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Autor Thema: Ökumenisches Orgelbegleitbuch  (Gelesen 1401 mal)
trompetendulzian
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« am: 18. April 2018, 19:02:53 »

Durch den Newsletter meines Notenhändlers wurde ich auf das Ökumenische Orgelbegleitbuch aufmerksam, das im Sommer erscheinen soll.
Leider gibt es bisher bis auf eine Beispielnotenseite noch nichts zu sehen.
Spannend finde ich, dass es laut Beschreibung zu jedem Lied ausgewachsene Choralvorspiele geben soll - der Umfang von 540 Seiten bei 135 enthaltenen Liedern verspricht jedenfalls nicht zu knappes Futter.

Viele Grüße
Trompetendulzian
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Larigot
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« Antworten #1 am: 18. April 2018, 19:28:01 »

Das hört sich interessant an. Und die eine Beispielseite sieht tatsächlich nach Praxisbezug aus.

Außerdem bin ich überrascht, dass es tatsächlich 135 ökumenische Melodien gibt, ich hätte deutlich weniger getippt. Wahrscheinlich, weil ein guter Teil im EG und im GL unterschiedliche Texte hat.
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trompetendulzian
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« Antworten #2 am: 18. April 2018, 20:37:38 »

Außerdem bin ich überrascht, dass es tatsächlich 135 ökumenische Melodien gibt, ich hätte deutlich weniger getippt. Wahrscheinlich, weil ein guter Teil im EG und im GL unterschiedliche Texte hat.
Das hat mich in der Tat ebenfalls gewundert, hab die "ö"-Lieder aber auch noch nie nachgezählt...

Witzig übrigens, dass Bärenreiter sich selbst noch nicht einig ist, ob das Ding Orgelbuch (auf dem Bild) oder Orgelbegleitbuch (in der Produktbeschreibung) heißen soll. Nach 20 Jahren quer durch's Orgelbuch zum EG freue ich mich jedenfalls über frische Sätze!
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Larigot
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« Antworten #3 am: 18. April 2018, 21:49:50 »

Nach 20 Jahren quer durch's Orgelbuch zum EG freue ich mich jedenfalls über frische Sätze!

Wenn du Ergänzungen zu den EG-Sätzen suchst, ist das Württembergische Choralbuch von 1953 immer einen Blick wert (natürlich nur noch antiquarisch erhältlich). Besonders die Bassführung finde ich oft sehr gelungen. Außerdem sind die dreistimmigen Sätze sehr auf Linienführung gearbeitet und eignen sich hervorragend zum Triospiel.
Großer Nachteil: Viele Tonarten sind nicht mehr aktuell (d.h. zu hoch).
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Gemshorn
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WWW
« Antworten #4 am: 18. April 2018, 22:01:10 »

Super, das einzige Notenbeispiel ist just kein Begleitsatz, sondern ein Vorspiel.
Wenn weitere Notenbeispiele online sind, kann man vielleicht ein etwas schärferes Bild von dem Buch gewinnen. Hoffen wir mal, dass es keine Neuauflage des Orgelbuchs der Domorganisten wird.

Was in der kirchenmusikalischen Praxis wahrlich not täte, wäre ein gediegenes Orgelbuch, bestückt mit Begleitsätzen aus den Werkstuben der erfahrensten Organisten. Das Orgelbuch zum GL wurde von einer Handvoll deutscher Kirchenmusiker durchkomponiert, die österreichischen Kirchenmusiker (abgesehen von einigen wenigen Plany-Sätzen) blieben außen vor und erfuhren - wie man erzählt bekommt - erst post festum, dass das Buch quasi im Alleingang von diesen wenigen deutschen Kollegen fertiggestellt wurde. Eine Ungeheuerlichkeit, eigentlich.
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Larigot
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« Antworten #5 am: 19. April 2018, 00:03:35 »

Und bei dem einzigen Notenbeispiel stimmt die Wiederholung nicht, wie mir gerade auffällt.
Schlamperei am Bau ...  Schlaumeier duck und weg
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Wichernkantor
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« Antworten #6 am: 19. April 2018, 06:58:57 »

Geduld, Geduld, Leute!

Meine Frau kennt jemanden näher, der in den kommenden Tagen ein Rezensionexemplar kriegt ...

LG
Michael
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« Antworten #7 am: 19. April 2018, 08:28:23 »

KMD Prof. Carsten Klomp ist Professor für künstlerisches und liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg. Er ist aktuell Prüfungsvorsitzender der C- und D- Ausbildung der Evangelischen Landeskirche in Baden. Er ist praxisorientiert sehr kreativ und fleissig, so dass ich ungesehen davon ausgehe, dass die Orgelbegleitsätze gut spielbar sind. Inwieweit es einen Abnehmerkreis geben wird, der bereit ist 148 € für ein Zweikonfessionenorgelbuch aus eigener Tasche auszugeben, wird sich zeigen. Im Grundsatz unterstütze ich alle Bemühungen die Christenheit mit einem allen bekannten Kernliederbestand bekannt zu machen. Wie wir wissen, scheint heute das Halleluja von Leonard Cohen bei Gelegenheitschristen (Taufe, Heirat, Beerdigung) vertrauter als ein kirchlicher Evergreen z.B. "Wie schön leuchtet der Morgenstern" Gerade auch beim Morgenstern gibt es unterschiedlich gesungene Fassungen, die so nicht sein müssten.

Die Aktionsgemeinschaft Christlicher Kirchen ACK hat ein ökumenisches Liederbuch zur Bestattung "Denn Du bist bei mir" herausgegeben. Gerade bei diesen Anlässen sollte die christliche Hoffnung alle konfessionellen Abgrenzungen in den Hintergrund verbannen.

http://www.ack-bw.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&cataktuell=&m=11435&artikel=5059&stichwort_aktuell=&default=true

Nochmal zu Carsten Klomp: Er ist Herausgeber von Intonationen zum evangelischen Gesangbuch (Anhang Baden u.a.)
Grenzüberschreitungen II bei Strube. Im Anhang "Liturgische Gesänge" ist u. a. das Gloria patri in C, D,Es, und F-Dur enthalten, da die Gemeinde noch das Eingangsliedes im Kopf hat und in dieser Tonart weitergesungen werden soll. Auch hier eindeutiger Praxisbezug.

Michael
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trompetendulzian
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« Antworten #8 am: 19. April 2018, 18:21:36 »

Wenn du Ergänzungen zu den EG-Sätzen suchst, ist das Württembergische Choralbuch von 1953 immer einen Blick wert (natürlich nur noch antiquarisch erhältlich). Besonders die Bassführung finde ich oft sehr gelungen. Außerdem sind die dreistimmigen Sätze sehr auf Linienführung gearbeitet und eignen sich hervorragend zum Triospiel.
Meinst du diese Ausgabe? Das Format erscheint mir für's Notenpult irgendwie unpraktisch.

Großer Nachteil: Viele Tonarten sind nicht mehr aktuell (d.h. zu hoch).
Dem kann man ja durch Transposition abhelfen - das dürfte doch erlaubt sein?
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Larigot
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« Antworten #9 am: 19. April 2018, 18:55:51 »

Eine Hochformatausgabe kenne ich nicht, meine hat das übliche Querformat.
Meins ist dieses hier:

https://www.amazon.de/evangelischen-Kirchengesangbuch-Begleits%C3%A4tzen-W%C3%BCrttenbergischen-Chorlbuches/dp/B00BF3QIM0/ref=sr_1_17/260-8684559-0783430?s=books&ie=UTF8&qid=1524155956&sr=1-17&keywords=evangelisches+choralbuch&refinements=p_n_condition-type%3A616967011

Das ist eine Lizenzausgabe von Bärenreiter; und als Jahr steht 1956 drin. Auf die 1953 bin ich gekommen, weil sich sowohl im EG-Begleitbuch als auch im alten GL-Band (!) von 1975 einige Sätze wiederfinden, Und zumindest im EG steht wohl 1953 dabei.
Ich habe den gleichen Drucksatz aber schon in anderen Choralbüchern gesehen, die z.T. andersfarbig gebunden waren, z.T. anderer Titel, andere Anhänge etc. pp...
Es war wohl damals recht verbreitet, meine erste Orgellehrerin hat mir eine gebrauchte (abgelegte) Ausgabe zum Üben vermacht (mit dem Kommentar "qualitativ das beste, was es auf dem Markt gibt"), und die war beruflich nie weiter südlich als Hannover unterwegs.
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