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Autor Thema: Rodgers 599 "Erde singe" nur mit serienmäßiger Abstrahlung  (Gelesen 2531 mal)
Larigot
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« Antworten #20 am: 24. April 2018, 01:59:56 »

Die Verbindung von digitaler Technologie und Langlebigkeit (als Marketing-Claim) finde ich prinzipiell schwierig. Vor 30 Jahren stand ich kurz vor dem Abi, wir haben in der Informatik-AG unsere Daten auf 5 1/4-Zoll-Disketten gespeichert und standen voller Ehrfurcht vor dem dem ersten Computer an unserer Schule, der eine "Festplatte" hatte (ich glaube 4 MB). Wer schon zu Hause einen Computer hatte (meist Commodore oder Atari) und sich ein Diskettenlaufwerk dazu nicht leisten konnte/wollte, hat seine Daten auf der "Datasette" gespeichert...  Was in aller Welt sollte mich glauben lassen, dass ein digitales Gerät von heute in 30 Jahren noch irgendwen (außer Freaks, Nostalgikern und Bastlern) begeistert? Nein, digitale Technik ist per se ein Wegwerfprodukt. Und ja, auch elektrische Spieltische unterliegen diesem Lebenszyklus. Als ich 1987 als Milchbubi mein erstes Konzert im Freiburger Münster gehört habe, war der zentrale Spieltisch für alle 4 Orgeln der letzte Schrei der Technik. 2013 wurde er als "unzuverlässig und alt" (Wikipedia) entsorgt.
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viola pomposa
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« Antworten #21 am: 24. April 2018, 06:33:03 »

Ich muss gestehen immer noch nicht zu wissen, was an einer Allen wirklich Qualität sein soll. Die Klaviaturen die ich bisher fühlen durfte greifen sich labberig wie ein Yamaha-Keyboard (trotz Echtholzkern), die Elektronik ist unnötig diskret aufgebaut, die Gehäuse sind auch nur Möbel, den Klang mag ich nicht.

Gutes Machthorn,

da stimme ich dir uneingeschränkt zu.
Und wo du auch hinkommt, die Teile klingen alle gleich. Nichts wirklich auf den Raum
angepasstes. Und wir NAK'ler haben genügend Vergleichsmöglichkeiten.

Liebe Grüße
Gerd
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Jesaiah
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« Antworten #22 am: 24. April 2018, 07:21:27 »

..., dass ein digitales Gerät von heute in 30 Jahren noch irgendwen (außer Freaks, Nostalgikern und Bastlern) begeistert? Nein, digitale Technik ist per se ein Wegwerfprodukt.

wobei ich einwerfen möchte, dass mein Eindruck ist : je neuer, desto weniger Laufzeit ... ich haber hier din Rack mit SCSI- Platten aus den frühen 1990ern in Betrieb, und es funktioniert noch ... ob aktuelle SSDs in 28 Jahren noch laufen, halte ich aus verschiedenen Gründen für unwahrscheinlich...
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"Ahoi da drin, hätten Sie vielleicht Interesse an einer Dampforgel?"

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« Antworten #23 am: 24. April 2018, 07:25:30 »


Und wo du auch hinkommt, die Teile klingen alle gleich. Nichts wirklich auf den Raum
angepasstes. Und wir NAK'ler haben genügend Vergleichsmöglichkeiten.


Könnte es sein, dass die Dinger in der NAK einfach nur hingestellt werden, anstatt sie sinnvoll anzupassen? Ich habe jedenfalls den Eindruck dass genau so (nicht nur mit ALLEN-Orgeln, sondern auch Kisselbach & Co) verfahren wird. Als ich 2001 meine private GLORIA gekauft habe, hat man die auch nur einfach abgestellt und war froh wieder gen Kassel fahren zu können. Und ich wusste es zu diesem Zeitpunkt auch nicht besser ...

 Keks Keks Keks

 Freundlich LG Bernd

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« Antworten #24 am: 24. April 2018, 07:48:32 »

Zitat
Könnte es sein, dass die Dinger in der NAK einfach nur hingestellt werden, anstatt sie sinnvoll anzupassen?
Kann gut sein. Aber selbst sorgfältig angepasst wie in der NAK Achim kommt der Klang meinem Geschmack nicht nahe, Davon abgesehen haben die kleineren Modelle grundsätzlich nur zwei Kanäle für externe Abstrahlung, und die erzeugen einfach nur Schalldruck, nicht aber Transparenz. Das finde ich offen gestanden arg schwach.
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« Antworten #25 am: 24. April 2018, 07:53:20 »

Habe so ein Teil (ALLEN, oder war's 'ne RODGERS?) auch kürzlich in einer NAK-Gemeinde in NRW befingert, klangtechnisch hat mich das auch nicht überzeugt ...

Aber nicht immer sind nur die Lieferanten schuld: Durch Gemeindeschließungen etc. wurden hier etliche Instrumente versetzt - heißt 2-3 Freiwillige + Hänger und los geht's. Auf das Geheiß der Bezirksleitung werden dann die neuen Standorte vorgegeben. So ist ein schönes Johannes-Positiv mit einer nicht unerheblichen Abstrahlung nach oben aus einer Kirche mir hoher Decke in eine andere versetzt worden, wo sie nun nur wenige Zentimeter nach oben hat, da sie zudem noch in dem Teil der Kirche mit herabgesetzter Decke steht ... Die Musiker werden nicht gefragt, und die Gemeindevorsteher kuschen ehrerbietig vor ihrem Vorgesetzten ....  duck und weg
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