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Autor Thema: neue Hybridorgel Prenzlau  (Gelesen 8280 mal)
Speick
Novize
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« Antworten #50 am: 16. August 2018, 23:11:30 »

Das Problem bei der ursprünglichen Peter Orgel ist, dass es sich dabei um zwei Nebenwerke einer ursprünglich dreimanualig geplanten Orgel für die Kölner Antoniterkirche handelt. Das geplante Hauptwerk wurde nie gebaut. Bei der Umstellung nach Velbert wurde ein Schwellkasten und ein Prinzipal 8 dazugebaut. Ob es jemals intoniert wurde, wage ich zu bezweifeln. Es fehlte sozusagen das Fundament.
Der Terzglockenton kann gut als Solostimme genutzt werden, quasi als Sesquialteraersatz. Vielleicht ist ja durch die digitalen Stimmen jetzt das Fundament gegeben.
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clemens-cgn
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« Antworten #51 am: 17. August 2018, 01:22:07 »

Dann bin ich sicher, daß die "Thorsopeterin" bei Ihrer Sanierung auch eine entsprechende Nachintonation erfahren hat.
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Dieter Schuster
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« Antworten #52 am: 24. August 2018, 01:04:35 »

Dann bin ich sicher, daß die "Thorsopeterin" bei Ihrer Sanierung auch eine entsprechende Nachintonation erfahren hat.

Das hat sie, jedenfalls im Rahmen des innerhalb des finanziellen und zeitlichen Rahmen Möglichen und Sinnvollen.

Den 8'-Prinzipal im HW fand ich von Anfang an angenehm und in sich ausgewogen, wenn auch keineswegs als tragende klangliche Säule. Nun steht ihm aber auch ein digitaler Bourdon 16' hilfreich zur Seite, und das ziemlich wirkungsvoll...

Der Terzglockenton, die Sexta II und das unsäglich scharfe Scharf IV 1' im HW wurden ebenso in die 'zweite Reihe' (als Alternativstimmen hinter entsprechenden digitalen 'Main Stops') verbannt wie auch die Schwellwerk-Mixtur (Cimbel IV 1/2'), die sich bei aller Liebe und Intonationskunst nicht wirklich in den SW-Charakter einfügen wollte, sowie beide Zungenregister (HW-Dulcianregal 8', SW-Schalmei 8').

Es ist manchmal schon fast beängstigend, wie irgendwie selbstverständlich man heutzutage im direkten Zusammenspiel und Vergleich von Pfeifen- und Digital-Klangerzeugung beide 'Klangquellen' völlig wert- und vorurteilsfrei nebeneinander stellt, vergleicht und schließlich ein- bzw. zuordnet. Vor nur 10 Jahren hätte ich solche Vergleiche noch möglichst vermieden...

Aber noch einmal: Wer auch die in's zweite Glied verschobenen Pfeifenregister kraft eigener Klang- und Hörvorstellung zu einer Gesamtdisposition unter Einsatz ALLER 20 Peter-Register reaktivieren möchte, kann das jederzeit tun - einschließlich der Verewigung eigener, ganz persönlicher Setzerkombinationen und -ebenen auf dem eigenen persönlichen USB-Stick.

Die schlussendlich gewählte 'Default-Disposition' (unter Einbindung von 10 der 20 W.Peter-Register) wurde während der Auswahl- und Intonations-Sitzung unter maßgeblicher Mitwirkung von H.U. Hielscher im Rahmen der gutachterlichen Abnahme der Orgel festgelegt.

Wer am Sonntag, 26. August (11 Uhr) Zeit, Lust und das nötige Maß an Neugier hat, ist herzlich zur Hybridorgelweihe in Velbert eingeladen ;) Ich werde jedenfalls, gemeinsam mit Theo Balkhausen (Kantor aus Erftstadt, der die Weihe musikalisch gestaltet), zugegen sein und auch gern für Fragen, und Erläuterungen 'direkt am Objekt' zur Verfügung stehen.

Herzlichst,
Dieter Schuster
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Speick
Novize
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« Antworten #53 am: 24. August 2018, 10:39:25 »

Danke für die zusätzlichen Informationen.
Die Schalmey fand ich eigentlich ganz gelungen. Zu den anderen Registern gebe ich Ihnen recht....
Gibt es irgendwann eine Gesamtübersicht über den Zustand beim Einschalten?
Ich weiß, dass man nicht gern über Geld spricht, aber darf man erfahren, in welcher "Preisklasse" wir uns hier bewegen?
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Speick
Novize
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« Antworten #54 am: 09. Oktober 2018, 19:42:06 »

Gibt es eigentlich auch die Möglichkeit eine mechanische Orgel digital zu erweitern? In Velbert ist die Traktur ja elektrisch, das scheint ja ganz gut funktioniert zu haben.
Ich habe das Instrument dort noch nicht gehört aber man hört mehr Positives als Negatives.
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trompetendulzian
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« Antworten #55 am: 09. Oktober 2018, 20:07:50 »

Gibt es eigentlich auch die Möglichkeit eine mechanische Orgel digital zu erweitern?
Ja, es müssen lediglich die Klaviaturen "midifiziert" werden, d.h. mit entsprechenden Kontakten ausgerüstet und einer MIDI-Auswerteelektronik versehen werden. Hier im Forum gibt es ein paar Beispiele zu dem Thema (z.B. Wichernkantors Dienstinstrument) und ich meine mich zu erinnern, dass auch bei einigen Neubauten in den letzten Jahren die MIDI-Funktionalität mit eingebaut wurde.

Viele Grüße
Trompetendulzian
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