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Autor Thema: 10 Gebote für den kirchlichen Volksgesang  (Gelesen 4477 mal)
Martin78
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« am: 18. Dezember 2015, 16:07:37 »

1. Höre aufmerksam auf das Vorspiel, es soll dich mit dem Liede bekannt machen und dir den Grad der Schnelligkeit angeben, in dem das Lied gesungen werden soll.
2. Hast du die Melodie erfasst, dann summe oder brumme nicht während des Vorspiels mit, das stört den Gottesdienst.
3. Setze gleich zu Beginn des Liedes mit ein, damit ein geschlossener Anfang erzielt wird.
4. Lasse dich während des Gesanges von der Orgel führen und gib nicht jeder Silbe und jedem Melodieton doppelte Länge, da dadurch der Volksgesang unschön und träge wird.
5. Singe mit natürlicher Stimme, d.h. nicht aus vollem Halse schreien.
6. Singe nicht die 2. Stimme mit, denn diese Stehgreifkomposition harmonisiert selten mit der Orgelbegleitung. Liebst du mehrstimmiges Singen, so melde dich zum Kirchenchor.
7. Bringe zur Singmesse und zur Andacht ein Diözesangesangbuch mit, damit du auch die 2. und 3. Strophe der Lieder mitsingen kannst.
8. Höre bei den Einheitsliedern auf den Gesang der Schulkinder, denn in Text und Melodie weichen diese oft von den bisherigen Liedern ab.
9. Brumme nicht mit, wenn bei besonderen Anlässen der Chor dir bekannte Weisen singt.
10. Begehre nicht, dass nur deine Lieblingslieder gespielt werden, andere haben auch solche.

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Aus einer Orgelweihfestschrift (14 MB) (Saarbrücken, Späth-Orgel der katholischen Pfarrkirche St. Michael) von 1925 ...
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Gemshorn
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« Antworten #1 am: 18. Dezember 2015, 17:34:10 »

Erstaunlich aktuell.  Danke
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Martin78
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« Antworten #2 am: 18. Dezember 2015, 17:43:49 »

... bis auf den "Gesang der Schulkinder", auch diese sind leider immer seltener in Kirchen anzutreffen.  Kopfkratzen Augenrollen
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kirchenmaus
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« Antworten #3 am: 18. Dezember 2015, 22:25:01 »

Ich spiele mit dem Gedanken, diese 10 Gebote an die Kirchentüre zu heften... Teufel 1
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Gemshorn
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« Antworten #4 am: 18. Dezember 2015, 22:27:10 »

Ein neuer Thesenanschlag? Teufel 1
Ups, mit dem Wort "Anschlag" sollte man in Tagen wie diesen sorgsamer umgehen... Schock
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kirchenmaus
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« Antworten #5 am: 19. Dezember 2015, 22:01:02 »

Naja, sowas in der Art. Und am besten gleich erweitert:
- Man reiche dem Organisten nicht die Hand zum Friedensgruß, wenn er gerade das Agnus dei anstimmen will.
- Man setze sich (als Messbesucher) nicht auf die Orgelbank - wer sich dort hinsetzt, der orgelt auch  Drehorgel Lachen!
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Martin78
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« Antworten #6 am: 19. Dezember 2015, 22:21:10 »

- Man reiche dem Organisten nicht die Hand zum Friedensgruß, wenn er gerade das Agnus dei anstimmen will,
und wünsche ihm, obwohl er manchmal Multitasking-Fähigkeiten aufbringen muss, nicht frohe Weihnachten / Ostern / Prost Neujahr etc., bzw. quassele ihn nicht wegen irgendetwas von der Seite an, wenn er gerade mit dem Nachspiel beschäftigt ist.
 Teufel 1
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jogo31
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« Antworten #7 am: 20. Dezember 2015, 12:25:22 »


Naja, sowas in der Art. Und am besten gleich erweitert:
- Man reiche dem Organisten nicht die Hand zum Friedensgruß, wenn er gerade das Agnus dei anstimmen will.
- Man setze sich (als Messbesucher) nicht auf die Orgelbank - wer sich dort hinsetzt, der orgelt auch  Drehorgel Lachen!


Letzeres ist bei uns erweitert:

 - Die Empore ist für den Organisten, die Chöre und Musiker gedacht, die den betreffenden Gottesdienst gestalten, für Gottesdienstbesucher gibt es genügend Platz im Kirchenschiff.
Auf der Orgelbank setzen sich nur Personen, die a) vom Organisten dazu aufgefordert werden oder b) der Organist selber.

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Gemshorn
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« Antworten #8 am: 20. Dezember 2015, 13:17:18 »

Bei uns ist dies ebenso.
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kirchenmaus
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« Antworten #9 am: 20. Dezember 2015, 13:32:43 »

Bei uns "flüchten" sich die Leute, die normalerweise die Kirche nicht von innen sehen, und sich nur ausnahmsweise zur Weihnachtszeit dazu aufraffen können, auf die Empore.... verjagt man sie von dort, kommen sie nicht mal dann in die Messe, also lässt man es über sich ergehen (bin ich froh,dass ich - unter solchen Umständen -  über die Feiertage nur einmal spielen brauch Anbetung und das nicht am 24.)
 Ich weiß nicht, fühlt man sich dort oben beschützt, oder schaut man gerne auf die anderen Leute runter? Will man nicht gesehen werden von den regelmäßigen Kirchgängern, oder möchte man sich die Gaben für die Kollekte ersparen? Letzteres funktioniert bei uns jedenfalls nicht, da wird dann eben auch oben abgesammelt  Engel

Jedenfalls wünsch ich Euch allen an dieser Stelle frohes Orgeln über die Feiertage (mit möglichst vernünftigen Leuten rundum, d.h. Shakehands erst draussen auf dem Kirchenplatz und so) , und für nach Dienstschluss: Ein frohes Fest im Kreise Eurer Lieben!
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