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Autor Thema: Pfeifen aus Acrylglas - möglich oder nicht?  (Gelesen 1743 mal)
HighEnd111
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« am: 16. September 2017, 14:53:25 »

Hallo ihr alle,

mein Bruder und ich fantasieren schon länger von einer Orgel mit transparenten Prospektpfeifen.
Die Frage ist, ob es möglich wäre aus Acrylglas gut klingende Pfeifen zu bauen oder ob das klanglich oder bautechnisch Blödsinn wäre.

Kennt ihr euch da vlt ein bisschen aus?

Liebe Grüße, HighEnd111
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clemens-cgn
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« Antworten #1 am: 17. September 2017, 00:58:41 »

Hallo HighEnd,
wenn es aus Papier, Aluminiumfolie, Porzellan geht, warum nicht auch aus Glas oder Acryl.
Mach aber erst eine und probier, ob Du sie zum Sprechen bekommst. Kerne und Vorschläge würde ich allerdings in Eiche machen, damit du bei der Intonation noch etwas Spielraum hast.
In YT gibt es da einige HT-Videos.
Viel Erfolg
wünscht
Clemens
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Machthorn
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« Antworten #2 am: 17. September 2017, 11:44:24 »

Ich könnte mir vorstellen, dass Glas besser klingt. Wenn man das Oberlabium auch noch aus Glas hinbekäme, dürfte das einen sehr hellen Klang entwickeln. Aber sind wohl sehr viel Scherben zu erwarten.
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HighEnd111
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« Antworten #3 am: 19. September 2017, 16:10:10 »

Hallo HighEnd,
wenn es aus Papier, Aluminiumfolie, Porzellan geht, warum nicht auch aus Glas oder Acryl.

Klingt schon mal so, als wär's machbar :)

Mach aber erst eine und probier, ob Du sie zum Sprechen bekommst.

Das war auch so vorgesehen, falls wir es probieren würden. ich hab noch altes Acrylglas daheim, mit dem man experimentieren könnte. Bevor ich da hunderte von €uros für Acryl ausgebe, das dann nur rum liegt  Lachen

Kerne und Vorschläge würde ich allerdings in Eiche machen, damit du bei der Intonation noch etwas Spielraum hast.

Apropos Spielraum: wie kann man eine offene Pfeife stimmen, die aus festem Material (Holz bzw. bei uns ja dann Acryl) besteht?

In YT gibt es da einige HT-Videos.
Viel Erfolg
wünscht
Clemens

Danke :)

Ich könnte mir vorstellen, dass Glas besser klingt. Wenn man das Oberlabium auch noch aus Glas hinbekäme, dürfte das einen sehr hellen Klang entwickeln. Aber sind wohl sehr viel Scherben zu erwarten.

Glas hat leider zwei ausschlaggebende Eigenschaften, die mich davon abhalten, es zu verwenden:

1. teuer
2. sehr empfindlich bzw. zerbrechlich  Lachen

eine Glasharfe hab ich schon mal live gehört, ist schon ein toller Klang. Aber wir sind zwei normale Laien was Orgeln angeht, insbesondere Orgelbau. Uns fehlt eh Platz, Geld und jede Menge anderer Pfeifen, die hinter den Prospektpfeifen stehen müssten  Lachen falls wir es tatsächlich wagen wollten, müssten wir erst mal schauen ob und wie wir Sponsoren bekämen  duck und weg
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wohli
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« Antworten #4 am: 19. September 2017, 17:06:02 »

Wenn du schon Pfeifen selber bauen willst, solltest du dir diese Idee ansehen - der Entdecker des Phänomens K.Z aus D. dürfte dir bekannt sein ...

Look here: https://www.hausorgel.gdo.de/uploads/media/BordeauxpfeifeText.pdf

 Zwinkern LG Bernd

hier gibt's dazu was auf die Ohren: https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/cluster/was-sie-schon-immer-ueber-bordeaux-pfeifen-wissen-wollten-flaschen-mit-resonanz/-/id=10748564/did=20265394/nid=10748564/nd29dw/index.html
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Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten [Friedrich Schiller (1759-1805), Wilhelm Tell (III,1)]
HighEnd111
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« Antworten #5 am: 23. September 2017, 14:49:31 »

Also wenn, dann wollen wir nur ein Register bauen fürs Prospekt aus Acrylglas und dann dahinter noch ein paar Register zum anschauen (und für mehr Klang) platzieren. Ein vollständiges Oktävlein 1' (56 Pfeifen, repetiert nach c''' nochmal auf c#'') hätte ich schon da (müsste von Walcker sein)  Lachen

Ich hatte da an so was standardmäßiges wie das hier gedacht:

Acrylglas 8' (Mensur eng/mittel/weit?)
Gedackt 8'
Prinzipal 4'
(Spitz-, Block- oder sonst eine) Flöte 2'
Oktävlein 1'

Und ganz eventuell ein Pedal mit nem Subbass 16' und I-P.
Aber das ist eigentlich alles nur Träumerei. Wir haben das Geld nicht dazu und den Platz erst recht nicht. Wäre höchstens was für ein Orgelmuseum o.ä., weil man ja gut rein gucken könnte.

Allerdings sehr interessant, diese Bordeaux-Pfeifen. Danke für die Links - wieder ein wenig schlauer  Zwinkern
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Gemshorn
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« Antworten #6 am: 23. September 2017, 16:29:04 »

Habe den Artikel über die Bordeauxpfeifen mit viel Interesse gelesen; nun bräuchte es noch ein Video oder zumindest eine Audiodatei, um den Klang ein wenig (nach)empfinden zu können.
Das im Artikel angesprochene Platzproblem bei Truhenorgeln ist ja in der Tat ein bekannter Anlassfall, wo so eine Bauform Abhilfe schaffen könnte. Auch ein wenig platzkonsumierender Subbass wäre bei einer Hausorgel gewiss wünschenswert.
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Machthorn
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« Antworten #7 am: 23. September 2017, 19:00:23 »

Was wäre, wenn man das Gedackt aus Acryl mit quadratischem statt rundem Querschnitt baute? Runde transparente Körper beugen das Licht (siehe Wasserglas), man kann schlecht was erkennen. Außerdem könnte man so noch ein Register einsparen und der Verzicht auf einen offenen 8' spart Bauhöhe.
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« Antworten #8 am: 24. September 2017, 07:18:37 »

Also ich persönlich bin eh für eckige Pfeifen Lachen Allerdings wollte ich kein Acrylgedackt machen, weil das bei den kleinen Pfeifen vermutlich echt ein Gefummel wird Lachen Und falls ein Subbass 16' eingesetzt wird, haben wir wieder über 2 Meter hohe Pfeifen  Engel Den zweiten 8' hab ich disponiert, damit der 2' und 1' nicht zu fiepsig rüber kommen und eben etwas mehr Fundament da ist.

Wie gesagt, das ist alles nur Gedankenspielerei.  Freundlich
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clemens-cgn
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« Antworten #9 am: 25. September 2017, 18:50:04 »

Hier ist der klingende Beweis, daß Acrylglaspfeifen möglich sind:
https://youtu.be/XF_ASJs6JBY
lbG
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