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Autor Thema: Ahlborn DS 16 (?)  (Gelesen 1191 mal)
pvh
Allwissendes Orakel
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« am: 06. April 2014, 13:30:15 »

Hallo,

mal als Kontrast ein Blick in die Realität hier im Nordosten.  

Ich hätte heute einen kath. Gottesdienst in einer der hiesigen Diaspora-Gemeinden begleiten sollen. "Hätte", weil dann kein Pastor erschien und nach 15 Minuten Warten kurzerhand mit den ca. 80-100 Anwesenden ein Wortgottesdienst mit Abendmahl gefeiert wurde. Nun ja, da die Organistin langfristig ausgefallen ist, waren die Leute letztlich sehr dankbar dafür, dass ich gespielt habe, vor allem weil immerhin ein Organist da war, wenn schon kein Pastor. Zwinkern

In der Kirche (vermutlich ein umgebauter landwirtschaftlicher Raum, Stall für Großtiere oder Scheune) stand mir eine ältere Ahlborn zur Verfügung. Ich habe ein bischen recherchiert und vermute, es war eine Ahlborn DS 16, vermutlich knapp ein 1/4 Jahrhundert alt, also kurz nach der Wende angeschafft. Die Disposition:

Pedal:
Prinzipalbass 16'
Subbass 16'
Oktavbass 8'
Gedackt 8'
Oktave 4'
Fagott 8'

1. Manual:
Prinzipal 8'
Rohrflöte 8'
Oktave 4'
Superoktave 2'
Mixtur 4fach
Trompete 8'

2. Manual:
Gedackt 8'
Gamba 8'
Flöte 4'
Nasat 2 2/3'
Waldflöte 2'
Terz 1 3/5'
Scharff 3fach
Oboe 8'
Tremulant

Koppeln: I/P, II/P, II/I

Die Gemeinde scheint auf dieses Instrument stolz zu sein, jedenfalls sind sie froh, dass sie die Digitalorgel haben. Ich wäre natürlich froh gewsen, eines dieser tollen Instrumente (Link geht nicht mehr) zur Verfügung zu haben. Aber nun ja, da stand nun mal die Ahlborn. Sicherlich ist ihr Klang, vorsichtig ausgedrückt, optimierbar. Das Hauptproblem schien mir aber zu sein, dass die Orgel lediglich auf einem Podest steht und mit der üblichen Kniebeschallung den Raum versuchen muss zu füllen. Ich weiß, dass hier in der Region ähnliche Instrumente in vielen (katholischen) Kirchen stehen.

Auf der Rückfahrt über Land hatte ich die Idee, dass ich, sofern ich mir eine neue Digitalorgel kaufen sollte, meine alte ja so einer Gemeinde spenden könnte. Externe Lautsprecher wären auch sinnvoll. Manche Schreiber hier im Forum scheinen ja ganz wohlhabend zu sein. Warum also nicht abgelegte Technik spenden, anstatt lange auf Käufer zu warten und dann doch nur wenige Euros zu erzielen? So eine alte Ahlborn könnte dann vielleicht jemand bekommen, der darauf zu Hause üben kann, so dass die Gemeinde wieder eine/n Organisten/in hat?

Nur mal so ein sonntäglicher Gedanke.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.
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Martin78
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« Antworten #1 am: 13. April 2018, 17:48:53 »

Hier ein Klangbeispiel dieses Orgelmodells "wahrscheinlich von 1999", hergestellt in W-Germany  Teufel 1 und erworben bei ... (siehe Kommentare). duck und weg

Ich weiß nicht, wann das Modell aus der Taufe gehoben wurde, aber klanglich ist das besser (jedenfalls charakteristischer) als die andernorts von mir verlinkte Domus-Analogorgel.
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Machthorn
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« Antworten #2 am: 15. April 2018, 13:04:07 »

Meine erste Begegnung mir der DS-Reihe war vor 92, damals eine DS26 mit fetter externer Abstrahlung. Für an analoge Ahlbörner und Kienles gewöhnte Ohren klang sie geradezu sensationell. Zwischen 1997 und 2009 war dann so eine an anderer Wirkugnsstätte mein Dienstinstrument. Im Nachhinein ist es schon spannend, wie im Laufe der Zeit der anfangs sehr zufrieden stellende Klang zunehmend weniger gefiel.
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pvh
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« Antworten #3 am: 01. Juni 2018, 08:50:55 »

Hallo,

gelegentlich spiele ich ja auf der oben beschriebenen Ahlborn DS 16. Auch hier stellt sich das Problem, dass der Schweller als Generalschweller eingestellt ist. Weiß jemand wie ich das auf die Schnelle vor dem Gottesdienst umstellen (und ggf. hinterher zurückstellen) kann?

Sicher könnte ich das im Probierverfahren herausbekommen, aber normalerweise bin ich da nie in der Kirche und vor dem Gottesdienst habe ich nur eingeschränkt Zeit für Experimente. Bedienungsanleitung liegt keine herum. Hier steht, dass das nur ein Techniker machen kann. Das glaube oder hoffe ich aber nicht so ganz.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.
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