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Autor Thema: Eigenbau-Hybrid Spieltisch für ein Hauptwerksample  (Gelesen 10460 mal)
Lumarus
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« am: 26. Mai 2017, 14:09:31 »

Hallo,

da ich gerade voll in dem Umbauaktionen stecke dachte ich mir das es vielleicht nicht schlecht ist eine kleine Zeitreise in vergangene Tage dieser Orgel zu gewähren.

Als Resultat stelle ich mir etwas vor, das in Richtung Sakralorgel geht mit Pedal, 3 Manualen und 2 Monitoren.

Da ich die vielen Regler leid bin, möchte ich erreichen das im fertigen "Normalzustand", nur noch die Netzschalter zu sehen sind. Für weitere Bedienung stehen die Keyboards auf Auszügen zum rein.- und rausfahren.

Hier sind Bilder der Anlage, die bis 1987 zurück reichen, um bisherige Veränderungen zu zeigen.


Dies ist der Zustand um 1987: DX7, DX21, Poly-800, DDM-110 mit Mixer und Kassettenrecorder um Daten zu speichern.
Das ganze steht auf einem Holzgestell im Hammerschlaglack Design, nach den Maßen meiner alten Heimorgel.


Durch das fehlen einer Digicam ist hier der Zustand um 2000 zu sehen. Die Anlage wurde aber schon 2 mal vorher umgebaut.


Der Micro-Korg fand den Weg mit ins Gehäuse und der Poly-800 musste weichen.
Ausserdem kamen noch 2 Expander dazu.


Hier ist noch ein Bild mit Staubschutz.


Ab jetzt wurden die Änderungen gravierend und das Geflickte fing an.









Dies ist der derzeitige Zustand vor dem jetzt hoffentlich letzten Umbau. Deutlich sind die Spuren der Verwüstung der ganzen vorherigen Umbauten zu sehen in Form der grünen Platten.
Aussenliegende Geräte habe ich bereits vor 2 Jahren wieder entfernt, da ich einfach keine Lust mehr auf dieses Synthemessitum hatte.

Daher will ich das Ganze jetzt wieder richtig machen. Ein Notenständer soll wieder entstehen und die Monitore sollen mit eingebaut werden.
Der Mixer kann im Innenraum verschwinden, da die Erfahrung gezeigt hat dass dieses Teil einmal eingestellt wird und dann so Stehen bleiben kann.

Was jetzt sonst noch gefordert ist besteht aus:

Einem Vollpedal das es zu midifizieren gilt, eine neue Orgelbank, die Koppelhebel und Registerzüge für die Hauptwerkorgel.
Wobei Letztere alle selbst gebaut und midifiziert werden müssen, damit das später auch passt.

Was in den nächsten Beiträgen folgt ist erst mal nur ein Umbaubericht der schon einige Zeit zurück liegt, da ich damit vor mittlerweile 3 Jahren begonnen haben, aber leider abbrechen musste.

Wenn der Bau-Bericht ins aktuelle Geschehen schwappt, werde ich Bescheid geben.

Viele Grüße, Stefan   
 



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Aeoline
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« Antworten #1 am: 26. Mai 2017, 16:48:06 »

Wow! - die voll fette Installation.

 Danke
für die tollen Bilder und viel Spaß und Erfolg bei den Umbaumaßnahmen.

Der WAF dieser Installation dürfte bei ca. Null liegen...

 Böse

LG
Aeoline

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Gemshorn
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« Antworten #2 am: 26. Mai 2017, 17:00:36 »

Einerseits: Toller "Arbeitsplatz", sieht nach nem echten Studio aus. Da gehts nicht um Ästhetik, sondern einfach darum, ob auch wirklich alles in Griffweite ist, was es braucht. Eine echte "Workstation". Lupe
Andererseits: Genau mein Grund, warum ich nie, nie, nie mit einer Hauptwerkinstallation arbeiten will. Traurig Aeolines Einschätzung des WAF stimme ich voll zu.
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Lumarus
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« Antworten #3 am: 26. Mai 2017, 19:37:10 »

Hallo,

ich denke jetzt wird klar warum ich endlich weg von dieser Masse und mich auch mit nur einem Sample zufrieden gebe.
 Lachen Der WAF ist bei uns nicht mal das Problem, eher der MAF und der stand bei mir auf -10 Zwinkern

Es ist kaum zu glauben das eigentlich ich der Designer bei uns bin wenn man sich das Teil so anschaut. Kopfkratzen
Damals sah das auch noch ansprechend aus. Sobald aber einmal angefangen wird da noch zusätzliches zu integrieren dann wird das irgendwann unansehnlich.

Ich bin jetzt schon recht fortgeschritten mit dem Umbau und kann Euch versprechen das bis jetzt eine sehr extreme Wandlung stattgefunden hat, mit der so wie das oben noch aussieht, niemand rechnet.

Das soll später im Gesamtbild aussehen wie aus einem Guss.
Selbst die Orgelbank soll sich da noch passend integrieren, oder um es noch anders auszudrücken: Der Spieltisch soll Wohnzimmertauglich werden.

Gebaut wird übrigens nur aus dem Kopf heraus, da ich sowas schlecht planen kann, da sich alles Weitere immer erst während des Baus ergibt.

Lasst Euch einfach mal überraschen was da jetzt so passiert. Wie schon oben schrieben; sobald der Bauzustand aktuell wird, gebe ich Bescheid. 

Viele Grüße, Stefan
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Lumarus
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« Antworten #4 am: 26. Mai 2017, 22:39:25 »

Hallo, hier habe ich noch den ersten Schritt des Abbaus vor 4 Jahren. Das war damals auch im Mai.

Mit original Text von damals:
 
Inzwischen habe ich schon erste Abbauten vorgenommen.


Das Midikeyboard ist schon mal entfernt und gib erste Blicke ins Innere preis.



Weitere Blenden sind demontiert und die erste Neumontage begonnen. Das ist erst auf den 2. Blick zu sehen:
Der X50 steht nun vermittelt und die Blende links ist wieder ganz außen montiert so wie schon vor 25 Jahren.
Damals stand da der DX7, welcher durch die Räder an der Seite etwas breiter war.
Den DX7 hätte ich damals vor 7 Jahren gerne weiter verwendet, aber leider gibt der nicht den vollen Lautstärkewert aus, was ihn als Masterkeyboard unbrauchbar macht.
Für mich ist jetzt wichtig das ich exakt mittig nach oben bauen kann. Durch einen glücklichen Zufall kann ich
vom Außenmaß des X50 direkt nach oben bauen und die Auszüge für die anderen Keys werden so genau passen.


Nun wäre es auch möglich gewesen einfach eine 3er Fatar Tastatur einzubauen und gut ist. Aber ich will hier probieren einen Schritt weiter zu gehen, in dem es möglich sein soll, durch das verschieben der Manuale die Regler frei zu legen, so das ich auch meine Synthefunktionen weiter nutzen kann.

Das Ganze gibt also eine Gradwanderung zwischen Synthesizerburg und Sakralorgel, oder soll es zumindest geben.

Ein weitere Herausforderung ist der vorbestimmte, verfügbare Platz. Oben die Schränke, links die Wand und rechts ein Schreibtisch, der nicht verstellt werden kann.
Da sind gerade mal 130cm in der Breite welche die beiden Monitore und den Notenständer aufnehmen können.
Eigentlich sollte der Ständer über die Breit der 5 Oktaven gehen, aber das kann ich knicken. Ich bin schon froh wenn der Ständer des DX7 dazwischen passt.

Ansonsten ist alles noch nicht richtig geplant. Ich habe nur die grobe Vorstellung und der Rest wird sich wohl beim Bau ergeben.

Viele Grüße, Stefan
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Gemshorn
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« Antworten #5 am: 27. Mai 2017, 11:07:41 »

Mit original Text von damals:
Hm? Was bedeutet das denn? Welcher Originaltext? Kopfkratzen
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Ebi
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« Antworten #6 am: 27. Mai 2017, 11:37:34 »

Hallo Stefan
Welche Art von Musik hast du denn bisher mit dem ganze "Instrumentarium" gemacht? Auf einem der Bilder sehe ich neun Keybord-Tastaturen. Für was benötigt man dies alles? Diese Frage ist keinesfalls spöttisch oder wertend gemeint, sondern ich habe definitiv keine Ahnung davon, was man damit alles anstellen kann.....
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Beste Grüsse aus der Schweiz
Eberhard
Machthorn
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« Antworten #7 am: 27. Mai 2017, 14:06:50 »

Zitat
ich habe definitiv keine Ahnung davon, was man damit alles anstellen kann.....
Wenn ich mir anschaue, was Jean Michel Jarre so alles an Synthies für eien Show auf der Bühne stehen hat, da geht schon was. Es klingt ja auch jeder Synthesizer anders.
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Lumarus
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« Antworten #8 am: 27. Mai 2017, 15:05:27 »

Hm? Was bedeutet das denn? Welcher Originaltext? Kopfkratzen

Hallo Gemshorn,
 
das vergas ich zu erwähnen.
Ich hatte diesen Umbau schon damals in einem anderen Forum gepostet (was aber im nachhinein nicht die richtige Plattform für so ein Vorhaben ist) und jetzt Teile des Textes übernommen, damit das Posten einfacher wird und schneller geht. So komme ich einfacher und schneller zum aktuellen Bauzustand bei dem ich mich gerade befinde, um dann weiter aktuell posten zu können.
Der Umbau begann vor genau 4 Jahren und dauerte nur einige Wochen an bis ich durch persönlichen Gründen das Ganze bis jetzt ruhen lassen musste.
 

Hallo Stefan
Welche Art von Musik hast du denn bisher mit dem ganze "Instrumentarium" gemacht? Auf einem der Bilder sehe ich neun Keybord-Tastaturen. Für was benötigt man dies alles? Diese Frage ist keinesfalls spöttisch oder wertend gemeint, sondern ich habe definitiv keine Ahnung davon, was man damit alles anstellen kann.....

Hallo Ebi,

das sind alle Instrumente die ich mir im laufe der Jahre angeschafft habe. Zum Teil sind die mittlerweile schon über 30 Jahre alt.
Um es auf den Punkt zu bringen kann tatsächlich das meiste weg, da die "Neueren" die "Alten" überflüssig machen. Vieles können diese nun auch was die Alten konnten und das oftmals sogar viel besser.
Ich konnte mich einfach nicht von den alten Geräten trennen, habe diese aber auch fast nicht mehr verwendet obwohl sie mit integriert waren.
Musikalisch bin ich gar nicht mal so fest gelegt; mal vieles mit Föten-Klängen, aber auch reine Synthesizermusik, je nach dem.

Wenn ich mir anschaue, was Jean Michel Jarre so alles an Synthies für eien Show auf der Bühne stehen hat, da geht schon was. Es klingt ja auch jeder Synthesizer anders.

Hallo Machthorn,

das ist richtig. Bei meinen ist nun mal das Problem das viele einfach den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind.
Jean Michel Jarre würde sich solle Geräte auch niemals auf die Bühne stellen.
Es waren leider schon damals nicht die besten Geräte, bzw. für das was ich vor hatte nicht geeignet, nur das was der Geldbeutel so her gab. Eigentlich waren da sogar nur 2 Klassiker dabei mit unverwechselbaren Sound und diese habe ich sogar schon vor Jahren wieder verkauft, weil die zum einen mitten im Zimmer standen, und zum anderen ich diese auch gebraucht kaufte. Da gab es keine emotionale Bindung zum Instrument.

Viele Grüße, Stefan


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Lumarus
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« Antworten #9 am: 27. Mai 2017, 15:40:35 »

So ging damals der Abbau weiter:


Der mittlere Monitor und der Micro-Korg sind entfernt.


Der linke Monitor und dessen Halter sind nun auch Geschichte.


Nachdem jetzt auch der obere Boden entfernt wurde, kann ich die ersten Bezugspunkte setzen:
Die angespannte Leiste zeigt mir das absolute Aussenmass für die obere Monitorkante und
die beiden Klebestreifen sind die Innenkanten der Monitore. Dies ergibt die Schräge für den Einbau.


Das sind die ersten neuen Teile zum verkleiden.


Die Leiste deckt Klebereste von dem grünen Material ab.




Das Ganze funktioniert nach einer Art Stecksystem. Ich will so wenig wie möglich verschrauben sondern nur mit steckbaren Teilen arbeiten.
Das erleichtert das beikommen wenn mal was ist. Es ist also keine Verbindung der Teile vorhanden und diese können einfach herausgezogen werden.
Die Passung ist aber press, da wackelt nix.

Das Problem bei sollchen Umbauten ist das immer nur Teilstücke gebaut werden können, da dies Vorgaben für weitere Aktionen erst ermöglicht.
Deshalb kommen als nächstes die Monitore dran. Dann ergibt sich der Rest.

Viele Grüße, Stefan
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