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Autor Thema: neue Hybridorgel Prenzlau  (Gelesen 6669 mal)
clemens-cgn
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« am: 27. Januar 2018, 19:45:34 »

Leider ist momentan mein PC-Sound stumm Lupe. So möchte ich Euch dies brandneue Hybridinstrument nicht vorenthalten:
Von Bauermusic wurde eine neue Hybridorgel (Vivaldi + Consoli) installiert:
http://www.uckermark-tv.de/mediathek/16910/Vollendete_Klangvielfalt.html
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Aeoline
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« Antworten #1 am: 27. Januar 2018, 20:11:56 »

Hallo Clemens,

Danke für den tollen Link...

Hach! - so eine Consoli wäre auch was für mich und meine Unico...

Und der positive Effekt wird im Video ja beschrieben: vier neue Schüler nur wegen des Instruments... - Erfolg! - würde ich sagen...

Aeoline goes Hybrid...

LG
Aeoline
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Viscount Unico 400 DE V1.14.2 (56/III/P) (seit 11.2012)
Johannus Opus 520 (45/II/P) (10.1987 bis 11.2012)
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Viele Organisten leiden an einer schlimmen Krankheit:
Augentinnitus - Man(n) sieht nur noch Pfeifen
Martin78
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« Antworten #2 am: 27. Januar 2018, 20:21:14 »

Ein interessantes Video! Vielleicht gar keine so schlechte Lösung - ehe man sich für das Geld nur eine kleine Übeorgel (16/8,2/8,4) gekauft hätte, macht die realisierte Variante doch vermutlich mehr Spaß.

Herr Schuster macht’s einem aber auch arg einfach. Solange er den DO-Registern einen kräftigen Raumhall mitgibt, wird der halbwegs Kundige in der “Mischehe” immer die zwei Partner deutlich voneinander unterscheiden können!  Lachen

Ob nur der Prospektprinzipal von Consoli in Pfeife realisiert wurde oder ein Prinzipalchor?
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Gemshorn
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« Antworten #3 am: 27. Januar 2018, 20:34:43 »

Im Video sieht man bei den Registerschalter einige rote Beschriftungen (keine Zungen); ich nehme an, das sind die Pfeifenregister.
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« Antworten #4 am: 27. Januar 2018, 20:43:14 »

Ein schönes Instrument! Wird die Stimmung der Digitalregister bei diesen Hybridorgeln eigentlich automatisch an die Pfeifen angeglichen?
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Martin78
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« Antworten #5 am: 27. Januar 2018, 20:52:29 »

Ich habe bisher noch kein Kombinationsinstrument kennenlernen dürfen. Habe mich gerade mal im Netz informiert, was Consoli anbietet.

Hat jemand eine Ahnung, wie Consoli beim Grundmodell seiner Pfeifenmodule aus gerade mal 61 Pfeifen vier Register auszieht, selbst wenn die tiefste Oktave des 8’ repetiert oder elektronisch besetzt ist? 61 Pfeifen würde einen kompletten Prinzipal 4’ bis zum c’’’’ ergeben ... wie sind die obere Oktave beim 2’ und die Mixtur II realisiert? Wenn letztere ab c’’’ in 8’ (oder 5 1/3’?) und 4’ repetiert, kann man sie doch vergessen... oder stehe ich hier auf dem Schlauch?

Mit 73 Pfeifen könnte man wenigstens den 2’ voll ausbauen und eine kleine Klangkrone realisieren, z.B. C 1’ + 2/3’, c 1 1/3’ + 1’, c’ 2’ + 1 1/3’, c’’ 2 2/3’ + 2’, c’’’ 4’ + 2 2/3’. So viel mehr kann es doch nicht kosten, die höchste 2’-Oktave auch in Pfeife zu realisieren.

Ein schönes Instrument! Wird die Stimmung der Digitalregister bei diesen Hybridorgeln eigentlich automatisch an die Pfeifen angeglichen?
Siehe der Link oben - da steht das jedenfalls so beschrieben.
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clemens-cgn
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« Antworten #6 am: 27. Januar 2018, 22:34:27 »

Das man die kleine Consoli "New Jubilè" mit 8´4´2´Auszügen vergessen könne, kann ich absolut nicht bestätigen. (8´ tiefe Oktave entweder digital oder repetierend). Mit der Jubile 8-Erweiterung (Portogeld vorausgesetzt) ist auch die im Baß fehlende Oktave im 8´mit 12 Pfeifen vorhanden. Für eine Unterrichtsorgel halte ich das selbst bei repetierendem 2´ für absolut ausreichend. (Es gibt ja auch DO Hersteller bei denen der 2´sich ebenso verhält   Teufel 1)
Eine kleine 2 fache Mixtur ist von Consoli grundsätzlich möglich. Wenn man mal über Stimmungen sauber nachdenkt, weiß man daß wegen der harmonischen Differenzen aus einem gradfüßigen Register ausgezogener  Mixturquintchor nicht rein klingen kann. Deswegen ist in Prenzlau auch keine Mixtur realisiert Zwinkern
Die Stimmung wird digital angeglichen.
Für mich war seinerzeit die Fusion: "New Jubilé mit der Roland 330" eine Offenbarung. Ich hab sie noch im alten Verkaufsstudio bei Bauer gespielt und später auch in Offenbach.  
Übrigens verrät ein kleines schwarzes Kästchen rechts neben dem Notenpult, daß sogar eine akustische Rear-Station von Teufel realisiert ist.
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Martin78
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« Antworten #7 am: 27. Januar 2018, 23:01:33 »

Danke, Clemens, für die kundigen Erläuterungen aus erster Hand!

Mit “kann man vergessen” meinte ich ja nur die Phantom-Mixtur, nicht das Modul an sich. Schön, dass solche vorkonfektionierten Pfeifen-Erweiterungs-Lösungen realiter zu überzeugen wissen (sie werden ja auch nicht ganz billig sein).

Dass eine Multiplex-Mixtur wie oben dargestellt nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, ist mir bewusst! Zwinkern Trotzdem interessiert mich, wie der Hersteller die 61 Pfeifen programmieren würde, wenn er es schon anbietet.  Teufel 1
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« Antworten #8 am: 28. Januar 2018, 12:55:35 »

Ja! - ich kann mich auch noch erinnern an die Vorstellung der C-330 mit dem "kleinen" Consoli-Pfeifenaufsatz, die wir damals bei Bauer durch H. Schuster bekamen. Ich weiß noch, wie der die Intonation der tiefen Oktave des Prinzipal 8' erst zerstörte und dann selbst dem taubsten unter uns hörbar wurde, wo Pfeife aufhört und Digital begann.

Dann hat er ratz-fatz die Intonation wieder zurechtgerückt und uns vor die gleiche Aufgabe gestellt. Wer nicht "hingesehen" hat und damit "sah", wann das H gespielt wurde, der hat den Übergang nicht bemerkt.

Recht hat Clemens-cgn auch mit der Aussage zu der Mixtur. In der "kleinen" Consoli gibt es keine Aliquoten in Pfeife. Ich erinnere mich aber auch noch gut an die "große" Consoli die hinter der 4man Rodgers Infinity stand. Da waren mehrere Pfeifenreihen vorhanden. Prinzipal und Flöte und m.W.n. auch ein Mixturauszug - und ne Zunge?

Hier ist der Bericht vom Treffen damals. Leider finde ich die Bilder / Videos online nicht mehr. Mache ich was falsch oder habe ich die schon wieder gelöscht?

LG
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« Antworten #9 am: 28. Januar 2018, 15:31:13 »

Ja, das klingt selbst aus dem Rechner sehr überzeugend. Um zu einem sicheren Urteil zu kommen, wäre trotzdem halt ein lokaler Ohrenschein nötig.
Von der Idee her ein kluges Konzept - und der erwünschte Effekt tritt offensichtlich ein:
Junge Leute lernen Orgel spielen (statt Keyboard klimpern).  Dafür

Aus dem Consoli-Örgelchen ließen sich nur Mixturen ausziehen, wenn es eine eigene Quintreihe hätte, die entsprechend hoch geführt ist. Und dann hätte man die bei Multiplex-Systemen üblichen Tonlöcher, durch die Repetitionen noch multipliziert. Um genau das zu vermeiden, hatten (bessere) Multiplex-Orgeln i.d.R. eine eigene Mixtur.
Die große Consoli-Anlage im Vorführraum bei Bauer bot einen kompletten, singend intonierten Prinzipalchor 8 4 2, aber die Mixtur kommt aus der anhängenden (ausgezeichneten) Rodgers, wenn ich mich recht erinnere. Die Mensurverläufe des Pfeifenteils dort sind geschickt gewählt, nach oben wird der Klang leicht schärfer, wie im kontintental-europäischen Orgelbau üblich. Nur die Angelsachsen lassen Prinzipalmensuren nach oben wachsen.

LG
Michael
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