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Autor Thema: Das neue Gotteslob 2013  (Gelesen 95857 mal)
Gemshorn
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« Antworten #970 am: 02. August 2018, 08:00:34 »

Die 2. Auflage des Gotteslob wurde offenbar schon unters Volks gebracht, siehe hier:
https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/homburg/sanktingbert/die-zweitauflage-des-gesangbuches-gotteslob-liegt-vor_aid-23870839
oder hier:
https://www.metropolnews.info/mp348087/speyer-zweitauflage-des-gotteslob-erscheint-speyerer-dioezesanausgabe-ab-10-juli-2018-auf-dem-markt

Interessant finde ich diese Bemerkung:
Zitat
Und nicht zuletzt hat sich teilweise der Seitenumbruch geändert, was das Singen der Lieder erleichtert.
Ob das auch den Stammteil betrifft?
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Kein Mensch ist arm zu nennen, der ab und zu tun kann, was immer ihm Spaß macht. (Dagobert Duck)
Gemshorn
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« Antworten #971 am: 06. Dezember 2018, 17:36:35 »

Habe gerade das hier gelesen: https://kukikblog.wordpress.com/2018/12/01/o-herr-wenn-du-kommst-gl-233/

Eine Zeitlang habe ich Stingls Blog ja für durchaus lesenswert gehalten, aber seit geraumer Zeit ergeht sich der gute Mann nur noch im Kritisieren. Seine immer wiederkehrenden Versuche, Melodien umzuschreiben, bis sie ihn sein tonales Weltbild passen, nerven mich inzwischen genau so wie sein fortwährendes Meckern über – nach seinem Empfinden – lyrische Mankos.

GL 233 zählt für mich zu den großen Gewinnen im neuen GL, textlich wie melodisch.
Aber wer das berühmte Haar in der Suppe sucht, der wird es gewiss auch finden... Ratlos  Dagegen
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Speick
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« Antworten #972 am: 06. Dezember 2018, 18:40:13 »

Ich habe vor kurzem den Vorabdruck eines Buches von Winfried Offele gelesen (ich kenne ihn lange persönlich) und will ihm raten, es nicht zu verlegen. Es ist ähnlich wie der Blog hier. Irgendwie klingt es immer wie "bähhhh, ich durfte nicht mitmachen und jetzt ist alles sch...." Ja, auch ich finde, dass es weniger Gelungenes im GL gibt, aber einen Totalverriss hat es auch nicht verdient .
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Gemshorn
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« Antworten #973 am: 06. Dezember 2018, 18:53:25 »

Irgendwie klingt es immer wie "bähhhh, ich durfte nicht mitmachen und jetzt ist alles sch...."
Genau das dachte ich beim Lesen im zitierten Blog.
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Martin78
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« Antworten #974 am: 06. Dezember 2018, 20:57:23 »

Also, gegenüber dem 74er GL hat sich das weniger gelungene - sage ich mal vom heutigen Standpunkt aus - deutlichst reduziert, jedenfalls meiner Meinung nach.
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clemens-cgn
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« Antworten #975 am: 06. Dezember 2018, 22:45:32 »

Lieber Martin, das vermag ich so ganz nicht unbedingt bestätigen.
z.B.: Der 74 Teil mit Gemeindepsalmodien und den Antiphonen dazu war wirklich gelungen und ließ sich auch mit der Gemeinde bei guter Begleitung ohne großen Aufwand singen (Spielregeln für Psalmsingen in der Gruppe vorausgesetzt).
Viele der neue gestalteten Antiphonen (komisch mit immer den gleichen Komponisten???) sind auch nicht unbedingt besser als die ersetzten.....
Anstatt den "Tonus Royal" der in Frankreich so häufig zum Magnificat gepflegt wird, im neuen GL zu belassen, ist er nun perdu....
Einige Ordinariumsteile waren erheblich besser vertreten und sind heute zu einem Rumpf verkommen (z. B. die Credos).....
Die Lateinischen Meßreihen sind teilweise völlig zerrupft und so schlecht beschrieben, daß es schwerfällt, einem Schüler die liturgischen Zusammenhänge auch in Bezug auf das Kirchenjahr zu erklären.....
.....
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Guilain
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« Antworten #976 am: 07. Dezember 2018, 08:09:44 »

Bei der Umfrage zum alten "Gotteslob" wurden die Kehrverse stark kritisiert (m. E. zu Unrecht); drum hat man eben viele neue Kehrverse aufgenommen. 
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Wichernkantor
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« Antworten #977 am: 07. Dezember 2018, 08:52:35 »

Wenn ich das richtig gelesen und verstanden habe, ging der Neukonzeption des GL eine breit angelegte Nutzungsanalyse des alten GL voraus. In gewissem Sinn hat sich also die "vox populi" durchgesetzt. Das empfinde ich nicht als nachteilig, denn ein Gesangbuch spiegelt m.E. immer den Zeitgeist (mit zwei Jahrzehnten Versatz) wider. Außerdem wurde so auch bei den NGL eine (nicht immer glückliche, aber oft Ungemach verhindernde) Vorauswahl getroffen, deren oberstes Kriterium Tauglichkeit für den Gemeindegottesdienst (ohne Band, Klavier und "Singeteam") war.
Das GL ist m.E. ein durchaus praxistaugliches Buch - im Gegensatz zu den im Hinterzimmern an grünen, runden oder sonstwie gearteten Tischen ausgeheckten ev. "Zusatzgesangbüchern" wie dem "EG plus".
Einer Tauglichkeitsprüfung wurden auch die zahlreichen Kehrverse unterzogen. Ich finde, mit Gewinn. Denn dem Sänger ist es wurscht, ob hier der fünfte Modus ideal und regelkonform ungesetzt wurde oder die Melodievariante eines alten Chorals dem gerade vorherrschenden Stand der musikwissenschaftlichen Erkenntnis entspricht. Vielmehr will er einen Kv nach einmaligem Anhören sicher (und vor allem gern) nachsingen und bei den Chorälen nicht in allfällige Radarfallen tappen, weil eine Viertel zur Halben mutierte oder plötzlich Pausen dastehen bzw. weggelassen wurden, weil das in "Prätorius' Satz von anno Einundleipzig" so gewesen ist. Sonst klappt er das Buch zu.
Gerade in diesem Bereich zeichnete sich das GL alt durch nicht wenige spröde Konstruktionen aus, denen man deutlich anmerkte, dass sie mit mehr gutem Willen als mit Gespür für Singfreude gemacht waren.

Mein Fazit: Das neue GL ist deutlich "klangsinnlicher" als das Vorgängerbuch und bietet einer singfreudigen Gemeinde und einem Kirchenmusiker, dessen Primärziel eine frisch und gern singende Gemeinde ist, erheblich umfangreicheren Stoff.
Und jedes Gesangbuch ist ein Kompromiss. Ich bin mal gespannt, wie ein neues EG aussieht, falls ich das noch erlebe. Vermutlich werden da "Popkantoren" mit KMD-Generalstabslitzen am T-Shirt die Kommissionen dominieren. Und ich muss den ganzen Unsinn, den sie aushecken werden, auf jeden Fall nicht mehr spielen ... Freudensprung

LG
Michael

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