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Autor Thema: Euer "Wunschprogramm" ...  (Gelesen 1310 mal)
trompetendulzian
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« Antworten #10 am: 27. Juli 2018, 18:49:48 »

Antwortgesang: schwierig, ohne die Schriftlesung zu kennen, deshalb 483, denn Halleluja ist nie verkehrt. Und das aus Taizé kennen auch Grufties wie ich - und finden es schön. Ein guter Animateur am Kantorenpult holt da sicher auch Mehrstimmigkeit heraus.
Das übrigens gemäß dieser Quelle nur einen bedingten Taizé-Bezug hat. Schön ist's aber trotzdem und ich bin letzte Woche ziemlich reingefallen, als ich bei einem Vertretungsdienst als Halleluja EG 182.4 auf dem Zettel stehen hatte. Die Gemeinde erwartete mitnichten nur die vierte Strophe sondern 1. Strophe, 4. Strophe und dann nochmal die Oberstimme...

Viele Grüße
Trompetendulzian
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« Antworten #11 am: 27. Juli 2018, 21:03:53 »

Da kommt mir eine Idee: Wir könnten ja als Sakralorgelforum ein interkonfessionell christliches Einfachliederbuch schaffen für Atheisten und Ausgetretene. Der christlich fremdbestimmte Bundesbürger ist im Laufe des Lebens immer wieder aus verwandtschaftlicher, beruflicher, freundschaftlicher, sonstiger Rücksichtnahme bei Kommunion. Konfirmation, Trauung, Beerdigung gezwungen eine Kirche zu besuchen und steht bei gemeinsamen Gemeindesing- und -sprechaktionen begossen in der Bankreihe. Da könnte man doch ein geistliches Liedwerk schaffen mit Einfachtexten und pentatonischer Melodieführung. Nachrichten in einfacher Sprache gibt es ja schon, ohne dass ich mich darüber lustig mache. Ich meine hier solche remissionierbaren Christen, welche fälschlicherweise meinen, dass am Karfreitag Christus aufgestanden wäre und der Pfingstmontag lediglich jahreszeitlich bedingt ein zusätzlicher Feiertag (im Sinne der Bodenseeschifffahrt) sei. Ein Lied habe ich erst kürzlich erfolgreich getestet: GL 389 / EG 389. Arbeitet mit einem zumutbaren Halbsatz bereits beginnend:" ...., daß du mich einstimmen läßt in deinen Jubel". Bereits ab dem zweiten Vers/ der zweiten Strophe haben schon die ersten mitgesungen. Oder wie heißt es doch: der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Bei allem Übermut war ich nicht erst einmal in ökumenischen Gottesdiensten, bei denen z.B. katholische Christen in die evangelische Kirche ihr eigenes Gotteslobbuch mitbrachten und auf gesangliche Wertschöpfung vergeblich hofften. Beim Psalm 21 EG Nummer 709 fanden Sie auf die Frage "Mein Gott, warum hast du mich verlassen?" im GL unter Nummer 709 immerhin die Bitte "Komm, Herr Jesu, sei unser Gast".

Sicher, im Ernst gesagt, gibt es da Bedarf, wie es z.B. das ACK Grabgesangbuch vorbildklich schon geleistet hat. Vielleicht packt man es wirklich mal mit einen gemeinsamen ökumenischen Stammteil, umgürtet und ständig modernisiert von GL +/-, EG +/- Nak +/- etc.

Michael


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« Antworten #12 am: 27. Juli 2018, 21:29:27 »

Es gibt auch die Sonntagsevangelien in einfacher Sprache: https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de

Ein Liederbuch für Atheisten finde ich eine hochinteressante Idee; habe vor kurzem eine Hymne auf Hogwarts geschrieben. Lachen
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« Antworten #13 am: 27. Juli 2018, 22:39:23 »

Sprache ist immer ein komplexer Interaktionsprozess. An simplifizierter transgenderisierter Sprache innerhalb von Liturgie kann/mag ich mich überhaupt nicht zu erfreuen, geschweige denn erbauen. Texte die simplifiziert oder genusmäßig in political Korrectnissprech transformiert sind, erlebe ich wie eine Büttenrede im Karneval. Eine Parodie die mit faktischer Inhaltsleere glänzt, kann ich in meinen Ohren auf jeden Fall nicht zwangsläufig ERNST  nehmen.
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« Antworten #14 am: 27. Juli 2018, 22:46:39 »

Möglicherweise bist du nicht die Zielgruppe. Zwinkern
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Jesaiah
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« Antworten #15 am: 28. Juli 2018, 05:48:24 »

Es gibt auch die Sonntagsevangelien in einfacher Sprache: https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de

Ein Liederbuch für Atheisten finde ich eine hochinteressante Idee; habe vor kurzem eine Hymne auf Hogwarts geschrieben. Lachen

DAS würde ich auch spannend finden. Die Fragen besingen, ohne Antworten dafür zu haben ...
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« Antworten #16 am: 28. Juli 2018, 05:50:17 »

Ohne die dazu gehörigen Lesungstexte und Gebetstexte kann da nur "Murks" draus werden. Derartiges Anlegen von unspezifischen Liedplänen hat man mit bereits im katholischen D-Kurs in den 70iger Jahren des letzten Jahrhunderts ausgetrieben.   duck und weg

Meine Frage zielte eher auf die situativen "Lieblingslieder" in dieser community, Clemens. Bei der konkreten Liedauswahl sind die Texte auch bei uns in den südlichen Provinzen mit im Blick.

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« Antworten #17 am: 28. Juli 2018, 06:35:18 »

Meine Frage zielte eher auf die situativen "Lieblingslieder" in dieser community, Clemens. Bei der konkreten Liedauswahl sind die Texte auch bei uns in den südlichen Provinzen mit im Blick.


Mein Denkansatz war ein anderer: Was würde die primäre Zielgruppe (Du sprachst von jungen Familien) gern singen?

LG
Michael
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