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Autor Thema: Das neue Gotteslob 2013  (Gelesen 95835 mal)
Gemshorn
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« Antworten #960 am: 11. März 2018, 16:10:52 »

Dass zwischen dem musikalischen Empfinden von Norddeutschland und Ostösterreich wahre Welten liegen, haben wir hier ja nicht erst einmal dokumentiert. Lachen
Meiner Meinung nach ist GL 74,1 einer der schlechtesten Kehrverse überhaupt. Warum der Text zweimal gesungen werden muss, erschließt sich mir nicht. Die Vorgabe aus dem Lektionar wäre die ebenso simple wie kurze Zeile „Wie könnte ich dich je vergessen, Jerusalem?“
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jogo31
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« Antworten #961 am: 28. März 2018, 10:04:10 »

Einige Amerkungen:

1. Die im Gotteslob abgedruckten Psalmen sind für den Antwortgesang weder eingerichtet, noch vorgesehen. Die Psalmodien sind für den antiphonalen Gesang im Stundengebet vorgesehen, der Antwortpsalm wird aber responsorial gesungen. Dafür gibt es entsprechende liturgische Bücher (Münchener Kantorale, Freiburger Kantorenbuch, antwortpsalm.de) In diesen Büchern sind alle Psalmen enthalten.

2. Im Schott (auch online) sind die entsprechenden Antiphonen mit GL-Nummer angeben, sofern keine wörtlichen im Gotteslob abgedruckt sind, wird auf eine Alternative verwiesen. So auch am 4. Fastensonntag

3. Was die Fastensonntage betrifft habe ich nun wirklich für jeden mindestens ein passendes Lied gefunden. Man muss halt seinen Blick über den Themenkomplex "Österliche Bußzeit" hinausrichten. Jene Rubrik vermeide ich ohnehin wo es nur geht, solange ich andernorts etwas passendes finde. Fastenlieder müssen - im Gegensatz zu Adventsliedern - nicht zwangsläufig gesungen werden.
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Guilain
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« Antworten #962 am: 28. März 2018, 10:27:33 »

Bei den Lutheranern gibt es sechs Predittext-Reihen. Das heißt: Nicht alle Lesungen wechseln jährlich, aber die Bibelstelle, über die gepredigt wird. Zur Ordnung (samt Wochenliedern):
http://www.fachstelle-gottesdienst.de/fileadmin/mediapool/gemeinden/E_fachstellegottesdienst/Materialdateien/Neuordnung_Gottesdienstlicher_Texte_und_Lieder_-_UEbersichten.pdf
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Gemshorn
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« Antworten #963 am: 24. Juni 2018, 17:24:09 »

Zur Sommersonnenwende habe ich auch dieses Jahr das schöne "Das Jahr steht auf der Höhe" auf den Liedplan gesetzt; die Melodie ist entlehnt von "Wie lieblich ist der Maien" und folgt im Wesentlichen der Melodiefassung des Evangelischen Gesangbuchs. Gerade deshalb aber frage ich mich, warum die GL-Fassung sich von der EG-Fassung in genau einem Ton unterscheiden muss.
Ob da schlicht ein Setzfehler passiert ist? Kopfkratzen
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« Antworten #964 am: 24. Juni 2018, 20:52:54 »

Wie auch immer, wenn ökum. zwei Traditionen aufeinander treffen kommts halt zu einer punktuellen Zweistimmigkeit.
Wenns bewußt passiert ist, wollte man das Zeilenstartintervall zum 3. Male wiederholen.
Bei uns fiele es eh nicht ins Gewicht, weil die Gemeinde den Steuerleinsatz sowieso auswändig viertimmig sänge.
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Gemshorn
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« Antworten #965 am: 24. Juni 2018, 21:01:04 »

Von Traditionen würde ich im Fall von GL 465 nicht sprechen, immerhin war dieses Lied im GL2013 neu... Kopfkratzen
Ja, der Steuerleinsatz. Eigentlich verstehe ich nicht, warum man nicht die originale Melodie genommen hat - und zwar sowohl bei Evangelens als auch Katholens. Wenn man sich vor dem 16tel-Sprung fürchtet: Auch dafür gibt es Lösungen.
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« Antworten #966 am: 25. Juni 2018, 21:50:04 »

Wenn man die Traditionsschau auf das GL beschränkt, hast Du recht.... aber da gibt es durchaus auch noch andere christliche Schattierungen, die in ihren Gesangbüchern die Steuerleinmelodie seit Generationen in ihren Gesangbüchern tradieren.... darunter auch katholische Dialekte....  Prost!
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Gemshorn
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« Antworten #967 am: 25. Juni 2018, 22:00:18 »

Ja, ich kenne sowas. Bei uns im Burgenland hat man auch alle paar Jahre mal ein Ergänzungsheft zum GL produziert mit durchwegs pädagogisch wertvollen Liedchen. Augenrollen Da wurde die burgenländische Seele in all ihren Abgründen sichtbar: „Mach von heil’ger Liebe wund / alle Seelen in dem Bund...“. Und dann steht da in meinem Regal noch das Gesangbuch der Donauschwaben; ein Kronjuwel der Layoutkunst. Nur noch übertroffen von den detaillierten Quellenhinweisen; da steht unter jedem zweiten Liedchen der erschöpfende Hinweis „Temeswar“. Lachen
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« Antworten #968 am: 01. Juli 2018, 14:54:33 »

Ich habe heute auch GL 465 auf den Liedplan gesetzt und bewußt vorher nicht eingeübt.
Die Gemeinde hat voll mitgezogen, obwohl das Lied bei uns noch nie gesungen wurde.
Es ist leider auch eines derjenigen, welche nur an einem oder zwei Sonntagen im Jahr überhaupt Anwendung finden können. Das ist wiederum nicht günstig gerade bei neuen Liedern mit etwas schrägeren Melodien, die erst einmal den Weg in die Köpfe der schon etwas angealterten Gemeinde finden müssen.
Die eine Note, die im GL im Vergleich zum EG anders ist, scheint verschmerzbar.
An einen Satzfehler glaube ich eher nicht.
Die Unterschiede zum Steurlein-Satz sind aber in GL und EG schon deutlich.
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« Antworten #969 am: 01. Juli 2018, 17:58:42 »

Das ist doch dann wirklich genial gelaufen. Im Volksliedgut, das in dt. Volksschulen bis in die 60iger Jahre gepflegt wurde, gehörte die Steuerleinmelodie als "Wie lieblich ist der Maien" zum Repertoire. Selbst wenn man die Melodie nicht kennt, können normal singbegabte ab spätestens Vers 2 mitsingen.
Bei uns wackelten beim Singen der Steuerleinmelodie die Wände. Aus dem Off waren sogar die Unterstimmen des Steuerleinsatzes da Zwinkern
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