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Autor Thema: Concerto 234 im Kirchenraum - Sonderausstattung  (Gelesen 7178 mal)
Larigot
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« am: 04. April 2018, 23:36:17 »

Hallo zusammen,

in meiner Kirchengemeinde steht demnächst die Anschaffung einer Gloria Concerto 234 DLX mit externer Beschallung an (wer die Hintergründe wissen will guckt in meinem Vorstellungspost http://sakralorgel.forumprofi.de/index.php?topic=2648.0).
Als (nebenamtlicher) Kirchenmusiker kann ich die Ausstattung mitbestimmen (bzw. habe das schon getan). Habe ich da was übersehen, was in der Praxis dann vielleicht doch sinnvoll oder hilfreich sein kann? Immer auch mit dem Hintergrund, dass ein Vertretungsorganist sich schnell darauf zurechtfinden soll, deshalb z.B. "nur" 2 Fußpistons.
Das Instrument wird nur zum gottesdienstlichen Orgelspiel und in geringem Umfang zum Üben genutzt.

Im Moment habe ich auf dem Schirm:
Geschweiftes Pedal
Höhenverstellbare Orgelbank
Pedalbeleuchtung
Notenbeleuchtung
2 Fußpistons Sequenzer +/-

Die Standardklaviatur fand ich beim Probespielen sehr angenehm. Den Mehrwehrt der anderen Tastaturen kann ich - gemessen am Mehrpreis von 1500 bis 2500 EUR - für mich nicht erkennen.

Was mir wirklich fehlt, ist eine Durchnummerierung der Register. Die ist ja wirklich hilfreich, um die Registrierung zu notieren. Muss ja auch nicht auf den Schaltern sein, drüber oder drunter würde ja auch reichen. Ich werde morgen mal bei Kisselbach anrufen, ob es da eine Lösung gibt. Über Ideen für einen Workaround freue ich mich natürlich.

Kommentare? Anregungen?
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Wichernkantor
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« Antworten #1 am: 05. April 2018, 06:35:21 »

Das sind m.E. allesamt sinnvolle Ergänzungen.
Bei den Registerschildern (wenn denn die Bezifferung denn nötig ist - immerhin gibt es Setzer zuhauf) würde ich bei Bestellung gleich angeben, welches Schild welche Zahl tragen soll. M.W. werden sie einzeln gefertigt, d.h.es ist wurscht, was eingraviert wird. Wenn dafür Mehrkosten berechnet werden, dürfte es sich um max. 10 Euro pro Stück handeln, d.h. ca. 400 Euronen zusätzlich.
Ungeachtet der sehr guten Standardklaviaturen von Viscount würde ich bei einem Instrument für den Kirchengebrauch hölzerne Klaviaturen bestellen, wenn der finanzielle Rahmen es erlaubt.

Ganz wichtig, wenn das Gerät zur Gemeindebegleitung verwendet werden soll: Eine externe Abstrahlung. Das ist immer sehr gut investiertes Geld.

LG
Michael
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Gemshorn
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« Antworten #2 am: 05. April 2018, 09:22:15 »

Weil du, Larigot, selbst nach einem „Workaround“ gefragt hast:
Auf einigen Pfeifenorgeln habe ich immer wieder kleine Aufkleber mit Zahlen an oder unter den Registerwippen/-zügen gesehen (gibt es überall, wo man Büromaterial kaufen kann). Nicht besonders schön, aber es erfüllt seinen Zweck.
Wenn die Disposition feststeht bzw. die Standarddisposition gewählt wird, würde ich aber unbedingt zur fix eingravierten Zahl auf den Registerschildchen raten, wie Wichernkantor es bereits tat.
Eventuell würde ich auch darauf achten, dass dispositionsgemäße Registernamen auf den Schildern stehen; du erwähntest in deinem Vorstellungsthread deine persönliche Affinität zum romantisch-symphonischen Klangbild; wenn die Orgel dann standardmäßig mit der romantischen oder symphonischen Disposition gespielt werden soll, ist es gewiss sinnvoll, dafür die akkurat passenden Schildchen (z.B. Flûte harmonique, Doublette, Fourniture etc.) zu haben. Das erhöht die Freude am Instrument sicherlich nochmals.
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MagisterPerotin
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« Antworten #3 am: 05. April 2018, 09:34:33 »

Was mir wirklich fehlt, ist eine Durchnummerierung der Register. Die ist ja wirklich hilfreich, um die Registrierung zu notieren. Muss ja auch nicht auf den Schaltern sein, drüber oder drunter würde ja auch reichen. Ich werde morgen mal bei Kisselbach anrufen, ob es da eine Lösung gibt. Über Ideen für einen Workaround freue ich mich natürlich.

Wozu? Es gibt doch eine Setzeranlage und die ist sogar über USB erweiterbar. Da ist es doch sowieso noch einfacher sich die Kombination aufzuschreiben.

Edit: Sehe gerade, dass Wichernkantor schon dasselbe anmerkte. Entschuldigung für die Dopplung.
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« Antworten #4 am: 05. April 2018, 10:49:24 »

Eine Durchnummerierung aller Registerschalter kann trotz Setzer durchaus Sinn machen. ( z. B. zur Notation von Registrierungen in den Noten!). Bevor ich allerdings zu einer sehr kostenaufwändigen Einzelgravur griffe, neige ich eher zu "werkseitig" aufgeriebenen (über oder unter den Registerwippen) Zahlen.
Um Mißverständnisse zu vermeiden: Anfrage bei Kisselbach nach einer Durchnummerierung wie früher serienmäßig in der Viscount Prestige 80. Wenn das werkseitig geschieht, sieht es auch optisch perfekt aus. Wenn dann später mal eine Wippenbeschriftung ausgetauscht werden soll, tun es Registerplättchen aus dem Werksfundus. Eine extra neue Gravur geht schnell richtig ins Geld.

Wenn Ihr eine externe Klangabstrahlung plant:
bitte den gesonderten Subwoofer nicht vergessen.
Für die externe Klangabstrahlung ein Erweiterungsboard sofort mit ordern. (Nachträglicher Einbau nicht unter 1000,-€)
Wenn die "kleine" Concerto eine 10 registrige Klaisine ersetzen soll, die zu Weihnachten schon zu schwach auf der Brust war, dann ist eine 12.1 Abstrahlung bereits das untere Ende der Fahnenstange. Dabei geht es nicht um erzielbare Lautstärke (in db), sondern um die Erzeugung von tragfähigem Volumen. Von der akutisch geschickten Plazierung der Abstrahlung hängt später die gesamte Raumwirkung des Instrumentes ab.

Falls Du eines der Schwellpedale als Registercrescendo einsetzen möchtest, wäre ein Piston "Crescendo ab" sicher eine gute Investition. Diese Funktion ist nur bei Bestellung einbaubar (Die Realease History schreibt ausdrücklich: available only on request ). Nachträglich gehts nicht mehr.
Eine gute Klangabstrahlung kann preislich den Anschaffungspreis einer Orgel übersteigen.
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« Antworten #5 am: 05. April 2018, 10:53:26 »

Nur mal eine Frage am Rande:
Wenn das Instrument mit externer Abstrahlung in einer Kirche steht, ist da interne Abstrahlung der Concerto überhaupt notwendig?
Schon mal den Preis mit der Kapella 235 verglichen? Da wäre die externe Abstrahlung schon dabei, die einiges "hermacht" wie wir beim letzten Forumstreffen hören konnten und sogar noch ein Register mehr..  Zwinkern
Liebe Grüße
Canticus
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« Antworten #6 am: 05. April 2018, 11:03:52 »

Um Mißverständnisse zu vermeiden: Anfrage bei Kisselbach nach einer Durchnummerierung wie früher serienmäßig in der Viscount Prestige 80. Wenn das werkseitig geschieht, sieht es auch optisch perfekt aus.
Genau so hätte ich Michaels Posting verstanden. Gibt es denn noch andere Möglichkeiten, bei einem Drittanbieter gravieren zu lassen?
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« Antworten #7 am: 05. April 2018, 11:05:47 »

Michael schlug vor, die einzelnen Plättchen gravieren lassen.
Mein Vorschlag: über den Wippen aufgeriebene Zahlen auf dem Gehäuse Zwinkern
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« Antworten #8 am: 05. April 2018, 11:10:33 »

Ach direkt am Gehäuse! (Was alles möglich ist...)
Das hatte ich oben nicht gelesen.
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« Antworten #9 am: 05. April 2018, 11:12:22 »

Hallo...
ist meine Idee so uninteressant, daß nicht einmal darauf eingegangen wird?
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