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Autor Thema: Rodgers 588 - Schnittste  (Gelesen 2554 mal)
Jesaiah
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« Antworten #10 am: 06. März 2018, 15:46:50 »

Nicht nur. Ein hochspezialisierter Intonateur ist ebenso wichtig wie solide Planung. (Satz geändert)
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"Ahoi da drin, hätten Sie vielleicht Interesse an einer Dampforgel?"

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Jesaiah
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« Antworten #11 am: 07. März 2018, 05:30:04 »

Das war nie _mein_ Projekt. Es ist so: wir sind ein Team von 5 OrganistInnen. Von denen spiele ich am häufigsten (und rein ehrenamtlich, weil es mir einfach Freude macht), aber ein Kollege ist politisch einflussreich und hat das Ohr des Pfarrers. Der hat das durchgedrückt. Ich war einmal mit beim Probehören einer Demoinstallation, und das nächste, was ich gehört habe, war schon, dass das alles bestellt und fixiert ist.
OSV war insofern im Boot, als er zur Begutachtung des alten Instrumentes herangezogen wurde und befand, dass ds nicht sinnvoll restaurierbar ist - aber das Gehäuse erhaltenswert sei. Nun ja. Jetzt steht also das alte leere Gehäuse auf der Empore rum, und daneben steht die Rodgers.

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« Antworten #12 am: 07. März 2018, 08:11:00 »

Leider eine typische Geschichte... Ratlos
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Jesaiah
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« Antworten #13 am: 21. März 2018, 05:02:11 »

Guten Morgen,

entschuldige, das ist untergegangen, weil ich dringend ein Buch fertigmachen musste.
Jetzt aber:

Rodgers ext. Endstufe 800 mit 2x4Kanälen plus Subwoofer ... die Abstrahlung hat etwas mehr gekostet als die Orgel selbst, aber das ist es wert. Die Anlage klingt wirklich sehr gut. Allerdings täuschend, denn die internen Lautsprecher und die Orgel und die kleinen Satelliten sind dauerhaft mit aktiviert, sodass der Klang am Spieltisch sich von dem im Kirchenschiff sehr unterscheidet.

Hilft das weiter?

lg J
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« Antworten #14 am: 21. März 2018, 16:59:31 »

Hallo Michael,
der gleiche Orgeltyp aus dem Hause Rodgers ist mit Externer Abstrahlung und sogar einer kleiner Consoli-Erweiterung versehen in einem Krankenhaus im Emsland relativ frisch installiert. Die Kontaktdaten wird man Dir sicherlich bei Rodgers Deutschland (Bauer-Music) gerne mitteilen.
lbG
clm
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Jesaiah
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« Antworten #15 am: 22. März 2018, 05:17:23 »

Ja, klar gibt es den, nutze ich auch. Was ich damit sagen wollte ist: Die Orgel wurde mit intern + extern vom Spieltisch aus intoniert, was Tücken hat.

Und der Betrag war mW knapp 50K€ für Orgel und Abstrahlung.

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« Antworten #16 am: 22. März 2018, 23:39:49 »

Lieber Michael,
ohne Detailkenntnisse über den genauen Installationsplatz und die tatsächliche installierte Hardware wäre ich mit so einem RatSCHLAG äußerst zurückhaltend.
Zur Ausstattung dieses Instrumentes gehören zur "Internen Abstrahlung (Hosenbein!)" zwei aufliegende routbare Satelliten. Der Spieltisch steht jetzt mit Sichtrichtung auf den Altar. Wenn die interne Abstrahlung einschl. der Satelliten denn wirklich in der örtlich akustischen Situation störend wirken sollte, ist sie per Piston abschaltbar (das haben Sie ja korrekterweise festgestellt.). Dies Instrument auch wenn schon ein paar Tage installiert, ist nach wie vor state of the art und wird immer noch geliefert und in Kirchen installiert.
Wenn seinerzeit der abnehmende und "bestallte Orgelsachverständige" befunden hat, daß die interne Abstrahlung als "Monitor" im Raum sinnvoll ist, um z. B. Irritationen bei akustischen Verzögerungen (wie bei schlechten Pneumatiken) vorzubeugen, dann ist ein solches Argument erst einmal fachlich fundiert zu entkräften.
Ihr Hinweis machte evtl. nur Sinn, wenn die Interne Spieltischabstrahlung (Hosenbein) z. B. durch eine durchbrochene Emporenbrüstung ins Kirchenschiff ertönte. Dies gilt allerdings nur, wenn die "interne" der externen Abstrahlung  mindestens ebenbürtig wäre - was in diesem speziellen Fall absolut nicht der Fall ist. Dazu genügt sogar ein laienhafter Vergleich der technischen Verstärker- und Lautsprecherdaten.
Verbesserungsvorschläge aus spekulativem Halbwissen (denn sie verfügen offensichtlich nur über vage Beschreibungen und kein Detailwissen der Installation vor Ort!), ohne die Verantwortung für das klangliche Ergebnis zu übernehmen, halte ich für fahrlässig und unfair.
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« Antworten #17 am: 23. März 2018, 12:01:05 »

Ich kann Clemens nur beipflichten:

Auftraggeber aller Veränderungsmaßnahmen muss der Eigentümer des Instrumentes sein - in diesem Fall die Kirchenstiftung, der Kirchenvorstand oder wie immer es in Österreich heißt.

Wenn die Orgel einen bereits im Lieferzustand vorhandenen oder während der Gewährleistungsfrist aufgetretenen Mangel aufweist, muss der Eigentümer diesen Mangel benennen und dokumentieren - sinnvoller Weise per digitaler Tonaufzeichnung. Dann muss geprüft werden, ob noch Gewährleistungsanspruch an den Lieferanten besteht. Eine Nachbesserung fehlerhafter Einzelton-Samples wurde ja wohl vom Lieferanten zugesichert - wem gegenüber? Und ist das schriftlich fixiert?
Wenn ja, dann wäre es Sache des Kirchenvorstandes, diese Nachbesserung in einer angemessenen Frist einzufordern. Erst wenn der Lieferant dem nicht nachkommt, kann der Eigentümer der Orgel (und sonst niemand!) den Auftrag zur Nachbesserung an eine andere Firma vergeben und ggf. deren Leistung dem Lieferanten in Rechnung stellen.

Sinnvoll erscheint es mir, mit dem Lieferanten noch einmal das Gespräch zu suchen und auf Behebung der Mängel zu pochen - so sie denn objektiv verifizierbar sind. Auch das muss aber der KV tun - es sei denn, er beauftragt damit eine dritte Person (Gutachter, Fachberater, OSV etc.).

"Ferndiagnosen" ohne jede Ortskenntnis und Ohrenschein sind in diesem Zusammenhang nicht hilfreich.

LG
Michael
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Jesaiah
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« Antworten #18 am: 23. März 2018, 18:16:00 »

... und all das, weil ich gesagt habe, dass eine Ein-Personen-Intonation vom Spieltisch aus bei eingeschalteter lokaler Abstrahlung nicht ganz zielführend ist ...  Traurig

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« Antworten #19 am: 23. März 2018, 18:53:53 »

Es ist nun mal das Los von uns Organisten, die Instrumente zu spielen, die man uns bereitstellt - mein Opa pflegte es so zu umschreiben: "Auf der Kirmes muss man mit den Mädchen tanzen, die da sind."
Wenn Du Änderungen an Deiner Dienstorgel willst, führt an einem Einvernehmen mit dem Besitzer dieser Orgel kein Weg vorbei. Du solltest den Mangel benennen und den KV auffordern, ihn beheben zu lassen. Dann bist Du immer auf der richtigen Seite. Vor allem das Nachbessern fehlerhafter Samples sollte doch eigentlich im Interesse des Eigentümers liegen ...

LG und viel Erfolg
Michael
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