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Autor Thema: Das Tablet auf dem Notenpult  (Gelesen 14692 mal)
Orgelfan
Erleuchteter
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« Antworten #10 am: 22. Dezember 2016, 09:39:14 »

Ich werde wohl bis ans Ende meiner Tage bei Papier bleiben.
Denn das Tablet bietet eine Seite. Ich liebe aber distanzierten Überblick und will wenigstens zwei, besser drei oder vier (hochformatige) Seiten nebeneinander. Denn mir ist es wichtig, immer zu wissen, wo ich im Stück gerade bin. Ich lese den Notentext immer eine Sequenz voraus, um zu memorieren, wo die spieltechnischen Knackpunkte liegen, worauf ich gleich achten muss (Artikulation, Finger-/Fußsatz), wann Manual- oder Registerwechsel kommen etc.
Ich stelle mir all das mit Tablet etwas hakelig vor. Vielleicht ist es aber nur altersbedingter Konservativismus ...  Lachen
Aber bisher bin ich damit ganz gut zurechtgekommen.


LG
Michael

Bin zwar kein Profi wie du Michael, aber ich behalte das Papier aus den gleichen Beweggründen bei. Es ist einfach herrlich so ein Notenheft in den Händen zuhalten. Ich kann Anmerkungen machen und habe , so denke ich, die bessere Übersicht. Ich bin sogar soweit, daß ich wenn immer möglich und sinnvoll meine kopierten oder ausgedruckten Blätter gegen ein käuflich erworbenes Notenheft ersetze.  Drehorgel
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Mit musikalischen Grüssen
Bernhard
PeterW
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« Antworten #11 am: 22. Dezember 2016, 10:08:49 »

Ich werde wohl bis ans Ende meiner Tage bei Papier bleiben.
Denn das Tablet bietet eine Seite. Ich liebe aber distanzierten Überblick und will wenigstens zwei, besser drei oder vier (hochformatige) Seiten nebeneinander.
Das ist leider nicht richtig. Es können mit MobilesheetPro zwei Seiten nebeneinander dargestellt werden.
Auch handschriftliche Einträge (Finger-, Fußsatz, Registrierung u. a.) sind möglich
Wer ein Android-Tablet (egal welche Größe) hat, möge sich die Nicht-ProVersion von Mobilesheet holen und damit alle Optionen durchspielen. Das wäre dann eine passable Diskussionsgrundlage, die sich ansonsten im postfaktischen erschöpft.
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+ 12.1.2018
clemens-cgn
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« Antworten #12 am: 22. Dezember 2016, 16:11:02 »

Lieber Peter,
zu Deinem Riesentablet vom großzügigen Christkind ausspreche "Anerkennung"  Freundlich da kann ich mich wirklich mitfreuen. Für einen Link ggfs. via PM wäre ich dankbar.
Wenn ich mit meinen knappen Englischkenntnissen richtig verstanden habe, gibt es das Programm nur in Englisch und es sei für einen 7 Zoll Monitor optimiert. Hast Du dafür zufällig eine deutsche Bedienungsanleitung. Als Ergänzung zum Notenbestand wäre so ein Tablet sicher auch für mich denkbar, wenn die Lesbarkeit für mich ausreicht.
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matjoe1
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« Antworten #13 am: 22. Dezember 2016, 16:33:13 »

Hallo Clemens,
meinst Du den Link zu dem Tablet?
Das hier habe ich gerade gefunden; was für eine Teil, uhh:
https://preisvergleich.check24.de/tablet-pcs/xoro-megapad-2151.html?utm_medium=cpc&wpset=google_pla_shopping_01&gclid=CPKx7rmPiNECFRdmGwod81YHzA

Liebe Grüße
Matthias
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PeterW
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« Antworten #14 am: 22. Dezember 2016, 17:12:29 »

Das XORO MegaPAD gibt es in unterschiedlichen Größen zu unterschiedlichen Preisen (hier Amazon, aufgerundet):

21,5", 53,8x33,1 cm, 414 €
24 ", 58x37 cm, 559 €
27", 65,3x42 cm, 675 €
32", 76x47,5 cm, 860 €

Die 27" und 32" sind sicher nicht für unsere Zwecke gedacht.  Lachen Lachen

Damit nicht alle bei mir anrücken müssen, hier ein paar Bilder.
Die folgenden Aufnahme sind nicht besonders hübsch, weil es schwierig war, den Blitz gegen die Helligkeit des Pads auszutarieren. Auf jeden Fall ist das "Notenblatt" auf dem Pad weiß!

https://www.dropbox.com/s/dlc0a7gk0vvjoh9/IMG_9573x.JPG?dl=0

Querformat, Doppelseite:
https://www.dropbox.com/s/x0p9cvjougyo6pj/IMG_9576x.JPG?dl=0

Hochformat, Doppelseite:
https://www.dropbox.com/s/t5l9wu4cvbt29v2/IMG_9577x.JPG?dl=0

Selbstverständlich können auch die Seiten einzeln dargestellt werden.

Eine halbwegs nützliche Ergänzung ist ein Bluetooth Page Flip "Butterfly" zum Blättern der Seiten. Halbwegs nützlich, weil man die Füße meist auch nicht frei hat und eine sinnvolle Befestigung des Page Flip tricky ist.
Für "normales" Blättern reicht ein kurzes Tippen auf den Seitenrand.
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+ 12.1.2018
PeterW
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« Antworten #15 am: 22. Dezember 2016, 17:28:49 »

Lieber Clemens,

Selbst ist das Christkind.
Die Programmoberfläche ist in der Standardsprache, die auf dem Tablet läuft, also in unserem Falle Deutsch.
Mobilesheet ist keineswegs auf nur 7" "optimiert". Diese Größe stellt das Mindestmaß dar, m. E. Unbrauchbar, weil zu klein.
Ja, das Handbuch ist nur auf Englisch. Allerdings habe ich das bisher noch nicht gelesen, weil irre lang. Einfach ausprobieren und lerning by doing.
Die Lesbarkeit auf meinem 21,5"-MegaPAD ist super! Alles ist groß genug und scharf.

Meine Abstimmung ist von "überlege es mir" nach "benutze es" migriert.
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+ 12.1.2018
pvh
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« Antworten #16 am: 22. Dezember 2016, 19:17:03 »

Hallo,

ich finde das grundsätzlich ganz nett, vor allem weil die Zettelwirtschaft (IMSLP!) ja doch ausufert.  

Folgende Gründe sprechen für mich aber vorläufig gegen die Nutzung eines Noten-Tablets: Die Festplatte, oder wie das beim Tablet heißt, wäre bei dem verlinkten Gerät für mich viel zu klein. Die Software müsste die Noten flexibler darstellen lassen, also etwa 3 hochkant nebeneinander oder vier im Querformat in zwei "Linien". Also, mein freeware pdf-viewer unter Windows scheint da doch viel flexibler zu sein. Aber beide Punkte könnten sich ja rasch ändern.

Folgende Gründe sprechen für mich grundsätzlich (vermutlich für doch noch einige Jahre, wer weiß wie lange ich noch Orgel spielen kann) gegen die Nutzung eines Noten-Tablets: Das Ding eignet sich natürlich sehr gut, wenn man vor allem oder ausschließlich zu Hause spielt. An den Orgeln, die ich bespiele, könnte ich so ein Tablet aber nicht überall einfach aufs Notenpult stellen. Vielfach gibt es außerdem keinen Stromanschluss in der Nähe und nur Akkubetrieb wäre mir zu riskant. Vor allem ist das Modell aber mit 3 1/2 kg und Maßen von 54 x 33 x 3,7  cm doch ein ganz schöner Klopper. Wie bekomme ich so ein Ding regelmäßig heil zur Kirche und zurück? An das Fahrrad mag ich schon gar nicht mehr denken. Wenn ich aber eh für die Pfeifenorgeln die Zettel vorhalten muss, muss ich den Umgang mit den teils raffiniert geschnittenen und geklebten Bögen auch an meiner Übeorgel zu Hause üben.  

Grundsätzlich würde ich auch ein Ding mit e-Ink, e-Paper oder wie das heißt, wie bei den E-Book-Readern für geeigneter halten. Braucht wenig Strom und hat eine tolle Darstellung. Verlage könnten ja direkt dafür verkaufen, wenn man sich auf eine Notendarstellungssprache so wie MusicXML oder etwas ähnliches einigen würde.

Was das Umblättern angeht, so gibt es doch für Setzer so Dinger, die man in den Mund nimmt und auf die man zum Weiterklicken drauf beißt. So etwas könnte man ja auch verwenden.

Aber, wie gesagt, für die nächsten Jahre habe ich da wenig Hoffnung. Der Markt ist für Speziallösungen auch sicher zu klein.

Beste Grüße von der Watzerkant
Christoph P.
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Gemshorn
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« Antworten #17 am: 22. Dezember 2016, 19:40:14 »

Draufbeißen? Schock
Das wäre nix für mich. Ich schaue beim Orgelspielen mitunter wie ein Debiler aus der Wäsche, der Unterkiefer hängt lose am Schädel und weiß gar nicht, was für ein dämliches Bild er abliefert... Lachen
Schließlich: Wohin mit dem Sabber, der sich unweigerlich bildet, wenn man was im Mund hat? nein
Nein, nein: Beißen würde mich nur ablenken.
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Kein Mensch ist arm zu nennen, der ab und zu tun kann, was immer ihm Spaß macht. (Dagobert Duck)
PeterW
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« Antworten #18 am: 22. Dezember 2016, 20:02:38 »

Gemshorn: beim Orgelspielen???  duck und weg
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+ 12.1.2018
clemens-cgn
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« Antworten #19 am: 22. Dezember 2016, 20:05:43 »

Bislang habe ich über solch einen "Nuckelschalter" nur gehört.... Dabei bleibt der Mund ja sicher geschlossen.... Alles außer dem Nuckel wird schön brav runtergeschluckt  Zwinkern
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