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Autor Thema: Eigenbau-Hybrid Spieltisch für ein Hauptwerksample  (Gelesen 8573 mal)
Lumarus
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« Antworten #70 am: 25. Juni 2017, 17:51:36 »

Hallo,

nachdem gestern noch das Beizen und Ölen des Gehäuses möglich war, konnte heute das Display eingesetzt werden.

Ich sage jetzt mal so; als eine aus der Not geborenen Lösung bin ich erst mal damit einverstanden, bis mir noch was besseres einfällt.

 

 


Ich muss jetzt vielleicht zuerst einmal sehen wie harmonisch das Zusammenkommen aller Komponenten wirkt, wenn der Spieltisch komplett fertig ist, bevor da Rückschlüsse zu ziehen sind. Unter Umständen ist das dann doch nicht ganz so schlimm mit der Erhöhung.

Jetzt aber mal noch was ganz anderes. Nur so aus Neugierde war ich gestern und heute im Netz unterwegs, auf der Suche nach Bauplänen, Bauanleitungen und dergleichen für Orgeltastaturen aus Holz für den Selbstbau. Lupe

Dabei komme ich mir nun aber vor wie auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Es ist fast nicht zu glauben, aber da ist nichts zu finden, mit dem was anzufangen wäre. Sollte es in etwa so sein das Material über Klaviaturbau nur einem Orgelbauer zugänglich wäre? Blöd

Oder hat hier noch jemand eine Idee wie man da ran kommt? Ansonsten wage ich mich in die Höhle des Löwen und frage einfach direkt bei einem Orgelbauer nach.

Ich gehe jetzt davon aus das bestimmt nur ein Buch darüber für mich ausreichen würde, es fragt sich nur welches.

Viele Grüße, Stefan 
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trompetendulzian
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« Antworten #71 am: 25. Juni 2017, 21:26:32 »

Oder hat hier noch jemand eine Idee wie man da ran kommt? Ansonsten wage ich mich in die Höhle des Löwen und frage einfach direkt bei einem Orgelbauer nach.
In der Gesellschaft der Orgelfreunde (GdO) gibt es einen Arbeitskreis Hausorgel, der sich mit dem Selbstbau von Orgeln beschäftigt. Ich denke, dort wird man dir weiterhelfen können.
Die Bilbliothek der Oscar-Walcker-Schule in Ludwigsburg hält bestimmt ebenfalls entsprechende Literatur bereit:
http://www.ows-lb.de/index.php?id=48
Dort gibt es auch eine Recherchemöglichkeit mittels Onlinekatalog.

Viele Grüße
Trompetendulzian
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Lumarus
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« Antworten #72 am: 25. Juni 2017, 22:53:29 »

Hallo Trompetendulzian,

vielen Dank!

Da bin ich jetzt tatsächlich bei einem Buch fündig geworden, das etwas sein könnte. Freudensprung

Ich werde das jetzt mal so machen, da dieses Thema mich reizt. Als erstes probiere ich jetzt mal einen kompletten Selbstentwurf zu machen und zu testen, wenn ich mit meinem Spieltisch fertig bin.
Sollte das nicht hin hauen kaufe ich mir dieses Buch. Mein Gedanke ist folgender: wie ich feststellen musste kosten diese Holzklaviaturen wirklich eine Menge Geld Schock, welches ich mit Sicherheit nicht dafür ausgebe. nein
Zumal das dann auch 3 Tastaturen wären. Von daher könnte es jetzt einfach mal interessant sein zu sehen, mit was für einem Betrag ein Selbstbau auskommt. Das Holz dafür sollte ich eigentlich schon haben.

Ich werde einfach mal eine Oktave zum Probieren basteln und schau mal was passiert. Da müssen ja noch nicht mal Beläge drauf sein um zu fühlen wie sich die einzelnen Tasten verhalten.

Viele Grüße, Stefan   
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Machthorn
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« Antworten #73 am: 25. Juni 2017, 23:40:54 »

Zitat
Da müssen ja noch nicht mal Beläge drauf sein
Müssen ja eigentlich grundsätzlich nicht sein. Immerhin sind viele PO-Klaviaturen aus Vollholz ohne Auflage.
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Lumarus
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« Antworten #74 am: 26. Juni 2017, 12:46:13 »

Müssen ja eigentlich grundsätzlich nicht sein. Immerhin sind viele PO-Klaviaturen aus Vollholz ohne Auflage.

Danke für den Hinweis, denn auf meiner Suche bin ich auf ein Foto gestoßen, bei dem das tatsächlich so aussah als wären da keine Beläge drauf. Da habe ich mich schon etwas gewundert und dachte das wäre nur schlecht zu erkennen.

Viele Grüße, Stefan 
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« Antworten #75 am: 27. Juni 2017, 22:48:06 »

Hallo,

auf Grund der Hitze geht der Umbau zur Zeit recht schlecht voran, aber ein wenig habe ich doch geschafft.


Der Aufsatz mit dem Display ist schon fertig und aufgesetzt. Eigentlich gefällt mir das jetzt doch recht gut und ich denke das könnte so bleiben.


Die Geräteschalter sind zum Teil an die neue Belegung angepasst und jetzt auch beschriftet. Dafür nahm ich jetzt einfach nur die die Registernamenschilder und verkürzte sie ein wenig damit sie passten. Eigentlich wäre das nur das Schild der Expander gewesen, das zwischen 2 Rundschaltern klebt, aber wegen dem Einheitlichen änderte ich alle ab.

Allzu viel ist es jetzt ja nicht mehr, mal schauen wie das noch läuft.

Viele Grüße, Stefan
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Lumarus
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« Antworten #76 am: 03. Juli 2017, 23:26:09 »

Hallo,

so langsam befinde ich mich auf der Zielgeraden des Umbaus.

Ich bin besonders dankbar das ich durch meine neue Kreissäge die Möglichkeit habe die alte Schutzabdeckung des ursprünglichen Spieltischs wieder verwenden zu können.
  

Das gute Stück hatte die letzten 12 Jahre auf dem Dachboden verbracht, das keine Möglichkeit der Verwendung bestand.

Beim genauen Betrachten stellte ich fest das es möglich wäre diese Abdeckung wieder zu verwenden, wenn es gelingt einen gezielten, zuvor berechneten Schnitt zu setzen. Dieser sollte die Höhe von 10mm zur Unterkante der Monitorhalter aufweisen.
Es gelang tatsächlich und das Plexiglas blieb ganz. Freudensprung
Von da aus konnte dann das Holz an den Seitenteilen auf die geforderte Höhe gebracht werden und mit einem weiteren Glas im oberen Bereich wieder verglast werden.  


Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Jetzt befindet sich auf der Unterseite auch ein Filz und auch eine seitliche Führung, welche ein seitliches verrutschen verhindert. Das ist deshalb sehr wichtig da sonst einige Manubrien der jeweils äußeren Reihen beschädigt werden könnten wenn die Abdeckung zur Seite rutscht.  


Die ganze Einheit lässt sich jetzt auch viel besser handhaben, da sie nur noch halb so breit ist wie die ursprüngliche Variante. Und natürlich auch um einiges leichter.

Als ich damals vor 4 Jahren diesen Umbau angefangen habe, war anders geplant. Eigentlich wollte ich nur die Manuale abdecken und die seitlichen Bereiche offen lassen. Dadurch wäre die Abdeckung noch kleiner und leichter geworden.
Da sich aber nun in diesen Seitenbereichen, die für mich sehr wertvollen Manubrien befinden, finde ich eine Vollabdeckung als passender. Immerhin hatten diese Züge den größten Arbeitseinsatz gefordert mit ca. 130 Arbeitsstunden.  

Jetzt kann ich langsam an die abschließenden Arbeiten gehen. Freudensprung
Bleibt nur zu hoffen das alle Kontakte richtig mit Hauptwerk kommunizieren. Dies konnte noch nicht getestet werden aber die Scanner zeigten ein ankommendes Signal von den Reedkontakten an. Ich weiß nur noch nicht ob diese auch weiter gegeben werden.  

Viele Grüße, Stefan
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Lumarus
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« Antworten #77 am: 05. Juli 2017, 13:39:22 »

Spieltisch-Vorstellung Teil 1

Hallo,

endlich ist es soweit und die ganzen baulichen Maßnahmen sind abgeschlossen. Freudensprung

Was jetzt noch zu tun ist spielt sich nur noch im Softwarebereich ab. (Hauptwerk in Cubase integrieren usw.)

Da der Spieltisch als "Hybride" recht umfangreich ist versuche ich ihn in mehreren Teilen vorzustellen.

Gestern konnte ich zum ersten mal alles testen und hatte richtig Spaß, wenn auch nur über Kopfhörer mitten in der Nacht. Es ist einfach ein herrliches Gefühl tatsächlich alle Regler der original Orgel an eigenen Spieltisch vorzufinden. Leider ging eine Pedal-Koppel nicht, aber das lag nur daran weil eines der Midikabel sich ein wenig aus der Buchse beim Aufbau löste. Nochmal Glück gehabt. Engel

Das Anlernen der einzelnen Kontakte funktionierte aber einwandfrei und ohne Probleme.


Als kleinen Einstieg habe ich hier nochmal ein Foto vom schlimmsten Zustand der Anlage:



         
Und so sieht der Spieltisch jetzt im fertigen Zustand mit Abdeckung aus. Der zusätzliche obere Aufbau für das Display fügt sich nun doch sehr gut in das Gesamtbild ein.   


Der Micro Korg Synthesizer hinter dem Notenpult hat sich während des Umbaus ergeben. Der könnte noch mit einer Abdeckung verblendet werden, so das er nicht zu sehen ist wenn nur Orgelbetrieb herrscht. Mal schauen was ich mache... Kopfkratzen


Ein Blick nach unten auf Pedal und Koppeln. Da der PVC-Boden an einigen Stellen Verfärbungen durch das alte Pedal hatte legte ich einen Teppich aus, der genau in das Lichte Maß des Pedalrahmens passt.
Dadurch sieht jetzt alles einheitlich aus und der Teppich kann einfach, durch anheben des Pedals, zum reinigen herausgenommen werden.






Die Koppeln.


Die Setzer-Pedale.


Ohne Abdeckung bietet sich diese Ansicht für den Hauptwerkbetrieb.


So wirkt es aus Spielposition.


So schaut man auf die Manubrien. Die Übersicht ist sehr gut und bedienen lassen sich die Zügen mit nur einem Finger. Es können sogar mehrere gleichzeitig gezogen werden, da es ausreicht diese nur leicht von der Seite zu betätigen. Bis zu 4 Stück sind dadurch möglich zu betätigen.




Diese beiden Fotos sind jetzt zwar verwackelt, da ich diese ohne Blitz machte, aber es geht mir hier nur darum die unterschiedlich glühende Beleuchtung der einzelnen Werke zu zeigen.   


Im Dunkel sieht das fantastisch aus und signalisiert die Bereitschaft der Manubrien.

Fortsetzung Folgt....

Viele Grüße, Stefan
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« Antworten #78 am: 05. Juli 2017, 17:01:27 »

 Schock Schock WOW, Stefan...ich bin schlicht sprachlos...
Das ist wirklich phänomenal!!! Anbetung Anbetung
Herzliche Grüße
Benjamin
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Machthorn
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« Antworten #79 am: 05. Juli 2017, 21:28:29 »

Wirklich ein glänzendes Stück Handwerkskunst!
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