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Autor Thema: Kaufempfehlung für Anfänger  (Gelesen 4538 mal)
kasi040552
Novize
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« Antworten #10 am: 24. Juli 2018, 16:24:20 »

Auch als Mitleser danke für Eure Ausführungen. Lg Peter
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Der Schwede
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« Antworten #11 am: 26. Juli 2018, 21:05:22 »

Vielen Dank Euch allen für die hilfreiche Information. Nächste Woche hoffe ich, zu Kisselbach in Hamburg zu fahren. Eure Ratschläge werden mir viel helfen.

LG, Per
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Der Schwede
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« Antworten #12 am: 13. August 2018, 11:43:39 »

Falls jemand Interesse hat, möchte ich von meinen ersten Erfahrungen beim Probespiel berichten. Ich war vor einer Woche in der Filiale von Kisselbach in Hamburg, wo ich sehr freundlich empfangen und begleitet wurde. Zuerst habe ich eine Gloria Cantus 230 gespielt und war enttäuscht. Sie hat "elektronisch" geklungen. Ich hatte gar nicht das geführ, eine PO zu hören. Dann die Gloria Optimus 238 und die Gloria Klassik 226. Viel besser! Johannus Studio 150 war, wie schon beschrieben, ähnlich aber zurückhaltender, ein für mich zu glattes Klangbild. Eigentlich hatte ich nicht vor, weiter zu schauen, aber nebenan stand eine Johannus Live 2t. Was für ein Unterschied!! So klingt eine Orgel! Einfach wunderschön und qualitativ anders als alle die anderen, auch die Gloria Concerto, die ich inzwischen auch probierte. Ich habe mich noch nicht entschieden, welche Orgel ich kaufen soll, ob es Einstiegsinstrument, Mittelklasse oder sogar die Live 2t wird. Bei der Letzten frage ich ich, wie gut sie eigentlich als Übungsinstrument geeignet ist. Die Akustik kann ja bei dieser Orgel nicht verändert werden und vielleicht will man nicht immer die Akustik einer großen Kathedrale im Spielzimmer haben. Vielleicht nervt sie nach einigen Wochen.

LG, Per
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Gemshorn
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« Antworten #13 am: 13. August 2018, 11:59:58 »

Danke für deinen Bericht, Per!
Ich stimme dir gerne zu, weil ich es ähnlich erlebe: Die Johannus-LiVE-Modelle klingen deutlich anders als die „herkömmlichen“ Digitalorgeln – dank der hohen Samplequalität. Mir selber sind die Dinger schlicht ein wenig zu teuer für mein Portemonnaie; und ich schätze die unvergleichliche Anpassbarkeit der Physisorgeln einfach zu sehr, als dass ich wieder einen (Rück)Schritt zu einer Samplingorgel vollziehen wöllte. Notabene: Nach gegenwärtigem Stand der Dinge.
 duck und weg
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« Antworten #14 am: 13. August 2018, 12:18:53 »

"vielleicht will man nicht immer die Akustik einer großen Kathedrale im Spielzimmer haben. Vielleicht nervt sie nach einigen Wochen."

So ist es bei mir. Ich übe zu Hause lieber "trocken"

Michael
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Noah
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« Antworten #15 am: 13. August 2018, 13:15:26 »

Die Akustik kann ja bei dieser Orgel nicht verändert werden und vielleicht will man nicht immer die Akustik einer großen Kathedrale im Spielzimmer haben. Vielleicht nervt sie nach einigen Wochen.

Doch kannst du. In den Einstellungen kann man die Nachhalllautstärke einstellen. Ist diese bei 0%, gibt es keinen Nachhall und der Klang ist "trocken".  (Siehe 5.1 Reverb Volume http://www.johannus.com/uploads/product_groups/pdf/de/LiVE/UM_LiVE_2T_DE.compressed.pdf

Lg
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Johannus LiVE III seit 6.12.2016
PM
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« Antworten #16 am: 13. August 2018, 16:41:42 »

Liebe Schwede,

ich hatte eine ähnliche Wahl im Jahr 2017. Für mich ist es eine Niederländische Version des Viscount / Gloria P235 (Physistechnologie) geworden und nicht Live oder andere HW-Lösungen, denn für mich ist neben dem Spielen auch das selbst Intonieren eine Quelle der Inspiration. Außerdem finde ich, dass das P235 großartig klingt, ich bin immer noch begeistert. Aber das ist selbstverständlich reine Geschmackssache.

Mein Tipps:
1.   Gehen Sie in den nächsten Wochen noch einige malen spielen und nehmen Sie sich viel Zeit dafür. Vielleicht werden Sie bei 2e/3e mal Spielen in Ihrer Wahl bestätigt, vielleicht auch nicht – wichtig ist ob du immer wieder zu einem bestimmten Organ angezogen wird, oder nicht.
2.   Wenn Sie zum Spielen gehe, wähle dich einige Stücke und spiele die auf orgel 1, orgel 2, orgel 3 usw. so das ein direktes Klangvergleich möglich war.
3.   Wähle ich in dieses Vorgehen auch möglichst differenzierten Registrationen [zb. Plenum ohne und mit Zunge, solozunge, soloSexquialter, Streicher, flöten usw] und vergleiche die direkt an die unterschiedene Orgeln.

Die Zeitaufwand lohnt sich, sage ich aus eigene Erfahrung. Für mich war dies die Weg zu eine Wahl die mich bisher nicht bereut hat.
Zum Schluss, lese die verschiedenen Betriebsanleitungen der orgeln, um sich ein Bild von den Möglichkeiten zu machen. Und schaue in dieses Forum mal das Thema Daran sollte man bei der Orgelbestellung denken an (wenn Sie das noch nicht getan hat).

Viel Erfolg, ich bin gespannt auf weitere Nachrichten!

LG PM
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„Bach ist Anfang und Ende aller Musik, auf ihm ruht und fuszt jeder wahre Fortschritt“  - Max Reger
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« Antworten #17 am: 13. August 2018, 17:13:54 »

Vielen Dank!

für Eure Ratschläge. Ich habe mehrere Bedienungsanleitungen gelesen aber offenbar nicht genug genau. Dass man an der Live 2t das Volumen des Nachhalls (aber nicht den Dauer oder Charakter) regulieren kann hatte ich nicht gesehen. Das ist wirklich sehr hilfreich zu wissen. Ich werde es natürlich ausprobieren.

Überhaupt bin ich von diesem Forum beeindruckt. Hier gibt es sehr viel gesammelte Erfahrung! Sonst hat man nur die Testberichte im Okey-Magazin, die aber alle positive sind und immer sich als Kaufempfehlungen entpuppen.

LG, Per

PS Noah, bist Du mit Deinem Live III zufrieden?
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Noah
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« Antworten #18 am: 13. August 2018, 18:14:05 »

PS Noah, bist Du mit Deinem Live III zufrieden?

Ich bin wirklich überglücklich und würde die Orgel um nichts wechseln!

Ich ging als DO-Neuling nach Augsburg zu Kisselbach und probierte wirklich ALLE Modelle aus. Mich konnte Klanglich keine wirklich 100% überzeugen, bis auf die LiVE III (die 2t gab es damals noch nicht) und eine Noorlander HW Orgel.
Jedoch war für mich direkt klar, dass ich mich zwischen diesen zweien für die Live entscheiden werde. Für mich waren folgende Punkte bei der Live entscheidend besser:

-Ich kann die Orgel anschalten, und 6 sec. später ist alles spielbereit. (das selbe beim wechseln des Sample-Sets)
-Ich habe mechanische Registerzüge, wie bei den meisten PO auch. Das Touchscreenzeug ist nicht so mein ding.
-Die Registeranzeige gefällt mir sehr. (Was bei der Noorlander sicher auch irgendwie möglich wäre... Jedoch sind bei der LiVE die Samples +/- so gross wie die Anzahl der Registerzüge an der LiVE. Bei HW variiert das für mich zu stark und die Kosten sind sicher enorm für 50+ solcher "E-Paper(?)" Schildchen.
-Die Samples sind auf den vollen Tastenumfang der DO erweitert.
-Bei der Noorlander (Fugara) sah ich über das Gehäuse beim spielen... Das störte mich ungemein...
-Sollte mir mal irgendwann in 20-30 Jahren die LiVE Samples nicht mehr passen oder der wunsch nach HW so stark aufkommen, kann man mit einem PC und Bildschirm die Orgel auch auf HW umrüsten. Zwinkern Umgekehrt geht nicht.

Nebenbei erhält man zur LiVE eine extra Kiste mit einer CD der Lieder, die man auf YT von Johannus auf der LiVE findet, und in der man die Sticks auf denen die Samples sind, versorgen kann Geheimtipp


Die LiVE 3 ist in der mittleren bis oberen Preisliga bei den DO dabei, jedoch stimmt das Preis-Leistungsverhältntniss m.E.
Mit dem nötigen Kleingeld lassen sich auch och Sonderanfertigungen machen (Siehe mein Bild: Weiss mit schwarzen Registerzügen).

Ab und zu habe ich auch "Gastorganisten" bei mir zu Hause, die für ein Orgelkonzert oder einen Orgelwettbewerb ausserhalb unseres Kantons üben. (In der Region haben wir fast keine 3 Manuale Orgeln.) Die Setzerkombinationen und Einstellungen können auf einen USB-Stick geladen werden und die Orgel steht für den "Gast" vollumfänglich zur Verfügung, ohne dass er sich merken muss, was ich vorhin für Einstellungen hatte oder die Setzer ausgehen, weil ich ein Grossteil schon besetzt habe. Nach dem der "Gast" weg ist und ggf. seine Einstellungen auf einen Stick gespeichert hat, meinen einfach ran stecken, 10-15 sec. warten und schon habe ich alles wie ich es will.
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Johannus LiVE III seit 6.12.2016
Der Schwede
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« Antworten #19 am: 13. August 2018, 19:03:50 »

Ich habe viel darüber nachgedacht, was mir wichtig ist und was nicht.

An erster Stelle kommt der Klang, und da hat wie gesagt die Live 2t gepunktet wie keine andere DO. Sie klang einfach so schön, dass ich mich in sie verliebt habe. Ich nehme an, dass Hauptwerklösungen auch in der selben Liga sind. Wichtig ist mir aber auch, dass alles möglichst unkompliziert ist, was gegen HW spricht. Einschalten und spielen, mehr will ich nicht. Einen PC hochfahren und auf die letzten Updates von Microsoft warten zu müssen ist nicht meine Vorstellung von einem Musikinstrument. Und für Digitalorgeln gilt, dass Register in Datenbanken zu suchen und intonieren mich (noch) nicht besonders interessiert, aber ich sehe ein, dass diese Aktivität bestimmt auch ein Genuss sein kann.

Bei der Klaviatur mochte ich die von Johannus (auch bei Gloria Klassik) mehr als die von Viscount (bei Gloria Optimus und Concerto), was sicherlich daran liegt, dass ich meist >100 Jahre alte Klaviere und Flügel mit weichen Tasten gespielt habe. Die Orgel aus dem 19. Jahrhundert in unserer Kirche hat auch extrem weiche Klaviaturen. Ich verstehe aber, dass ich mich bestimmt auch einer knackigen (und vielleicht eigentlich hochwertigeren) Viscount-Klaviatur gewöhnen wurde.

Drei Manuale sind mir nicht wichtig. Zwei genügen vollständig.

Gegen die Live 2t spricht also nur der ziemlich hohe Preis, mehr als doppelt so viel wie geplant. Ich wäre mit einer Gloria Klassik sicherlich auch zufrieden. Verliebte Menschen treffen aber nicht immer rationale Entscheidungen. Schauen wir mal.

LG, Per

PS Hat jemand schlechte Erfahrungen von einer Gloria Klassik oder Johannus Live?
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