Seiten: 1 ... 3 4 [5] 6   Nach unten
Drucken
Autor Thema: neue Hybridorgel Prenzlau  (Gelesen 4783 mal)
Martin78
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 1682


WWW
« Antworten #40 am: 30. März 2018, 13:57:13 »

Danke schon einmal bzgl. der erhellenden Kommentare zum Einsatz der 61 Pfeifen.
Gespeichert

Gloria Concerto 350 Trend
Martin78
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 1682


WWW
« Antworten #41 am: 08. August 2018, 14:23:31 »

Fährt zufällig jemand zur Orgelweihe am 26. August, der hier berichten könnte?

Scheint ja wirklich ein spannendes Projekt zu sein ... wenn es richtig gut gemacht ist, wäre das eine perfekte Werbung. Für Bauer, RODGERS, Kombinationsorgeln sowie den involvierten OB, der sich nicht zu schade war für den Job (es gibt da sicher noch gelegentliches Naserümpfen).

Entgegen den früheren Aussagen von Herrn Schuster scheinen ja alle 20 Register der Peter übernommen und überarbeitet worden zu sein. Das nimmt den ganz sicher vorhandenen kritischen Stimmen einiges an Wind aus den Segeln!  Prost!

Vergleichbare Situationen gibt es ja deutschlandweit noch in Hülle und Fülle, d.h. etwas unterdimensionierte, steil disponierte Orgeln aus den 50ern bis 70ern, die überholungsbedürftig sind.
Gespeichert

Gloria Concerto 350 Trend
clemens-cgn
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 1629


« Antworten #42 am: 08. August 2018, 16:46:01 »

Soweit aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, nimmt kein geringerer als Hans Uwe Hielscher (Wiesbaden Marktkirche) die Inauguration vor. Ohne Auto komme ich da leider nicht hin.
Gespeichert
Martin78
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 1682


WWW
« Antworten #43 am: 09. August 2018, 08:53:56 »

Leider sind die Beiträge von user "heike" hier verschwunden ... das macht den Thread etwas schwerer verständlich.

In einem anderen Forum gab es gestern den Fall, dass ein User seine Beiträge zu exakt diesem Thema löschte und auch noch gerne hätte, dass der ganze betreffende Faden ins Nirvana geschickt wird.

Dass eine Kombinationsorgel, bei der zudem die vorhandene PO vollkommen renoviert wird (auch im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens schon einmal per se als positiv zu werten) im Jahr 2018 hierzuland unter Befürwortern, strikten Gegnern und Pragmatikern so polarisiert, wie es immer wieder in den entsprechenden Diskussionen durchschimmert, ist mir persönlich schwer verständlich.

Ich bin überzeugt davon, dass Bauer hier schon mit höchster Sorgfalt vorgehen wird. Solch ein großes Kombinationsorgelprojekt gibt es ja in D nicht so häufig. Zentral zu vielen Städten gelegen kann das eine super Werbung für solche Projekte werden - oder Gemeinden in vergleichbaren Situationen vor digitalen Erweiterungen zurückschrecken lassen, wenn es nicht überzeugen sollte. Insofern bin ich auf Reaktionen gespannt.
Gespeichert

Gloria Concerto 350 Trend
Dieter Schuster
Gelehrter
***
Beiträge: 120


« Antworten #44 am: 10. August 2018, 00:01:15 »

Ein fröhlich schallendes 'moin moin' in die Diskussionsrunde!

So... - das Werk ist seit Mittwochnacht ( Freundlich) bis auf kleine Resterledigungen vollbracht, der Weihe am 26.8. steht nichts mehr im Wege. Ich werde versuchen, auch wenn's zeitlich sehr eng wird, zur Weihe vor Ort zu sein. Kleine Korrektur zu Clemens' Hinweis: Hans-Uwe Hielscher spielt die Peter/Rodgers Hybridorgel nicht zur Weihe, sondern wird ein separates Einweihungskonzert an der wiedererstarkten und massiv aufgewerteten Orgel geben, vermutlich irgendwann im Oktober.

Er hat die Orgel allerdings (als Abnahme-Grundlage) vor Ort begutachtet, sich dabei viel Zeit für seine Inspektion bis ins Detail genommen, und war erkennbar - ich sag's mal vorsichtig - angenehm überrascht, wie übrigens auch der Orgelbauer, der das Projekt mit der Reparatur, Überholung und Intonation der Peter-Orgel aktiv mitgestaltet hat.

Die Verheiratung beider Klangerzeuger hat deutlich mehr Gehirnschmalz und Zeit in Anspruch genommen als ursprünglich mal gedacht, dies allerdings verbunden mit wirklich wertvollen Erkenntnis bringenden Lerneffekten, mit Blick auf zukünftige 'Hybridisierungsprojekte' also bestend investierte Zeit.

Im Ergebnis steht in St. Don Bosco, Velbert nunmehr eine Hybridorgel mit
- 2 Manualen, je 61 Taste, und 32-tönigem Pedal
- 27 Haupt-Registern plus 6 frei aus einer internen Registerdatenbank zuweisbaren USER Register (je 2 pro Werk), insgesamt also 33 Register
- ALLEN 20 Registern der W. Peter Orgel, die im Gesamten oder auch im beliebigen Mix mit Digital-Stimmen gespielt werden können. Die 'Standarddisposition' (also die bei jedem neuen Einschalten der Orgel direkt verfügbaren Hauptregister) setzt sich aus 10 W.Peter-Registern und 17 Rodgers-Digitalstimmen zusammen, die übrigen Peter-Register sind als sogenannte 'Voice Palette Register' hinter den entsprechend 'passenden' digitalen Stimmen angeordnet und können bei Bedarf die entsprechenden digitalen Hauptregister quasi mit je einem einfachen Handgriff ablösen. Wer also will, kann alle 20 Peter Register auch gleichzeitig einsetzen - ganz so wie vor der Erweiterung zur Hybridorgel.
- einem 8.2-Kanal Audiosystem mit TEUFEL-Komponenten: 4 Hauptwerk- bzw. Datenbankregister/Orchestral Voices-Kanäle, 2 Schwellwerk-Kanäle (im Schwellkasten installiert), 2 Pedal-Kanäle, 2 Subwoofer.

Auf www.sakral-orgel.de wird das Projekt demnächst ausführlicher beschrieben und bebildert. Wer z.B. zur Weihe am 26.8. vor Ort sein möchte, ist dort herzlich willkommen. Falls sich es schaffe, ebenfalls dort zu sein, gibt's im Anschluss
gern auch eine 'privat-offiziell geführte Tour' obendrauf.. ;)
Gespeichert
clemens-cgn
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 1629


« Antworten #45 am: 10. August 2018, 08:49:44 »

Lieber Herr Schuster,
herzlichen Glückwunsch zum "factum est".
Wer wird denn die Einweihung spielen? Und wann findet sie bitte statt?
Gespeichert
Martin78
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 1682


WWW
« Antworten #46 am: 10. August 2018, 08:55:10 »

Danke für die Erläuterungen!

Etwas schade finde ich, dass von der frisch renovierten Peter nur 10 Register über die Standardeinstellungen spielbar sind  - was andererseits für ein gesundes Selbstvertrauen von RODGERS und Bauer spricht  Freundlich duck und weg

Aber der kundige Hausorganist sollte das ja ad libitum mit wenigen Handgriffen ändern können, so dass Sexta und Terzglockenton auch in Zukunft nicht verstauben müssen.

Darf man den Namen des die Reinigung und Nachintonation ausführenden Orgelbauers erfahren?
Gespeichert

Gloria Concerto 350 Trend
Speick
Novize
*
Beiträge: 2


« Antworten #47 am: 16. August 2018, 17:37:30 »

Guten Tag,
da ich die Situation in Velbert kenne, verrate ich sicher nicht zuviel, wenn ich sage, dass die Aktion sehr unglücklich gelaufen ist.
Nicht, dass eine Hybridlösung gemacht worden ist, sondern wie die Entscheidung gefallen ist. Der damalige Hausorganist, der mittlerweile eine andere Stelle angetreten hat, wurde z.B. nicht in die Planungen einbezogen.
Es vielen Sätze wie: "Angestellte haben zu nehmen, was sie bekommen!"
Zur Zeit ist die Stelle immer noch vakant.

Nach früheren Berichten auf der Bauer Hompage hat die Fa. Raab und Plenz den Umbau vorgenommen.
Gespeichert
Martin78
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 1682


WWW
« Antworten #48 am: 16. August 2018, 18:11:00 »

Vielen Dank für die Hintergrundinfos!
Gespeichert

Gloria Concerto 350 Trend
clemens-cgn
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 1629


« Antworten #49 am: 16. August 2018, 22:09:33 »

Also gerade wenn Prof. Klotz die Mensuren gemacht hat (die dann auch stimmten!), kann man auf Peter Orgeln alles spielen. Da klingt sogar Reger und Franck. Bei kleinen Peter-Instrumenten sind Mensuren häufig arg eng. Wenn gerade bei kleinen Instrumenten Mixturen oder Sesquialteren den damals modischen "Terzglockentönen" oder anderen exotischen Spaltklängen zum Opfer fielen, dann klingen evtl. die 8 kleinen beim ersten Mal interessant. Die Spaltklänge selbst wirken dann häufig sehr schnell ermüdend.
Es ist doch auf jeden Fall erst einmal zu loben, daß das Instrument in seiner Gänze ja erhalten bleibt. Die Exoten sind lediglich in einer Library (die hinter jedem Register auswähl- und sogar setzbar sind)  nach wie vor verfügbar, wenn der Organist seine Gemeinde unbedingt mit Bornefeld, David, Hindemith ... und den von ihnen geforderten Spaltklängen beglücken möchte.
Wer mich kennt, weiß, daß ich selbst gerne mit exotischen Spaltklängen operiere. Diese aber sehr sparsam und gezielt auf den gewünschten Klangeffekt. Als Zusatz sind solche Spaltklänge immer ein "Nice to have" aber bitte nicht auf Kosten einer soliden Disposition, die die in der Literatur geforderten Standart Klangfarben ermöglicht.
Gespeichert
Seiten: 1 ... 3 4 [5] 6   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu: