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Autor Thema: Forumstreffen Mai 2018  (Gelesen 10984 mal)
clemens-cgn
Allwissendes Orakel
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« Antworten #230 am: 16. Mai 2018, 03:04:21 »

Naja, ich zumindest krieg im Nachhinein nochmal "lange Zähne" . ..
Gegen lange Zähne der Zukunft, ist prophylaktisch die zukünftige persönliche Anwesenheit dringend anempfohlen! Das hilft wirklich  Zwinkern duck und weg
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kirchenmaus
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« Antworten #231 am: 16. Mai 2018, 06:16:08 »

Tja, wenn das so einfach wär....  Traurig
Niederlande?!? Keine Chance....
Aber 2020 beim Steffl, das sollte wirklich klappen.... Hoffentlich..
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Wichernkantor
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« Antworten #232 am: 16. Mai 2018, 07:49:42 »

Erlebnisaufsatz, Teil IV

Zum Glück hatten wir uns in der Ramsau erst für den Sonntagmorgen um 11 Uhr angekündigt. Einige Teilnehmer hatten anderweitige Verpflichtungen und machten sich sofort nach dem (späten) Frühstück auf die (z.T. weite) Heimreise. Der harte Kern genoss auf der Anfahrt ein herrliches Alpenpanorama. Blickt man in der dortigen „Postkartenkirche“ – Archaetypus einer bayerischen Landkirche mit Zwiebelturm und steilem Dach - zur Empore, sieht man ein unscheinbares, schlichtes Orgelgehäuse, wie es im 19. Jh. landauf, landab zu finden war.  (https://www.kirche-ramsau.de/st-sebastian.php)
Der Kenner tippt (zutreffender Weise) auf die typische Landorgel von Hoforgelbauer Steinmeyer mit II/14. Das stimmt indes nur zum Teil. Ursprünglich stand dieses Instrument seit 1881 im fränkischen Markt Erlbach. Es hatte 16 Register, mechanische Kegelladen und das zeit- und landestypische Paar von Hauptwerk und Nebenwerk, letzteres mit den typischen Echostimmen und ohne Klangkrone. 1992 transferierte OBM Gerhard Schmid, Kaufbeuren, die Orgel in die Ramsau. In das Untergehäuse baute er (Schmid-typisch auf minimalstem Raum) eine Schleiflade für ein Schwellwerk mit 13 Registern, erweiterte das Pedal, ließ aber die Originaldisposition fast unangetastet. Nur im Nebenwerk wurde der zweite 4’ durch ein Flautino 2’ ersetzt. Um möglichst wenig in die Trakturbahnen des Originalspieltisches eingreifen zu müssen, legte Schmid das Sw auf Manual I. Es bekam natürlich Schleifladen. Und für den Schwelltritt gab es eine typische Schmid-Lösung: Er ragt als Tritthebel seitlich des Pedals aus der rechten Spieltischwange.
Viel Orgel für so wenig Platz. Und Schmids Versuch, romantisches Stimmenmaterial mit seinem eigenen zu verschmelzen, ist gelungen. Die Gemeinde jedenfalls ist bis heute froh mit dieser Orgel, was sich auch daran zeigt, dass eine kleine Bildtafel (ein sog. „Memento“) an den 2004 verstorbenen Orgelbauer aus Leidenschaft erinnert. Schmid betrachtete seine Orgeln als seine „Kinder“. Und wenn er über Land fuhr, hielt er an den Kirchen, in denen seine Instrumente standen, um nach dem rechten zu sehen. Das brachte ihm den Ruf einer nahezu legendären Unpünktlichkeit ein. Ich war mal irgendwo mit ihm um 14 Uhr verabredet. Er kam um 17.30 Uhr. „I hent in X noch schnell d’Zunge stimme müsse ...“ Mobiltelefon gab's da noch nicht. Da half nur warten ...
In der Ramsau hat er sich seines Personalstils (mit genialen, perfekt verschmelzenden Tiefaliquoten) komplett entäußert und eine „romantische“ Steinmeyerin modern interpretiert. Wie immer bei Schmid spart man sich die Muckibude, wenn man gekoppelt spielt. Und natürlich hat der Meister seine spezifische „Duftmarke“ hinterlassen: die mittlere Prospektpfeife als herrliche Treibarbeit mit fein ziselierten Rhomben.

In der Ramsau herrschen noch geordnete bayerische Verhältnisse: Neben der Kirche gibt es einen Biergarten. Dort gönnten wir uns ein Abschiedsmahl, dann ging es auf die Piste, bis Nürnberg in strahlendem Sonnenschein, ab dann durch Gewitterstürme.

Fazit: Es war mal wieder schön mit Euch allen. Danke, dass ihr – wie immer – so gut mitgemacht und mitgedacht habt. Da fällt es leicht, etwas zu organisieren und macht noch Spaß dazu.
Ich hatte bei unseren Besuchen den Eindruck, dass sich die Verantwortlichen in den Gemeinden riesig gefreut haben, dass wir uns für ihre Instrumente interessieren.
Mag. Stepanek hat sich nochmal für unseren Besuch und unser Interesse bedankt und mich gebeten, auf die Sommerkonzerte in diesem Jahr aufmerksam zu machen. Hier sind sie.

https://www.dropbox.com/s/cr2fiznooaz503j/Internationale%20Salzburger%0D%0A%20Orgelkonzerte%20in%20der%20Franziskanerkirche%202018.docx?dl=0

Jeder von uns, der sich mal wieder nach Salzburg verläuft, ist in der Franziskanerkirche herzlich willkommen. Und wo wir sonst noch waren, dürfen wir sicherlich auch wieder hin.

LG
Michael
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Wichernkantor
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« Antworten #233 am: 16. Mai 2018, 10:10:16 »

Hier noch ein paar Schnappschüsse, die ich zwischendurch gemacht habe:

https://www.dropbox.com/s/uv5lk0bevw12u6x/Freilassing%20Prospekt.jpg?dl=0


https://www.dropbox.com/s/tb1g31jkk8gl5ny/Freilassing%20Spieltisch%20Monarke.jpg?dl=0

https://www.dropbox.com/s/bmjb7srx1jzwvh8/Freilassing%20Spieltisch%20Weise.jpg?dl=0

https://www.dropbox.com/s/wm0yajao98zgvky/Reichenhall%20Prospekt.jpg?dl=0

https://www.dropbox.com/s/du0k798hlxnr9ph/Reichenhall%20Spieltisch.jpg?dl=0

Mehr Fotos gibt's dann von Harald (und Anderen).

LG
Michael

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clemens-cgn
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« Antworten #234 am: 16. Mai 2018, 11:55:46 »

Lieber Michael,
sei auf das herzlichste für Deine Mühen bedankt Freundlich
lbG clm
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clemens-cgn
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« Antworten #235 am: 16. Mai 2018, 12:08:35 »

Tja, wenn das so einfach wär....  Traurig Niederlande?!? Keine Chance....
Wo eine echte Willensentscheidung zu Grunde liegt, ist immer eine Realisierung möglich. Alles nur eine Frage der klugen Prioritätensetzung. Zur Lösung von unlösbar scheinenden Sachlagen ist häufig im Dialog Hilfestellung erfahrbar. Diesen Dialog müßtest Du allerdings (möglichst unbedarft) starten, dann werden sicher sogar WUNDER möglich. Die sind dann allerdings via Willensentscheidungen auch zuzulassen!
In einem Leben bin ich so z.B. 2011 zu meinem Trauminstrument gekommen, oder konnte schließlich doch in diesem Jahr am Forumstreffen teilnehmen. Um meine Teilnahme zu ermöglichen, waren Hinweise und das schließliche "Placet = "Es ist erlaubt" = Es geht" von 7 weiteren Menschen notwendig. Durch Fragen kann ich stets nur gewinnen und habe nichts zu verlieren. Via PM gerne mehr, denn die Mitforianer möchten auch Dich gerne auf dem Forumstreffen kennenlernen  Freundlich!
lbG
clm
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kirchenmaus
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« Antworten #236 am: 16. Mai 2018, 14:07:58 »

 Danke für die netten Worte.
Aber mit den Niederlanden wirds leider trotzdem ganz sicher nix....

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SaintSernin
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« Antworten #237 am: 16. Mai 2018, 18:05:08 »

Lieber Michael, lieber Harald,

Nochmals vielen Dank für Eure perfekte Organisation. Ohne Euren Einsatz hätte ich als Hobbyorganist niemals die Gelegenheit solche Instrumente aus nächster Nähe zu sehen und zu hören. Ganz besonders wird mir die nächtliche Orgelvorführung der Franziskanerkirche in Salzburg in Erinnerung bleiben. Die beiden Metzler Instrumente klingen enorm kraftvoll und schön. Dank auch Mag. Stepanek und seiner Frau das Sie sich soviel Zeit für uns genommen haben. Natürlich auch großen Dank an Herrn Voitz und Familie für die ausführlichen Informationen über Hauptwerk und die leckere Verpflegung mit regionalen Spezialitäten. Ich habe die Gelegenheit genutzt um endlich ein Update von HW3 auf HW4 zu machen. Zwinkern  Allen anderen beteiligten vielen Dank, die 4 Tagen waren wundervoll.

LG
Frank
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Wichernkantor
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« Antworten #238 am: 16. Mai 2018, 19:06:15 »

Ich will kein "Ranking" anzetteln - aber für mich war der Abend in der Franziskanerkirche das Sahnehäubchen.
Ein glutvoller Interpret, zwei traumhaft schöne Instrumente und ein Raum mit unvergleichlicher Atmosphäre bildeten einen vollkommenen Dreiklang.
Das heißt für den Ausschuß "Vergnügungen und Lustbarkeiten": So hoch liegt die Latte jetzt.
Im Hintergrund wird bereits heftig genetworkt, um sie beim nächsten Treffen nicht zu reißen ...
Lasst Euch überraschen ...  Geheimtipp Verschwörung Prost! Phantom

LG
Michael
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viola pomposa
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« Antworten #239 am: 16. Mai 2018, 21:06:32 »

Aus euren Berichten liest man, dass ihr eine schöne Zeit hattet.
Wäre gern dabei gewesen, aber die freien Tage sind arbeitstechnisch nicht so zu legen wie man möchte.
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