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Autor Thema: EG plus  (Gelesen 3775 mal)
geris
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« Antworten #40 am: 16. November 2017, 13:54:28 »

Ob ein Satz historisch oder zeitgenössisch ist, erkennt man relativ leicht am Namen des Satzschreibers und/oder am angegebenen Jahr; wenn unter "Satz" ein Name wie J.S.Bach oder Johann Crüger oder eben ein älteres Datum steht, kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Satz "historisch" ist. Engel

Danke für die Info.  Freundlich Das kriege ich evtl. hin.  Lachen
Werde ich heute Abend mal nachschauen ...

Viele Grüße aus dem Waldecker Land
Gerd
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« Antworten #41 am: 16. November 2017, 18:03:36 »

Danke vorab. Zwinkern
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« Antworten #42 am: 16. November 2017, 18:58:22 »

Im Zusammenhang mit der Wortschöpfung "Tastenbuch" gibt es gerade eine der ersten analogen einmanualigen KienleOrgeln so geschätzt aus 1972 bei ebay für 600 € !!! als "Heimkirchenorgel"

Heute organieren wir aus dem EGplus in unserer "Heimkirche" Prost!

Michael
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geris
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« Antworten #43 am: 17. November 2017, 08:19:15 »

Wie würdest du die Qualität der Orgelsätze beurteilen?
Sind alle neu gemacht, oder enthält das Tastenbuch auch "historische" Sätze?

Zur Qualität: Nach einer gestrigen, schnellen Durchsicht, würde ich sagen, dass die meisten Sätze neu gemacht sind. Allerdings finden sich auch "historische" darunter.
Um mich intensiver mit dem "Tastenbuch" zu beschäftigen fehlt mir leider gerade die Zeit.  Traurig Es hat vorerst einen Platz im Regal bei den Heften gefunden, die ebenfalls noch auf eine Bespielung warten.  Lachen


Viele Grüße
Gerd
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« Antworten #44 am: 17. November 2017, 08:21:36 »

...
Heute organieren wir aus dem EGplus in unserer "Heimkirche" Prost!

Michael

Hallo Michael,

im Rahmen eines Gottesdienstes? Oder wie muss ich mir das vorstellen?

Viele Grüße
Gerd
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« Antworten #45 am: 17. November 2017, 09:20:52 »

Na Gerd, das war jetzt nur ein Spaß am Rande. Ist eine Heimkirchen-orgel oder eine Kirchen-heimorgel logischer? Keine Ahnung, das zweite die Digital- oder Pfeifen-, oder Kirchen-heimorgel leuchtet mir mehr ein. Dass die ersten Christen und Christen bis heute in Hauskreisen zusammenkommen, weiß ich natürlich. Vielleicht findet sich da für diese Heimkirchenorgel noch ein Gnadenbrotplätzchen. Ich habe eine digitale Kirchenorgel, aber noch lange deshalb keine Heimkirche. Ewald Kienle hatte diese Orgel in den siebziger Jahren als "Fortschrittsharmonium" in einigen Kirchen platziert, dann aber bald gegen zweimanualige TK II Kienleorgeln getauscht. Nun aber wieder zum eigentlichen EG+Thema hier.

Liebe Grüße
Michael
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« Antworten #46 am: 17. November 2017, 16:06:07 »

Was die Heimkirche betrifft, darf man auch ganz gelassen einmal sehen, dass - soweit ich das beobachte - das Modell "Hauskirche" konfessionsübergreifend wieder stark im Kommen ist. Nicht im Sinne einer Hauskapelle, sondern in der Grundbedeutung von Kirche.  Zwinkern
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Wichernkantor
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« Antworten #47 am: 15. Februar 2018, 19:11:46 »

In Kollegenkreisen heißt dieses Buch (wegen der Farbe des Einbandes) bereits "das violette Elend". Mehr als die Hälfte der Sachen eignet sich m.E. nicht für den sonntäglichen Gemeindegottesdienst. Die Übertragungen aus dem (amerikanischen) Englisch sind z.T. sprachlich holprig, einige sind theologisch fragwürdig, wenngleich in einem ganz bestimmten Freikirchen-Milieu hoch im Schwange. Diese schlechten Übertragungen zeugen zahlreiche nicht legitimierte Synkopen, also falsche syllabische Betonungen. Etliche der Texte sind gar nicht übertragen, sondern lediglich übersetzt, also mit einer deutschen Textur versehen, die sich im Metrum (so erkennbar vorhanden) nicht singen lässt. Damit total unbrauchbar. Anstelle eines Orgelbuches gibt es ein "Tastenbuch", wohl der Einsicht geschuldet, dass sich das Meiste einfach nicht ordentlich mit der Orgel begleiten lässt - da muss dann ein Klavier ran ...
Ich selber bin der Meinung, dass das Klavier kein gottesdienstliches Instrument ist. Ich lehne es grundsätzlich ab, Gemeindegesang in einer Kirche am Klavier zu begleiten.  

Mein Fazit: Dieses Buch ist in meinen Augen und Ohren musikalischer Sondermüll. Andere Landeskirchen (z.B. Sachsen) haben da erheblich praxistauglichere und gemeindegerechtere Eigenteile zusammengestellt.
Im Stammteil des EG gibt es genug Gesänge (auch "modernere") die das Einüben mit der Gemeinde und den Einsatz im Gottesdienst wert sind. Dieses "violette Elend" kommt bei mir in die Rubrik "Dinge, die die Welt nicht braucht". Das Exemplar, das mir der KV (der das Buch meinem Abraten zum Trotze beschafft hat,) geschenkt hat, habe ich dankend (und mit Anmerkungen versehen) zurückgegeben mit der Ankündigung, nichts daraus zu spielen.

LG
Michael
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« Antworten #48 am: 15. Februar 2018, 19:58:39 »

.. und wenn`s denn sein muss: ich habe auf Empfehlung der hessischen Musikalienvertreiberin das tastentaugliche EG Plus Posaunenchorbuch für 9,00 € gekauft. In Blau! Fünfmal preiswerter als das Tastenbuch. Und für 9 €uronen findet sich schon was auch für Orgel:  "I am sailing" und die Orgel macht den Wind dazu. duck und weg

Michael

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« Antworten #49 am: 15. Februar 2018, 21:53:52 »

Um es vorab zu sagen: Ich bin auch kein besonderer EG+ Fan, aber muss mich als Kurhessen-Waldeckischer Kirchenmusiker natürlich damit auseinandersetzen. Viel gescholten wird die Praxisuntauglichkeit vieler Lieder. Da muss man zur Grundkonzeption zurück. Die Idee war ja im Kern ein Ergänzungsbuch zum EG zu schaffen, dass Lieder aufnimmt, die viel gesungen werden, aber nicht im EG vorhanden sind um vor allem die ganze Kopiererei im Gottesdienst zu beenden. So ist auch der größte Teil der Lieder nach Wünschen aus den Gemeinden und Dekanaten zusammengestellt worden (Der häufigste Wunsch war "Möge die Straße"). Die Vorschläge kommen natürlich aus ganz unterschiedlichen Milieus und unterschiedlich geprägten Gemeinden und beispielsweise sind die Gesänge aus dem Lobpreisgenre natürlich für Gemeinden, die es nicht gewohnt sind, schwer zu realisieren. Es ist halt nicht so gedacht, dass alle Lieder für alle Gemeinden tauglich sein sollen. Nur sehr wenige Lieder wurden von oben herab von der Kommission eingefügt und ich kann aus meiner Praxis nur bestätigen, dass vieles gut und gerne gesungen wird, weil es sowieso schon bekannt ist. Man muss dieses Buch selektiv nutzen, eben als Ergänzung. Und das Ziel die Kopierorgien zu reduzieren wurde hier in meinem Kirchenkreis auf jeden Fall erreicht.

Und ich finde bei aller berechigter Kritik (viele Punkte von Wichernkantor kann ich nur unterschreiben) auch viel Sinnvolles in diesem Buch (beispielsweise, dass die EG-Melodie zu "Von Guten Mächten" mit einem neuen Text neues Leben erhält, da sich in der Praxis meist ja doch Fietz durchgeschunkelt hat).
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Es mag sein, dass nicht alle Musiker an Gott glauben; an Bach jedoch alle. - Mauricio Kagel
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