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Autor Thema: nuPro 20 / 200 als Zusatz?  (Gelesen 2025 mal)
Rauschbass
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« am: 27. November 2016, 18:26:26 »

Hallo,
da ich gerade in Konsumlaune bin, hätte ich gerne meine DO mit etwas mehr Abstrahlfläche versehen. Jetzt liegt mir ein günstiges Angebot für zwei nuPro 20 vor. Da ich um die Beliebtheit des LD Dave 8 XS weiß, möchte ich gleich vorwegschicken, dass ich diese Lösung nicht anstrebe, da der Bass (wie Wicherkantor von seiner Excellent her bestätigen kann) der internen Abstrahlung genügt und das sehr "professionelle" outfit der LD wohl nicht Wohnzimmerkonform ist.
Hinzu kommt, dass die Abstrahlung (sollte ich nicht aus Versehen eine Live III erwerben) wohl demnächst im Eigenbau kanalweise nach außen erweitert wird, wo die nuPro dann auch noch eine Rolle spielen könnten.

Jetzt, nach diesem "verbalrauschenden" (hab ich heute hier gelernt) Intro die schlichte Frage: Hat jemand die NuPro ausprobiert und kann er was dazu sagen?

Viele Grüße und vielen Dank,
Stephan
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« Antworten #1 am: 27. November 2016, 22:44:30 »

Hallo Rauschbass,
Ich habe die Nubert "Böxchen" daheim und ausprobiert. Es aber schnell wieder gelassen.
Für die 360 sind sie mMn nicht brauchbar. Für sich allein am Computer sehr brauchbar aber an der Orgel einfach klar überfordert. Bass völlig unzulänglich, Pegel - obwohl ich nicht laut höre, an der Orgel unzureichend.
Selbstverständlich ist das rein subjektiv, aber vielleicht probierst du es selber aus, könnte sein, dass du es anders empfindest.
Wenn ich an der Orgel "mehr" will, dann hänge ich über line out meine Hifi-Anlage mal mit dran, allerdings sind die Boxen auch 1,5m hoch und wirkungsgradstark. Aber wirklich nur ab und zu, da die Abstrahlung der Orgel selbst mir ausreicht. Mir geht es dann nur um den Diffusschall, raumfüllend, "dicht gewebt".

Aber wie gesagt probier es aus.

Christoph
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Rauschbass
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« Antworten #2 am: 28. November 2016, 08:46:12 »

Hallo Christoph,

danke für deine Einschätzung, hilft mir weiter. Das mit der Hifi-Anlage muss ich nochmal testen, allerdings ist die etwa 9m entfernt in meinem Rücken. (Quasi ein Fernwerk Weihrauch, schade, dass Johannus keine Kanal-Line-outs anbietet), zudem sind meine Dual-Concentric-Chassis zwar sehr feinsinnig, aber nicht allzu bassstark.
Vielleicht dann doch mal die Dave - kostet ja das gleiche...
Viele Grüße
Stephan
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« Antworten #3 am: 28. November 2016, 09:29:10 »

Wenn Du wegen WAF einen deutlichen Tick weniger Kubatur und dennoch einen exzellenten Klang haben willst (und zwei Hunnis mehr anlegen kannst  Augenrollen), rate ich zu meinem Zweitgerät:

https://www.thomann.de/de/hk_audio_lucas_nano_300.htm

Die Bässe sind nicht ganz so "fett" wie beim Dave - der Sub ist erheblich unauffälliger und die Satelliten kannst Du bei Bedarf (unter Verzicht auf Stereophonie) auf den Sub aufstecken. Eine raffinierte Lösung, die ich an der Feldorgel immer einsetze, wenn's schnell und unauffällig gehen muss und ich weder Zeit noch Lust habe für Strippenzieherei. Zwei Klinkenkabel an den line out und es funzt - und zwar sehr ordentlich.
Ich würde die kleinen Würfel beiderseits des Notenpultes aufstellen und den Sub irgendwo hinter der Orgel diskret verstecken. Er trägt in der Breite keine 30 cm auf.

Eigentlich ist das ein PA-System - den Tipp gab mir der Chef eines Gießener Musikhauses, der hier im Nachbarort die Orgel schlägt. Seinem Rat zu folgen, war wohlgetan ...

LG
Michael

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Rauschbass
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« Antworten #4 am: 28. November 2016, 10:11:59 »

Danke, Michael.
Klanglich ist das Dave demnach jedoch überlegen - entnehme ich deiner Aussage - und da ich linke und rechts der Orgel Bücherregale habe, könnte ich die Satelliten schon unterbringen. Überredung ist alles, ich muss das Argument geltend machen, dass sich die Anlage hervorragend für die kirchenmusikalischen Außeneinsätze meiner Frau eignet  Engel. (E-Piano an Kinderchor)
Bei dem Nano hätte ich Bedenken, dass die kleinen Satelliten den Orgelklang nicht so überzeugend wiedergeben und durch den hohen Übergang zum Sub ein deutlicherer Bruch hörbar wird...
Ich hatte vor kurzem einen PA-Brüllwürfel an der Orgel hängen, der an den akustischen Eindruck einer alten Milchkanne erinnerte - dumpf und topfig. Ich denke, dass die Dave-Satelliten da hifideler sind. Oder?

Viele Grüße,
Stephan
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« Antworten #5 am: 28. November 2016, 10:20:04 »

Nein, Du wirst überrascht sein. Die Präsenz im gesamten Frequenzbereich ist wirklich super. Die Bässe sind keinesfalls mager, sondern schlank. Die Schallführung ist raffiniert durchdacht. (Der höhere Preis gegenüber dem Dave ist durchaus gerechtfertigt.) Da ist kein "4'-Loch". Wenn E. nicht so aus der Welt wäre (wenn man Mittelhessen als den Nabel derselben definiert  Lachen), würde ich sagen: Komm mal vorbei und hör' Dir das Ding an.

Ich kann Dir auch eine Aufnahme machen (Expander via 360-Abstrahlung und via Lucas Nano im Vergleich) - ginge ruckzuck, aber ist halt nur eine Aufnahme ...

Durch die verdoppelten Mittel-/Hochtöner bringt der Dave mehr Schall in den Raum, d.h. er schafft mühelos einen größeren Raum. Und der Sub bringt halt mehr Saft. Ich habe keine Mühe, damit einen mit 150 Leuten gefüllten Gemeindesaal zu beschallen, ohne dass beim Begleiten die Mitten wegbrechen und es laut oder plärrig wird. Mein Trickt, ich drehe die Satelliten zwecks stärkerer Schalldiffusion zur Wand und achte darauf, dass der Sub in keiner Symmetrieachse steht. Das klappt eignetlich immer. Als ich ihn kürzlich in meinem Orgelzimmer aufstellte, hatte ich bis dato ungekannte Probleme mit stehenden Wellen und Resonanzeffekten. Ich hab's in den Griff gekriegt, aber der dadurch gewonnene Erfahrungswert lautet: Für meine Bibliothek ist der Dave unten herum zu massiv. Ich musste ihn so weit herunterpegeln, dass seine Stärken eigentlich nicht gefordert wurden.  

LG
Michael
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Rauschbass
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« Antworten #6 am: 28. November 2016, 18:19:17 »

Hmm, also eine Kaufempfehlung über die alseits gelobte Dave xs  Kopfkratzen
Die nano 300 ist halt auch schon deshalb sympathisch, weil sie einen Mini-Mischer hat, für kleine Band-Zwischenfälle...
Vielen Dank auf jeden Fall, Michael.
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Wichernkantor
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« Antworten #7 am: 28. November 2016, 18:26:25 »

Es ist immer die Frage, wozu man es braucht - deshalb habe ich beides ...
Man gönnt sich ja sonst nichts ...  Lachen
Für's große Besteck nehme ich den Dave, für's mittlere das Nano, und das kleine Feldbesteck besteht nur aus dem Cantorum VI ohne alles - langt zur Chorprobe und i.d.R. auch zum Chorbegleiten.

Der Dave hat übrigens auch einen kleinen Mixer integriert. Technisch geben sich die beiden Teile nichts.

LG
Michael
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Sweevaldi
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« Antworten #8 am: 01. Dezember 2016, 17:39:25 »

"schade, dass Johannus keine Kanal-Line-outs anbietet), "

Hallo Rauschbass,
dazu möchte ich anmerken, dass man bei Johannus sehr wohl Einzelkanal-Lineausgänge bekommen kann. Sowohl in meiner alten 1997er Sweelinck 30, als auch in der neuen Vivaldi 350 (10/2015) wurden diese ab Werk als Sonderausstattung eingebaut. In der "Alten" sind es 8 Cinch Ausgänge, in der "Neuen" symmetrische Ausgänge, die es erlauben, weite Strecken problemlos und ohne Einstreuungen und nennenswerte Verluste zu überbrücken.
Bei Bedarf kann man diese Ausgänge auch über ein Mehrkanalmischpult mit symmetrischen Eingängen nach Belieben abmischen.
So weit mir bekannt, kann man eine derartige Sonderausstattung auch nachträglich bekommen, was sicherlich teurer wird als die Version ab Werk.

Viele Grüße,

Sweevaldi
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Vivaldi 350 seit Okt. 2015
beide mit interner und externer Abstrahlung
Rauschbass
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« Antworten #9 am: 01. Dezember 2016, 20:13:43 »

Hallo Swevaldi,
ich habe deinen Beitrag dazu gelesen (interessant), mein Händler / Techniker stellt sich diesbezüglich taub und sagt, es sei nachträglich nicht möglich. Wenn die Arbeit im nächsten Jahr mal weniger werden sollte, lass ich mal einen Elektroniker an die Orgel (dann ist die Garantie eh abgelaufen). Hast du zufällig einen Schaltplan bzw. weißt du, wo man ihn bekommen könnte?
Viele Grüße,
Rauschbass
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