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Autor Thema: Kleinstes sinnvolles "Besteck"?  (Gelesen 3434 mal)
Machthorn
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« am: 09. Juli 2017, 16:45:54 »

Ich bin seit einigen Tagen im Besitz eines Tascam DR-05. Es handelt sich dabei um ein digitales Aufnahmegerät ähnlich wie ein Zoom H1. Das Ding hat auf der Rückseite ein Stativgewinde, und so hab ich das heute mal auf das Kamerastativ meiner Frau gepackt, auf 1,80m hochgefahren und ein wenig rumexperimentiert. Ich bin mit der Aufnahmequalität sehr zufrieden! Es erreicht sicherlich nicht das Niveau eines professionellen Equipments, aber für den Hausgebrauch, kleine Konzertmitschnitte etc. reicht es meiner Meinung nach völlig aus.

Zu haben ist es für unter 100€, eine 4GB-MicroSD und ein Satz Batterien liegen auch schon bei. Wenn man ein Stativ schon hat, ist das eine wirklich günstige Möglichkeit, gute Aufnahmen zu machen. Ein ordentlihces Kamerastativ in passender Größe läge wohl nochmal so bei 40€.

Kennt noch jemand das Gerät? Wie würdet ihr es beurteilen? Habt ihr vielleicht sogar Vergleiche mit ähnlichen Geräten?
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Gloria Klassik 226 Trend
Lumarus
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« Antworten #1 am: 09. Juli 2017, 17:23:59 »

Hallo,

ich besitze das Gerät seit ca. 1,5 Jahren. Geheimtipp

Es wurde angeschafft um Schallplatten-, Tonbandaufnahmen und dergleichen zu digitalisieren.

Nur noch als kleinen Tipp: der reguläre Line Pegel, der von Anlagen normalerweise ausgegeben wird, ist für den Eingang des Geräts viel zu hoch. Daher kommt es zu einer Übersteuerung, da die Aufnahmeempfindlichkeit nicht weit genug herunter geregelt werden kann. Deshalb habe ich mir dafür ein Spezialkabel gelötet, welches den zu starken Pegel anpasst.

Wenn diesbezüglich Bedarf bestehen sollte, könnte ich mal nach den Bau-Unterlagen zwecks Nachbau, sehen.

Viele Grüße, Stefan    
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Insulaner
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« Antworten #2 am: 09. Juli 2017, 20:32:59 »

Kennt noch jemand das Gerät? Wie würdet ihr es beurteilen? Habt ihr vielleicht sogar Vergleiche mit ähnlichen Geräten?
Ich habe das Tascam zwar nicht, aber wenn mein mittlerweile seit bald 8 Jahren in Einsatz befindliches Yamaha Pocketrak 2G doch mal seinen Geist aufgeben sollte, wäre bei mir Tascam auf Grund der angegebenen Leistungsdaten in dieser Preisklasse auf jeden Fall in der engeren Wahl.
Viel Spass mit dem Teil und gelungene Aufnahmen,
Oliver
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« Antworten #3 am: 09. Juli 2017, 20:52:24 »

Mein Traumberuf, als meine Schulkollegen Pilot oder Feuerwehrmann werden wollten, war Tonmeister. Ist anders gelaufen und ich bin mit meinen Aufnahmegeräten heute mit sehr wenig, aber im Vergleich zu früher mit hoher digitaler Qualität, zufrieden zu stellen. Ich nehme in Gottesdiensten für den Eigenbrauch schon mal die Kirchenmusik auf oder einen liturgischen Ablauf, den ich noch lernen muss. Da reicht mir der ASR Recorder aus dem google play store, da es mir um Inhalte vorwiegend geht und die Ergebnisse für ein Handymikrofon sehr gut sind.

Ein schönes Orgelkonzert zum Nachhören zeichne ich für mich privat mit meinem zoom H2n Handy Recorder auf.
Das Steinberg Wavelab Audiobearbeitungsprogramm gab es glaube ich sogar bei diesem Gerät kostenlos dazu (die Lizensiererei bei Steinberg mit eLicenser control center ist für mich allerdings die "Hölle", da unnötig zeitfressend.). Damit bin ich für eigene Zwecke gut gerüstet. Ein professionelles Tonstudio sähe natürlich anders aus.

Niemals nehme ich Musik auf, um Fehler von anderen zu dokumentieren. Wenn ich die Aufnahmen Dritten zugänglich machen würde, ginge bei mir nichts ohne Einverständnis des Musikers. So profitiere ich viel beim Nachhören, was mir im Gottesdienst oder Konzert entgangen ist.

Michael (immer Positiv).
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Machthorn
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« Antworten #4 am: 09. Juli 2017, 21:14:20 »

Zitat
Nur noch als kleinen Tipp: der reguläre Line Pegel, der von Anlagen normalerweise ausgegeben wird, ist für den Eingang des Geräts viel zu hoch. Daher kommt es zu einer Übersteuerung, da die Aufnahmeempfindlichkeit nicht weit genug herunter geregelt werden kann. Deshalb habe ich mir dafür ein Spezialkabel gelötet, welches den zu starken Pegel anpasst.
Das wundert mich nicht, handelt es sich doch explizit um einen Mikrofoneingang mit entsprechendem Eingangsverstärker. Einen Pegel zu drosseln um ihn hinterher weider verstärken zu können mutet mir ein wenig seltsam an. Hast du da nicht deutliche Qualitätsverluste?
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Gloria Klassik 226 Trend
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« Antworten #5 am: 09. Juli 2017, 21:40:07 »

Das war auch meine Befürchtung, aber es funktioniert tatsächlich da die Drosselung nicht nur auf Teilbereiche, sondern gleichmäßig auf alles wirkt.
Man könnte es mit einem fest eingestellten Eingangsregler vergleichen, der einfach nur die Lautstärke auf das richtige Niveau bringt.     
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Machthorn
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« Antworten #6 am: 09. Juli 2017, 21:41:04 »

Zitat
Niemals nehme ich Musik auf, um Fehler von anderen zu dokumentieren.
Ich auch nicht, nur als Manöverkritik für mich selbst.

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Gloria Klassik 226 Trend
Machthorn
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« Antworten #7 am: 09. Juli 2017, 21:42:24 »

Zitat
Das war auch meine Befürchtung, aber es funktioniert tatsächlich
Spricht auch für ein niedriges Eigenrauschen des Tascam.  Freudensprung
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Gloria Klassik 226 Trend
Wichernkantor
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« Antworten #8 am: 10. Juli 2017, 06:57:34 »

Wir verwenden die kleinen Tascams als Reportagegeräte für Sprachaufnahmen. Dafür sind sie richtig gut - gerade weil sie einen relativ hohen Eingangspegel haben. Denn in der Interviewsituation muss man das Gerät nicht dem Gesprächspartner unter die Nase halten, sondern kann es auch mal auf den Tisch stellen und hat hinterher immer noch ein verwertbares Signal. "Atmo"-Aufnahmen von Musik gehen auch ordentlich. Wenn es also lediglich um Dokumentation geht, ist das Gerät eine preiswerte und robuste Alternative.
Ich habe mir vor wenigen Wochen als "Minimalbesteck" ein Zoom H2N gekauft. Während der Orgelarena hatte einer der mitreisenden Fans von Matthias Grünert so ein Ding im Einsatz und ich habe spaßeshalber mal meinen KH eingestöpselt. Das Ergebnis war sehr überzeugend. Die vier Mikrophon-Kaspeln im Gehäuse erlauben mehrere Konfigurationen, mit denen sich Klang im Raum immer sehr gut einfangen lässt.
Das Gehäuse ist kleiner als eine Zigarettenschachtel, hat aber etwas viel Plastik außen herum. Jedes Berühren bei laufendem Gerät hinterlässt deutliche akustische Fingerabdrücke. Daher ist die Fernbedienung (gerade 4x4 Zentimeter groß) ein Muss - jedenfalls für mich. Im Zusatzpaket sind auch ein kleines Tischstativ, Windschutz und ein Hardcase von der Größe einer Seifendose enthalten. Alles zusammen habe ich bei meinem Dealer für glatte 200 Euronen bekommen. Jetzt gibt es keinen Grund mehr, unbewaffnet in den Saloon zu gehen. Dieser Colt passt in jedes Halfter. Und mit zwei eingelegten AA-Akkus, die zwei Stunden lang Saft liefern, hat man genug Munition für eine längere Schießerei ...

LG
Michael
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Machthorn
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« Antworten #9 am: 10. Juli 2017, 08:17:39 »

Wie würdest du den Klangunterschied bei Musik zwischen dem Tascam und dem H2N beschreiben?
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Gloria Klassik 226 Trend
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