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Autor Thema: Johannus LiVE III - Hauptwerk  (Gelesen 2201 mal)
Noah
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« am: 09. Mai 2017, 19:09:49 »

Liebe Forumsmitglieder,

Ich bin ein stolzer Besitzer einer Johannus liVE III und bin damit überglücklich. Das einzige, was ich zu bemängeln hab, ist, dass es lange dauert, bis ein neues Sample-Set kommt.

Mich würde mal intressieren, ob es möglich ist, Hauptwerk über einen externen PC laufen zu lassen, und den LiVE Speiltisch mit Schweller und Registerzügen so wie die Klangabstrahlung der LiVE III zu benutzen.

-Live hat ja ein eigenes Programm für die Sample Sets, und ich habe IMMER eine Orgel auf dem Instrument angezeigt. Ist es da überhaupt möglich, die Register für HW über die Live Orgel Registerzüge zu bedienen oder muss ich dies über einen tuchscreen machen?

-Können die Seq. +/- der LiVE verwendet werden oder nicht?

-Schade ich damit dem Haupwerkprogramm von Johannus oder gar der Orgel?

-Würde sich das ganze als erweiterung lohen?



Freundliche Grüsse

Noah
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Johannus LiVE III seit 6.12.2016
Wichernkantor
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« Antworten #1 am: 09. Mai 2017, 19:30:29 »

M.W. hat Johannus die gesamte digitale Architektur des Instrumentes bewusst so ausgelegt, dass es nicht mit HW kompatibel ist. Man will schließlich seine eigenen Sets verkaufen ... Was ja auch legitim ist. Aber die lassen halt gerade etwas auf sich warten ...  Ratlos

Dass man da als Kunde "not amused" ist, kann ich gut nachvollziehen. Einige von uns haben aber auch mit anderen Herstellern die Erfahrung gemacht, dass ein an und für sich gutes und entwicklungsfähiges Produkt einfach nicht weiter entwickelt wurde - ich erinnere an die Roland C 330/380. Eigentlich ein sehr gut klingendes Instrument (wie wir bei unserem Besuch im Hause Magunia erneut und einhellig festgestellt haben  Drehorgel), aber eben nicht mehr weitergedacht ...  Motzen

LG Michael
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Noah
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« Antworten #2 am: 09. Mai 2017, 20:38:38 »

Lieber Michael,

Danke für deine Nachricht.

Schade dass dies nicht funktioniert... Es wäre wirklich eine tolle Erweiterung gewesen..

LG

Noah
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Johannus LiVE III seit 6.12.2016
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« Antworten #3 am: 09. Mai 2017, 22:57:40 »

Du kannst natürlich die interne Abstrahlung über "aux in" aus dem PC heraus und Hauptwerk über "midi in" wie bei jeder anderen midifähigen Digitalorgel nutzen. Ich kann auch die Registerwippen meiner Digitalorgel für Hauptwerk programmieren. Warum soll das bei der Live dann nicht gehen? Da die Livesamplesets aber bewußt nicht mit den Hauptwerksamples kompatibel sind, wird der Name des Hauptwerksamples nicht im Livedisplay erscheinen, sondern es wird ein gesondertes Element PC, Tastatur, Maus, Monitor neben der Live über midi angeschlossen bleiben.

Die Live ist für mein Verständnis im Grundprinzip eine als Digitalorgel verkleidete Hauptwerkorgel, bei der keine Monitoren aufgestellt sind und der PC neben der Orgel entfällt. Alles kompakt und wohnzimmergerecht halt. Ich freue mich mit Dir über Deine neue Liveorgel und habe mich in Stade auch über die Vorzüge der Sets informiert.

Michael
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« Antworten #4 am: 09. Mai 2017, 23:39:18 »

Das ist aber doch auch prinzipiell nachvollziehbar. Schließlich kann man bei einer Nikon auch nicht einfach ein Canon-Objektiv aufschrauben.

Ich finde 6 Sets für den Anfang auch gar nicht so schlecht. Aber es ist schon wahr, es wird nun Zeit für die versprochene Fortsetzung der Serie!

LG Stephan
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« Antworten #5 am: 09. Mai 2017, 23:51:30 »

Zitat
es wird nun Zeit für die versprochene Fortsetzung der Serie!
Es dürfte sicher sein, dass da noch einiges kommt, die haben wohl schon mehrere Orgeln im Kasten. Es fehlt nur an Manpower das alles aufzubereiten, deswegen geht das gerade nicht so schnell. Man darf sich das nicht so trivial vorstellen, ein Sampleset zu erstellen. Die Live verwendet meinem Verständnis nach Einzeltonsampling. Bei 61 Tasten pro Manual- und 30 pro Pedalregister kommen da über den Daumen 2700 Register-Tasten-Kombinationen zusammen. Jede Kombination besteht aus drei Samples: Ansprache, stehender Ton, Absprache, macht etwa 8000 Samples pro Set. Das jeweilige Triple muss aus den gemachten Aufnahmen ausgewählt, passend geschnitten und dann so abgestimmt werden, dass sie ohne Bruch wieder "nacheinander" abgespielt werden können. Und wenn das passt, müssen die Töne innerhalb eines Registers so aufeinander abgestimmt werden, dass das Register authentisch wie auf dem Vorbild klingt - und die Register gegeneinander auch. Wenn das einer alleine machen soll, sind schnell ein paar Monate Arbeitszeit vergangen. Gestartet sind sie vor 1 1/2 Jahren mit zwei Sets, jetzt sind schon sechs verfügbar, und die haben auch noch ausgeprägt unterschiedlichen Charakter. Das ist doch nicht schlecht?
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Wichernkantor
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« Antworten #6 am: 10. Mai 2017, 06:14:58 »

Damit nicht genug: Vorläufer und Abspracheverhalten müssen ja noch auf die Repetitionsgeschwindigkeit der Taste abgestimmt werden. Bei schnellen Tonrepetitionen bricht der Klang ja nicht ganz zusammen und der Ansatz des Folgetons ist kürzer und "weicher". Diese Algorithmen verbrauchen einiges an Rechnerleistung. Hinzu kommt, dass sich ein Gedackt völlig anders verhält als ein Prinzipal, ein 2' anders als ein 16' etc.

D.h., wenn es "echt" klingen soll, sind viele Stellschrauben zu justieren. Und wenn ich das richtig verstanden habe bei unserer letzten Visite in Ede, fehlt es derzeit an (Informatik-)Fachleuten, die genau das machen. Andererseits lebt das Konzept von Innovationen. Wer sich eine LIVE kauft, erwartet weitere Sets. Es wäre schon verkaufstaktisch klug, jetzt schnell etwas nachzuschieben.
Bei den Mitbewerbern am Markt sind gute Konzepte gescheitert, weil nix mehr passierte ...
Genau das wünsche ich weder Johannus, noch den LIVE-Usern.

LG
Michael
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Noah
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« Antworten #7 am: 10. Mai 2017, 06:55:51 »

Liebe Forumsmitglieder,

Danke für euere Antworten.

Da sich die Antworten spalten, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als dies mit GO aus zu probieren. Ein PC ist ja vorhanden. Wenn dies klappt, sollte eigentlich HW ja auch funktionieren (?).

Lg

Noah
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Johannus LiVE III seit 6.12.2016
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« Antworten #8 am: 10. Mai 2017, 09:16:33 »

Nach Lesen des Handbuchs:
* Register, Manuale, Schweller und (wahrscheinlich nicht alle) Pistons senden MIDI Signale - also sollte GO/HW darauf reagieren können.
* Nachrichten zur Rückmeldung Registerzustand von PC zur Orgel steht nichts im Handbuch.

Beim Sequenzer ist aber noch zu beachten, das beim Druck eines Pistons die Orgel nicht selbst Registeränderungen durchführt - das kann die Zahl für den PC nutzbaren Pistons reduzieren.
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Wichernkantor
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« Antworten #9 am: 10. Mai 2017, 13:27:41 »

Statt Spekulatius zu futtern oder sich den Kaffeesatz deuten zu lassen , würde ich an Deiner Stelle mal beim Händler des Vertrauens anrufen.  Lachen
Die müssten eigentlich genau wissen, was geht und was nicht.
Außerdem haben wir unter den Forianern ja einen ausgewiesenen Fachmann für die LiveIII: Raphael Knoop. Auf eine PN reagiert er sicher ...

LG
Michael
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