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Autor Thema: Physis: Fertige Intonationen  (Gelesen 7784 mal)
clemens-cgn
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« Antworten #10 am: 17. Februar 2018, 19:51:09 »

Lieber Michal,
wie war Du doch sprichst  Zwinkern
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Martin78
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« Antworten #11 am: 17. Februar 2018, 20:27:25 »

Hi Michal,

rein interessehalber, ich bin da gerade nicht so up to date: Hast du als erfahrener Unico-Besitzer zwischenzeitlich Gelegenheit gehabt, die vergleichsweise günstige interne Abstrahlung der Sonus-(Concerto-)Baureihe einmal kennenzulernen?

LG
Martin
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Canticus
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« Antworten #12 am: 17. Februar 2018, 21:24:05 »

  Danke
. . es ist doch immer wieder eine Freude, hier so viele kompetente Leute anzutreffen, um so ein Greenhorn wie mich auf die richtige Spur zu bringen!  Freudensprung
Lieber Klaus, danke für Deinen Tipp!
Damit bin ich meinen Vorstellungen ganz erheblich näher gekommen!
Nun habe ich in der Tat den Hallregler stärker und den Gesamtvolumenregler geringer eingestellt, und schon klingt es erheblich räumlicher!
Dafür reicht mir sogar der kleinste Hallparameter "Chapel"  weil ich ja nicht alles in einem Hallbrei verschwurbelt haben möchte...
Zwar ist damit auch der "Wumms" im Bassbereich etwas zurückgegangen, aber das kann ich mit dem Equalizer wieder ausgleichen...
Danke Gemshorn!
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Michal
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« Antworten #13 am: 17. Februar 2018, 21:36:26 »

Ich habe eine Sonus 45 bei einem Händler in Neapel gehört, als ich mir dort die Legend (komplett - die war sonst überall nur in Teilen, aber nicht als Gesamtsystem zu sehen) angeschaut habe (ich habe eingeheiratete Verwandte dort, bin selbst aber kein Italiener). Ich überlege nämlich eine New-B3 aus Ulm zu kaufen und wollte wissen ob die Legend mithalten kann.  Ist ja alles PM und ich bin ja ein PM-Fan.

Die Sonus war also nicht mein Hauptaugenmerk, aber ich war beeindruckt. Wenn man nicht unbedingt mit einer externen Klangabstrahlung rumbauen will, dann wäre für mich die Viscount-Surround-Serie ideal.

Über den Klang der Register kann ich nicht viel sagen, denn erstens war es ein IT-Modell und ist mit dem hiesigen Modell nicht zu vergleichen und zweitens denke ich, dass eine Concerto mit ihrer für unsere Ohren optimierten Stimmbibliothek und Intonation ohnehin vorzuziehen ist (habe ich noch nicht persönlich gehört, aber nachdem was ich gelesen habe - und das macht ja auch Sinn, denn Viscount sieht m. E. ihren Schwerpunkt dort wo die Kirchen große elektronische Orgeln samt Abstrahlungen kaufen und das ist in Deutschland eher die Ausnahme - zumindest was größere Anlagen angeht - ab der Unico 500 gibt es ja nicht einmal ein D-Modell mehr - nur noch EU-Modell).

Der Sound war aber echt super und ich denke im Wohnzimmer braucht es keine externe Abstrahlung bei einem Surround-Modell.

LG
Michal
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Gemshorn
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« Antworten #14 am: 17. Februar 2018, 21:42:35 »

Gern geschehen, Canticus. Freundlich
Wie ich sehe, bist du im Marktplatz ja auch auf das RSS gestoßen. Vielleicht bringt dich das deinen Vorstellungen noch näher. Nach allem, was ich bisher darüber las, könnte das durchaus der Fall sein.
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Romanus
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« Antworten #15 am: 18. Februar 2018, 12:03:33 »

Sucht man die möglichst große Vielfalt der Klangerzeugung und -veränderung - dann landet man früher oder später bei Physis.
Oder - wenn man es sich leisten kann - bei Eminent und "Maestro Tonalis".
Wenn München - für ein Probespiel - nicht doch etwas entlegen wäre und ich mehr Zeit und Geld hätte oder ein uncleverer, kundenunfreundlicher Verkäufer  Blöd im dortigen Musikhaus (der Gott sei Dank inzwischen nicht mehr dort arbeitet) mir im August 1997 das laute Ausprobieren einer mittelgroßen DCS in patziger Weise verboten hätte, würde ich wahrscheinlich eine Eminent mit der "Maestro Tonalis"-Software meiner Concerto - wenn nicht jeder Digitalorgel dieser Welt ! - vorziehen, denn damit kann man - soweit ich das aufgrund der mir vorliegenden Infos beurteilen kann - höchstwahrscheinlich wirklich jeden erdenklichen Orgelklang generieren.  Dafür
 
Tatsache ist, mit den derzeit verfügbaren Physis-Intonationsparametern kann man längst nicht alles machen, sonst hätte ich bereits zuhause Riepp Ottobeuren, Silbermann Dresden oder auch eine vollklingende, spätromantische Pneumatik-Orgel ziemlich authentisch nachgebildet, denn ich habe wirklich sehr viele Stunden an meiner Concerto 234 herumintoniert in den knapp 3 1/2 Jahren, seit ich sie habe ! Die Stimmenbibliothek und die Intonationsmöglichkeiten sind ja genau die selben wie bei den größeren, teuren Modellen, letztere zeichnen sich nur durch mehr Manuale und Registerplätze, bessere Abstrahlung und größere, aufwendigere Spieltischgehäuse aus.
Als ich Herrn Gerlach vom Musikhaus Kisselbach vor nicht ganz 2 Jahren meine Hörbeispiele von wertvollen, historischen Pfeifenorgeln, die meinem Klangideal (voll und klar klingend, mit warm-leuchtenden und nicht schneidend-kratzenden Mixturen !) entsprechen, geschickt und er diese zusammen mit ein paar Kollegen von der Technik angehört hatte, räumte er selbst ein, dass solche Klänge mit den durchaus zahlreichen, in der Concerto-Registerbibliothek vorhandenen Mixturen nicht möglich sind.
Die "Wunsch-Mixturen", die ich mir auch gern einiges kosten lassen würde, wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht geben, weil sich die Leute von Viscount nicht die Mühe machen und offensichtlich nicht einmal jene Mixtur-VCE-Dateien (gegen Bares !) herauszugeben bereit sind, die in der Viscount Unico, nicht aber in der Concerto vorhanden sind.

Davon abgesehen (auf die Gefahr, mich zu wiederholen) würde ich mir an Physis-Intonationsparametern dringend wünschen:

Attack Detune (Editieren der Verstimmung während des Einschwingvorganges)
Attack/Release Time (Editieren der Dauer der Ton-An- und absprache)
Chiff Volume (Editieren der Lautstärke der Anblase- und Ausklanggeräusche)
Einen mindestens 3x so großen Spielraum beim vorhandenen Parameter "Character" (siehe Johannus Intonat !)

Ich könnte mir übrigens sehr gut vorstellen, den vorhandenen Parameter "Release Detune" mit "Attack Detune" in einem einzigen Parameter "Attack/Release Detune" zu koppeln, denn schließlich macht es keinen Sinn, bei der Ton-Ansprache keine Verstimmung zu haben, bei der Absprache aber schon, das ist unnatürlich und widerspricht der Logik einer Pfeifenorgel !  Traurig Blöd

Mein Traum wäre ein "Mixtur-Editor", mit dem sich die einzelnen Mixturchöre getrennt intonieren lassen (wie bei Johannus Intonat !) und als Krönung das individuelle Zusammenstellen von Mixturen aus (selbstverständlich voll intonierbaren) Einzelaliquoten mit beliebigem Festlegen der Repititionspunkte !  Anbetung

Trotzdem waren meine Intonationsstunden nicht vergebens, ich konnte auch mit den vorhandenen, internen Möglichkeiten, ja sogar ohne den Physis-Editor, den Klang meinen Idealvorstellungen deutlich annähern und möchte demnächst, wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht mehr besser geht, meine 4 individuellen Styles in der aktuellen Version in unserer Intonations-Tauschbörse veröffentlichen, möglichst noch bevor Klaus seine Concerto in die Wüste geschickt hat !  Zwinkern
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Die einzig wahre Königin ist die Pfeifenorgel.
Etwas gleichwertiges muss erst erfunden werden !
clemens-cgn
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« Antworten #16 am: 18. Februar 2018, 13:06:35 »

Welche Mixturen-VCE meinst Du denn genau?
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Gemshorn
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« Antworten #17 am: 18. Februar 2018, 13:22:30 »

möchte demnächst, wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht mehr besser geht, meine 4 individuellen Styles in der aktuellen Version in unserer Intonations-Tauschbörse veröffentlichen, möglichst noch bevor Klaus seine Concerto in die Wüste geschickt hat !  Zwinkern
Lobenswert.  Dafür
Und keine Angst. Ich habe derzeit keine Ambitionen, die schöne Concerto aus dem Haushalt zu entlassen. Engel
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Canticus
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« Antworten #18 am: 18. Februar 2018, 13:41:20 »

 Lachen

Gemshorn.... Genau das hatte ich mir gedacht. .
Nach langem Schweigen deinerseits teilst Du uns nun mit, daß Du Dich nicht von Deiner Concerto scheiden lassen wirst...
Hatte das auch nicht erwartet  ..

Andere Frage:
Was meint ihr zur gebrauchten Concerto positiv 346 im Zwickau, 9.500 € VHB, EbaylKleinanzeigen?
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« Antworten #19 am: 18. Februar 2018, 14:07:34 »

Hallo Roman,

herzlichen Dank für deinen ausführlichen Beitrag.

Die Frage ist wirklich, in wieweit die von dir genannten Punkte, insbesondere der Mixtureditor, der ja vermutlich eine komplette Systemumstellung nach sich zöge, sich für Viscount betriebswirtschaftlich auch nur annähernd rechnen würden.

Wenn sich die Sonus-Serie beispielsweise ggü. der alten Prestige (die ja keine schlechte Orgel ist, siehe Clemens‘ geniale Installation) wie geschnitten Brot verkauft, wird das Unternehmen vermutlich nicht ohne weiteres bereit sein, noch mal Hunderttausende (oder noch mehr?) in eine so umfangreiche Systemumstellung zu investieren. Da sind die Grenzkosten einer solchen Änderung niemals gedeckt. Beispiel: Wenn ich durch die Einführung der Sonus-Serie mit einem Investitionsvolumen (Entwicklung) von 2 Millionen 5.000 mehr Orgeln produziere (Zählen sind frei gewählt, ich habe keinerlei Ahnung von den tatsächlichen Verhältnissen), werde ich nicht nochmal 500.000 an zusätzlichem Aufwand in eine Änderung der Technik investieren, durch die ich im selben Zeitraum vielleicht 20 zusätzliche Kunden gewinnen könnte - und dabei hast du ja schon eine Viscount-Orgel!  Zwinkern

Verstehe mich bitte nicht falsch, in diesem Thread soll Träumen erlaubt sein, aber diese Hyperpoweruserfunktionen, die dich noch etwas mehr zufrieden stellen würden, werden sich in den allermeisten Fällen einfach nicht rechnen, da sie nur für einen Bruchteil der Kunden (entscheidungs-)relevant sind. Genausowenig der von dir schon öfters hier und im Bauer-Nirvana-Forum geäußerte Gedanke, eine neue Orgelbaumarke gründen zu wollen; wenn du da von Null starten müsstest und keinen zweistelligen Millionenbetrag zur Verfügung hast, würde ich dir eher dringend davon abraten ...

Wo ich aber durchaus Potential bei Viscount sähe, wäre, fertige Intonationen zu verticken, wie es Johannus mit dem „Live“-Konzept tut. Viscount bräuchte nur so eine Art italienischen Michael Klein (oder besser gleich das Original), d.h. jemanden mit genügend PO-Erfahrung, dranzusetzen und verschiedene Stildispositionen, die im Gegensatz zur Live eben kein konkretes Instrument zum Vorbild haben müssten, entwickeln zu lassen. Das wäre eine überschaubare Investition und sollte sich m.E. eigentlich rechnen; die Technik sollte dazu das Potential haben. Idealerweise könnte derjenige ja dann noch auf die Erzeugung neuer Klangdateien Einfluss nehmen ...

LG
Martin
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