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Autor Thema: Noten aus der Wundertüte?  (Gelesen 2251 mal)
Gemshorn
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« Antworten #30 am: 07. Januar 2019, 17:43:22 »

Heute kam auch meine Probeausgabe mit den beiden Heften aus der Festivo- und Fantastico-Reihe an.
Die Aufmachung ist professionell: Schicker Einband, dickes Druckpapier und erstklassiger Notensatz, welcher mit dem Programm Sibelius gefertigt ist; das Druckbild ist gestochen scharf und die Partituren sind gefällig gelayoutet.

Wollte ich das Haar in der Suppe suchen, so fände ich dieses: Die Dynamikbezeichnungen sind unverständlicherweise nicht aus dem Sibelius-eigenen Font entnommen, sondern offenbar mit einer serifenlosen Eigenschriftart dargestellt. Das sieht hässlich aus - und zwar richtig. Ich vermute, dass man den Druckwerken damit ein eigenes Gepräge geben wollte - was ich in dem Fall für eine schlechte Entscheidung halte.

Trotzdem bekommen die Hefte bei mir 8 oder 9 von 10 möglichen Punkten. Ein Abo interessiert mich nicht, aber Noten in dieser Qualität (und zu diesem Preis) würde ich jederzeit bei dem Verlag kaufen.
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Larigot
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« Antworten #31 am: 07. Januar 2019, 19:18:30 »

... und erstklassiger Notensatz, welcher mit dem Programm Sibelius gefertigt ist; ...

Das ist interessant, von dir hatte ich eigentlich bezüglich des Notensatzes einen Verriss erwartet.
(Zugegeben, weit überwiegend gibt es in der Tat nix zu meckern, aber einige Stücke gehen m.E. gar nicht).

Aber ich bin schwer beeindruckt, wie du die Notenprogramme "an der Handschrift" erkennst!  Anbetung

LG
Christian
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Gemshorn
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« Antworten #32 am: 07. Januar 2019, 19:21:20 »

Das ist keine große Kunst. Gerade der Sibelius-eigene Opus-Font ist sehr leicht am Violinschlüssel erkennbar.
Vielleicht kommt der Verriss noch... Lachen Ich habe die Hefte nicht eingehend studiert, sondern flüchtig überflogen. Was ich da auf den ersten Blick sah, gefiel mir.
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Larigot
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« Antworten #33 am: 11. Januar 2019, 11:06:52 »

Zur Info: Musica Maestosa hat per Email um eine Rückmeldung zu den Orgelbänden gebeten und ich habe in Absprache mit Gemshorn auf diesen Thread verwiesen. Wer also demnächst eine ähnliche Mail im Postfach hat, kann sich ggf. Schreibarbeit sparen.  Lachen

LG
Christian
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Gemshorn
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« Antworten #34 am: 11. Januar 2019, 12:53:34 »

Für den Verlag ist der Thread gewiss eine gute Rückmeldung, vor allem, weil sich hier eine Vielzahl an Beobachtungen und durchaus differenzierten Meinungen abbildet. Freundlich
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viola pomposa
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« Antworten #35 am: 11. Januar 2019, 13:43:19 »

Ich habe mir auch die zwei kostenlosen Hefte bestellt.
Lieferung war promt.
Die Stücke sind nicht zu schwer und zum Beginn des Kirchenjahres einsetzbar.

Negativ aufgefallen ist mir, dass das Papier einen leichten Glanz hat und die gedruckten Syteme und Noten
durch die Notenbeleuchtung bei entsprechendem Winkel derart glänzen und blenden. Da sieht man nichts,
ich muss ständig die Sitzposition ändern.

Mattes, leicht gelbliches Papier wäre m.M. nutzerfreundlicher.


LG
Viola pomposa


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Wichernkantor
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« Antworten #36 am: 11. Januar 2019, 14:02:22 »

Den augenfreundlichsten Kontrast hat man nicht bei schwarz auf weiß, sondern bei schwarz auf chamois. Entsprechendes Papier ist nicht mal teurer als reinweiß gebleichtes. Einige Verlage (Breitkopf, Bärenreiter, Carus) verwenden es durchgängig.

Weiß jemand, ob es auch einen Direktverkauf gibt? Von der Hütte meines Schwiegervaters ist es nämlich nicht allzu weit an den Firmenstandort. Da wäre es für mich durchaus interessant, mal bei Gelegenheit hinzufahren und zu stöbern.

(Was waren das noch Zeiten, als es richtige Musikalienhandlungen gab, in denen man nach Herzenslust in Notenbänden blättern durfte ... In meinen drei Studienorten gab es solche Läden, mit kundigen Fachverkäufern bestückt. Letzmalig habe ich ein solches Etablissement vor drei Jahren in Wien erlebt: Doblinger, unweit des Stephansdomes. Ein haptisches und olfaktorisches Erlebnis. Nur noch getoppt vom Kaffeehaus gegenüber, in dem ich die Gnädigste "ruhiggestellt" hatte ...  Lachen)

LG
Michael
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Schwarzspieler
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« Antworten #37 am: 11. Januar 2019, 15:13:03 »

Mir ist das mit dem glänzenden Papier auch aufgefallen - stört mich aber nicht, da ich bei meinem Sakralkeyboard keine Notenpultbeleuchtung habe. Bei indirektem Lichteinfall geht es.
Habe jetzt das Abo mit den beiden Heften für alle zwei Monate bestellt. Es sollen auch barocke Werke vorkommen und jeweils 1/3 bis 1/2 kirchenjahreszeitlich geprägte Werke. Auch Manualiter-Werke sollen dabei sein. Ich bin gespannt! In ein paar Tagen soll die erste Lieferung ja schon erscheinen!
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Viscount Cantorum V
Larigot
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« Antworten #38 am: 11. Januar 2019, 15:52:18 »

Es handelt sich wohl um gestrichenes (Bilderdruck-) Papier, wie es für Bildbände, Magazine, Flyer usw. verwendet wird. Durch die Beschichtung dringt die Farbe nicht so tief ein. Das sorgt für das exzellente, knackscharfe Druckbild, auf der anderen Seite neigt es zum Spiegeln und verträgt sich nicht so gut mit Bleistift und Radierer.

Mir ist normales Papier auch lieber.
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viola pomposa
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« Antworten #39 am: 11. Januar 2019, 16:21:21 »

Den augenfreundlichsten Kontrast hat man nicht bei schwarz auf weiß, sondern bei schwarz auf chamois.

Michael, ist schwarz auf schwarz nicht noch augenfreundlicher?  Lachen
 duck und weg

LG
Viola pomposa
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