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Autor Thema: Digitalorgeln in Kombination mit Hauptwerk  (Gelesen 3082 mal)
Ebi
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Beiträge: 256



« am: 27. Mai 2017, 10:31:53 »

Hallo zusammen
An anderer Stelle wurde die Frage dikutiert, wie man die Hauptwerksorgel mit den Bordmitteln einer Digitalorgel steuern kann. Dies, falls man keinen Touchscreen hat oder haben möchte. Daher habe ich hier dieses Thema weitergeführt.

...Im Ergebnis kann ich jetzt das Anloo Set komplett vom Spieltisch aus steuern, incl. der Setzer. Also keine Hexerei sondern in 30 min erledigt....
So mache ich das auch und es ist sehr bequem, speziell auch, weil die Setzer ja ebenfalls mit eingebunden werden können. Wie hast du das Problem gelöst, dass die internen Register deiner Orgel ja auch mitklingen, wenn du sie betätigst?
Ich selbst mache das sehr pragmatisch, in dem ich den Kopfhörer einstecke (in die Orgel-Kopfhörerbuchse) und Hauptwerk über separate Verstärker und Lautsprecher betreibe.
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Beste Grüsse aus der Schweiz
Eberhard Brune
Klassikfreund
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« Antworten #1 am: 27. Mai 2017, 17:31:30 »

Hallo Ebi,

Ich habe als erste Maßnahme nach dem Transport der Orgel einen dicken Klinkenstecker in die Kopfhörerbuchse gesteckt.
Seitdem ist sie schön ruhig. Nur wenn mal Besuch da ist, führe ich dem erstaunten Publikum (nach einer Hauptwerksdemo) den internen Sound vor. Ich freue mich jedes mal über die Gesichter! Zwinkern

Gruß in die Schweiz!
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Gloria eco 217 seit 2009, Hauptwerk 4.2, Sets: Trost Waltershausen, Silbermann Zöblitz, Reinhardsgrimma, Großhartmannsdorf, Rötha, Radeker und Garrels Anloo, Arp Schnitger Cappel, Rabstejn nad Strehlau, Cembalo Mietke
Abstrahlung:Infinity Kappa 8.2, RS3-220,Marantz PM 78
Kopfhörer:Sennheiser HD590
Lumarus
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« Antworten #2 am: 27. Mai 2017, 20:43:56 »

Hallo,

bei Synthesizern gib es eine Option um die interne Sounderzeugung stumm zu schalten.
Dann werden nur die Midi-Signale ausgegeben. Dieser Menüpunkt nennt sich "Local Control".

Ob es sowas auch bei Sakralorgelspieltischen gibt, wenn diese Midi ein und Ausgänge haben?

Das würde mich interessieren, denn auch mein Kawai E-Piano hat diese Funktion integriert um nur die Tastatur verwenden zu können.

Viele Grüße, Stefan
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martin
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« Antworten #3 am: 28. Mai 2017, 14:08:33 »

Ich habe davon gehört, das eine "stumme" Intonation in der Orgel hinterlegt wurde.
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trompetendulzian
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« Antworten #4 am: 28. Mai 2017, 20:49:00 »

Such mal im Handbuch oder Menü deiner Orgel nach "Local Off" - das dürfte die Funktion sein, die du benötigst, um die Registertaster zu nutzen, die interne Klangerzeugung des jeweiligen Registers jedoch zu deaktivieren.
Da ich gerade kein MIDI-Kabel zur Hand habe, konnte ich's nicht testen sondern verlasse mich auf Handbuchwissen...

Viele Grüße
Trompetendulzian
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Lumarus
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« Antworten #5 am: 28. Mai 2017, 21:14:49 »

Da ich gerade kein MIDI-Kabel zur Hand habe, konnte ich's nicht testen sondern verlasse mich auf Handbuchwissen...
Hallo,

das sollte sich auch ohne Midi-Kabel testen lassen:
Wenn eine vorhandene "Local Control" oder "Local off" Funktion aktiviert wird, sollte eigentlich die interne Klangerzeugung stumm geschaltet werden.

Da ist mir vor ca. 30 Jahren was lustiges passiert als ich damals in den Menüs rumspielte und versehentlich diese Funktion aktivierte. Ich dachte das der Synthesizer kaputt ist, weil ich mir (noch) nicht bewusst war, was ich da angestellt hatte. Lachen

Ich bin da jetzt nicht sicher, aber könnte es sein, das bei Orgeln dieser Menüpunkt sogar unter Umständen mehrmals vorhanden sein. Vielleicht für jedes Manual und das Pedal getrennt? Das ist aber nur eine Vermutung.
Kann dazu jemand eine Auskunft geben wie das wirklich ist?


Viele Grüße, Stefan   
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Orgelschreck
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« Antworten #6 am: 28. Mai 2017, 23:41:48 »

Bei meiner Viscount Jubilate ( die ist ca 15 Jahre alt ) soll es laut Handbuch so funktionieren:gleichzeitig Set und Cancel Schalter drücken.Dann leuchten alle Registerwippen.Jetzt die Registerwippen,für die die interne Tonerzeugung ausgeschaltet werden soll,ausschalten.Dann mit Set + Cancel speichern.Ich habe das aber noch nicht ausprobiert

Michael
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trompetendulzian
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« Antworten #7 am: 29. Mai 2017, 06:49:11 »

das sollte sich auch ohne Midi-Kabel testen lassen:
Wenn eine vorhandene "Local Control" oder "Local off" Funktion aktiviert wird, sollte eigentlich die interne Klangerzeugung stumm geschaltet werden.
Stimmt! Der unausgesprochene Gedanke war, dass mittels MIDI-Kabel und Midi-Ox getestet werden könnte, ob die Orgel die Ein- und Ausschaltbefehler der Registerwippen korrekt übermittelt.

Ich bin da jetzt nicht sicher, aber könnte es sein, das bei Orgeln dieser Menüpunkt sogar unter Umständen mehrmals vorhanden sein. Vielleicht für jedes Manual und das Pedal getrennt? Das ist aber nur eine Vermutung.
Kann dazu jemand eine Auskunft geben wie das wirklich ist?
Bei der Gloria Concerto-Reihe lässt sich die Funktion beispielsweise für jedes Register individuell einstellen, siehe hier: http://kisselbach.de/images/Unterlagen/Gloria/Concerto/Gloria%20Concerto%20350-234%20Anleitung.pdf, Kapitel 13.1.

Viele Grüße
Trompetendulzian
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Insulaner
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« Antworten #8 am: 06. Juni 2017, 08:27:12 »

Bin zwar mehr mit GrandOrgue unterwegs als mit Hauptwerk, aber das Problem ist dasselbe.
Bei meiner Johannus Studio150 habe ich keine einfache Lösung gefunden, Register stumm zu schalten. Eventuell wäre das mit der Intonat-Software möglich, aber die wollte ich damals nicht auch noch extra bezahlen. Je nach geladener virtueller Orgel nutze ich dann auch entweder die "Kopfhörerstecklösung" um die Orgel zu verstummen oder ich umgehe alle klingenden Registerwippen (belege also nur Koppeln, Tremulanten und vor allem die Setzer-Knöpfe sowie Schweller). Vorteil der zweiten Lösung für mich: Der Hallgenerator von Johannus ist wirklich angenehm regelbar und die Brummfrequenzen bei einem Subwoofer kann ich nahezu beseitigen, wenn ich den Sub der Digitalorgel mit meinem eigenen Sub in 180Grad Stellung nutze.
Das mit den Registerwippen belegen ist auch manchmal blöd, wenn die virtuelle Orgel in der Disposition so gar nicht zur Studio 150 passt (z.B. die vielen 8' Register bei romantischen Sets). Habe dann schon mal früher Zettel geklebt, weil ich mir nicht merken konnte wohin ich "dieses Larigot 1 1/3 nun wieder hingepackt hatte", aber davon bin ich zwischenzeitlich wieder weg, weil ich doch viele Sets querbeet spiele. In die Noten notieree ich dann in mir wichtigen Fällen, welche Kombination auch welchem Setzer liegt und trage dann an den Stellen wo ein Kombinationswechsel anliegt, dort die entsprechende Setzernummer ein.
So, genug geschwallt am Morgen  Freundlich
Gruß, Oliver
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Rauschbass
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« Antworten #9 am: 04. Februar 2018, 11:34:50 »

Bei meiner Johannus Studio150 habe ich keine einfache Lösung gefunden, Register stumm zu schalten. Eventuell wäre das mit der Intonat-Software möglich,

Das ist der Fall. Ich habe eine der zusätzlichen Barock-Intonationen (die ich eh nie benutze) mittels Intonat alle Register runtergefahren und kann jetzt auf Knopfdruck eine "leere" Intonation abrufen, bei der ich die Registerwippen mit Hauptwerk-Registern belegen kann. Der Vorteil ist, dass ich zusätzlich die gute innere Abstrahlung der Orgel nutzen kann, was bei der Variante mit Kopfhörerstecker nicht möglich ist.
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