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Autor Thema: Aufnahme über Anschlüsse  (Gelesen 2921 mal)
Gemshorn
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« Antworten #10 am: 09. März 2017, 08:06:36 »

Ein wenig offtopic, aber ein bisschen passt es dazu:
Eine Dame aus dem Dorf hat vor Jahren eine Aufnahme des sog. "Christushymnus" bei mir bzw. meinem Chor bestellt. Sie wollte diese Aufnahme für ihre eigene Begräbnisfeier.
Wir sind ihrem Wunsch nachgekommen und haben bei mir zuhause die Aufnahme angefertigt. Ich habe sie nachträglich mit etwas Kirchenhall versehen, sodass das Opusculum am Ende gar nicht mal so übel klang.
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Kein Mensch ist arm zu nennen, der ab und zu tun kann, was immer ihm Spaß macht. (Dagobert Duck)
mvn
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« Antworten #11 am: 09. März 2017, 12:29:15 »

Ich mache Live-Aufnahmen mit dem Gerät Zoom H2N für folgende Zwecke:

  • Eigenkontrolle auf dem entsprechenden Instrument in verschiedenen Kirchen
  • Live-Aufnahmen der Projektbezogenen Konzerte unseres Laienmusiker-Vereins auf unserer Webseite als Erinnerung (wir konzertieren in verschiedenen Kirchen)
Wir sind keine Profis, aber die Qualität hat einen hohen Stellenwert.

Eine Direkt-Aufnahme über die Anschlüsse des Instrumentes kann nie die entsprechende Atmosphäre (Spielart, Raumakustik, etc.) wiedergeben wie eine Mikrofon Aufnahme im Raum wo das Instrument steht.

Je nachdem für was eine sog. CD-Aufnahme verwendet werden soll, ist doch ein "eingefangener" Raumklang einer Direktaufnahme aus den direkten Ausgängen eines Instrumentes vorzuziehen.

P.S. wehret den Anfängen der Tendenz der "Orgelmusik aus der Konservenbüchse!"  Teufel 1
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Gloria Concerto 234 DLX
Sweevaldi
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« Antworten #12 am: 09. März 2017, 12:58:45 »

Hallo Michael,

Diese frage wurde mir noch nicht beantwortet. Ich weiss nur, dass ich ein paar Lieder auf eine CD einspielen soll...

Beim umhrstöbern bin ich auf den Sequencer von Johannus gestossen. Hat da jemand erfahrungen mit dem Sequencer? Und wo kann ich den bestellen bzw. wo liegt der im Preis?

MfG

Noah

Hallo Noah,
der Johannus Sequenzer kostete Ende 2015 an die 700 Euronen. Für die Schublade am Instrument kamen weitere 250 dazu.
Das Teil arbeitet perfekt, einschließlich der Aufzeichnung und Steuerung der kompletten Registrierung.
Ich benutze ihn zur Selbstkontrolle. Man glaubt gar nicht, wie viele eigene Fehler man aufdeckt, wenn man sich aus einiger Entfernung selber spielen hören kann, ohne tatsächlich mit Spielen beschäftigt zu sein.
Auch für die Beurteilung von Registrierungen aus Zuhörer Perspektive eignet sich das Gerät ganz ausgezeichnet.
Mit der Weitergabe von selbst erzeugten MIDI Dateien, die man ja "unkontrolliert" in jedes beliebige MIDI fähige Instrument übertragen kann, sollten wir natürlich zurückhaltend sein, weil man nämlich aus der Entfernung gerade nicht mehr hören kann, ob ein Lebewesen auf der Orgelbank agiert, oder der Sequenzer dieses "nur" authentisch abbildet.
Man stelle sich einmal vor, Herr J. S. Bach hätte sein Spiel dergestalt aufzeichnen und damit im Original verewigen können - welch unglaubliche und gleichzeitig erschütternde Konsequenzen das heute hätte.
Es kommt dazu, dass man MIDI Dateien am Computer "überarbeiten" kann, d.h., z.B. können "falsche Töne" nachträglich korrigiert werden. Ich befürchte, dass wir den Trend zur "Automatisierung" des Organisten nicht werden aufhalten können, weil Roboter kein Brot essen. Unter Einsatz von KI in der Abspielsoftware könnte es sogar dazu kommen, dass alle wichtigen "Eigenarten" eines lebenden Orgelspielers perfekt nachgebildet werden, ein wahrer Albtraum.
Was uns die perfekte Konservendose aber nicht wird nehmen können, ist das einzigartig befriedigende Gefühl, sich selber und andere beim unmittelbaren und realen Spiel zu hören, einschließlich der kleinen Unzulänglichkeiten, vor denen selbst große Künstler nicht gefeit sind. Das gilt für Spieler wie Zuhörer gleichermaßen.
Wenn der Pfarrer meint, nach der Salamitaktik den Organisten durch den Sequenzer "gelegentlich", dann immer öfter, ersetzen zu wollen, sollten wir ihn fragen, wie es denn mit einem KI-gesteuerten Sakralroboter wäre, der ihn gleichfalls ersetzt!?
Herzliche Grüße,
Sweevaldi

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« Antworten #13 am: 10. März 2017, 07:11:47 »


Was uns die perfekte Konservendose aber nicht wird nehmen können, ist das einzigartig befriedigende Gefühl, sich selber und andere beim unmittelbaren und realen Spiel zu hören, einschließlich der kleinen Unzulänglichkeiten, vor denen selbst große Künstler nicht gefeit sind. Das gilt für Spieler wie Zuhörer gleichermaßen.
Wenn der Pfarrer meint, nach der Salamitaktik den Organisten durch den Sequenzer "gelegentlich", dann immer öfter, ersetzen zu wollen, sollten wir ihn fragen, wie es denn mit einem KI-gesteuerten Sakralroboter wäre, der ihn gleichfalls ersetzt!?


Ja, es sird höchste Zeit für ein Kirchenkabarett! Gottesdienst nach der "Agenda 2020": Statt "Lasset uns beten" heißt es im Votum: "Lasset uns booten."
Eine Soundmaschine ersetzt den Organisten, vorne steht ein Predigtautomat, der vorher mit dem Predigtext gefüttert wird und dann auf Grundlage aller thematisch passenden Einträge in den "asozialen Medien" eine "Predigt" absondert, die garantiert politisch korrekt ist und niemandem weh tut. Und selbst wenn: Die Gottesdienstbesucher lassen sich längst durch ihre Avatare vertreten, während Sie im Wald spazieren gehen, pennen oder brunchen. Der liebe Gott schickt dann auch seinen Vertreter vorbei:
Ihn hier ...  Teufel 1

*Satiremodus aus*

Schöne (???), neue Welt ...  Traurig Traurig Traurig

LG
Michael

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« Antworten #14 am: 10. März 2017, 10:35:54 »

 Verwirrt Aber bitte bequeme Sessel mit erhöhter Fußauflage.  Kopfkratzen Ich habs mit den Knie, da muss auch ne moderne Lösung her. Und ganz wichtig!!! Ein paar Tischchen für die Snacks und Getränke  Prost! wären noch gut.

Grüß aus Berlin

Matthias
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Machthorn
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« Antworten #15 am: 11. März 2017, 08:56:26 »

Zitat
die garantiert politisch korrekt ist
Na, wenn das mal nicht nach hinten losgeht! Microsoft hat gerade erst mal wieder einen Chatbot heruntergefahren, der sich nach KI-Analyse "sozialer" Netzwerke zu diversen Themen äußern konnte. Das Ergebnis: Unflätige Beschimpfungen, populistische Vorurteile etc. - nur nichts Vernünftiges!  Lachen
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« Antworten #16 am: 11. März 2017, 09:52:42 »

Aber bitte bequeme Sessel mit erhöhter Fußauflage.  Kopfkratzen Ich habs mit den Knie, da muss auch ne moderne Lösung her. Und ganz wichtig!!! Ein paar Tischchen für die Snacks und Getränke  Prost! wären noch gut.
Bitte unbedingt vollautomatische Massagesessel mit Budgetieren Lupe.... ich bin aber auch wieder verspannt..... dann fahre ich halt zum Personaldemonstrating ins hiesige Möbelhaus  duck und weg
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Wichernkantor
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« Antworten #17 am: 11. März 2017, 10:54:05 »

Na, wenn das mal nicht nach hinten losgeht! Microsoft hat gerade erst mal wieder einen Chatbot heruntergefahren, der sich nach KI-Analyse "sozialer" Netzwerke zu diversen Themen äußern konnte. Das Ergebnis: Unflätige Beschimpfungen, populistische Vorurteile etc. - nur nichts Vernünftiges!  Lachen

Genau DAS wollen "die Leute" hören! Vox populi! Du wirst sehen, die Kirchen werden proppevoll mit Platzhaltern ...  Lachen Lachen

Und selbst die "Kirchenmusik" ließe sich noch weiter individualisieren. Jeder kriegt eine Mickymaus auf die Ohren und kann sich dann sein Wunschprogramm wählen: Kastelruther Spatzen, Helene Fischer, DJ Ötzi, Captain Sperrrmüll (eine Band, in der der Unterfertigte vor 45 Jahren an einer "Philicorda" als "Keyboarder" Furore machte), Soundtracks diverser SciFi-Filme, Techno, Rap, Hiphop - und für die ganz Abgedrehten: Bastis Triosonaten.  Drehorgel

LG
Michael
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