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Autor Thema: Registerplättchen selbstgemacht  (Gelesen 1468 mal)
Aeoline
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« am: 05. April 2018, 22:02:59 »

Weil die selbstgemachten Folien angesprochen wurden: Meine beginnen sich zu lösen, sie rollen sich von allen vier seiten her langsam ein. Nichts für die Ewigkeit also. Dennoch eine hochindividuelle und schöne Lösung, zumal sie kaum etwas kostet.

Magst Du einen neuen Satz haben? - die Datei habe ich noch irgendwo...
 Lupe

Die Sache mit dem 3D-Drucker finde ich ja hochinteressant! Kann man dazu einen eigenen Thread (mit Bildern) eröffnen?

Da musst Du Dich bei FestivalTrumpet8 melden. So lange es um die Entwicklung und Perfektionierung des Druck-Projekts ging, war er mit Eifer dabei. Seitdem das "fertige" Produkt vermarktbar wäre, hat er das Interesse verloren...
 Traurig

Hier ein Foto von einer seiner ersten "Null-Serien"
Welches ist wohl das echte und welches das nachgedruckte Schildchen?

VG
Aeoline
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« Antworten #1 am: 06. April 2018, 06:16:19 »

Hallo Harald, über einen neuen Satz kann man nachdenken - aber noch nicht jetzt.  Lupe Danke aber fürs Fragen!

Zu dem Foto des 3D-gedruckten Schildchens: Ist ja unglaublich!
Wie sieht es hinsichtlich der Farbe aus? Harmoniert sie mit den Viscount-Wippen?
Und das Material selbst: Ist es ebenso schwer zerbrechlich (weil biegsam) wie das Original?
Und prinzipiell: Könnte man mit dem 3D-Drucker nicht gleich auch ein beschriftetes Schildchen ausdrucken?
Alle Fragen selbstverständlich zuvorderst an FestivalTrumpet, so er hier mitliest. Lupe

Ich tippe übrigens, dass rechts das Originalschildchen und links die Kopie zu sehen ist. Meine Vermutung beruht auf der recht hellweißen Farbe des linken Schildchens.
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trompetendulzian
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« Antworten #2 am: 06. April 2018, 18:13:19 »

Und prinzipiell: Könnte man mit dem 3D-Drucker nicht gleich auch ein beschriftetes Schildchen ausdrucken?
Das sollte durchaus möglich sein, würde jedoch voraussetzen, dass der 3D-Drucker mindestens zweifarbig drucken kann. Ob die Auflösung ausreicht, um auch feine Schrift zu drucken, möchte ich zumindest für Consumer-Geräte anzweifeln. Es gibt jedoch in einigen Städten (und im Internet) professionelle Anbieter von 3D-Drucken mit professionellen Maschinen, mit denen es wahrscheinlich möglich wäre, gute Resultate zu erzielen.

Viele Grüße
Trompetendulzian
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« Antworten #3 am: 06. April 2018, 19:58:35 »

Zu dem Foto des 3D-gedruckten Schildchens: Ist ja unglaublich!
Wie sieht es hinsichtlich der Farbe aus? Harmoniert sie mit den Viscount-Wippen?
Ja. Die Farbe des Plättchens weicht nur unmaßgeblich von der Wippe ab. Aber das ist ohnehin nur eine Frage des Filaments - oder wie das Zeugs heißt, mit dem der Drucker gefüttert wird. Das gibt es in allen Farben...

Und wie immer: Macht man einen kompletten Satz, fällt es noch weniger auf. Eine einzelne Wippe mit dem selbstgedruckten Plättchen fällt natürlich gegenüber den Nachbarn schon auf.
 Lupe

Und das Material selbst: Ist es ebenso schwer zerbrechlich (weil biegsam) wie das Original?
Auch da kann man unterschiedliche Materialeigenschaften kaufen. Für die ersten Test haben wir "ganz normales Filament" genommen. Die Haltbarkeit scheint kein Problem zu sein. Wir haben die Beinchen etwas stärker gedruckt, damit nichts abbricht.
 Böse

Und prinzipiell: Könnte man mit dem 3D-Drucker nicht gleich auch ein beschriftetes Schildchen ausdrucken?
Das war natürlich auch gleich unser Gedanke. Aber der Low-Budget-Drucker kann nur einfarbig und alle anderen Versuche mit positivem oder negativem "Reliefdruck" sind gescheitert. Das Material ist einfach zu weich wenn es gedruckt wird. Die kleinen Buchstaben verlaufen zu sehr. Das sieht nach nix aus. Der derzeitige Stand ist, die Schildchen für fast Null Kosten zu drucken und mit der selbstklebenden Klarsichtfolie aus dem Laserdrucker zu bekleben.

Wie Du schon sagtest: Nix für die Ewigkeit, aber sehr kostengünstig und extrem flexibel durch die Windows-Schriftarten und -größen und -farben.
 Geheimtipp

Ich glaube, die reinen Materialkosten für ein Schildchen liegen bei 0,02 Euro. Dazu kommt die Folie und die Zeit für's austüfteln, ausdrucken, ausschneiden und aufkleben.

Ich tippe übrigens, dass rechts das Originalschildchen und links die Kopie zu sehen ist. Meine Vermutung beruht auf der recht hellweißen Farbe des linken Schildchens.
Wie immer kann man Dich nicht täuschen! - Das ist korrekt. Aber - wie gesagt - die Farbe hängt vom gekauften Filament ab und ist fast grenzenlos flexibel. Wer also Schildchen in Schweinchenrosa haben will...

 Dagegen

VG
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P.S. - es wäre jetzt wirklich an der Zeit, die Posts zum Thema "Schildchen aus dem 3d-Drucker" in einen Thread unter "Selbstbauprojekte" zu verschieben...
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« Antworten #4 am: 09. April 2018, 20:43:32 »

Wer also Schildchen in Schweinchenrosa haben will...
Verschiedenfarbige Schildchen je nach Stimmgruppe hätten schon einen gewissen Reiz. Dann ist nur noch die Frage, ob das Material in jeder Farbe gleichermaßen transparent für die dahinterliegende Beleuchtung ist.
Ist es möglich, die 3D-Druckvorlage zu bekommen? Ich habe zwar selbst keinen 3D-Drucker, jedoch einige Kollegen, die sich beruflich und in ihrer Freizeit mit dem Thema beschäftigen.

Viele Grüße
Trompetendulzian
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« Antworten #5 am: 09. April 2018, 21:40:10 »

Ist es möglich, die 3D-Druckvorlage zu bekommen?
Hallo Trompetendulzian,

wie geschrieben - FestivalTrumpet8 ist der Herr über den Drucker, die Vorlage und unsere ersten Testläufe. Er liest ab und an hier mit.

Wenn ich ihn das nächste mal persönlich treffe, frage ich ihn, ob er die Vorlage herausrückt...

 Ratlos

VG
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« Antworten #6 am: 16. April 2018, 18:44:21 »

Wenn ich ihn das nächste mal persönlich treffe, frage ich ihn, ob er die Vorlage herausrückt...
Das wäre sehr nett! Ich habe heute mal bei einem 3D-Druckkollegen vorgefühlt. Er meinte, dass es prinzipiell schon möglich wäre, Schrift auch in kleiner Größe zu drucken.

Wie löst man eigentlich die Registerschilder unfallfrei von der Orgel? Ich habe mich bisher noch nicht getraut, aus Angst etwas kaputtzumachen.

Viele Grüße
Trompetendulzian
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« Antworten #7 am: 16. April 2018, 20:20:10 »

In der Bedienungsanleitung müßte es eigentlich beschrieben sein. Bei meiner Prestige 80 ist das der Fall. Mit dem Fingernagel an einer Seite das Plättchen leicht anheben. Die Dinger haben 4 Beinchen, an jeder Ecke eines. Nur Mut - ich habe bislang noch von keinem Bruchschaden eines Viscount-Users gehört.
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Aeoline
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« Antworten #8 am: 16. April 2018, 20:27:03 »

Ja - stimmt. Keine falsche Scheu...

 Schlaumeier

Ich nehme auch den Fingernagel des Zeigefingers und setze ihn am oberen Rand unter das Schildchen. Mit Daumen und Mittelfinger wird das Schildchen rechts und links geführt und dann mit einem kleinen Ruck aus der Wippe gezogen.

Die vier Beinchen sind in der Tat so stabil, dass mir noch nie was zerbrochen ist - und ich bin ein wahrer Schildchen-Wechsel-Dich-Fetischist.

 Lachen

Die letzte Serie der selbstgedruckten Schildchen bekam nochmals verstärkte Beinchen, weil über die Langzeitqualität des gedruckten Filament noch keine Aussage getroffen werden kann.

VG
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« Antworten #9 am: 16. April 2018, 20:45:52 »

In der Bedienungsanleitung müßte es eigentlich beschrieben sein.
Bei meiner Concerto hat man sich den entsprechenden Hinweis im Handbuch anscheinend gespart (oder er ist gut versteckt).

Verstehe ich euch richtig, dass die Wippe bei dem Wechseln montiert bleiben kann?
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