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Autor Thema: Fortbildungsveranstaltungen für Neben- und Ehrenamtler  (Gelesen 1579 mal)
trompetendulzian
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« am: 25. Januar 2018, 18:33:51 »

Hallo liebe Gemeinschaft,

in den meisten Kirchen gibt es eine Einrichtung, die Seminare zur Fort- und Weiterbildung der Kirchenmusiker anbietet. Leider ist es meiner Erfahrung und Recherche in den vergangenen Jahren nach oft so, dass es viele Veranstaltungen im Bereich Chor- und Posaunenchorleitung gibt, jedoch eher wenige im Bereich Orgel, von denen viele dann auch noch oftmals für hauptamtliche Kirchenmusiker vorgesehen sind.
In den letzten Tagen habe ich einige Seminarprogramme gesichtet und dabei in diesem Jahr immerhin zwei Kurse gefunden, die mein persönliches Interesse geweckt (ich möchte meine LO-Fähigkeiten mal ein wenig aufpolieren) haben. Da diese für einige euch vielleicht ebenfalls interessant sind, poste ich die Veranstaltungen einfach mal hier rein:

24.08.2018 16:00 Uhr bis 26.08.2018 14:00 Uhr
Gottesdienstliches Orgelspiel / Orgelimprovisation (leider funktioniert der direkte Link nicht, also einfach durchscrollen)
Michaeliskloster Hildesheim
Leitung: Hans-Joachim Rolf, Michaeliskloster Referent: Ingo Bredenbach

05.11.2018 11:00 - 08.11.2018 13:00
Orgelimprovisation für Anfänger und Fortgeschrittene
Kirchenmusikalische Fortbildungsstätte Schlüchtern
Leitung: Daniel Gárdonyi, Sascha André Heberling

Vielleicht habt ihr noch andere interessante Seminare anderer Veranstalter gefunden?

Viele Grüße
Trompetendulzian
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Viola da Gamba
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« Antworten #1 am: 25. Januar 2018, 19:58:53 »

Hallo,

ich kann die die KMF in Schlüchtern nur empfehlen. Dort habe ich einen nicht unerheblichen Teil meiner Orgeljugend verbracht und auch meine C-Prüfung gemacht. Die Kurse sind sehr gut. Früher war es so, dass auch die C-Kurse, v.a. die Kurse außerhalb der Schulferien, auch Gruppen hatte, die über die C- Prüfung hinaus gingen und man konnte sich mit dem jeweiligen Lehrer im Orgelunterricht mit Themen beschäftigen, die für einem selbst relevant waren. Einfach mal nachfragen. Schlüchten ist außerdem ein lukratives kleines Städtchen im schönen Hessen...

Viola da Gamba
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Aeoline
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« Antworten #2 am: 25. Januar 2018, 20:49:05 »

Daniel Gárdonyi war bis 2016 Kantor an der hiesigen evangelischen Kirchengemeinde. Durch ihn habe ich vor zwei Jahren den Zugang zu der Böttcher-Orgel (III/47) bekommen. Meine ersten ausführlichen Kontakte mit einer PO.

Er hat auch die Orgelmusik hier in unserer Stadt nach vorne gebracht - mit einer Reihe von Konzerten über's Jahr. Seit seinem Weggang ist das wieder eingeschlafen.

LG
Aeoline
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Siel HB 700 (9/II/P) (1977 bis 09.1987)

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« Antworten #3 am: 26. Januar 2018, 07:49:12 »

Ich kann Euch nur ermutigen, zu sowas hinzugehen. Keine Angst, da erwartet niemand von Euch, dass ihr "alles" könnt. Im Gegentum: Die Leute, die dort unterrichten (die im Posting erwähnten kenne ich persönlich) holen jeden dort ab, wo er gerade steht und helfen ihm dann mit klugem Rat und professionellem Fachwissen weiter. Man geht von solchen Fortbildungen immer klüger weg, als man hingekommen ist.

LG
Michael
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geris
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« Antworten #4 am: 26. Januar 2018, 10:48:58 »

Für die Freunde der Orgel der Martinskirche in Kassel gibt es einen Leckerbissen: Improvisationsseminar am neuen Instrument.
https://kmf.kirchenmusik-ekkw.de/eventleser-317/128.html


Viele Grüße
Gerd
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trompetendulzian
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« Antworten #5 am: 26. Januar 2018, 19:01:24 »

ich kann die die KMF in Schlüchtern nur empfehlen. Dort habe ich einen nicht unerheblichen Teil meiner Orgeljugend verbracht und auch meine C-Prüfung gemacht. Die Kurse sind sehr gut.
In meiner Prä-C-Ausbildung hatte ich kurz Kontakt nach Schlüchtern, da es dort möglich gewesen wäre, die C-Prüfung nur mit Orgel und ohne die mir damals als Jugendlichem nicht ganz geheure Chorleitung abzulegen. Letzten Endes habe ich mich dann doch für den hannoverschen Regionalkurs entschieden, später jedoch einige Leute kennengelernt, die wie du ihren C-Kurs in Schlüchtern absolviert haben und durchweg begeistert waren.

Viele Grüße
Trompetendulzian
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Larigot
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« Antworten #6 am: 06. April 2018, 22:49:40 »

Tolle Tipps, danke!  Danke

Was mir irgendwie sauer aufstößt:
Die zweite Fortbildung, zu der ich mich auf der Stelle angemeldet hätte, ist terminiert von Montag bis Donnerstag, außerhalb der Schulferien (und zwar nicht nur der hiesigen, sondern ALLER Bundesländer).

Ein Großteil, wenn nicht die Mehrheit der nebenberuflichen Organisten, die ich kenne, ist im Hauptberuf Lehrer (ich selbst ja auch) und somit schonmal prinzipiell raus. Hoffnungsvolle Talente sind oft noch Schüler und damit auch raus, wenn nicht eine musikaffine Schulleitung die Freistellung erteilt.
Hätte ich einen Hauptjob, in dem ich nach Wahl Urlaub nehmen kann, würde ich mir stark überlegen, ob mir das 4 meiner knappen Urlaubstage wert wäre oder die nicht tatsächlich nutze, um tatsächlich Urlaub zu machen (die meisten Leute in meinem Umfeld haben dann auch tatsächlich Bedarf an Erholung und nicht an Fortbildung).
Sind die Kurse in Schlüchtern so überlaufen, dass man auf diese Weise die Nachfrage drosseln will? Oder ist die Situation in anderen Ecken der Republik anders als in meiner Wahrnehmung? Oder schreibt man nur "Anfänger und..." damit zusätzliches Geld aus irgendwelchen Töpfen anrollt, möchte aber eigentlich nur "... und Fortgeschrittene" (also hauptberufliche Kirchenmusiker) sehen? Fragen über Fragen...

Ratlose Grüße
Chistian aka Larigot
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trompetendulzian
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« Antworten #7 am: 07. April 2018, 08:51:30 »

Das ist in der Tat merkwürdig, zumal die KMF bei anderen Veranstaltungen (Orgelakademie für junge Organistinnen und Organisten, Orgelkurse für Senioren) durchaus nach Zielgruppen unter Umständen auch mit Altersbeschränkung differenziert. Vielleicht war es terminlich einfach nicht anders zu realisieren. Wir werden's nicht erfahren, wenn keiner nachfragt.

Viele Grüße
Trompetendulzian 
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clemens-cgn
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« Antworten #8 am: 07. April 2018, 10:59:49 »

Wer sich als Nebenamtler ernsthaft für den Kurs interessiert, sollte die Möglichkeit von "Bildungsurlaub" dafür mit ins Kalkül ziehen. Bildungsurlaub dient nämlich ausdrücklich nicht einer Fortbildung im ausgeübten Beruf Zwinkern.
So bin ich mal an einen 4-Tageskurs "Capella" gekommen. Die Teilnahme habe ich nie bereut.
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trompetendulzian
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« Antworten #9 am: 08. April 2018, 20:06:37 »

Danke für den interessanten Hinweis, Clemens! Anscheinend gibt es für den Bildungsurlaub je nach Bundesland unterschiedliche Spielregeln. Für NRW wie in meinem Fall muss die Veranstaltung duch einen "anerkannten Träger" angeboten werden. Ob die KMF dazugehört, konnte ich auf die Schnelle nicht herausfinden, aber das lässt sich sicherlich klären.
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