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Autor Thema: Eigenbau Hauptwerk-Spieltisch  (Gelesen 877 mal)
Fabiii
Adept
**
Beiträge: 29


« am: 10. Oktober 2018, 12:16:22 »

Hallo zusammen,

ich bin momentan dabei mir einen eigenen Hauptwerk-Spieltisch zu bauen.
Als Basis, verwende ich 3 alte Manualklaviaturen inkl. Excenterkontakte und ein 32 töniges Pedal inkl. Kontaktstock.
Diese Teile habe ich gebraucht gekauft. Den kompletten Rest möchte ich gerne selbst bauen.

Als Elektronik setze ich die Elektronik von Midi-Hardware ein.

Ich habe jetzt schon mal den Tisch angefangen zu bauen und habe die Backen für die Klaviaturen gebaut. Mir ist beim Bau wichtig, dass alles modular und leicht zerlegbar bleibt.
Die Kalviaturen sind alle einzeln abnehmbar und werden mit Holzzapfen aufeinander gesteckt.
Das Notenpult, was momentan auf den Bildern zu sehen ist, ist nur ein Provisorium.

Da ich kein Freund von Touchscreen-Bedienung bin, möchte ich gerne Manubrien selbst bauen.
Da ich jedoch schon so an die 50-60 Registerzüge bauen will, war ich auf der Suche nach einer recht preiswerten Lösung. Daher verdrängte ich schnell den Gedanken an eine Magnetlösung bzw. Servo-Lösung. Die Rückmeldung werde ich also mit LEDs im Registerknopf (sind keine richtigen Registerknlpfe, da zu teuer. https://www.ebay.de/itm/Zwirnspulen-Garnrollen-55-mm-Lang-Holzspule-Spule-Buche-unlackiert-/191848605525?var=
Diese will ich noch schwarz lackieren)

Ich habe bereits ein Prototyp eines solchen Registerzuges gebaut (Siehe Bild). Nun geht es also drum, davon 60 Stück herzustellen. Dies wird sicherlich einiges an Zeit in Anspruch nehmen.

Jedoch bevor ich damit anfange, muss ich mir überlegen, wie ich sie anordne.
Am schönsten fände ich eine solche "halbrunden" Anordnung: http://www.herbertbaumann.ch/bildgros/saeckingen/Spieltisch_Saeckingen_sehr_.jpg

Meint Ihr sowas ist möglich, selbst zu bauen? Wie macht das ein Orgelbauer? Habt Ihr da Informationen für mich?

Wenn dies zu kompliziert wird, werde ich wahrscheinlich auf eine Solche Art der Anordnung zurückgreifen.
http://www.altstadtorgel-luedenscheid.de/wp-content/uploads/2018/01/DSCF0210_DxO_72-1920.jpg

Momentan habe ich nur noch das Problem, dass ich dieses Kirschholz-Dekor eigentlich nur in 19mm starken Dekorspan-Platten bekomme. Wenn ich mich jedoch bei der Anordnung an die Höhen von den Manualen halten möchte, wird das nichts, da dann zwischen die beiden Platten der Registerzug nicht reinpasst. Ich muss mal sehen, ob ich da vielleicht das dann aus einem anderen Holz baue, oder noch dünnere Dekorspan-Platten irgendwo auftreiben kann...

So viel bis jetzt mal...
Sobald ein neuer Bauabschnitt fertig ist, werde ich neue Bilder posten.

https://picload.org/view/dcrodwpr/img_20181006_094943_1280x720.jpg.html
https://picload.org/view/dcrodwpa/img_20181006_094946_1280x720.jpg.html
https://picload.org/view/dcrodwpl/img_20181006_094950_1280x720.jpg.html
https://picload.org/view/dcrodwpi/img_20181010_115601_1280x720.jpg.html
https://picload.org/view/dcrodwpw/img_20181010_115609_1280x720.jpg.html
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Larigot
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Beiträge: 124


« Antworten #1 am: 10. Oktober 2018, 19:30:14 »


Momentan habe ich nur noch das Problem, dass ich dieses Kirschholz-Dekor eigentlich nur in 19mm starken Dekorspan-Platten bekomme. Wenn ich mich jedoch bei der Anordnung an die Höhen von den Manualen halten möchte, wird das nichts, da dann zwischen die beiden Platten der Registerzug nicht reinpasst. Ich muss mal sehen, ob ich da vielleicht das dann aus einem anderen Holz baue, oder noch dünnere Dekorspan-Platten irgendwo auftreiben kann...


Interessantes Projekt, ich bin gespannt!  Freundlich

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:
1. aus einfachem, günstigen Holz bauen und dann furnieren (wie im 1. Bild). Das geht für ebene Flächen relativ problemlos mit Aufbügelfurnier, bei den Kanten muss man allerdings sehr sorgfältig arbeiten, damit es wirklich gut aussieht. Bei den Rundungen wird es allerdings problematisch mit dem Bügeleisen, da fällt mir spontan auch keine (Heimwerker-)Lösung ein.

2. Vollholz (2. Beispiel). Oberseite und Front sind aus dem gleichen Stück Holz. Hier entfällt das Furnieren, die Kante ist auch in jedem Fall sauber, allerdings wird das dann nichts mit den Rundungen.

Bezüglich der Farbe könntest du auch in Betracht ziehen, ein helles Holz zu verbauen und dieses anschließend in deiner Wunschfarbe zu beizen. Der Möbelrestaurator meines Vertrauens empfiehlt die CLOU-Spiritusbeize, mit der ich bis jetzt auch gute Erfahrungen gemacht habe. Die Farbtöne sind auch untereinander mischbar.
Wichtig für die Haltbarkeit und dauerhaft gute Optik ist eine abschließende Oberflächenbehandlung (Öl, Wachs, ...)

In jedem Fall solltest du vorher ein paar Tests machen, Versuch macht kluch ;)

LG
Christian
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