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Autor Thema: Ideenbörse für Viscount-Updates  (Gelesen 31065 mal)
Martin78
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« am: 06. April 2014, 12:15:45 »

Hallo zusammen,

mich freut, dass Viscount regelmäßig updated!  Dafür  Danke

Ich vermute stark, dass die regulären Physis-Updates  einfach von der Sonus-Plattform (d.h. auch der quasi-identischen Concerto von Kisselbach) mitgemacht werden. Edit: Ja, so ist es! Es kann natürlich auch sein, dass sich innerhalb gut einer Woche – so lange hat es ja nur gedauert, bis ich positive Rückmeldung vom Kisselbach-Cheftechniker bekam – Viscount extra hingesetzt und eine separate  Version 1.9.0 des Concerto-Betriebssystems entwickelt hat, in der mein „Schwebungsproblem“ gelöst worden ist, aber das halte ich für mehr als unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist m.E., dass der Fehler vorher schon mal nach Mondaino kommuniziert worden war, es sind ja schließlich schon zahlreiche Unicos (sicher auch an schwebungs-affinere Käufer als mich) in den vergangenen Jahren verkauft worden, und der Bug ist halt zufällig im neuen Betriebssystem, das quasi zeitgleich mit meiner Anfrage rauskam, gelöst worden.

Da Kisselbach hier angeblich mitliest und sicher regelmäßig Rückmeldung an den italienischen Lieferanten gibt, frage ich mal an das hier im Forum noch sehr überschaubare Häuflein Sonus- bzw. Concerto-Besitzer bzw. an die Unico-Spieler: Was könnte man an dieser schon sehr guten Orgel bzw. an Physis allgemein noch perfektionieren? Mag sein, dass mancher das hier jetzt als Erbsenzählerei abtut, aber vielleicht finden unsere Ideen ja irgendwann Gehör.

Nachfolgend also die Physis-Wunschliste, die ich regelmäßig updaten werde:

Technik
  • Das Frequenzspektrum, das die Physis-Instrumente wiedergeben können, sollte nach oben erweitert werden, u.a. damit 1 3/5' (ab a'''), 1 1/3' (ab fis''') und 1' (ab cis''') in der obersten Oktave der Klaviaturen nicht repetieren müssen.
  • Es sollte nicht nur ein Registercrescendo programmierbar sein, sondern jeweils eines pro Style.
  • Ein voll ausgebauter Koppelapparat, d.h. Sub- und Superkoppeln (bitte inkl. Abstellung der Normallage "unison off"), wäre auch für kleinere Physis-Instrumente super, natürlich benötigt das entsprechend mit Schaltern vorbereitete Orgeln. Warum nicht mal wenigstens eine Subkoppel zum Schwellwerk einbauen?
  • Bei einer selbst zusammengestellten Dispo ("Romantisch") auf meiner dreimanualigen Concerto 350 habe ich das Positiv als Pianomanual disponiert, da dort die wenigsten Registerwippen sind; ich würde es also im Sinne einer dt.-romantischen Orgel (I: f, II: mf, III: p) gerne auf III spielen, was dank freier Werkzuordnung (gut!) möglich ist. Allerdings gibt das musikalisch keinen Sinn, da III dann wegen der Koppel SW auf Pos nicht das leiseste Manual wäre... daher spiele ich diese Dispo jetzt mit I HW, II Pos, III SW, was im dt.-romantischen Sinne eben nicht ganz stilgerecht ist. Ich wünsche mir, dass ein zukünftiges Physis-Update dafür sorgt, dass sich die Wirkung der Koppel SW auf Pos wahlweise umkehren lässt, wenn das Positiv auf III gelegt wird. Optimalerweise könnte dies über eine freie Koppelzuordnung gelöst werden, die den musikalischen Wert der freien Manualzuordnung noch deutlich steigern würde! (Eine zusätzliche Koppel Pos auf SW mit separater Wippe - das wäre ja für mein Problem auch eine Lösung - wird eigentlich nicht benötigt, da diese bei normaler Manualzuordnung musikalisch nicht sinnvoll ist.)
  • Wäre es technisch nicht möglich, Register der umfangreichen Registerbibliothek auch in anderen als den vorgebenen Fußtonlagen einsetzen zu können? Beispielsweise würde ich gerne die Trompette en chamade 8' der Concerto auch als 16'- und 4'-Register oder die Spitzflöte 4' auch als 8' spielen wollen.
  • Zusätzlich zu den sehr guten Concerto-etc.-Mixturen könnte man noch einen "Mixtureneditor" (Festlegung Pfeifenchöre, Fußtonzahl, Repetitionspunkte) einbauen, wie es das neueste Update des CM hergibt, bzw. dann in den Orgeln und bei dem CM einen Modus für Terzmixturen, Quint- und Oktavzimbeln ergänzen.
  • Die bei den Unico-Modellen vorhandenen Registerwippen für die "Orchestral"-Stimmen sollten, wie alle anderen Registerwippen, mit sämtlichen in der Registerdatenbank vorhandenen Registern belegbar sein.
  • Echtholz-Pedalobertasten sollten optional angeboten werden, einige stören sich an den schwarzen Plastik-Hauben.
  • Nicht allen gefallen die Holzbrettchen-Schweller. Auch in den kleineren Viscount-Orgeln sollten hochwertigere Schwelltritte, wie sie z.B. ab Unico 500 aufwärts serienmäßig eingebaut sind, optional angeboten werden. Auch die Anordnung des Crescendo-Pedals rechts von den Schwelltritten à la AGO wird als Option gewünscht.
  • Das Orgeldisplay sollte alternativ zur normalen "Home"-Seite die Stellung der Schwelltritte und eine Uhr anzeigen können sowie wahlweise eine frei einstellbare optische Metronomfunktion haben.
  • Die Dry/Wet-Einstellungen regeln mehrere Hallparameter gleichzeitig, die optimalerweise einzeln zu regeln sein sollten: Um viel "Reflexions-Hall" zu bekommen (d.h. sich auf eine vituelle Hörposition weit weg von der Orgel im Raum zu begeben), muss man bislang gleichzeitig einen starken Nachhall in Kauf nehmen. Die Einstellung Dry/Wet bzw. die Relation von direktem Signal und Hallsignal sollte somit von der Halldauer entkoppelt werden, quasi der Trennstrich auf dem Hall-Display frei verschiebbar sein.
  • Das Setzen der Progr-Change-Befehle (dienen dazu, bei Aufruf eines Setzers einem via MIDI angeschlossenen Expander mitzuteilen, dass er eine andere Klangbank wählen soll) sollte vereinfacht werden: Die Setzer sollten einen voreingestellten (aber veränderbaren) Standardbefehl beinhalten, d.h. Setzerkombination 1 sendet Progr-Change-Befehl 1 usw., damit man das nicht alles aufwändig einzeln programmieren muss.
  • Leider summen die Viscount-Verstärker! Leise, aber doch in Spielpausen irgendwie hörbar. Physis-Organisten mit zusätzlich vorhandener externer Abstrahlung möchten daher die interne Abstrahlung bei Bedarf komplett stillegen können, dies funktioniert nach der neuen Konfiguration der Audio-Ausgänge seit Update 1.7 und der damit verbundenen neuen Zuordnung der AMPL-Tabs (Einstellung "General Reverb" im "Ext. Out Config"-Menüpunkt) nicht mehr, siehe hier.
    Besten Dank an Michal für die Erläuterungen zu den letzten drei Punkten!
  • Im Zusammenhang mit dem letzten Punkt wird angeregt, dass Unicos (nicht die Modelle aus der Sonus-Serie mit leistungsfähiger Abstrahlung für den Hausgebrauch) künftig ohne Endstufen und Lautsprecher erhältlich sein sollten, da sie auf externe Verstärkung ausgelegt sind. Ein "Bypass" in der Software der Orgeln sollte also möglich machen, die Endstufen abzuschalten, wenn ausschließlich extern oder über Kopfhörer abgestrahlt wird oder die Endstufe mal defekt sein sollte.
  • Optimalerweise sollte der "Chiff" (also das Anblasgeräusch) separat nach Charakter, Dauer und Intensität regelbar sein, d.h. als weiterer über das Menü der Orgel zugänglicher Klangparameter. Alternativ (d.h. falls dies technisch nicht möglich ist) sollten bei einem zukünftigen Update in Ergänzung zu den vorhandenen noch weitere Register in der Stimmenbibliothek angeboten werden, die hinsichtlich des "Chiff" noch weiter ausdifferenziert sind. Dies gilt insbesondere für höherliegende Prinzipale (z.B. 2' ab c''), aber auch für die Flöten.
  • Der Parameter "Character" sollte in einer deutlich weiteren Bandbreite als derzeit verstellbar sein, damit der Klang der Register noch signifikanter ausdifferenziert werden kann (besonders im Hinblick auf Mixturen).
  • Neben der schon vorhandenen Regelung des Winddrucks via Parameter "Air Pressure" sollte es auch die Möglichkeit geben, Trakturgeräusche (Register- und Spieltraktur) einzeln sowie Balg-/Gebläserauschen einzustellen, wie es bei Hauptwerk, Sample-Orgeln oder der Intrada von Mixtuur möglich ist.
  • Der Parameter "Release Detune" bei den Zungenstimmen sollte um einen entsprechenden Parameter "Attack Detune" ergänzt werden, der das Verstimmen beim Zungen-Einschwingen abbildet.
  • Für die Parameter "Air Noise", "Harmonic Noise", "Attack" und "Release Detune", die man unmittelbar pro Register (und nicht global für die Orgel) einstellt, wäre ein "&Random"&-Parameter zur weiteren Erhöhung der Lebendigkeit des Orgelklanges sinnvoll, der bestimmt, ob die eingestellte Charakteristik auf alle Einzeltöne einheitlich Anwendung findet oder zwischen den Einzeltönen in (zufällig) unterschiedlich starker Ausprägung. Dieser Parameter sollte auch die Lautstärke benachbarter Pfeifen beeinflussen. Selten klingen benachbarte Pfeifen völlig identisch hinsichtliche Luftgeräusch, Ansprache, Absprache, Lautstärke und Intonation!
    EIn Beispiel für die Funktionsweise eines "Random"-Parameters hinsichtlich "Harmonic Noise":
    a) "Harmonic Noise" maximal, "Random" minimal eingestellt: Alle Einzeltöne sind gleichmässig unsauber intoniert.
    b) Beide Parameter maximal eingestellt: Alle Einzeltöne sind zufällig unterschiedlich sauber intoniert, von "perfekt" bis "maximal unsauber".
    Teilweise könnte man solche eine Charakteristik wohl über die Einzeltonintonation erreichen, aber der "Random"-Parameter wäre für viele Orgelbesitzer ein wesentlich effizienteres und weniger zeitaufwendigeres Werkzeug.
  • Nicht nur für in Kirchenräumen anfallende Intonationsarbeiten wäre eine WLAN-Fähigkeit der Physis-Orgeln toll; dann könnte man die Ergebnisse der Intonation mit Hilfe eines entsprechend verbundenen Keyboards direkt aus der Ferne abhören.
  • Die Intonationssoftware (Editor) sollte nicht nur für Windows-Benutzer, sondern auch für Mac- und Tablet-Besitzer (iOS und Android) zur Verfügung stehen.
  • Im Hinblick auf die externe Abstrahlung der Unicos wären digitale Ausgänge, eingebaute parametrische Equalizer oder wenigstens graphische EQs mit viel mehr Frequenzbereichen sinnvoll.
  • Einige der Anschlussmöglichkeiten, u.a. Eingang L/R, befinden sich hinter der Rückwand der Orgel. Bei mir hat ein dort angeschlossenes Kabel erhebliche Brummgeräusche verursacht, was den Eingang nur höchst umständlich benutzbar macht: Jedesmal, wenn man das Kabel nicht benutzen will, muss man die Orgel von der Wand abrücken, Rückwand abschrauben, Kabel herausziehen ...
  • Im Hinblick auf komfortableres Auswählen von Registern aus der umfangreichen Datenbank wäre ein "Compare-Modus" hilfreich, mit dem man eine kleine Anzahl an Registern, die in die engere Wahl kommen, direkt und ohne minutenlanges Scrollen miteinander vergleichen kann.
  • Eine uneingeschränkte Verwendung der Pedalmixturen sollte im Manual (wenigstens mittels Editor-Software) möglich sein - derzeit liefern im Manual eingesetze Pedalmixturensamples nur bis cis'' Töne.
  • In der Anleitung bzw. dem Referenzhandbuch sollte deutlicher klargestellt sein, dass Leerzeichen in Dateinamen nicht verwendet werden dürfen, da dies bei der Songlisten-Funktion zu Problemen führen kann.
  • Viscount sollte zukünftig fertig konfigurierte Orgeln als Intonationspakete für die Physis-Instrumente verkaufen. Meines Erachtens würde Physis das Potenzial bieten, komplette Orgeln, die prägend für eine Epoche sind, nachzugestalten. Solch ein Intonationspaket für eine spezifische Orgel könnte man ja auch mit ein paar für die gewünschte Stylistik passenden Zusatzsamples verbinden. Zum Beispiel eine deutsch-, englisch-romantische oder spanisch-barocke Orgel mit entsprechend charaktervollen Zusatz-Samples. Alternativ sollten bestimmte Samples bei Viscount käuflich erhältlich (d.h. downloadbar) sein.
  • Die Charakteristik der Schwelltritte sollte frei wählbar sein und wahlweise neben reiner Lautstärkeveränderung (quasi Drehen am Poti) auch eine Oberton-Dämpfung ermöglichen, wie dies in Pfeifenorgeln der Fall ist und wie es bei anderen Digitalorgel-Herstellern Standard ist.
  • Die Kalibrierung der mit der Schwellerbetätigung verbundenen Lautstärkeänderung sollte im dem Orgelnutzer frei zugänglichen Menü zu finden sein.
  • Das programmierbare Crescendo-Pedal (Registercrescendo) sollte mehr Feinabstufungen ermöglichen als die vorhandenen 16 Stufen. Insbesondere im Hinblick auf die bei den drei- und viermanualigen Modellen vorhandene Registerzahl wären 30 Crescendostufen wünschenswert.
  • Bei allen zweimanualigen Modellen sollte das linke Pedal standardmäßig mit der Registercrescendo-Funktion belegt sein, da sie vielen Nutzern sinnvoller als ein Schweller Hauptwerk/Pedal erscheint. Derzeit wird bei angewählter Registercrescendo-Funktion bei bestimmten zweimanualigen Orgelmodellen die angewählte Stufe des Crescendos nur kurzzeitig im Hauptdisplay der Orgel angezeigt, da bei diesen keine separate Anzeige wie bei den drei- und viermanualigen Modellen vorhanden ist. Es sollte daher wahlweise möglich sein, dass bei den betreffenden zweimanualigen Modellen die angewählte Stufe des Registercrescendos permanent im Hauptdisplay angezeigt wird.
  • Gerade im Hinblick auf die enorme Wandlungsfähigkeit und die Individualisierung durch freie Dispositionswahl wären Registerbeschriftungen mittels E-Paper (vorzugsweise auf Registerwippen) sehr sinnvoll!
  • 16'- und 4'-Schwebungen wären für amerikanische Orgelmusik sehr wertvoll. Man könnte einfach die vorhandenen Streicher in diesen Fußtonlagen mit einem Detune-Parameter ausstatten, dann könnte man sich das bei Bedarf auch ohne den Editor einstellen.

Klang (hier gehe ich von der Sonus-/Concerto-Registerdatenbank aus, da nur diese mir bekannt ist)
  • Eine deutsch-romantische tiefe Kornett-Mixtur, wie sie in kleineren Instrumenten oft verbaut wurde
  • Eine Streichermixtur: Harmonia Aetherea
  • Eine deutsch-romantische Rauschquinte 2 2/3' + 2'
  • Deutsch-romantische durchschlagende Zungen: Äoline 16', Klarinette 8', vielleicht auch eine Physharmonika 8' mit Windschweller; alternativ Harmoniumstimmen als "Orchestral Voices"
  • Höherliegende Prinzipale (ab 2') mit mehr Chiff (Anblasgeräusch), vor allem ab der zweigestrichenen Oktave, und in engerer Mensur
  • Ein schöner knackiger Terzian, vielleicht auch ein spitziges Tintinnabulum (1 3/5' + 1')
  • Meine neobarocke Lieblingszunge: Rohrschalmey 8' (sie gibt es nur in der 4'-Variante)
  • Weitere Zungenstimmen wie ein Regal 4' und eine Pedalzunge 2'; wenn die schon vorhandenen Register oktaviert eingesetzt werden könnten, wäre dies ein Segen und man könnte sich solche Wünsche leicht erfüllen!
  • Entlegenere Aliquoten, wie Septime 8/7' und None 8/9' oder auch 6/7´, 4/5´, 1/2´, 2/3' (das setzt aber zwingend die Erweiterung des Frequenzspektrums, das die Orgeln wiedergeben können, voraus, s.o.) sowie Septimsesquialter und Nonencymbel, für Pedal Großaliquote 10 2/3', 6 2/5', 5 1/3', 4 4/7, für das Manual entsprechend 5 1/3', 3 1/5'.'
  • Spanische Trompeten 16', 8', 4' (hell, obertonreich, (neo)barock à la Marienstatt oder Himmerod) sowie Ergänzung der "Trompette en chamade 8'" um die 16'- und 4'-Lage, wenn eine freie Veränderung der Register in andere Fußtonlagen (siehe oben) nicht möglich ist

Ein „Mixturen-Guide“, der für die in der Registerdatenbank vorhandenen Mixturen die Fußtonlagen, Repetitionspunkte und den vorgesehenen Einsatzzweck (Epoche etc.) benennt, wäre für den unerfahrenen User wie mich, der auch nicht jeden Tag eine Orgeldisposition entwirft, auch nicht schlecht. Für das Unico-Release 1.7 ist etwas in diese Richtung ja in der Releasebeschreibung drin, nicht aber für die schönen Mixturen der Sonus/Concerto.
Edit: Ich habe versucht, eine Tabelle mit der Zusammenstellung der Concerto-Mixturen zu entwickeln, die in diesem.html Thread verlinkt ist.

Viele Grüße und danke für Rückmeldungen. Noch einen schönen Sonntag!

Martin
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Gemshorn
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« Antworten #1 am: 06. April 2014, 12:30:07 »

Danke für die gute Idee, eine solche Ideenbörse aufzumachen. Dafür
Ich hänge den Thread gleich mal hoch. Zwinkern

Was mir spontan einfiele:
  • Höherliegende Prinzipale (ab 2') mit mehr Chiff (Anblasgeräusch) und in engerer Mensur[/*]
  • eine Harmonia aetherea (Streichermixtur)[/*]
Zitat von: "Martin78"
Ein „Mixturen-Guide“, der für die in der Registerdatenbank vorhandenen Mixturen die Fußtonlagen, Repetitionspunkte und den vorgesehenen Einsatzzweck (Epoche etc.) benennt
Oh ja, das wäre hilfreich! Dafür
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PeterW
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« Antworten #2 am: 06. April 2014, 13:55:55 »

Zitat von: "chp"
aber ist das nicht gerade ein Vorteil der Digitalorgel, dass der Schweller die Lautstärke verringert, ohne den Klang zu verändern? Die Abdämpfung der Obertöne durch den Schweller bzw. den Schwellkasten habe ich immer als "Bug" einer Pfeifenorgel empfunden. Wenn man die DO als eigenständiges Instrument versteht und nicht nur als Imitat einer PO, wäre das doch gut so.
Der Schwellkasten kam mit der romantischen Orgel auf, die einer obertonärmere Intention folgte. Dem setzt der Schwellkasten dann noch eins drauf.
Ideal wären einstellbare Schwellercharakteristika pro Intonation. Dann könnte man z. B. in der romantischen und sinfonischen Disposition/Intonation die Obertöne per Schweller herunterregeln, während die barocke - und das wäre wirklich eine Erweiterung der DO gegenüber der PO - sich nur auf Lautstärkeabsenkung beschränkt, natürlich alles wahlweise.
Ich fürchte fast, wir reizen die CPUs und DSPs mit unseren Wünschen irgendwann einmal aus
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+ 12.1.2018
Martin78
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« Antworten #3 am: 06. April 2014, 14:16:21 »

Zitat von: "PeterW"
Ideal wären einstellbare Schwellercharakteristika pro Intonation. Dann könnte man z. B. in der romantischen und sinfonischen Disposition/Intonation die Obertöne per Schweller herunterregeln, während die barocke - und das wäre wirklich eine Erweiterung der DO gegenüber der PO - sich nur auf Lautstärkeabsenkung beschränkt, natürlich alles wahlweise.

Hallo,

wenn man doch aber in einer barocken Orgel ein kleines Werkchen "in der Brust" und hinter Holztüren steht, werden doch aber auch die Obertöne abgedämpft, wenn die Türen geschlossen sind, oder?

Ich habe die Oberton-Dämpfung eines Schwellers bei einer Pfeifenorgel jedenfalls noch nie als Bug, sondern eher als willkommenes Gestaltungsmittel wahrgenommen Freundlich

Im barocken Sinne könnte man mit den Schwellern vielleicht etwas weiter von der Hörposition des Spielers entfernte Werke simulieren, z.B. ein Oberwerk etwas leiser regeln. Die werkweise Laustärkebalance ist aber auch über das "Volume"-Menü schnell erreichbar, wenn es nur darum geht...

LG
Martin
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Martin78
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« Antworten #4 am: 06. April 2014, 19:39:36 »

Zitat von: "Gemshorn"
Posten darf ich aber schon meine Wünsche, oder? Engel

Aber sicher, ich bitte darum!

Das hier soll optimalerweise eine Sammelstelle werden, um es den Firmen Viscount und Kisselbach zu erleichtern, das Ohr am deutschsprachigen Markt zu haben, wie man so schön sagt.

Immerhin
- sind die Unico-/Sonus-Serien updatefähig - auch aus Nachhaltigkeitsaspekten sehr zu begrüßen!
- werden solche Updates tatsächlich in gewisser Regelmäßigkeit vollzogen
- hat Kisselbach als deutschsprachiger Händler das Klangbild in Richtung unseres Geschmackes zumindest beeinflussen können
- kam schon Input bzgl. der Mixturgestaltung aus deutschen Landen (danke nochmal!)
- wurden in der Vergangenheit und auch mit dem letzten Update Bugs ausgebügelt, über die der Hersteller erstmal Kenntnis erlangen muss.

Von daher ist eine klitzekleine Wahrscheinlichkeit gegeben, das langfristig vielleicht einer der hier geäußerten Träume realisiert werden kann - vielleicht eher als bei anderen Herstellern. Probieren kann man es doch! Ich bin garantiert nicht stinksauer, wenn im nächsten Update nicht alles realisiert wurde, was hier vorgeschlagen wird...  Lachen

Wenn man sich die begeisterten Reaktionen des schwedischen Viscount-Händlers anschaut, so muss man feststellen, dass auch dort die Sonus für Furore gesorgt hat - das, was wir gut finden, kommt also in einem größeren Teil Europas vermutlich ganz gut an. Deutschland ist gewiss nicht der Nabel der Welt - aber deutsche Orgeln sind gerade auch im asiatischen Raum schwer en vogue, und auch in Frankreich wurden in den vergangenen Jahren sehr gute Instrumente im deutschen Stil realisiert, wohingegen es hierzulande allerorten, sogar in der kleinsten Dorfkapelle, flûtten und trompetten muss.

Martin
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« Antworten #5 am: 07. April 2014, 16:57:26 »

Ist es bei der Physis-Technologie nicht möglich die Mixturen selbst zu erstellen? Soll heißen WANN repetiert wird und WIE.
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Gemshorn
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« Antworten #6 am: 07. April 2014, 17:07:31 »

Nö, userseitig ist das nicht möglich. In den Anfangszeiten konnte man in begrenztem Rahmen Mixturen selber gestalten, indem man die Fußzahl (tiefster Chor) und die Anzahl der Chöre bestimmen konnte. Die Repetitionspunkte wurden damals in unmöglicher Weise vom System selber festgelegt.  
Bin froh, dass diese Phase von Physis hinter uns liegt. Augenrollen
Die "fertigen" Mixturen in aktueller Physis können sich dagegen hören lassen; sie zählen zum Schönsten, was ich je an DO hörte.
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clemens-cgn
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« Antworten #7 am: 07. April 2014, 21:18:29 »

Zitat von: "elim1701"
Ist es bei der Physis-Technologie nicht möglich die Mixturen selbst zu erstellen? Soll heißen WANN repetiert wird und WIE.
Zitat von: "Gemshorn"
Nö, userseitig ist das nicht möglich.
Hallo Gemshorn, die Frage bezog sich auf die Physistechnologie im Allgemeinen. Und der CM-100 gehört ja wohl eindeutig mit dazu.
Zitat von: "Gemshorn"
In den Anfangszeiten konnte man in begrenztem Rahmen Mixturen selber gestalten, indem man die Fußzahl (tiefster Chor) und die Anzahl der Chöre bestimmen konnte. .
Auf einer UNICO kann ich mich an so einen Mixtureneditor nicht erinnern. Wohl aber an starre, stets gleichförmige Repetitionspunkte.
Auf dem CM-100 geht das für Mixturen und Cornette immer noch. Hier bei mir läuft das aktuellste Update. Von dieser Möglichkeit bin ich nach wie vor immer noch begeistert. Die Repetitionspunkte changieren. Wenn man es etwas clever anstellt, ist sogar eine Rauschpfeife 2 fach, oder eine Harmoniae aeterea machbar.  
Zitat von: "Gemshorn"
Die Repetitionspunkte wurden damals in unmöglicher Weise vom System selber festgelegt. Bin froh, dass diese Phase von Physis hinter uns liegt. Augenrollen
Spätestens hier machst Du Deinen persönlichen Geschmack (mit dem Begriff "unmöglich") zum allgemeinverbindlichen Werturteil, das ich beim besten Willen nicht zu unterstützen vermag. Auf welche UNICO spielst Du hier an? Mir ist keine, weder CL2, CL4,....CLV...UNICO  200, 300 ....mit von Dir zitierten Editor bekannt.
Die Repetitionspunkte, die durch den Rechenlogarithmus festgelegt werden, sind gar nicht so blöde gelegt. In einem neuen CM Update würde ich mir allerdings auch noch einen Modus für jeweils für Terzmixturen, Quint- und Octavzymbeln, wie auch sämtlichen Großaliquoten nach CC fürs Pedal und Sonderaliquoten: 1 1/7´, 6/7´, 4/5´, 1/2´, 2/3´, 8/9´  wünschen. Mit den bereits vorhandenen Stimmen, wäre dann sogar ein klassisches italienische Repieno, Kalomela, Acuta, ein orgelbewegtes Farbrepieno, Terz-None, Septimenkornett etc. darstellbar.
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Gemshorn
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« Antworten #8 am: 07. April 2014, 21:45:34 »

Zitat von: clemens-cgn
Spätestens hier machst Du Deinen persönlichen Geschmack (mit dem Begriff "unmöglich") zum allgemeinverbindlichen Werturteil, das ich beim besten Willen nicht zu unterstützen vermag. Auf welche UNICO spielst Du hier an?
Erst eine Verurteilung aussprechen und dann fragen, das schätze ich nicht sonderlich...
Hier meine Antwort auf deine Frage: Ich sprach von Physis (nicht von Unico!) und spielte genau auf den CM-100 an, den ich vor Jahren besaß. Wenn ich mit dem eine Mixtur "bastelte", wurde erst eine Repitition gesetzt, wenn die Frequenzen sich der Hörgrenze näherten, z.B. fand bei f'' die erste Repetition, bei h'' oder c''' dann bereits die zweite. Mir ist nicht bekannt, dass auf Pfeifenorgeln so etwas üblich wäre. Aber ich will dir in deinen Geschmack nicht dreinreden; vielleicht findest du das ja toll?

By the way: Ich schreibe stets meine persönliche Meinung; die Wahrheit habe ich nämlich keineswegs gepachtet. Wenn sich der Leser gezwungen fühlt, in meiner Meinungsäußerung ein "allgemeinverbindliches Werturteil" zu sehen, ist das nicht mehr meine Sache.
Kommunikationstheorie...  Putzen
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« Antworten #9 am: 07. April 2014, 22:16:18 »

Ach ja, mir fällt noch was ein: Querkoppeln.

Wenn die Polyphonie doch schon überhaupt kein Thema mehr bei den Physis-Instrumenten ist, so sollte die Rechenleistung doch Sub- und Superkoppeln zu den / in den schwellbaren Manualwerken ohne allzu riesigen Aufwand ermöglichen, oder?

Es wäre doch schön, Querkoppeln zukünftig nicht nur im Unico-Spitzenmodell vorzufinden. Zum Klangcharakter bestimmter symphonischer Instrumente gehören sie einfach dazu.

Diese Anregung ist aber nicht nur auf die Unicos bezogen, Querkoppeln sind ja noch bei quasi keinem Anbieter im Standard mit drin...
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Gloria Concerto 350 Trend
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