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Autor Thema: Gloria Concerto und Kopfhörer  (Gelesen 2865 mal)
organi
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« Antworten #10 am: 23. Juli 2014, 00:38:07 »

Zitat von: "Gemshorn"
Die Direktheit des Kopfhörerklangs begeistert mich keineswegs... Gesucht wäre - aus meiner Sicht - ein Modell, welches mit der aktuell eingestellten Dispo ohne große Änderungen derselben zurecht kommt.

Einerseits klingt jeder Ton derart direkt, dass man meinen möchte, direkt vor der Pfeife zu sitzen; andererseits wird doch die Orgel mit ihrem räumlichen Panorama inkl. Faltungshall dargestellt.

Die KH-Wiedergabe ist bis heute das leidige Problem aller Digitalorgeln.

Bei herkömmlichen Instrumenten mit gespeicherten Samples kann ich es noch nachvollziehen, da die Aufnahmen ja möglichst nah an der Pfeife entstehen und im KH mit künstlichem Hall zusammengemischt keinen natürlichen Raumeindruck ergeben können. Die Pfeifen liegen einem förmlich auf den Ohren.

Bei Physis-Orgeln verstehe ich das Problem weniger, denn hier könnte man ja mit entsprechenden Berechnungen eine authentische Raumsimulation für Kopfhörerwiedergabe erreichen. Offensichtlich hat man sie vernachlässigt und sich lieber auf eine optimale Lautsprecherwiedergabe konzentriert.

Um einen Orgelklang sowohl über die interne Abstrahlung als auch über KH genießen zu können, bedarf es z.Zt. wohl noch zweier Systeme, nämlich einer Digitalorgel mit zusätzlicher Hauptwerk-Installation. Bei Kisselbach hatte ich jetzt die Möglichkeit beides nebeneinander zu begutachten. Die Concerto klang mit den eingebauten Lautsprechern wunderbar, über KH aber war der Klang unerträglich. Bei der Hauptwerks-Orgel war es genau umgekehrt, denn hier stammen die Aufnahmen ja aus dem Raum.

LG
organi
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PeterW
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« Antworten #11 am: 23. Juli 2014, 08:36:50 »

Das Klangoptimum für interne Abstrahlung und Kopfhörer mit einer Einstellung zu erreichen, bedeutet die Quadratur des Kreises.
Nun verfügt aber die Concerto über 8 raumsimulierende Nachhalltypen, die noch einmal in vier regelbare WET/DRY-Parameter (OFF, LOW, MED, HIGH) untergliedert werden können. Unter diesen 32 Möglichkeiten sollte sich eine finden lassen, die zu den Kopfhörern und zum Gusto des Kopfhörerträgers paßt. Da muß man nicht großflächig "umintonieren", ein "Schalter" sollte genügen.
Ausprobieren muß man es schon selber.

Aus dem Referenzhandbuch zu "WET/DRY":
  • OFF: Der Potentiometer regelt nur die Menge von nachgehalltem Signal.[/*]
  • LOW – MED – HIGH: Der Potentiometer regelt auf drei Skalen die Stufe des nachgehallten Signals
und (ab der durchgehenden Linie auf der Maske VOLUMES) die Menge und die Qualität von
Schallreflexionen des Ambiente, und simuliert so einen immer tieferen und fülligeren Nachhalleffekt.[/*][/list]
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Gemshorn
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« Antworten #12 am: 23. Juli 2014, 11:24:01 »

Zitat von: "organi"
Bei Physis-Orgeln verstehe ich das Problem weniger, denn hier könnte man ja mit entsprechenden Berechnungen eine authentische Raumsimulation für Kopfhörerwiedergabe erreichen.
Bestimmt auch über diverse Einstellungen - PeterW hat es im obigen Beitrag angedeutet; möglicherweise liegt das Problem auf seiten des Users, nicht auf seiten der Orgel.
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Kein Mensch ist arm zu nennen, der ab und zu tun kann, was immer ihm Spaß macht. (Dagobert Duck)
Machthorn
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« Antworten #13 am: 24. Juli 2014, 00:09:36 »

Zitat
Bei herkömmlichen Instrumenten mit gespeicherten Samples kann ich es noch nachvollziehen, da die Aufnahmen ja möglichst nah an der Pfeife entstehen und im KH mit künstlichem Hall zusammengemischt keinen natürlichen Raumeindruck ergeben können.

Stimmt nicht für jeden Hersteller. Laut Information von Frau Kisselbach nimmt z,B, Viscount seine Samples tatsächlich nur direkt an der Pfeife auf. Johannus hingegen - und auch Kisselbach für seine Johannus-Derivate - hat zwei Mikrofone gleichzeitig im Einsatz, eines an der Pfeife und eines im Raum. Ich habe zwar keine Ahnung, wie wo und diese Aufnahmen miteinander vermischt werden, aber es sollte zumindest technisch möglich sein, beide Aufnahmen in der Orgel zu haben und sie je nach Halleinstellung zu mischen.
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« Antworten #14 am: 05. Dezember 2014, 18:24:07 »

Möchte kurz von meiner - natürlich höchst subjektiven - Kopfhörerwahl für die Concerto 350 berichten.

Nach dem, was ich bislang hier im Forum und in anderen Quellen gelesen hatte, habe ich mich für den Hersteller Beyerdynamic entschieden und schwankte hier zwischen den Modellen DT 660 und DT 770 Pro, jeweils mit 32 Ohm.

Die Möglichkeiten des Versandhandels nutzend habe ich rechtzeitig zur Ankunft meiner Orgel beide Kopfhörer bestellt und verglichen.

Klanglich konnte ich zwischen beiden Modellen keine nennenswerten Unterschiede feststellen, was natürlich auch daran liegen kann, dass ich mit Erreichen des 40. Lebensjahres den Zenit des guten Hörens bereits überschritten habe   Lachen  Opa

Insofern blieben bei mir andere Aspekte kaufentscheidend.

Ich habe mich letztlich für den DT 770 Pro entschieden. Dieser Kopfhörer hatte - auch rein subjektiv - für mich die bessere Passform und einen angenehmeren Tragekomfort. Der 660er erzeugte bei mir im Bereich der Auflage ein leichtes Druckgefühl, welches für mich etwas unangenehm war - hierzu wurde im Forum auch an anderer Stelle bereits berichtet.
Der 770er erscheint mir etwas robuster, weniger fragil, konstruiert. Bei dem 660er hatte ich das Gefühl, dass er möglicherweise nur wenige Verstellprozesse verkraftet, was bei alleiniger Nutzung und dadurch bedingtem seltenen Verstellen zweitrangig sein mag, nicht jedoch, wenn der Kopfhörer auch schon mal durch jemand Anderen genutzt wird.

Das Kabel des 770er ist nur 1,50 m lang, was mir zumindest an der Orgel als Vorteil erscheint (beim 660er ist es 3,00 m lang).

Fazit: Das Testen am eigenen Instrument macht Sinn, die Rückgabemöglichkeit erleichtert das Eruieren des "Richtigen".
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Gloria Concerto 350 Trend DLX, weiß

- Sascha -
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