Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Bach-Gique aus Orchestersuite Nr 3  (Gelesen 328 mal)
Piepenpfeif
Gast
« am: 02. November 2017, 21:34:08 »

Hallo,liebe Freunde der Orgeltranscriptionen
Bach´s Orchestersuite Nr 3 zählt schon lange zu meinen Lieblingsstücken.
Ich wollte schon immer mal wissen,wie die Gique auf meiner Hauptwerkorgel klingt.
Während der Einspielung dieses Stückes frei nach Gehör und mittels meiner bewährten
"Midi-Sandwich-Technik" bekam ich eine Ahnung,was dabei dem Organisten abverlangt wird.
Hörts eich ma oa:                  https://www.youtube.com/watch?v=3MgM7Bi62FA
Weiterhin stellt sich mir die folgende Frage:
Gibt es Orgeln,bei denen die Schwelltritte zusätzlich für Registranten
per Hand bedient werden können?
Wenn nicht,dann lasse ich mir meine Idee patentieren.

Grüßle vom Ekke


Es gab Probleme beim Hochladen-irgendwas mit HTML und nach mehreren Versuchen hats dann doch noch geklappt.

Gespeichert
pvh
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 1087


« Antworten #1 am: 02. November 2017, 22:04:39 »

Hallo,
Gibt es Orgeln,bei denen die Schwelltritte zusätzlich für Registranten
per Hand bedient werden können?
ja,  gibt es, siehe etwa hier. Bei uns in der Kirche sind die Jalousien des Brustwerks in Griffweite (für den Organisten knapp über Kopfhöhe), so dass man sie einfach mit der Hand öffnen und schließen kann. Ich nehme auch manchmal die Hand statt den Fuß.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.
Gespeichert
clemens-cgn
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 1539


« Antworten #2 am: 02. November 2017, 23:06:11 »

Ein Hilfszug der Jalousie für den Registranten wurde von Fa. Weyland 1989 realisiert.
http://www.weyland-orgelbau.de/disp/wickrath.html
Gespeichert
Wichernkantor
Moderator
*****
Beiträge: 3705


« Antworten #3 am: 03. November 2017, 09:05:28 »


Gibt es Orgeln,bei denen die Schwelltritte zusätzlich für Registranten
per Hand bedient werden können?
Wenn nicht,dann lasse ich mir meine Idee patentieren.

Grüßle vom Ekke

Da kämst du vermutlich knapp 100 Jahre zu spät ...  Lachen

Schon zwischen den Weltkriegen baute Fa. Späth/Ennetach sowohl Crescendo als auch Schwelltritt als Handzüge beiderseits der Klaviaturen - zur wahlweisen Nutzung durch den Organisten oder den Registranten. Dazu wurden die Klaviaturbacken zum Viertelkreis gerundet und ein Hebel mit Knauf ließ sich über eine Skala führen. Das Ganze sah aus wie der Maschinentelegraph eines Ozeandampfers. In meiner Heimat gibt es noch mehrere solcher Spieltischanlagen.
M.W. hat auch Walcker - evtl. schon vor dem ersten Weltkrieg - derartige Vorrichtungen auf Wunsch gebaut.
Und hier in Wetzlar (Kreuzkirche) wurde das RP einer Bosch-Orgel Anfang der 80er nachträglich mit (Plexiglas-)Jalousien versehen, die (ausschließlich) mit einem Zug unter der linken Registerstaffelei in Kniehöhe des Organisten betätigt werden.

LG
Michael
Gespeichert
Martin78
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 1622


WWW
« Antworten #4 am: 03. November 2017, 10:40:43 »

Schon zwischen den Weltkriegen baute Fa. Späth/Ennetach sowohl Crescendo als auch Schwelltritt als Handzüge beiderseits der Klaviaturen - zur wahlweisen Nutzung durch den Organisten oder den Registranten. Dazu wurden die Klaviaturbacken zum Viertelkreis gerundet und ein Hebel mit Knauf ließ sich über eine Skala führen. Das Ganze sah aus wie der Maschinentelegraph eines Ozeandampfers. In meiner Heimat gibt es noch mehrere solcher Spieltischanlagen.
Hallo piepenpfeif,

hier findest du ein Bild von einer der typischen Späth-Spielanlagen mit “Gashebel”; ist hier aber ein Registercresendo.

LG
Martin
Gespeichert

Gloria Concerto 350 Trend
Wichernkantor
Moderator
*****
Beiträge: 3705


« Antworten #5 am: 03. November 2017, 10:52:54 »

Diese "Gashebel" gab es auch beidseitig, z.B. am ursprünglichen Spieltisch der St. Michaels-Kirche in Saarbrücken. Sie existiert noch in der Kirche der ehemaligen Landesnervenklinik in Merzig. Die Orgel aus den frühen 50er Jahren erlaubte für die damalige (orgelbewegte) Zeit erstaunliche orchestrale Klangmöglichkeiten.

LG
Michael
Gespeichert
Piepenpfeif
Gast
« Antworten #6 am: 03. November 2017, 21:27:57 »


Mahlzeit Leute
Vielen Dank für Eure erhellenden Zuschriften-man lernt nie aus.
Bezugnehmend auf Michael`s Antwort: Da kämst Du vermutlich knapp 100 Jahre zu spät-
Das ist zwar schade,aber nichts Neues in meinem Leben.
Schon als Kind habe ich alles falsch gemacht,was man nur falsch machen kann.
Zum Beispiel bin ich jahrelang zum Klavierunterricht gegangen,anstatt ordentlich Orgel spielen zu lernen.
Da kommt mir gleich wieder eine Frage in den Sinn,deren positive Beantwortung für mich sehr nützlich wäre:
Gibt es Pfeifenorgeln,bei denen das Pedal,sowie eines der Manuale jeweils einen eigenen Spieltisch haben?
Damit könnte ich für meine Einspielungen zwei Organisten mit entsprechenden Handicap´s (invalidisierten Sägewerksarbeiter und beinamputierten Flakhelfer)  engagieren.
Die zeitraubende Nacheinander Einspielung würde dann wesentlich verkürzt und die Synchronisierung ginge auch leichter vonstatten.  Freudensprung
Grüßle vom Ekke

Die derzeit bei YT hochgeladene Fassung meiner Gique ist noch nicht endgültig.Ich bin noch beim Experimentieren.
Vorschläge willkommen.
Gespeichert
Gemshorn
Administrator
*****
Beiträge: 6622



WWW
« Antworten #7 am: 03. November 2017, 21:28:44 »

Das ist kein Zitat von dir, da oben, Ekke. Da lief wohl etwas schief.
Gespeichert

Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu: