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Autor Thema: CD-Tipps  (Gelesen 39553 mal)
Albert
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« Antworten #170 am: 29. Juli 2018, 00:54:31 »

15 CDs um nur 44 Euro. Das lässt eigentlich kaum Zweifel aufkommen.

Der Preis bewegt sich derzeit bei Amazon in der Größenordnung um 39,00 EUR.

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Albert
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« Antworten #171 am: 08. August 2018, 23:19:10 »

Und weiter sinkt der Preis - JPC und Amazon im Gleichschritt auf EUR 33,99.  Dafür

Im übrigen hier ein interessantes Interview mit MCA --> http://www.soundfountain.com/amb/marieclairealain.html.

Diese Frage spricht allerdings nicht gerade für den Interviewer:

Zitat
I have browsed the catalogs and I found that your first record was a recording from 1958. Is that correct?

 Traurig
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« Antworten #172 am: 24. August 2018, 15:30:05 »

Jubel! Frohlocken! Böllerschüsse!
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Der Postbote brachte heute die CD-Edition, auf die ich seit mindestens 30 Jahren warte: Die digitale Aufbereitung der ersten Bach-Einspielung von Marie-Claire Alain aus den Jahren 1959-1967.

https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/saemtliche-werke-fuer-orgel/hnum/8621680

Ich besitze zwar sämtliche LPs dieser Reihe, aber sie haben im vergangenen halben Jahrhundert tausende von Abtastungen und ein knappes Dutzend Umzüge über sich ergehen lassen müssen. Als die digitale Restaurierungstechnik so allmählich in die Gänge kam, hat mir sie einer unserer Techniker zwar digitalisiert und - soweit möglich - entknackt und entkratzert. Da musste er aber bisweilen leicht an die hohen Frequenzen gehen ...

Jetzt also: 15 Scheiben aus der Zeit, als Mlle Alain im Zenit ihres Schaffens stand. Damals war sie Mitte/Ende 30, spielte pro Jahr mehr als 100 Konzerte - und zwar auswendig!
Sie war die absolute Ikone meiner organistischen Säuglings- und Lehrlingsjahre (Iveta-Apkalna-Fans können dieses Feeling wohl nachtvollziehen). Ihr Spiel war von einer fast unerbittlichen Präzision und Klarheit, ihre Tempofestigkeit legendär.
Bevor wir die erste Triosonate aufbekamen, rieten uns unsere Lehrer, die Aufnahme der Alain anzuhören, damit wir eine entfernte Ahnung davon bekommen, wie das zu klingen hat.
Bis heute sind ihre Interpretationen der Fugen aus BWV 540 und 552 für mich Sternstunden des Orgelspiels.

Die digitale Aufarbeitung ist mehr als gelungen. Für meine Ohren jedenfalls holen die Techniker da den "spirit" (durchaus im Sinne von Spiritualität) der Zeit zurück, in der mein musikalisches Empfinden geprägt wurde. Da ist noch etwas zu spüren vom Charme der analogen Tonbandmaschine, deren Qualität damals vor allem nach dem "Klirrfaktor" beurteilt wurde. Dieser leicht angerauhte Klang der Mixturen und der etwas "kratzige" Ton der Solozungen sind so richtig "retro".

Im Booklet sind leider weder die Dispositionen der verwendeten Marcussen-Orgeln angegeben (zum Glück stehen sie ja auf den LP-Covers), noch gibt es die hervorragenden Essays von Olivier Alain, des Bruders und promovierten Musikwissenschaftlers, der ja stets "Clärchens" Impresario und Reisemarschall war (aber auch die finden sich auf den alten Covers). Stattdessen begründet die Interpretin sehr ausführlich und genau, warum sie bei ihrer ersten Bach-Einspielung die damals nagelneuen Marcussen-Orgeln den historischen Instrumenten Schnitgers, Silbermanns etc. vorzog. Bei ihrer dritten und letzten Bach-Einspielung auf ausschließlich historischen Instrumenten in den 90ern nimmt sie übrigens bewusst Bezug auf diese erste Aufnahme und erklärt ihren "Sinneswandel" - u.a. mit den zwischenzeitlich deutlich verbesserten Restaurierungstechniken.
Auch Aspekte der Quellenforschung (Peters-Ausgabe versus NBA und Dupré/Borneman) legt sie exemplarisch dar.
Ich war gerade fast fertig mit der Übersetzung aus dem Französischen, als ich merkte, dass weiter hinten eine zusammenfassende deutsche Übersetzung steht. Ich bin aber ermutlich nicht dümmer geworden durch die Auffrischung meines Fachvokabulars ...
Was mir bis dato nicht bekannt war: Künstlerischer Berater der gesamten Edition war kein Geringerer als Anton Heiller - was im Nachhinein einiges erklärt.

Wer mal hören will, wie in den 60ern ein damals als "revolutionär" empfundener Bach gespielt wurde (im Vergleich zum Spiel Richters und Walchas), macht sich mit diesen Scheiben sicher eine Freude.

Es gibt noch eine weitere legendäre LP-Reihe des Labels "Erato" mit mehr als 60 Scheiben, die ich in großen Auszügen besitze: die "encyclopédie de l'orgue". Darunter Gesamteinspielungen der Werke von Böhm, Bruhns und fast alles von Buxtehude, die Walther-Concerti, Couperin, Daquin, Franck (so wie Dupré ihn lehrte), Guilmant etc.
Wenn sich Rechteinhaber "Warner Group" mal entschließen würde, diese Schätze zu heben, wäre ich  Dafür zu haben.

LG
Michael
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« Antworten #173 am: 29. August 2018, 09:34:47 »

Die Gesamteinspielung des Mendelssohn'schen Orgelwerkes durch Jennifer Bate auf englischen Orgeln gibt es gerade bei jpc zum Schäppchenpreis: 7,99 Euronen pro Scheibe. Ich habe mal zugeschlagen und harre der Dinge.

https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Felix-Mendelssohn-Bartholdy-1809-1847-Orgelwerke-Vol-1/hnum/3317798

LG
Michael
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Axel
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« Antworten #174 am: 23. September 2018, 12:18:39 »

Ein Kollege verkauft einige interessante CDs von Schorn-Orgeln in der Eifel, z.B. Kuchenheim und Kirchheim, war ja neulich beim Marathon-Bericht Thema. Einfach bei Ebay nach Anbieter kulufo suchen.

VG Axel
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