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Autor Thema: Euer "Wunschprogramm" ...  (Gelesen 1292 mal)
Jesaiah
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« am: 27. Juli 2018, 06:32:41 »

Liebe alle,

gesetzt den Fall, ihr habt die Möglichkeit, einen Wortgottesdienst von Null weg zu konzipieren (sprich, die vorgegebene Struktur mit Liedern zu füllen). Es ist ein grüner Sonntag abends um 17 Uhr, Zielgruppe Jungfamilien. Und Mitsingen der Gemeinde ist das Ziel. Zur Verfügung stehen GoLo und verschiedene NGL-Bücher.

Welche Lieder sucht ihr euch aus, was wären eure Favoriten für:

Eröffnung
Kyrie
Zwischengesang
Anbetung / Lob
(welches Vaterunser?)
Schluss

Bin gespannt auf die Bandbreite...

Dank und südliche Grüße !
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"Ahoi da drin, hätten Sie vielleicht Interesse an einer Dampforgel?"

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pvh
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« Antworten #1 am: 27. Juli 2018, 08:21:41 »

Hallo,
Welche Lieder sucht ihr euch aus, was wären eure Favoriten für:

Eröffnung
Kyrie
Zwischengesang
Anbetung / Lob
(welches Vaterunser?)
Schluss
in erster Linie Lieder zu den Texten bzw. zum Thema des Gottesdienstes passen? Was ist denn "grüner Sonntag"? Duck Duck Go bringt da nichts Eindeutiges.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.
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Wichernkantor
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« Antworten #2 am: 27. Juli 2018, 08:33:45 »

Wichtig wäre auch, zu wissen, womit begleitet werden soll: Klampfe, Pianiergerät oder Orgel?
In letzterem Falle wären alle apokryphen "Liederbücher" vermutlich mangels brauchbarer Begleitsätze bereits aus dem Rennen ...

LG
Michael
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Martin78
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« Antworten #3 am: 27. Juli 2018, 08:59:01 »

Ich finde, dass man auf der Orgel die allermeisten NGl überzeugend begleiten kann - nach Begleitsätzen frage ich da nie  ... duck und weg
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Wichernkantor
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« Antworten #4 am: 27. Juli 2018, 10:01:12 »

Ich finde, dass man auf der Orgel die allermeisten NGl überzeugend begleiten kann - nach Begleitsätzen frage ich da nie  ... duck und weg

Na, da hast Du das Meisterwerk der beiden hessischen Kirchen wohl noch nicht in der Hand gehabt, das "EGplus". Kenner bezeichnen es treffend als "EG minus" oder poetischer als das "violette Elend". Dazu gibt es sogar ein "Tastenbuch" - damit dürfen sich dann masochistisch veranlagte Nebenamtler auf dem Pianiergerät verlustieren. Auf der üblichen hessischen Landorgel mit II/14 und Prinzipalbasis 4' in der üblichen hessischen Landkirche mit 0,003 Sek. Nachhall  klingt das superb ... (Ehrlicher Weise schreiben die Herausgeber, dass sich nicht alle Gesänge für Orgel- bzw. Tastenbegleitung eignen. Aber das liest keiner ...)

Ich brauchte wenige Sekunden, um in diesem Handbuch des Banalen eine handvoll munterer Liedlein zu finden, die ich gern mal an der Orgel begleitet hören würde - ohne dass die singende Gemeinde von einem falsch betonten (da ungelenk übersetzten) Wortakzent zum nächsten holpert und - spätestens beim zweiten Vers resignierend - das Buch zuklappt. (Übrigens das Beste, was man damit tun kann.) Wer das (mich) überzeugend hinbekäme, wäre einer Pulle meines zweitbesten Roten und meines Respektes gewiss ... (Bewerbungen gern per PN ...  Lachen)

Angesichts dieser Gemengelage bin ich dann doch sehr froh, ins Territorium der rheinischen Kirche entfleucht zu sein, in der solche Opera (noch) kein Imprimatur des LKMD tragen ...

Aber ich werde OT ... sorry, aber da schwillt mir der Kamm.  Dagegen Dagegen Dagegen

LG
Michael
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Jesaiah
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« Antworten #5 am: 27. Juli 2018, 11:44:26 »

Entschuldigt - Nachtrag:

"grüner" Sonntag - normaler Sonntag im Kirchenjahr, liturg. Farbe grün

Instrument: Elektron. Orgel. Eventuell zwei Gitarren, Bass und Cajon.

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Wichernkantor
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« Antworten #6 am: 27. Juli 2018, 12:13:32 »

Wenn ich die Überlegung zugrundelege, dass möglichst viele Besucher (auch evtl. anwesende lutherische) mitsingen können, lautet mein Vorschlag auf alleiniger Grundlage des GL:

Eröffnung: 140; "Kommt herbei, singt dem Herrn". Wenn man eine kleine Singegruppe oder einen Vorsänger hat, wird das Ganze sofort dialogisch.
Kyrie: 157, "Herr, erbarme dich" (Janssens); wer es nicht kennt, kann es beim zweiten Mal mitsingen, man kann es auch als mehrfach wiederholte Antwort auf gesprochene Vergebungsbitten verwenden. Und es finden sich oft welche, die die anderen Stimmen kennen. Daher sollte der Tastenbenutzer den abgedruckten Originalsatz von Meister Janssens spielen.
Antwortgesang: schwierig, ohne die Schriftlesung zu kennen, deshalb 483, denn Halleluja ist nie verkehrt. Und das aus Taizé kennen auch Grufties wie ich - und finden es schön. Ein guter Animateur am Kantorenpult holt da sicher auch Mehrstimmigkeit heraus.
Loblied: 378, Gott ist gegenwärtig; versöhnt einerseits die Traditionalisten, hat andererseits mit seinem Text des protestantischen Mystikers Gerhard Tersteegen inhaltliche Tiefe, die aber Auslegungs- und Kommentierungsbedarf im Gepäck hat. Ohne Deutungsfähigkeit der alten Sprachbilder würde ich das nicht so stehen lassen. Eignet sich hervorragend als roter Faden einer Liedpredigt.
Vater unser: am besten gesprochen oder den Klassiker 589,2, den jeder kennen dürfte. Der Text sperrt sich gegen strophische Vertonungen, alle mir bekannten holpern irgendwo - sogar das reformatorische Urgestein "Vater unser im Himmelreich".
Schluss: 412, "Die Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich". Auch das geht leicht als Kanon von den Lippen. Je nach Kopfzahl und Musikalität der Gemeinde bis zur Vierstimmigkeit. Dabei ist mir aufgefallen, dass das GL - im Gegensatz zum EG - nur zwei Lieder mit einer direkten Segenszusage enthält. Das liegt wohl daran, dass die "Volksfrömmigkeit" im Pfarrer den "Segensspender" sieht und dabei verkennt, dass jeder Segen, den ein Mensch ausspricht, nur eine an Gott gerichtete Segensbitte sein kann ...

LG
Michael
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« Antworten #7 am: 27. Juli 2018, 17:34:13 »

Ohne die dazu gehörigen Lesungstexte und Gebetstexte kann da nur "Murks" draus werden. Derartiges Anlegen von unspezifischen Liedplänen hat man mit bereits im katholischen D-Kurs in den 70iger Jahren des letzten Jahrhunderts ausgetrieben.   duck und weg
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Martin78
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« Antworten #8 am: 27. Juli 2018, 17:57:57 »

 duck und weg ... wird aber gelegentlich von der Geistlichkeit so praktiziert ... nicht immer ist die Motivation, bestimmte Lieder in den Gottesdienst aufzunehmen, unmittelbar ersichtlich ...  duck und weg
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Gloria Concerto 350 Trend
clemens-cgn
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« Antworten #9 am: 27. Juli 2018, 18:29:00 »

.... gab es für derartig arbeitende Kleriker, für den rechten Zeigefinger nicht ein Werkzeug namens Klerikerfingerplattklopfhammer duck und weg
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