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Autor Thema: Orgeln in Frankreich  (Gelesen 2030 mal)
geris
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« Antworten #10 am: 16. Juli 2018, 14:36:49 »

Sind das prachtvolle Orgeln!  Anbetung
Frankreich ist immer eine Reise wert.  Dafür

Danke für die Bilder, Michael.


LG aus dem Waldecker Land
Gerd
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« Antworten #11 am: 18. Juli 2018, 07:33:24 »

Hier noch mal Dispositionen und weitere Informationen zu den abgelichteten Orgeln - z.T. auf Französisch oder Englisch:

Orléans: http://www.jeanpierregriveau.com/Orgues-Cathedrale-Orleans.html
St.-Benoit-sur-Loire: https://www.musiqueorguequebec.ca/orgues/france/sbenoitl.html
Blois: https://www.musiqueorguequebec.ca/orgues/france/bloissl.html#Liste
Tours: https://www.musiqueorguequebec.ca/orgues/france/tourssg.html#Liste

LG
Michael
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« Antworten #12 am: 18. Juli 2018, 08:04:21 »

In der Kathedrale von Nantes steht ein häufig anzutreffender "Klassiker" des französischen Orgelbaues: Barockes Gehäuse, dessen urprünglicher Inhalt mehrfach überarbeitet und restauriert wurde. Immer nach derselben Methode: Der gewachsene Bestand wird auf technischen Stand gebracht und durch Erweiterungen an die musikalischen Erfordernisse der Jetztzeit angepasst. Heute nennt man das wohl "Reorganisieren". Hier der (gegenwärtige) Zustand von Haupt- und Chororgel:

http://www.orgue-nantes.com/les-orgues/cathedrale-go/

Hier die Bilder:
https://www.dropbox.com/s/a08z4q5g4un6zsu/Nantes%20Hauptorgel.jpg?dl=0
https://www.dropbox.com/s/qq2o0wjz2pul6mo/Nantes%20Chororgel.jpg?dl=0

Bemerkenswert sind die Dreimanualigkeit der Chororgel, ihr seitlich abgesetzter Spieltisch und die von vornherein angelegte elektrische Traktur. Es dürfte wohl eine der ersten und wenigen Trakturen dieser Art im Frankreich des 19. Jh. gewesen sein.

Wer vor einigen Jahrzehnten in der kirchlichen Jugendarbeit unterwegs war (wie der Unterfertigte und seine Angetraute), war mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann mal in Taizè. Auf dem Heimweg durch das Rhonetal entdeckten wir, dass das klein Dorf in Burgund quasi am Weg lag und sind mal vorbei - Erinnerungen auffrischen. Als ich das letzte Mal dort gewesen war (das muss so Mitte der 70er gewesen sein), stand in der Kirche noch eine (damals neue) Orgel von Ahrend. Und es gab unter den Brüdern einen versierten Organisten, der überwiegend Bach und norddt. Barock spielte.
Besucher späterer Jahrzehnte berichteten mir, dass diese Orgel in einem beklagenswerten Zustand sei. Nun gibt es eine neue - eine Wechselschleifen-Lösung von Grenzing.
Hier das Bild:

https://www.dropbox.com/s/kmagh8xl3r8q5ii/Taiz%C3%A9%20Grenzing-Orgel.jpg?dl=0

Und hier die Disposition:
https://www.grenzing.com/organosshow.cfm?id=202&ip=202203

Klanglich spricht sie ein mitteldeutsch-barockes Idiom, Grenzing baut (in seiner spanischen Werkstatt) ja gern in der Ästhetik des sächsischen Silbermann. (Gespielt wurde sie im Gottesdienst, an dem wir teilnahmen, leider stümperhaft - na ja, es war das Mittagsgebet an einem Werktag. Ich hoffe, sie haben für die Sonntage einen kundigeren Maestro.)

Keimzelle der Kommunität ist ja die kleine romanische Dorfkirche von Taizé. Dort habe ich vorne links im Altarraum ein Truhenpositiv ausgemacht, es jedoch nicht in Augenschein genommen. In dieser ungemein stilvollen und in ihrer Schlichtheit weihevollen Kirche waren einige junge Leute in Zuständen mystischer Versenkung, sodass ich es als Blasphemie empfunden hätte, an ihnen vorbei nach vorne zu latschen und mal zu gucken - oder gar eine Taste anzufassen ...  

LG
Michael






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PM
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« Antworten #13 am: 18. Juli 2018, 18:30:22 »

Die Link zur Taizedisposition wirkt nicht. Aber ist auch hier zu finden.
LG PM
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„Bach ist Anfang und Ende aller Musik, auf ihm ruht und fuszt jeder wahre Fortschritt“  - Max Reger
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