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Autor Thema: Eigenbau-Hybrid Spieltisch für ein Hauptwerksample  (Gelesen 10474 mal)
Lumarus
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« Antworten #60 am: 20. Juni 2017, 21:27:15 »

Hallo,

und vielen lieben Dank für das Lob! Danke
Das geht runter wie Öl.

Seit einigen Tagen ist der Bilderservice, den ich verwende, nicht mehr erreichbar. Jetzt sehe ich, das sogar schon einige Fotos in der Serie hier fehlen. Schock
Hoffentlich macht sich das wieder, ansonsten muss die diese ersetzen.  Traurig

Auf Grund dessen habe ich nun erst mal den Bilderservice gewechselt und hoffe jetzt auf besseres.


Mittlerweile ist die erste Tafel voll bestückt.


Gefolgt von der Zweiten, was die Beschilderung angeht.


Das Board mit den Pedalen ist nun auch fertig midifiziert.


Da der Midiscanner in der rechten Einhausung der Registertafel sitzt, entschloss ich mich die benötigten 9 Leitungen über 2 Midikabel zu zuführen. Auf diese Weise lässt sich das einfacher zusammenstecken und wieder lösen.


Die Geschichte mit den Schleifen an den Federn ist auch lustig, denn diese verhindern das alle Federn nachschwingen wenn ein Pedal betätigt wird und so einen Ton erzeugen. Ähnlich wie ein Federhall, wenn dieser eine Erschütterung erfährt.
Die sind aus selbst verschweißenden Isolierband, also aus Gummi und filtern von daher alle Geräusche heraus.


Dies sind nochmal die verschiedenen Pedale im Profil nach dem letzten Ölauftrag.


Auch die Vorderseite der Boards bekam die letzte Ölung bevor auch hier die Schilder aufgeklebt wurden.
natürlich auch hier wieder mit einer Schablone für korrekten Sitz.


      





Nun sind auch die Türen abgeschnitten, und schräg nach hinten zum Koppelboard montiert worden.
Der bewusste Verzicht auf Beize ist deutlich zu sehen und gefällt mir ganz gut. So ist alles etwas aufgelockert und in Anlehnung zum original Spieltisch der Metzler Orgel für mich perfekt.
Ich lasse praktisch alles was mit dem Original zu tun hat einfach in Naturfarbton. Das wären dann direkt am Spieltisch 4 Bauteile und die Sitzfläche der Orgelbank.
Ein klein wenig ist die ebenfalls neu angebrachte Pedalbeleuchtung zu sehen. Das sind einfach nur gewöhnliche Deckenstrahler, für die ich einen Rahmen baute und LED-Lampen einsetzte.

Als nächstes nehme ich den Einbau der Registerkästen in Angriff. Mal schauen wie das wird, denn es ist überall nur 1mm Platz vom Kasten zum Orgelgehäuse und dieser soll ja um 30cm ausziehbar sein.

Viele Grüße, Stefan
 
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« Antworten #61 am: 21. Juni 2017, 11:28:33 »

Hallo Lumarus,
erst einmal auch von mir ein großes Lob. Dein handwerkliches Geschick ist bemerkenswert. Die Ruhe, die man bei allen Arbeitsgängen haben muss (nur allein die Pedale müssen mehrfach geschliffen werden und dann geölt), ist zu bewundern. 
Ich wünsche Dir weiterhin gutes Gelingen und bin sehr gespannt auf weitere Fortsetzungen deines Orgelaufbaus. Ein kleiner Tipp zu den Fotos. Ich habe gute Erfahrungen mit der Seite "share your foto" gemacht.

LG
Matthias
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« Antworten #62 am: 21. Juni 2017, 12:22:51 »

Hallo Lumarus,

darf man fragen,  welches Öl du verwendest?

LG
Gerd
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Lumarus
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« Antworten #63 am: 21. Juni 2017, 18:51:53 »

Hallo Matthias,

vielen Dank an Dich, auch für die Fotoseite! Danke
Jetzt habe ich 3 Dienste zur Auswahl wenn mal einer nicht geht. Zum Glück sind die ganzen vorherigen Fotos seit heute wieder da.

Hallo Lumarus,

darf man fragen,  welches Öl du verwendest?

Hallo Gerd,

selbstverständlich darfst Du das fragen. Ich habe extra ein kleines Foto meiner Schatzkammer gemacht:


Das verwendete Öl ist das Hartöl vom Leinos, ein Öl das ich schon seit ca. 25 Jahren verwende. Aus meiner Sicht ist das eines der besten Öle das es gibt. Es funktioniert auch für Treppen, Parkettböden, Arbeitsplatten usw. Das Öl ist also für stark beanspruchte Flächen gedacht, von daher perfekt für das Pedal.
Ich habe es auch schon zur Vorbehandlung für einen Schellack-Auftrag verwendet um einen guten Grund zu erschaffen.    
Das schöne beim ölen ist die Tatsache, das wenn mal was an der Fläche passiert, leicht angeschliffen und wieder nachgeölt werden kann ohne das man etwas sieht. Bei lackierten Flächen ist dies nur sehr erschwert möglich.  


Mittlerweile sind die Registerkästen eingebaut. Davon habe ich ein paar Bilder mehr gemacht, denn so wie das jetzt funktioniert beeindruckte sogar mich. Lachen


Gut ist zu sehen wie knapp die Kästen passen.


Beim herausziehen passt zwischen Monitorhalter und Kasten nur noch ein Blatt Papier, der Kasten läuft noch komplett frei, auch wenn das nicht so aussieht.

 
Hier die rechte Seite mit nur 1mm Luft.


Und dergleichen bei der linken Seite. Knapp, knapper, Lumarus Engel


Ein Foto in der Perspektive. Unten ist ein Teil der Schalter zu sehen, die es zu überbrücken gilt. Wären diese nicht an der Stelle, wäre eine stationäre Lösung machbar gewesen. Aber das Bewegliche hat auch etwas für sich.


Der linke Kasten.


...und im ausgezogenen Zustand. Auch hier herrscht die gleiche Knappheit.

 
Ein Blick von oben auf die Züge und deren Befestigung am Spieltisch. Auch hier habe ich mich für einen Klemmschluss entschieden um schnell abbauen zu können.


Nochmal die besagten Schalter.


Noch eine Perspektive in Parkstellung.


Beide in Ruhestellung....


... und in Arbeitsposition.
Einfach nur herrlich das Ganze. Der Blickwinkel passt um alles gut lesen zu können und ich muss mich nicht viel strecken um die Manubrien zu erreichen.  

Jetzt können die Kabel verlegt werden. Da muss ich nur etwas aufpassen, da die Kästen beweglich sind.

Viele Grüße, Stefan
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« Antworten #64 am: 22. Juni 2017, 10:21:05 »

Hallo Stefan,

du hast eine PN


Gerd
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« Antworten #65 am: 23. Juni 2017, 11:14:00 »

Darf ich fragen, wie du die Registerbeschriftung gelöst hast? Ist das Siebdruck oder sind das Aufkleber?

Gruß
Martin
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Lumarus
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« Antworten #66 am: 23. Juni 2017, 15:49:29 »

Hallo Martin,

das war recht einfach, nur etwas zeitaufwendig.

Die Beschriftungen habe ich mit dem Zeichenprogramm von Open Office selbst entworfen und mit einem Laserdrucker ausgedruckt. Es brauchte einige Entwürfe, bis was dabei war was zufriedenstellend war.
Die Schwierigkeit lag bei den kleinen Beschriftungen, da der jeweilige Abstand zu nächsten nur 1mm betragen durfte, aber auch die größten Registernamen darin Platz finden mussten.
 
Da alles auf nur ein Din A4 Blatt passte habe ich dieses dann komplett laminiert und erst danach die einzelnen Schilder ausgeschnitten.
So sind die relativ geschützt, können aber jederzeit gegen neue Schilder ausgetauscht werden.

Viele Grüße, Stefan 
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Lumarus
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« Antworten #67 am: 23. Juni 2017, 21:23:36 »

Hallo,

das kommt davon wenn man sich nicht direkt um alles Gedanken macht und das ein oder andere Ungeliebte vor sich her schiebt. Traurig

Als ich mir bei Herrn Pausch diese tollen Midiscanner für die Manubrien bestellte, orderte ich mir zusätzlich noch dieses Display um mir die Setzerpositionen vom Hauptwerk anzeigen zu lassen, wenn die Monitore anderweitig beschäftigt, oder aus sind.


Dumm ist jetzt nur das ich zur Zeit immer noch keine Ahnung habe wo ich das Teil einbauen könnte. Da ist einfach kein Platz mehr im Spieltisch und das lässt mich jetzt schön blöd dastehen. Blöd

Mir war das irgendwie schon bewusst als ich diese Bauteil bestellte, aber ich dachte das sich da im Laufe des weiteren Aufbaus der Orgel was ergibt. Dem war aber nicht so.

Da baut man die kleinsten, funktionierenden Manubrien die vielleicht möglich sind und ist dann noch nicht einmal in der Lage ein simples Display mit unterzubringen. Böse Das bremst mich jetzt natürlich aus. Ich hatte zwar schon eine Idee, aber leider funktioniert das nicht weil das Display nur mir einer Verrenkung meinerseits zu sehen wäre.

Ich lasse das alles jetzt erst einmal noch liegen. Vielleicht fällt mir doch noch was ein, denn darauf verzichten würde ich nur sehr ungern. Kopfkratzen

Mittlerweile sind aber alle Köpfe auf den Manubrien montiert. Ca. die Hälfte hielt von ganz alleine, bei den Anderen habe ich mit etwas Holzleim nachgeholfen. Aber so das die Knöpfe dennoch wieder abnehmbar sind.
Auch die Orgelbank ist jetzt fertig geworden, da die Sitzfläche geölt ist. Die Poren habe ich nur leicht mit Bimsmehl verschlossen um deren Verunreinigung vorzubeugen.

Viele Grüße, Stefan      
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trompetendulzian
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« Antworten #68 am: 24. Juni 2017, 11:04:22 »

Hallo Stefan,

wie wäre es mit einer Integration in den Sockel des Notenpultes oder in einem kleinen Kästchen neben dem Notenpult, das bei Bedarf nach hinten wegklappbar ist?

Viele Grüße
Trompetendulzian
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Lumarus
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« Antworten #69 am: 24. Juni 2017, 20:32:58 »

Hallo Trompetendulzian,

ja sowas hatte ich ganz am Anfang auch vor und das wäre mir auch am liebsten gewesen. Doch dann hatte ich mit Herrn Pausch telefoniert und erfuhr das dieses Verbindungskabel von der Elektronik zum Display nur eine bestimmte Länge haben darf da sonst mit Störungen zu rechnen ist.
Deshalb kann ich es nicht in den Notenpultsockel montieren.

Direkt daneben befindet sich der Monitor und nimmt auch den eigentlich benötigten Platz ein.


Da der gesamte Spieltisch nur 130cm breit ist, ragen die Monitore ziemlich weit zur Mitte hin.  

Aber mir kam da letzte Nacht eine andere Idee, was ich bisher außer acht lies. Ich dachte mir wenn das Display nicht im Spieltisch montiert werden kann, geht es vielleicht noch oben drauf.
Dazu muss jetzt erwähnt werden das der Spieltisch eine Kapuze hat, in welcher sich die Beleuchtung für Noten und Manuale befindet. Von daher kam letzte Nacht der Gedanke da noch zusätzlich eine Haube zu installieren, in welcher dann das Display und die Steuerelektronik untergebracht werden könnten.

Ich bin da heute gleich ran gegangen und es scheint zu klappen. Freudensprung


Das einzige was mir nicht so gefällt ist das diese Haube jetzt den Spieltisch vorn so erhöht, dass das Regal im Hintergrund zum Teil abgedeckt wird. Eigentlich sollte nun mal bei Oberkante Kapuze die fertige Höhe sein, aber so wie das zur Zeit aussieht kann ich mir das nicht aussuchen.  

 
Um die Anschüsse nach hinten zu bekommen fertigte ich noch einen kleinen Kabelkanal an.
Die Konstruktion wird jedenfalls nur aufgelegt damit nichts beschädigt wird. So kann das immer wieder abgebaut werden.

  


Mal schauen wenn das fertig ist. Vielleicht fällt die Erhöhung nicht so stark ins Gewicht und stört mich.


Hier sind die fertigen Registertafeln auf der geölten Sitzbank. Das sieht in Verbindung mit den Koppeln schon so richtig nach der Metzler-Orgel in Poblet aus. Langsam werde ich ungeduldig auf das was mich da später erwartet. Freundlich


Die runden Metallscheiben sind für die Befestigung in der Einhausung mit Magnetschäpper.

Jetzt werde ich mich als nächstes wieder dem Display widmen.

Viele Grüße, Stefan
 
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