterbildungen, die mein Bistum mir natürlich bezahlt? Doch ich bekomme ja nicht mal ein Orgelbuch für den Gebrauch an meinem Elektrium Zuhause gestellt...
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« Antworten #1 am: 17. Februar 2014, 21:52:41 »

Hallo Schwarzspieler,
darf ich fragen wo du orgelst? Meine Stammteil-Bücher lassen auch noch auf sich warten. Das gilt für den Orgelbuchsatz an der Orgel und auch für meinen privaten Satz.
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pvh
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« Antworten #2 am: 17. Februar 2014, 22:36:01 »

Hallo,

wir haben das neue GL am 2. Adventsonntag eingeführt. Wir beschränken uns halt auf Lieder, die auch im alten GL waren (Mehrzahl), nehmen neue Kehrverse aus dem Schott-Kantorale und neue Lieder aus dem (Hamburger) Diözesananhang, den es schon seit dem 3. Advent oder so gibt. Man kann eh nicht an jedem Sonntag 2 neue Lieder einüben.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.
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« Antworten #3 am: 17. Februar 2014, 23:01:12 »

Zitat von: "Schwarzspieler"
Müssen alle Organisten jetzt frei harmonisieren? Wo gibts dazu die Weiterbildungen, die mein Bistum mir natürlich bezahlt? Doch ich bekomme ja nicht mal ein Orgelbuch für den Gebrauch an meinem Elektrium Zuhause gestellt...
Wenn es das mit Spannung erwartete,neue Stammteil-Orgelbuch schon gäbe,würde ich vermutlich genauso regen Gebrauch davon machen wie vom Diözesananhang-Orgelbuch,das seit 2 Monaten im Notenfach der Orgelempore vor sich hinstaubt.
Ich habe es bis jetzt genau 1 mal verwendet,als ich "Christus, Mensch und Gott" (Melodie und Satz identisch mit "Tau aus Himmelshöhn") begleitet habe. Bei diesem schönen Kyrie wurde als löbliche Ausnahme der Heinrich Rohr-Satz aus dem Vorgängerbuch 1:1 übernommen.
Aber der größte Teil der Sätze ist für mich die reinste Enttäuschung. Wenn beim Vorgänger-Orgelbuch noch Wert auf Stil und Ästhetik gelegt wurde,so ist heutzutage nur noch pure Einfachheit das Prinzip,mit der Intention,daß möglichst jeder noch so ungeübte Aushilfsorganist die Sätze manualiter vom Blatt spielen kann.
In fast allen Fällen,in denen ich den alten Satz mit dem neuen verglichen habe,gefällt mir der alte um Klassen besser !

In den meisten Fällen der bereits bekannten Lieder fährt man mit den alten GL-Sätzen immer noch gut,manchmal muß man eben ein paar Pausen wegstreichen. (siehe GL 427)

Frei harmonisieren ist sicher auch keine schlechte Idee,wenn man den Kirchenbesuchern mehr als nur stereotype I-IV-V-Harmonien bieten will. Es ist übrigens leichter als man glaubt und macht sogar Spaß ! Wenn man seinem Improvisationstalent noch nicht so sehr vertraut,spricht auch nichts dagegen,sich die Sätze zu notieren.

Wem das zu mühsam ist,der findet oft über Google recht brauchbare Sätze,teilweise auch Chorsätze,die sich gut auf die Orgel übertragen lassen.  Geheimtipp

Ein Orgelbuch für zuhause bekomme ich übrigens auch nicht spendiert. Hätte es wenigstens Qualität,würde ich es mir vielleicht sogar leisten,aber wenn das Niveau dem Österreich-Teil entspricht,wäre es mir mit Sicherheit keine 208 EU wert !  Traurig
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« Antworten #4 am: 17. Februar 2014, 23:30:22 »

Ich möchte an dieser Stelle noch auf das "Orgelbuch der Domorganisten" hinweisen, welches in nächster Zeit im Bärenreiter Verlag erscheinen wird. Es enthält Vorspiele und Begleitsätze zu ca. 160 Melodien des neuen GL. Stammteils. Ich gehe davon aus, daß hier in erster Linie bekannte Melodien berücksichtigt wurden. Der Schwierigkeitsgrad soll höher sein als beim regulären Orgelbuch des Stammteils. Das Buch kann daher durchaus als Ergänzung gesehen werden.

Gruß Praestant
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« Antworten #5 am: 18. Februar 2014, 07:33:09 »

Von diesem Orgelbuch der Domorganisten sah ich zuletzt eine Vorschauseite, darauf "O Heiland, reiß die Himmel auf" mit Melodie im Pedal, darüber wilde Achtelläufe. Für mich ist das also nichts. Darum darf ich nochmals auf das Projekt online-Orgelbuch zum Gotteslob hinweisen; ich suche dafür immer noch Mitarbeiter, die ihre selbstgemachten Sätze der Allgemeinheit zur Verfügung stellen wollen.
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hahoern
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« Antworten #6 am: 18. Februar 2014, 08:26:53 »

Zitat von: "Schwarzspieler"
Müssen alle Organisten jetzt frei harmonisieren? Wo gibts dazu die Weiterbildungen, die mein Bistum mir natürlich bezahlt?
Gab es dafür nicht eine Organistenausbildung? Bei uns darf man schon in der D-Prüfung nur teilweise das Orgelbuch nutzen, in der C-Prüfung gar nicht mehr.

Für die meisten Lieder kann das alte Orgelbuch herhalten. Überall wo Begleitakkorde stehen, sollte auch kein Problem sein. Der Rest der Lieder hält sich in Grenzen.

Viel kritischer sehe ich Werke wie unseren Diözesananhang. Da sind zwischen nicht trivialen aber gut spielbaren Sätzen auch welche von Lehrndorfer oder unserem Domorganisten eingestreut, die auch unsere Regionalkantoren nicht mehr vom Blatt spielen wollen. Zugegebenermassen sehr schön aber ohne Vorbereitung wird das zu einer Überraschung.
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« Antworten #7 am: 18. Februar 2014, 12:41:17 »

Zitat
die auch unsere Regionalkantoren nicht vom Blatt spielen wollen

 Übt man denn nicht?
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Gemshorn
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« Antworten #8 am: 18. Februar 2014, 20:03:22 »

Lieber anspruchsvolle als nichtssagende Sätze, glaub mir...
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« Antworten #9 am: 18. Februar 2014, 20:25:27 »

Das "Orgelbuch für Domorganisten" hat unbestreitbar den Vorteil,daß es nicht halb so teuer ist wie das neue Stammteil -Orgelbuch.
Allerdings würde ich noch mehr Beispielseiten sehen wollen,bevor ich es mir kaufe,denn die beim Bodensee-Versand abgebildete Himmel-Aufreißer-Toccata trifft nicht wirklich meinen Geschmack.
Das alleinige Faktum,daß die Stücke von Domorganisten stammen,ist für mich noch kein Qualitätskriterium. Schließlich sind die GL-Herausgeber von ihrer Ausbildung her auch keine Stümper.
Ich habe schon Fernsehgottesdienste aus großen Domen erlebt,die mich musikalisch befremdet haben,andererseits aber auch Choralvorspiele total unbekannter Komponisten,die ich einfach genial fand !
Um ein Beispiel zu nennen:
http://www.stretta-music.com/brand-apho ... 62844.html
Man beachte das einminütige Präludium zu "Macht hoch die Tür",das für mich eines der genialsten Vorspiele zeitgenössischer Komponisten darstellt,die ich je gesehen,gehört und gespielt habe.  Anbetung
Leider sind nicht alle Vorspiele dieses Albums stilistisch auf die Choralmelodie abgestimmt,es sind auch einige total schräge dabei,aber schon allein dieses "Macht hoch die Tür" hat mich so sehr angesprochen,daß ich mir das komplette Set bereits kurz nach seinem Erscheinen gekauft habe. Früher gab es bei Stretta auch ein wunderschönes Hörbeispiel dazu,das aus mir unerklärlichen Gründen wieder entfernt wurde.  Traurig

(Natürlich ist das auch Geschmacksache und darüber soll man bekanntlich nicht streiten.)

Es kommt eben immer darauf an,welche Absicht ein Herausgeber von Choralbearbeitungen verfolgt:
Will ich dem Anfänger leicht spielbares Material in die Hand geben ?
Will ich mit virtuosen Arrangements glänzen ?
Will ich um jeden Preis originell sein ?
Will ich Choräle zeitgemäß-modern klingen lassen ?
Oder will ich gar Vorspiele und Choralsätze in historisierenden Stilen,die so klingen,als wären sie genauso alt wie der Choral selbst ?

Mich reizt zugegebenermaßen der letztere Ansatz am meisten,aber das ist natürlich nur einer von vielen Wegen,die man als Kirchenorganist gehen kann.
Welcher Weg für einen selbst der richtige ist,kann nur jeder für sich entscheiden.

Ich bin mir übrigens sicher,daß bald haufenweise Choralbearbeitungs-Sammlungen zum neuen GL erscheinen werden,die das neue GL-Stammteil-Orgelbuch vom Preis-Leistungs-Verhältnis her um Längen schlagen werden.
Es lebe die Vielfalt der Organisten !  Dafür
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