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Autor Thema: PEQ gegen stehende Wellen?  (Gelesen 2855 mal)
Markus_S
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« am: 09. Juli 2015, 23:10:34 »

Hallo ihr Lieben,

wie an anderer Stelle berichtet, kämpfe ich immer noch gegen die stehenden Wellen in meinem Übekeller: Der DAVE 8 XS macht zwar einen guten Job, aber die Resonanzen bei bestimmten Pedaltönen sind total nervig.
Daher hier die Frage: Hat jemand Erfahrung mit der Bekämpfung der stehenden Wellen mittels PEQ? Hilfe
Wenn ja, wäre ich für einen Gerätetip dankbar (<600€).
Ich weiß, daß diese Lösung eine Krücke ist, aber andere Lösungen fallen mir nicht ein. Bauliche Maßnahmen gehen nicht, da der Kellerraum auch noch für andere Zwecke genutzt wird.

LG

Markus
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emsig
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« Antworten #1 am: 10. Juli 2015, 07:47:05 »

Was ist denn ein PEQ?

Unerwünschte Raumresonanzen kann man angeblich sehr gut von einem Helmholtz-Resonator, also einfach einem Hohlraum geeigneter Abmessungen mit halsförmigem Loch, wegschlucken lassen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Helmholtz-Resonator
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Markus_S
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« Antworten #2 am: 10. Juli 2015, 12:17:03 »

Hallo emsig,

ein PEQ ist ein Parametrischer Equalizer. Mit dem würde ich einfach (?) die Eigenfrequenzen des
Raums vor dem Verstärkereingang etwas absenken. Ob und wie gut das funktioniert weiß ich allerdings
nicht.

Herr Helmholtz ist mir auch schon öfter begegnet. Was mir nicht klar ist: Wie groß müssen die Kammern sein, wie viele braucht man in dem Raum (Grundfläche ca. 3m x 3m, Wände aus Beton), wo werden die angeordnet, aus welchem Material müssen die bestehen, wie groß ist der Frequenz-Bereich der gefiltert wird etc. ...??

LG

Markus
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emsig
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« Antworten #3 am: 10. Juli 2015, 12:33:03 »

Die Formel für die Raummoden steht in https://de.wikipedia.org/wiki/Raummode. Oder Du bestimmst die störendste Frequenz durch Ausprobieren mit einem Subbaß-Register.

Ich habe keine eigene Erfahrung, denke aber, daß das Material nicht so wichtig ist, solange die inneren Oberflächen des Hohlraums den Schall gut reflektieren. Ehe ich ein paar Hunderter für einen elektronischen Equalizer ausgäbe (oder denkst Du an eine reine Softwarelösung?), würde ich einfach ein bißchen mit einer in der Größe veränderbaren Box experimentieren.
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Markus_S
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« Antworten #4 am: 10. Juli 2015, 14:24:41 »

HI Emsig,

generell stimme ich dir zu, aber wie groß muß die Box sein, eine oder mehrere, wo wird die angeordnet ??
Und ein Besuch im Baumarkt ist auch nicht umsonst, an der Kasse erschrecke ich mich immer wieder, wie
teuer so ein paar Bastelsachen sind :)
Wenn ich genau wüßte, wie so eine Helmholtz-Lösung aussieht und daß sie Erfolg hat, würde ich das in Angriff nehmen.
Ich werde mal schauen, ob man sich so einen PEQ irgendwo ausleihen kann ...

LG

Markus
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emsig
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« Antworten #5 am: 10. Juli 2015, 14:31:52 »

Wenn Du nach "helmholtz-resonator bauanleitung" oder "helmholtz-resonator selbstbau" googelst, findet Du sicher eine Menge Material.

Gruß,
Markus
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Markus_S
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« Antworten #6 am: 13. Juli 2015, 17:44:03 »

Hi Markus,

man findet in der Tat diverse Info zu dem Thema, aber was mir fehlt sind etwas konkretere Angaben,
insbesondere: Wie viele von diesen Dingern braucht man? Reicht einer pro Resonanzfrequenz für den ganzen Raum
oder muß man davon mehrere aufstellen?

LG

Markus
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matjoe1
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« Antworten #7 am: 14. Juli 2015, 07:34:27 »

Wenn Dir auch eine digitale Korrektur ausreicht, dann ist die DIRAC Software sehr zu empfehlen.
http://www.diracrcs.de/

Gibt es als Stereo- oder Multikanalversion.
Du benötigst ein kalibriertes Mikro + MikrofonVV. Dann misst Du Deinen Raum aus und kannst dann eine Autokorrektur vornehmen, oder Du stellst Deine eigene Zielkurve ein. DIRAC korrogiert auch die Impulsantwort der Lautsprecher.
Gerade für schwierige Räume ist das ideal.
Es funktioniert natürlich nur, wenn Deine (zu korrigierende) Anwendung über PC oder MAC läuft. Beispielsweise beim Streaming im Rahmen einer Audio-Installation. Vermutlich kann man es auch bei einer Hauptwerk-Anwendung einsetzen.

LG
Matthias
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Markus_S
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« Antworten #8 am: 14. Juli 2015, 22:29:44 »

Hallo Matthias,

vielen Dank für den Tip!
Aber jedesmal den Rechner zu starten, wäre mir zu aufwendig.

Heute habe ich mal einen Helmholtz-Kasten gebaut (dachte ich zumindest:)
--> Der Effekt ist gleich null. Entweder habe ich mich bei der Auslegung total verrechnet
oder das Verhältnis von Rohrlänge, Durchmesser und Volumen war zu ungünstig.

Ist denn hier niemand unterwegs, der sich mit so einem PEQ auskennt??

LG

Markus
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