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Autor Thema: Zu Betlehem geboren  (Gelesen 915 mal)
Tieftonpfeife
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« Antworten #10 am: 27. Dezember 2017, 08:21:38 »

Da schließe ich mich meinem Vorredner an. Im Fuldaer Land höre ich die alte Version mit den Schleifen immer wieder von der singenden Gemeinde. Aber es stört nicht bei der Begleitung nach der GL-Fassung. Da macht die Gemeinde einmal etwas mit UNS was WIR sonst mit (verwirrenden) Überstimmen und Durchgängen mit der Gemeinde machen  Lachen
Weihnachtliche Grüße aus Osthessen
Stefan
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« Antworten #11 am: 27. Dezember 2017, 08:36:50 »

Ich würde so harmonisieren, dass beide Lösungen gut klingen: auf die Silben "-ko-ren" in Vierteln: D-Dur, D-Dur Quintsextakkord, g-moll. Da darf die Gemeinde dann auf die 2. Zählzeit die würzige Sept hineinsingen.
Beim zweiten "Eja" in Vierteln: G7, G Septnonakkord mit h0 im Bass, C.
Der Achteldurchgang im drittletzten Takt, vierte Zählzeit auf Silbe "sein", rutscht mir gelegentlich selber aus den Fingern. Da führe ich dann die Basslinie in der Dezime parallel: f0 Achtel, g0 Achtel, a0 Viertel.
Gerade bei diesem Choral die Viertel immer leicht portato getupft (schon im Vorspiel), damit Fluß in der Sache bleibt.

LG
Michael

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« Antworten #12 am: 27. Dezember 2017, 09:05:32 »

So ähnlich ist es ja auch in ganz vielen Orgelbüchern harmonisiert; das eja so zu harmonisieren, dass das Durchgangs-f nicht dazu passt, ist bereits eine Herausforderung - mit einer ausgesucht herben Wendung von D7 auf e- und G(7) auf -ja wäre es möglich... aber wie klingt denn das. Traurig

Nein, mir ging es mit meiner Fragestellung um eine möglichst regional vielfältige Erhebung, wie wo gesungen wird. Und sollte es da Mehrheiten für die alte Version geben, dann hätte man das von Rechts wegen (mit Nachdruck) an die GL-Kommission zu melden. Ich halte eigentlich nichts (mehr) davon, Melodie abzudrucken, die so quasi nirgendwo gesungen werden. Mit dem neuen GL hat man ja bereits einiges rückgeführt, auch Gesänge, die bereits gut eingesungen waren. Warum sollte etwas Ähnliches nicht auch mit Zu Betlehem geboren möglich sein?
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wohli
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« Antworten #13 am: 27. Dezember 2017, 09:27:02 »

Spannend finde ich, dass in der NAK folgende Melodievariation existiert, die auch im "neuen" Gesangbuch nicht auszurotten war (sorry, mein Notensatzprogramm ist gerade nicht aktiv):

http://www.nak-gesangbuch.de/index.php?html=dealtlme27

Wo kömmt die wohl her? Ich meine mich zu erinnern, dass das so bereits im bischöflich-methodistischen Gesangbuch von 1926 steht, also zu einer Zeit, in der auch das "alte" NAK-Gesangbuch entstand ...

Freundlich LG Bernd
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« Antworten #14 am: 27. Dezember 2017, 13:58:09 »

Ein Lied das geliebt und einheitlich eingesungen ist (besonders wenn es emotional aufgeladen ist), spiele ich so, wie es die Gemeinde singt. Harmonisch ist das bei "Zu Bethlehem" doch wirklich kein Beinbruch. Die kursierenden Varianten von "Das Grab ist leer" oder "Tauet Himmel, den Gerechten" sind da wesentlich kniffliger. Das alte GL-Anhangorgelbuch in Essen, gab hier Sätze für alle im Bistum regional verbreiteten Melodiefassungen wieder. Warum soll ich mit einer Gemeinde anlegen und ihr so mitunter das Singen vermiesen. Heitere Gelassenheit! Meine Energien spare ich mir für wirklich wichtige Konflikte auf.
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wohli
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« Antworten #15 am: 27. Dezember 2017, 16:27:21 »

Spannend finde ich, dass in der NAK folgende Melodievariation existiert, die auch im "neuen" Gesangbuch nicht auszurotten war (sorry, mein Notensatzprogramm ist gerade nicht aktiv):

http://www.nak-gesangbuch.de/index.php?html=dealtlme27

Wo kömmt die wohl her? Ich meine mich zu erinnern, dass das so bereits im bischöflich-methodistischen Gesangbuch von 1926 steht, also zu einer Zeit, in der auch das "alte" NAK-Gesangbuch entstand ...

Freundlich LG Bernd

Sorry - ich muss mich korrigieren: In den ev-freikirchlichen Gesangbüchern (Methodisten, Baptisten, Mennoniten) findet sich das Lied überhaupt nicht - ist ja auch ein jesuitisches Liedlein  Kopfkratzen...
Die von mir erwähnte Melodieversion existiert nur im NAK-GB 1925, NAK-GB 2005, dem englischen NAC-Hymnal 2011 und dem Apostolischen GB "Singt dem Herrn" 2005.

Ein wenig Aufschluss über mögliche Melodievarianten findet sich u.a. hier:

http://www.liederlexikon.de/lieder/zu_bethlehem_geboren/editiona

 Freundlich LG Bernd
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« Antworten #16 am: 27. Dezember 2017, 18:49:05 »

Bei uns war das Lied vor dem Gotteslob 1975 unter einer völlig anderen Melodie in den Gesangbüchern. Der Teil mit dem "Eja, eja" kam nicht vor. Angegeben ist "Katholisches Gesangbuch St. Gallen 1769"

Interessant ist allerdings woher die Melodie stammt. Der Text des Originalliedes "Une petit feste" strotzte offenbar förmlich vor "Sex, Drugs and Rock 'n' Roll".  Lachen Lachen

http://www.dw.com/de/zu-bethlehem-geboren/a-17274438
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« Antworten #17 am: 27. Dezember 2017, 20:00:14 »

Die NAK-Melodie ist zweifelsohne mit jener im GL eng verwandt.
Der frivole Text Zwinkern ist übrigens unter dem von wohli angegebenen Link zu finden. Herrje.  Lachen Exorzist
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« Antworten #18 am: 27. Dezember 2017, 22:33:40 »

Das alte Kinderlied "Die Blümelein sie schlafen schon längst im Mondschein" hat die gleiche Melodie.
Vielleicht hilft es bei der Suche nach dem Ursprung.
Unabhängig von GL,  EVG oder NAKG.

LG
Gerd
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« Antworten #19 am: 27. Dezember 2017, 22:51:19 »

Das genannte Lied hat am Anfang eine ähnliche Melodie, weicht aber später deutlich ab.
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