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Autor Thema: Elbphilharmonie Hamburg  (Gelesen 7093 mal)
Falcon 2000
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« Antworten #20 am: 12. Januar 2017, 19:36:16 »

Leute, jetzt wartet doch mal ab was Michael uns berichtet. Geheimtipp

Wenn der Rezensent seinen Eindruck schildert, dann ist das doch lobenswert und besser als dass er in Lobhudelei ausbricht und dabei selber gar nicht überzeugt ist.
Man muss selber mal hören.
Überlegt doch wie unterschiedlich unsere Eindrücke von den verschiedenen Orgeln sind. Der eine mag z.B. Johannusklang, der andere findet ihn plastikartig, oder Viscount oder Ahlborn.
Ist doch gut, dass es unterschiedliche Geschmäcker gibt.
Wir werden ja sehen wie sich die Ausbuchung der Elphi für CD-Aufnahmen entwickelt. Daran kann man dann schon ersehen ob sie ein Glücksfall für Klang oder eben nicht ist.

Ich freue mich auf alle Fälle auf Michaels Klangrensension. Ich erwarte von der Riegerorgel schon einen eindrucksvollen
Klang. Rieger kann sich doch gar nicht leisten da "daneben" zu liegen.
Warten wir's ab  Prost!


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Wichernkantor
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« Antworten #21 am: 12. Januar 2017, 19:43:28 »

Zum Glück ist es eine Klaisine.  Lachen
Un Andreas Saage hat intoniert. Ich wage zu befürchten, dass er da eine Menge sportlichen Ehrgeiz und noch mehr Können 'reingesteckt hat.  Drehorgel
Die jüngeren Riegerinnen sind mir meistens zu laut. Die Domorgel in Fulda z.B. drückt den Kitt aus den Fenstern, wenn man ein Zungenplenum registriert.

LG
Michael
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Falcon 2000
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« Antworten #22 am: 12. Januar 2017, 20:30:43 »

Zum Glück ist es eine Klaisine.  Lachen
..

Schande über mich  Verschwörung
Wie kann man nur so daneben liegen! Putzen
Freud'sche Fehlleistung.

Aber das soll deine Ohren nicht beeinträchtigen. Schreib nur gleich wenn du wieder raus bist. Schlaumeier
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clemens-cgn
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« Antworten #23 am: 12. Januar 2017, 20:55:12 »

Obwohl energetisch völlig platt, habe ich mir das gesamte Konzert über Stereoanlage mit Sub angehört.
Jeglichen Unkenrufern und Kritikastern vermag ich mich in keiner Weise anzuschließen. Die Programmgestaltung hatte ja zur Aufgabe von alt bis zur Gegenwart, die Möglichk(Geeignetk-)eiten dieses Konzertsaales darzustellen. Dabei hatten viele der Werke einen direkten oder indirekten räumlichen Bezug zu Hamburg. Sicher die Gestaltung war gewagt und alles andere als "Gut bürgerliche Kost". Bei einigen Sachen mußte ich mich auch erst einhören..... um schließlich sogar in der Orchestermusik gregorianische Zitate zu entdecken. Dem hehren Anspruch wurde m.E. vollumfänglich Genüge getan. Dass ein Orchester sich in so einem Raum erstmal "einschießen" muß ist auch klar. Das Orchester kann in diesem Raum mit den traumhaften Klangmöglichkeiten nur noch besser werden. Die Solooboe zu Beginn des Konzertes habe ich traumhaft erlebt. Das Duo Harfe und Countertenor hat mich zuerst ein wenig verwirrt (hatte die Augen geschlossen), weil ich eine Laute vermutete und schließlich eine "historische Harfe" entdeckte.....
Was mich allerdings schon ein wenig wundert: niemand scheint gehört zu haben, das Iveta mit der Klaisine mehrere Einsätze hatte. Wenn auch nur mit milden Fonds. Sie gaben sich mir als Diapason+Melodiaklänge zu erkennen.... Wenn der Rest der Klaisine genauso geschmeidig ist, kanns nur genial werden.
Bevor die ungläubigen Thomasse mich jetzt der Unwahrheit bezichtigen, empfehle ich in der Mediathek die Lektüre des Abspanns. 
LG Clemens
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Martin78
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« Antworten #24 am: 12. Januar 2017, 21:07:54 »

Un Andreas Saage hat intoniert. Ich wage zu befürchten, dass er da eine Menge sportlichen Ehrgeiz und noch mehr Können 'reingesteckt hat.  Drehorgel
Hmmmh, wo hast du die Info her? Die Presseinformation sagt "Bernd Reinarz", dieser Intonateur war auch im Fernsehen in einer Elphi-Doku zu sehen ("er muss jede einzelne der Orgelpfeifen stimmen"  Augenrollen) und wurde interviewt. "Tonal Director" Saage ist überhaupt nicht beim Klais-Team erwähnt.

Im PO-Forum war auch noch eine andere lesenswerte Kritik verlinkt.

Gibt's die Martenot-Wellen (bei Messiaens Symphoniesatz solistisch!) eigentlich auch in irgendeinem Expander?  Drehorgel Dafür Freudensprung Lupe Zwinkern
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Gloria Concerto 350 Trend
Wichernkantor
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« Antworten #25 am: 12. Januar 2017, 21:54:51 »

Na, er ist der Chefintonateur und das ist der repräsentativste Großauftrag des Hauses seit Jahren. Ihn das nicht machen zu lassen, sondern einen "Stimmer", wäre wohl schlecht für das Binnenklima, wenn nicht gar ein Kündigungsgrund ...  Lachen


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Martin78
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« Antworten #26 am: 12. Januar 2017, 22:05:07 »

Nun, hier ist auch nur der Intonateur Herr Reinartz erwähnt; bis zum Nachweis des Gegenteils gehe ich davon aus, dass Herr Saage andere Projekte am Start hatte, z.B. Königsmünster oder Würzburg. Zwinkern
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Gloria Concerto 350 Trend
Falcon 2000
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« Antworten #27 am: 13. Januar 2017, 14:23:20 »

Gleicher Autor!
Im kleinen Saal gefällt ihm die Akustik. "Hier hat Yasuhisa Toyota perfekte Akustikarbeit geleistet."
Vielleicht hatte er dort einen besseren Platz. Aber das dürfte nicht sein, dass die Akustik so am Platz hängt.
https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article161139413/Liebe-Hamburger-das-kommt-Weltklasse-sehr-nahe.html

Aber leider steht dort keine Orgel.   Verschwörung

Man müsste vlelleicht eine Digitale anschaffen? duck und weg
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clemens-cgn
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« Antworten #28 am: 13. Januar 2017, 19:12:21 »

Die akustische Grundanlage des Orchesterplatzes von Elfi und der in Kölner Philharmonie, sind ja grundsätzlich artverwandt. Wenn ich z. B. direkt hinter dem Orchester sitze, dann darf ich mich nicht wundern, wenn mir das Blech  akustisch etwas kräftiger um die Ohren fliegt.
Ein Detail, was diesem kritikasterischen Herrn von der Welt entgangen sein dürfte: die Akustik ist so feinhörig, dass wirklich jeder musikalische Spielfehler (auch eines sogen. "Tuttischweines" (Orchestermusikerspreche)) im ganzen Saal wahrnehmbar ist. Allerdings funktioniert die Akustik auch umgekehrt sehr gut. Das Hamburger Publikum hustet genauso grausam ins Pianissiomo, wie das Kölner.  Exorzist In Wien gab!/gibt? es im Goldenen Saal an jeder Saaltür einen Hustinettenspender.  duck und weg
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Wichernkantor
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« Antworten #29 am: 31. Januar 2017, 12:52:38 »

Auf Martins Anregung sollten wir hier den Faden über die Elbklaisine fortspinnen.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Es ist eine phantastische Orgel. Dreifacher  Anbetung vor dem Hause Klais.
Die können das. Und es freut mich persönlich, dass ein repräsentativer Auftrag, der große Herausforderungen bietet, mal wieder an eine deutsche Firma gegangen ist - völlig zu Recht, wenn ich das klangliche Ergebnis höre.
Klar, als Widerpart eines konzertierenden Orchesters oder zum Continuospiel wäre es vielleicht auch eine Nummer kleiner gegangen.
PeterWs impliziere Frage, ob eine Orgel in einem "unorgeligen Raum" wirklich sinnvoll ist, beantworte ich mal schlicht aus meinem Blickwinkel mit "ja".
Es gibt in der Tat - wenn man genauer hinguckt - eine Menge Literatur für die Saalorgel. Der Hinweis auf die britische Tradition sonntäglicher Orgelkonzerte in der "town hall" könnte als Impuls dienen, das Instrument wieder ins Bewußtsein der säkularen Musikwelt zu rücken.
Es gibt ja Kirchen, die machen es vor. Beispiel: Die samstägliche Orgelmusik zur Marktzeit in der Wiesbadener Marktkirche. Da guckt Meister Buxtehude (der ja seine Kaufherren in der Marienkirche "bespaßte", bevor sie zur Börse gingen) sicher lächelnd durch die Wolken, wenn der Kollege dort mit schönem Regelmaß und mit Beharrlichkeit die Leute mit ihren Einkaufstaschen für eine halbe Stunde in die Kirche holt.
Wir gehen immer hin, wenn wir Samstags um die Mittagszeit in Wiesbaden sind. Das ist immer gut besucht und immer originell gemacht - und im besten Wortsinn "populär".
Einem Konzerthaus wie der Elbphilharmonie, das sich mit Sicherheit zu einer der ersten Adressen entwickeln wird, stünde es gut an (nicht nur angesichts der enormen Kosten, die der Allgemeinheit entstanden sind), den kulturpflegerischen Auftrag unbedingt auf  die Orgel auszudehnen. Ich hoffe, dass man auch unter solchem Blickwinkel und mit entsprechenden "Hintergedanken" eine Virtuosin wie Iveta Apkalna zur Titularin dieser Orgel gemacht hat.

LG
Michael


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