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Autor Thema: Kienle's Resonatoren  (Gelesen 996 mal)
Wichernkantor
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« Antworten #10 am: 24. Oktober 2017, 08:16:48 »

Ich kenne die "Diskantschwäche" des Systems Kienle nur vom Hörensagen. Aber alle Ohrenzeugen, die ich kenne, stimmen in diesem Urteil überein. Mir kommt spontan der Gedanke eines "Mischsystems". Auch die von uns viel und zu Recht kritisierte Hosenbeinbeschallung litt ja daran, bzw. erforderte für einen ausgewogenen Klang in den Ohren des Spielers ein Aufdrehen der Höhen, das vom Hörer im Raum schnell als grell und spitz empfunden wurde. Der Siegeszug des Tweeterpaares in Ohrhöhe des Organisten behob diesen Mangel auf einen Schlag.

Man müsste vielleicht mal versuchen, ein solches Resonatoren-System mit frei stehenden Hochtönern zu ergänzen und diesen Klang sorgfältig auszubalancieren ...

@ wohli: Woops Zeit fiel in den Wechsel von der Generatoren- zur Samlpe-Orgel. Er wurde dann wohl irgendwann technisch abgehängt. Auf der Musikmesse, die ich damals noch regelmäßig besucht habe, war er nur ein paar Jahre vertreten.

LG
Michael
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PeterW
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« Antworten #11 am: 24. Oktober 2017, 08:48:18 »

Kleiner Nachtrag:
Neben http://www.kienle-orgeln.de/kienle/index.php gibt es nun noch das Tochterunternehmen http://www.kienle-sound.de, das sich auf Rundstrahler spezialisiert hat. Diese sollen einen Frequenzbereich von 20-21.000 Hz überstreichen.
Vielleicht ist das die Ergänzung zu den Resonatoren, von der Michael fabulierte. Allerdings werden diese nur mit 100 W versorgt.
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+ 12.1.2018
Hornprinzipal
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« Antworten #12 am: 24. Oktober 2017, 18:48:47 »

Es gibt KIENLE-Klangsysteme mit Resonatoren-Röhren und solche, die zusätzlich Orgelpfeifen haben (das Prinzip der WOOP Orgeln). Die zusätzlichen Orgelpfeifen sind eine Weiterentwicklung und wurden ab 1990 in das Klangsystem aufgenommen worden. Soweit ich weiß, sitzt in jedem Pfeifenfuß ein 5 Watt LS.

In der NAK Düsseldorf-Benrath steht eine Content mit einem Kienle System, das ich letztens betasten konnte.
Die Orgel klang im diesem Raum gut, besser als die in NRW inzwischen üblichen Allen Orgeln.
Die erwähnten Probleme mit hohen Frequenzen habe ich nicht festgestellt.
Nun hat die Kirche eine sehr gute Akustik und ich konnte keinen Vergleich zwischen internen LS und Kienle System machen, so dass ich abschließend nicht beurteilen mag, ob der Aufwand der Abstrahlung dem Ergebnis Rechnung trägt (Das Kienle System war teurer als die Orgel selber  Zwinkern)

Gruß
Jürgen
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clemens-cgn
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« Antworten #13 am: 27. Oktober 2017, 17:10:39 »

Hallo Anne,
bei den von Dir beschriebenen Intonationsbedingungen vor Ort, wäre eine zweite Person sicher hilfreich. Der PO - Intonateur tut dies in der Regel auch vom Schiff aus, während der Gehilfe die einzelnen Arbeitsschritte an der Pfeife durchführt.
Ist ansonsten wäre die Arbeit mit einem via Midi angeschlossenem Masterkeyboard im Schiff noch eine Möglichkeit (um mit Zettel und Stift die Phänomene fest zu halten) und dann am Spieltisch via Software zu verändern.
Lieben Gruß
Clemens
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trompetendulzian
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« Antworten #14 am: 04. November 2017, 16:46:42 »

Hallo Anne,

ein banaler Fehler könnte sein, dass du die MIDI-Kabel falsch angesteckt hast. Wenn ich mich nicht total vertue, muss "OUT" von der einen Seite immer an "IN" auf der anderen Seite und umgekehrt. Wenn deine Orgel mehrere MIDI-Anschlüsse hat kann es außerdem unter umständen sein, dass nicht alle dieselbe Funktion erfüllen. Es kann natürlich auch sein, dass die Schnittstelle einfach kaputt ist. Du schreibst ja, dass die Orgel schon ein bisschen älter ist.
Falls es sich bei deinem MIDI-Interface um eins mit PC-Schnittstelle handelt, könntest du zum Beispiel mit dem Programm "MIDI-OX" prüfen, ob die Orgel die MIDI-Befehle richtig sendet.

Viele Grüße
Trompetendulzian
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Johannes
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« Antworten #15 am: 05. November 2017, 16:07:57 »

Ich denke, dass ich bei der Verwendung von KIENLE-Resonatoren auf in puncto Stimmung von vornherein festgelegt bin: Sind die KIENLE-Resonatoren auf eine tempertierte Stimmung angepasst, wird das dann zum Problem, wenn ich jetzt auf eine historische Stimmung à la Kinberger, Kellner Valotti etc. umschalten möchte, wo dann die Töne in einer Oktave teilweise etwas anders gestimmt sind.

Ich selbst kenne nur eine alte KIENLE-Orgel mitsamt Resonatoren aus Anfang der 80er-Jahre, die ich etwas grundtönig bezeichnen würde. Aber seitdem kann sich ja viel in puncto Tonqualität verbessert haben.

http://organindex.de/index.php?title=Datei:Grafenbach-Valentin_Prospekt.jpg

Johannes
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