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Autor Thema: Hermann Schulz - Feierliches Vorspiel zur Christmette  (Gelesen 285 mal)
Romanus
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« am: 01. Dezember 2017, 16:59:22 »

Jährlich stosse ich beim vorweihnachtlichen Notenstöbern auf ein
"Feierliches Vorspiel zur Christmette" für Orgel von Hermann Schulz, Op. 51 / Nr.1, Georg Hennecka gewidmet, erschienen im Verlag Anton Böhm & Sohn, Augsburg.
 Lupe Das Stück umfasst 4 Querformat-Seiten und zitiert die Lieder "Es kam die gnadenvolle Nacht", "Tauet Himmel, den Gerechten"(deutsche Melodiefassung),"Vom himmel hoch" und "Stille Nacht".
Es beginnt gemessen, feierlich in verhaltenem mf in B-Dur, moduliert nach C-Dur, steigert sich dabei bis zum ff und klingt schließlich pp mit dem Stille-Nacht-Motiv in As-Dur aus. Es ist vom Stil her spätromantisch und erfordert eine entsprechende, 2-manualige Orgel mit Schweller, besser mit Crescendo. Die Notenausgabe enthält ziemlich detaillierte Registeranweisungen, aber leider keine Jahreszahl und keine Angaben über die Lebensjahre des Komponisten.

Für meine barock disponierte und in Werckmeister III gestimmte Dienstorgel ist es natürlich denkbar ungeeignet, ich könnte es allenfalls zuhause auf einer meiner Digitalorgeln stilgerecht spielen, aber nachdem es sich nicht wirklich bequem vom Blatt spielen lässt, habe ich es bisher (auch aus chronischem Zeitmangel) nicht geübt.

Dennoch ist es ein interessantes, heute nostalgisch anmutendes Stück Weihnachtsmusik aus der Zeit, ich schätze mal mindestens vor dem 2., wenn nicht vor dem 1. WK, ich könnte mir vorstellen, dass es auf einer spätromantischen, pneumatischen Orgel sehr weihevoll geklungen hat.

Leider ist Hermann Schulz einer jener, heute in Vergessenheit geratenen Komponisten, über die man im www auf die Schnelle so gut wie gar nichts findet, daher meine Fragen:

Weiß jemand von euch etwas über diesen Komponisten (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Schriftsteller !) und/oder den Widmungsträger ?
Gibt es irgendwo eine Einspielung dieses Stückes ?
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« Antworten #1 am: 01. Dezember 2017, 17:15:45 »

Könnte eventuell der in diesem Artikel genannte sein, dann hättest du zumindestens ein Sterbejahr:

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/boulevard_nt/article168668966/Kantor-laesst-Merkel-Schulz-und-Co-erklingen.html

 Freundlich LG Bernd
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Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten [Friedrich Schiller (1759-1805), Wilhelm Tell (III,1)]
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« Antworten #2 am: 01. Dezember 2017, 17:19:51 »

Hallo Bernd,
das ist ganz sicher der Gemeinte, denn bei dem Konzert wurde exakt dieses Stück gespielt (wenn auch mindestens 3 Monate zu früh), siehe auch hier:
http://www.giessener-allgemeine.de/regional/hessen/Hessen-Merkel-Lindner-und-Schulz-an-der-Orgel;art189,315471
Ich hätte Schulz´ Lebenszeit etwas früher geschätzt. Dieses Konzert hätte ich gern gehört, gibt´s vielleicht irgendwo einen Mitschnitt davon ?
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« Antworten #3 am: 01. Dezember 2017, 18:02:09 »

Hallo Roman -

vielleicht weiß er mehr:

https://www.ringkirche.de/10-0-Kirchenmusiker.html

 Zwinkern LG Bernd
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