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Autor Thema: Wie findet Ihr das "Orgelbuch light"?  (Gelesen 1847 mal)
Schwarzspieler
Gelehrter
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« Antworten #10 am: 27. März 2018, 11:02:17 »

Auf jeden Fall preisgünstig und ohne W-LAN-Bindung macht sich auch sowas hier z.B. (Ist auch vierstimmig!)
https://www.stretta-music.com/saretzki-friess-barsch-posaunenchoralbuch-nr-143599.html

Habe das hessische Posaunenchorbuch zu Hause (Strube).
Habe schon oft für katholische Gottesdienste verwenden können und hat manchmal auch ganz brauchbare Intonationen. Wegen Aufmachung und Preis boykottiere ich einfach das Orgelbuch zum neuen GL! Dagegen
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Viscount Cantorum V
PM
Gelehrter
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Beiträge: 230



« Antworten #11 am: 27. März 2018, 11:39:57 »

Auch die vierstimmigen Sätze aus dem OB des EG und des GL, lassen sich gut als Trio spielen. Die Linke Hand übernimmt dann den Alt und Tenor.
Hallo Clemens,
Das ist interessant. Soll man dann Tenor und Alt unter eine Melodienote hinteneinander spielen, oder sie ausfüllen, oder? Wie geht das? Haben Sie einen Literaturtipp oder Website, wo diese Technik deutlich gemacht wird?

Danke im voraus,
PM
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„Bach ist Anfang und Ende aller Musik, auf ihm ruht und fuszt jeder wahre Fortschritt“  - Max Reger
Martin78
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« Antworten #12 am: 27. März 2018, 12:27:44 »

Soll man dann Tenor und Alt unter eine Melodienote hinteneinander spielen, oder sie ausfüllen, oder? Wie geht das?

Hallo PM,

auch in meiner C-Ausbildung wurde das geübt. Es geht einfach um das Spiel eines vierstimmigen Satzes, der auf zwei oder drei System (d.h. mit oder ohne separatem Pedalsystem) notiert ist, in der Weise, dass die rechte Hand den cantus firmus solistisch ("obligat") führt, d.h. nur diesen spielt.

Da die Sätze in der Regel so notiert sind, dass sich Alt und Sopran im oberen, der Tenor dagegen im unteren System befinden, muss man dazu halt etwas umdenken.

Damit hat man gleich ein schönes Vorspiel - man kann dann noch nach Belieben zu Beginn jeder Melodiezeile die Stimmen nacheinander einsetzen lassen - oder man kann eine schwach singende Gemeinde mit dem cantus firmus unterstützen (klassisch evangelisch mit einer Sesquialtermischung im Rückpositiv).  Zwinkern

Gruß
Martin
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Gloria Concerto 350 Trend
MagisterPerotin
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« Antworten #13 am: 27. März 2018, 15:25:19 »

Ich selbst ziehe das obligate Spiel auf zwei Manualen eigentlich meist dem Choralsatz auf einem Manual vor. Es ist für die Gemeinde einfach leichter verständlich, gerade bei nicht so bekannten Melodien. Selten ist die Kirche so voll, dass die volle Gravität des Hauptwerks immer unbedingt nötig ist.

Das obligate Spiel geht übrigens sehr viel komfortabler wenn man direkt aus dem Gesangbuch heraus harmonisiert. Das Lesen der Mittelstimme auf zwei Systemen geht zwar, macht mir aber keine Freude.

Überhaupt würde ich hier grundsätzlich die Empfehlung aussprechen auf Choralbücher zu verzichten, allenfalls als Inspiration, und lieber das direkte Harmonisieren aus dem Gesangbuch heraus zu praktizieren. Man ist einfach soviel unabhängiger von den Tonsetzern. Es ist bei mir auch schlichtweg so, dass zumindest in den Orgelbüchern zum EG viele Sätze einfach meinen Geschmack nicht treffen. Ich weiß, dass sich das eigene Harmonisieren nicht über Nacht übt, aber langfristig fährt man aus meiner Sicht sicherer.
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Es mag sein, dass nicht alle Musiker an Gott glauben; an Bach jedoch alle. - Mauricio Kagel
kargelertfan
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« Antworten #14 am: 27. März 2018, 17:28:53 »

Zu MagisterPerotin: Dem kann ich nur beipflichten. Wer es dennoch nicht schafft und die schweren "Spiral-Schinken" nicht mag, dem seien die beiden Bände "Bläserbuch zum Gotteslob" ans Herz gelegt:
https://www.stretta-music.com/search/q/Bl%E4serbuch+zum+Gotteslob/glaser-drescher-blaeserbuch-zum-gotteslob-nr-619060.html
https://www.stretta-music.com/search/?searchparam=Bl%E4serbuch+zum+Gotteslob+Freiburg
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Gemshorn
Administrator
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Beiträge: 6869



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« Antworten #15 am: 27. März 2018, 18:29:46 »

Interessant, im Bläserbuch sind offensichtlich ganz eigene Orgelsätze aufgenommen worden!
Der Inhalt deckt auch sehr weite Teile des Kirchenjahres und die allerbekanntesten Gesänge ab. Schöne Sache!
 Danke für den Hinweis!
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Kein Mensch ist arm zu nennen, der ab und zu tun kann, was immer ihm Spaß macht. (Dagobert Duck)
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