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Autor Thema: (kein) Stimmproblem Rodgers  (Gelesen 1323 mal)
Jesaiah
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« am: 02. September 2018, 18:26:18 »

Guten Abend alle,

saaagt mal ...
eine Aliquotstimme muss doch zur Hauptstimme rein (=nichtschwebend) gestimmt sein.
Das müsste doch auch für Mixturen gelten, d.h. die dürfen in sich nicht schweben, oder?

Mit ist (erst) heute aufgefallen (sensibilisiert durch Lektüre von Töpfer/Smets), dass alle Mixturen unserer Rodgers in sich "schwimmen", und zwar gar nicht so wenig ...

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Gemshorn
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« Antworten #1 am: 02. September 2018, 20:24:26 »

„Lebendiger Klang“ durch hochgeschraubten Ensembleeffekt? Ratlos
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Kein Mensch ist arm zu nennen, der ab und zu tun kann, was immer ihm Spaß macht. (Dagobert Duck)
Dieter Schuster
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« Antworten #2 am: 02. September 2018, 22:54:12 »

Guten Abend alle,

saaagt mal ...
eine Aliquotstimme muss doch zur Hauptstimme rein (=nichtschwebend) gestimmt sein.
Das müsste doch auch für Mixturen gelten, d.h. die dürfen in sich nicht schweben, oder?

Mit ist (erst) heute aufgefallen (sensibilisiert durch Lektüre von Töpfer/Smets), dass alle Mixturen unserer Rodgers in sich "schwimmen", und zwar gar nicht so wenig ...


Welches Modell, wo installiert?
Aliquoten dürfen nicht mehr schweben als gradzahlige Lagen. Bei Rodgers-Orgeln ist jedes Register insgesamt sowie außerdem Ton für Ton stimmbar.
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Jesaiah
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« Antworten #3 am: 03. September 2018, 05:32:55 »

Hallo Herr Schuster,

588, in der Nähe von Graz, in Österreich (wir haben in anderer Sache schon Kontakt).

Ich weiß schon, dass man bei der Rodgers fast alles stimmen kann bis auf den Organisten selbst, aber in einer Mixtur klingen ja je nach Ausführung 3-6 Pfeifen gleichzeitig (zB 4+2 1/3 + 2 + 1 1/3 + 1) auf einer Taste in einem Register. Die kann man nicht mehr zusammenstimmen, weil es ja ein Sample ist, oder?

Ich formuliere die Frage anders - ich habe keinen Vergleich hier:
Schweben bei einer frisch gestimmten Pfeifenorgel die Mixturenchöre in sich auch? Dann ist alles ok, und ich habe einfach den Töpfer/Smets falsch verstanden. Kann natürlich auch sein.

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Wichernkantor
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« Antworten #4 am: 03. September 2018, 05:51:09 »

Der "lebendige" Klang einer PO beruht im Wesentlichen auf Mikroverstimmungen, vor allem in den kleinfüßigen Stimmen und Mixturen. Eine frisch (und mglw. noch mit Stimmgerät) perfekt reingestimmte PO klingt flach und langweilig. Sie wird subjektiv auch als "leiser" empfunden. Erst nach ein paar Tagen stellt sich die klangliche Dichte ein, die man als "Lebendigkeit" empfindet. Dieses hörphysiologische Phänomen macht sich legitimer Weise der DO-Bau zunutze.

LG
Michael
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« Antworten #5 am: 03. September 2018, 08:23:26 »

Ich weiß schon, dass man bei der Rodgers fast alles stimmen kann bis auf den Organisten selbst
Made my day! Lachen Lachen Lachen

 Danke
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PM
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« Antworten #6 am: 03. September 2018, 15:08:18 »

Der "lebendige" Klang einer PO beruht im Wesentlichen auf Mikroverstimmungen, vor allem in den kleinfüßigen Stimmen und Mixturen.
Gibt es nicht gerade hier das Problem mit den Physis-Mixture? Da mit dem Editor kann man kleine Verstimmungen machen, aber das betrifft die ganze Mixtur. Innerhalb eine Mixtur sind keine Verstimmungen möglich. Das heißt, die pfeifenreihe der Mixtur (z.b. 4, 2 2/3, 2, 1 1/3) bleiben unter einander immer 100% rein gestimmt. Und die Mixtur bleibt also 'intrinsik steril'

Oder irre ich hier?

LG PM
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clemens-cgn
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« Antworten #7 am: 03. September 2018, 16:57:33 »

Hallo PM,
bitte hier nicht zwei verschiedene Pferde (Physis mit Sampling) mit einem Zaumzeug satteln.
Im Pfeifenorgelbau werde ich mir eine Mixtur besonders in den Doppelchören immer einen Chor leicht zu tief stimmen lassen. So daß sie nur gaaaanz langsam schwebt. Bei der nächsten Raumtemperaturveränderung wird sie dann lebendig. Dann bekommt die Mixtur Gravität.
In Physis-Instrumenten läßt man halt das andere Kleingemüse (ab 2 2/3´)zum Diskant hin (händisch, Ton für Ton!) leicht unterschweben. Zur Mixtur hinzu registriert wäre das ein ähnlicher Effekt auf einem Umweg erzielt Zwinkern
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Jesaiah
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« Antworten #8 am: 03. September 2018, 20:01:01 »

Ok ....

Danke an alle für die Antworten.
Ich höre heraus, dass die Angaben bei Töpfer/Smets eher theoretische Vorgaben sind und die Mixturen in der Praxis auch immer schweben (sollen).

Dann hat sich meine Anfrage erledigt und das Thema ist hinfällig.

Vielen Dank für alle Rückmeldungen!

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SaintSernin
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« Antworten #9 am: 04. September 2018, 23:46:36 »

Hallo Jesaiah und PM,

Zu den Physis Mixturen kann ich sagen das sie nur dann rein gestimmt sind wenn der Ensembleregler auf Null gestellt ist. Wir eine höhere Ensemblestufe gewählt erhöht sich die Verstimmung der einzelnen Fußlagen innerhalb der Mixtur und sie fängt an zu schweben.

LG
Frank
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