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Autor Thema: Orgel in der Daimlerstadt  (Gelesen 679 mal)
Gemshorn
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« Antworten #10 am: 04. Januar 2018, 17:36:39 »

30 töniger Subbaß "en bloc" aus Sperrholz, mit durchgehender Vorder- und Rückwand (damit teilen sich die Nachbarpfeifen ihre Seitenwände - Das galt damals als die Platz- und Materialsparende Innovation).  
Das finde ich ja eine überaus interessante Idee. Was spricht eigentlich dagegen, so zu bauen?
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HighEnd111
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« Antworten #11 am: 04. Januar 2018, 18:33:25 »

Vermutlich die Tatsache, dass alle 30 Pfeifen vibrieren, wenn eine gespielt wird. Sperrholz soll ja nicht die besten klanglichen Qualitäten haben  Kopfkratzen
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Gemshorn
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« Antworten #12 am: 04. Januar 2018, 19:38:00 »

Gut, sehe ich ein. Aber wenns aus solidem Eichenholz gebaut wäre? Platz und mehrere Holzplatten könnte man doch dennoch mit dieser Idee einsparen.
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Martin78
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« Antworten #13 am: 04. Januar 2018, 20:29:02 »

Das wäre dann nicht die erste Idee zum Platzbedarf-Einsparen im Pedal, vgl. Oberlingers "Cubus" oder große Pedalpfeifen, die bei italienischen Orgelbauern gelegentlich mittels Schallklappen für mehrere Töne genutzt werden, siehe hier eines der Bilder auf der linken Seite.
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Gloria Concerto 350 Trend
Jesaiah
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« Antworten #14 am: 05. Januar 2018, 14:44:18 »

Wen's interessiert, ich habe tatsächlich ein Video gefunden, in dem so hohe Mischungen vorgestellt werden:
https://www.youtube.com/watch?v=xZmSPmAYrVY

... und jetzt habe ich verstanden, was eine "Unruh" ist. Danke!
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"Ahoi da drin, hätten Sie vielleicht Interesse an einer Dampforgel?"

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« Antworten #15 am: 05. Januar 2018, 15:28:50 »

Das wäre dann nicht die erste Idee zum Platzbedarf-Einsparen im Pedal, vgl. Oberlingers "Cubus" oder große Pedalpfeifen, die bei italienischen Orgelbauern gelegentlich mittels Schallklappen für mehrere Töne genutzt werden, siehe hier eines der Bilder auf der linken Seite.
Genau diesen Mechanismus der sogenannten "Doppeltonpfeifen" (mit Blockflötenklappen) hat Rieger bereits 1895 (Wien, Dominikanerkirche "Maria Rotunda")in der tiefen Oktave im Contrabaß 16´ für C-A gebaut (also C kann auch als Cs klingen). Der technische Aufwand wurde wegen der Platzproblematik (große Kegelladen mit größerem Tonumfang in originalem Rokokogehäuse) betrieben. Der Mechanismus funktioniert verblüffend präzise. Wer nicht um diesen Mechanismus weiß, dem fällt es gar nicht auf  Zwinkern. 1992 ist das Instrument durch Schuke Berlin restauriert, und mit revidierbaren Ergänzungen (elektrisch angesteuert) versehen worden. 
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