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Autor Thema: Hybrides  (Gelesen 521 mal)
Wichernkantor
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« am: 21. April 2018, 07:25:18 »

Neulich fragte jemand nach Hybriden.
Hier wäre was - und zwar an durchaus prominenter Stelle:

http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/1277398/

Vielleicht wagt ja einer unserer Berliner Mitforisten mal einen Ohrenschein.
Wenn ich das nächste mal dorthin komme, steht das Instrument sicher auf der Speisekarte.

LG
Michael
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wohli
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« Antworten #1 am: 21. April 2018, 08:00:01 »

Jetzt ahnt man, woher die Dinger kommen ...

http://sakralorgel.forumprofi.de/index.php?topic=2534.msg37117#msg37117

 Freundlich LG Bernd
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Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten [Friedrich Schiller (1759-1805), Wilhelm Tell (III,1)]
Wichernkantor
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« Antworten #2 am: 21. April 2018, 08:02:22 »

Das ist fein beobachtet ...  Lachen

Im angelsächsischen Orgelbau hat es übrigens durchaus Tradition, tiefe Bässe elektronisch zu erzeugen. Die britische Firma Compton experimentierte schon vor dem II.WK mit per Generator erzeugten 32'-Klängen und baute sie in etliche Großorgeln ein. Darum gab es nie ideologische Debatten, denn es ging ja um den zusätzlichen Farbwert, nicht darum, die PO zu "ersetzen". Compton baute auch Mehrtonpfeifen (bei Ellerhorst im "Handbuch der Orgelkunde" beschrieben) mit dem von der Klarinette bekannten Klappensystem, das elektropneumatisch gesteuert wurde. Alles mit einem einzigen Ziel: tiefe Töne kostengünstig und platzsparend bereitzustellen.

LG
Michael
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Martin78
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« Antworten #3 am: 21. April 2018, 09:43:05 »

Compton baute auch Mehrtonpfeifen (bei Ellerhorst im "Handbuch der Orgelkunde" beschrieben) mit dem von der Klarinette bekannten Klappensystem, das elektropneumatisch gesteuert wurde. Alles mit einem einzigen Ziel: tiefe Töne kostengünstig und platzsparend bereitzustellen.
Das empfiehlt sich besonders, wenn der Platz für einen vollständigen offenen 16‘ nicht reicht; hier unten links zu sehen.
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Gloria Concerto 350 Trend
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« Antworten #4 am: 21. April 2018, 14:45:51 »

 ... und was bitte ist unter : Spielhilfen ein automatisches Pedal ?

michael
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« Antworten #5 am: 21. April 2018, 16:30:50 »

Die alte Orgel meiner Heimatgemeinde hatte so eine Funktion:
Elektrische Traktur. Beim Wechsel vom Hauptwerk auf das Oberwerk wurde sämtliche Pedalregister abgeschaltet - bis auf den Subbass. Wenn man das nicht wollte, betätigte man vor dem Spielen einfach "Automatisches Piano-Pedal AB".
An sich sinnvoll.
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kasi040552
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« Antworten #6 am: 17. Mai 2018, 09:15:35 »

Bei uns wird das Pedal bei Benutzen des 2. Manuals leiser geschaltet. (ist abschaltbar)
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Martin78
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« Antworten #7 am: 17. Mai 2018, 09:53:07 »

Ich finde es sinnvoller, wenn diese Funktion "Pianopedal" anschaltbar ist ... so kenne ich von vielen elektropneumatischen Instrumenten hier in der Gegend.
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Gloria Concerto 350 Trend
Wichernkantor
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« Antworten #8 am: 17. Mai 2018, 10:44:40 »

Hermann Schroeder (bekanntlich Weise-Fan) bestand in den Orgeln, für die er verantworltich zeichnete, immer auf einem sog. "freien" automatischen Pedal. D.h. jedem Manual war eine zusätzliche Pedal-FK zugeordnet, die beim Manualwechsel automatisch eingeschaltet wird. Die Vorrichtung wurde sinnvoller Weise mit einem Einführungstritt/Knopf in Betrieb gesetzt. Sie ermöglichte dem Organisten auch auf den Nebenmanualen ein c.f.-Spiel im Pedal und machte ihn unabhängiger.
Ich habe als Pennäler an einer solchen Weise-Orgel gelegentlich ausgeholfen und fand das sehr bequem.
Hans Klais baute gern zusätzliche Pedal-FK, die mit runden Knöpfen in der linken Klaviaturwange geschaltet wurden. Die Klaisine in meiner Heimatgemeinde hatte das. Die Kombination hieß "Pedal II".

LG
Michael
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viola pomposa
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« Antworten #9 am: 17. Mai 2018, 13:47:56 »

Jetzt ahnt man, woher die Dinger kommen ...


https://www.wuv.de/marketing/teufel_pimpt_orgel_der_berliner_gedaechtniskirche


LG
Gerd
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