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Autor Thema: EG plus  (Gelesen 2784 mal)
Wichernkantor
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« Antworten #30 am: 26. Juli 2017, 09:13:21 »


#3 ist übrigens yusuf islam (morgen hat's brocken).

Jo, dieser Cantus geht mir auch gewaltig auf den Keks. Wir sind gerade pfarrerlos und so ziemlich jeder Vetreter meint, uns mit diesem Klampfensong als Eingangslied beglücken zu müssen. Ich lüge dann immer dreist: "Das hatten wir erst vorigen Sonntag".

Marienschnulzen gibt's bei uns nicht, dem Herrn sei's gedankt. Und mit Siggis Diakonissenwalzer habe ich mich arrangiert. (Siggi selber nimmt ihn übrigens erheblich federnder, als er üblicher Weise im Gemeindegesang zu hören ist - mit wuchtigen Akzenten auf dem 1. Taktteil. Also alles andere als ein "Schunkelliedchen". Der "alte" Dreiertakt als Wechsel von betonter mit unbetonter Note lässt grüßen - klassisches Beispiel: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'.)
Zwei-, dreimal im Jahr kann ich damit leben. Da er nicht im hessischen Gesangbuch steht - da gibt's bisher nur Abel, aber Fietz kommt dann im neuen "Zusatzgesangbuch" -, habe ich mich als Aushilfe mehrere Male erfolgreich darauf berufen, keine Noten davon zu besitzen.

LG
Michael
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« Antworten #31 am: 26. Juli 2017, 20:51:42 »

In GLÖst steht als Quellenangabe bei der Melodie von Morgenlicht leuchtet: Gälisches Volkslied.
Nur weil das später in der populären Musikkultur verbraten wurde, so bleibt es doch ein altes Volkslied mit einer schönen und ins Ohr gehenden Melodie.
Im Unterschied zu vielen Melodieschöpfungen aus dem Dunstkreis des NGL scheint mir die Melodie in hohem Maße orgeltauglich zu sein. Gelungene Orgelsätze von gänzlich Unbekannten wie Peter Planyavsky zu fürchterlichen Jazz-Melodien scheinen mir überdies zu beweisen, dass auf der Orgel so gut wie alles machbar ist...

Den deutschen Text finde ich dagegen spröde und inhaltsarm.
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clemens-cgn
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« Antworten #32 am: 27. Juli 2017, 18:25:53 »

...Ich lüge dann immer dreist: "Das hatten wir erst vorigen Sonntag". Michael
Lügen ist doch gar  nicht notwendig  Zwinkern Wenn Du den cf. z.B.: Sonntags als Pedalübung benutzt. Dann hattet ihr den cf doch  Engel
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Wichernkantor
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« Antworten #33 am: 01. September 2017, 09:50:26 »

Das hier ist im Internet-Auftritt der EKHN über das "EGplus" zu lesen:

"Im September 2017 führen die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ihr gemeinsames Beiheft zum Evangelischen Gesangbuch EGplus  ein.
 
"Nach zwei Jahrzehnten Nutzung des EG wurde deutlich, dass dessen Liedauswahl aus heutiger Sicht unvollständig ist.
Es fehlen z.B. Lieder zu den Kasualien Taufe, Trauung bzw. Segnung und Trauerfeier. Bedarf zeigt sich auch bei Liedern zur Einschulung oder bei neuen Lieder zu den Kirchenjahreszeiten, vor allem zu Passion und Ostern.
Außerdem ist der Wunsch nach neuen, einfachen Singformen gewachsen.
Das gemeinsame Beiheft  soll nun das Liedangebot des EG mit Liedern ergänzen, die sich nach 1995 verbreitet haben und nur vereinzelt erhältlich sind. Dabei ist die Liedauswahl stilistisch vielfältig und bildet die unterschiedlichen Frömmigkeitstraditionen in unseren Kirchen mit ihren liturgischen und musikalischen Ausprägungen ab.
Das Beiheft wird damit eine Wegmarke zur Förderung des gemeinsamen Singens in unserer volkskirchlichen Situation sein."


Am 10. September ist offzielle Einführung durch die Pröpste und die Prosteikantoren in ihren jeweiligen Dienstkirchen.

LG
Michael
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« Antworten #34 am: 16. November 2017, 10:38:04 »

Hallo zusammen,

das neue "Tastenbuch" (bei der Bezeichnung schüttelt es mich immer noch  Verwirrt) lag gestern im Briefkasten.
Eine erste Sichtung ergab, dass einige Stücke nur für die Orgel geeignet sind (gekennzeichnet mit "O"), weitere eher für Orgel, aber auch für Klavier (O/K). Dann gibt es solche, die eher für Klavier und nur bedingt für Orgel empfohlen sind (K/O).
Meine Frage: Warum Klavier?  Schock Wer spielt denn in der Kirche Klavier zur musikalischen Begleitung der Kirchengemeinde? Kopfkratzen

Viele Grüße aus dem Waldecker Land
Gerd
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« Antworten #35 am: 16. November 2017, 11:34:51 »

Du wirst es nicht glauben: Ich erlebe es seit Jahren, dass ich in ländlichen Gemeinden aushelfe und die Orgel in einem jämmerlichen Zustand ist. Und wenn ich das moniere, werde ich auf ein (i.d.R. teures) Digitalpiano verwiesen, das irgendwo im Altarraum herumsteht und das "die Anderen auch immer benutzen". In einigen Fällen setzt sich dann der Pfarrer höchstselbst ans Pianino und klimpert darauf die Choräle aus dem Orgelbuch. *grusel*

Ich entgegne auf das instrumentale "Alternativangebot" immer, dass sie einen Organisten bestellt hätten und ich im Gottesdienst gern Orgel spielen möchte. Im Wiederholungsfall nehme ich dann eine Anfrage nicht mehr an, es sei denn, mir wurde versichtert, dass der Orgelbauer die Mängel beseitigt hat.

Insofern war die "Orgelarena" in diesem Frühjahr eine erstklassige Gelegenheit der Bestandspflege. Da hatte ich alle Gastgemeinden angesprochen, für ordentlich funktionierende Instrumente zu sorgen. Das hat auch in (fast) allen Fällen geklappt.

Und zum Glück gibt es hier auch viele tadellos gepflegte Instrumente, auf denen sich sehr schön musizieren lässt.

Andere Frage: Wo hast Du denn bestellt? Mein Hoflieferant behauptet, das "Tastenbuch" sei noch nicht lieferbar.

LG
Michael
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« Antworten #36 am: 16. November 2017, 11:40:40 »

Wie würdest du die Qualität der Orgelsätze beurteilen?
Sind alle neu gemacht, oder enthält das Tastenbuch auch "historische" Sätze?
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geris
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« Antworten #37 am: 16. November 2017, 11:48:15 »


...

Andere Frage: Wo hast Du denn bestellt? Mein Hoflieferant behauptet, das "Tastenbuch" sei noch nicht lieferbar.

LG
Michael


Hallo Michael,

ich habe mich bei Strube Mitte des Jahres auf die Warteliste setzen lassen. Also direkt von Strube bekommen.

Viele Grüße
Gerd

PS: Und als Dank für die Direktbestellung nochmal 2,20 EURO für Porto und Verpackung gelatzt.  Motzen
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« Antworten #38 am: 16. November 2017, 11:54:44 »

Wie würdest du die Qualität der Orgelsätze beurteilen?
Sind alle neu gemacht, oder enthält das Tastenbuch auch "historische" Sätze?

Tja, um das letztlich vernünftig beurteilen zu können, fürchte ich, dass es mir am Sachverstand und den notwendigen Vergleichen zu den "historischen" Sätzen fehlt.  Ratlos
Das Urteil überlasse ich somit lieber den Experten.  Engel


Viele Grüße aus dem Waldecker Land
Gerd
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« Antworten #39 am: 16. November 2017, 12:31:10 »

Ob ein Satz historisch oder zeitgenössisch ist, erkennt man relativ leicht am Namen des Satzschreibers und/oder am angegebenen Jahr; wenn unter "Satz" ein Name wie J.S.Bach oder Johann Crüger oder eben ein älteres Datum steht, kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Satz "historisch" ist. Engel
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