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 am: 15. Oktober 2018, 20:05:46 
Begonnen von trompetendulzian - Letzter Beitrag von PM
Wir haben seit einige Wochen eine neue Clavis 224 in eine Tagungsraum im Kirche. Ich habe nicht intensiv mit die Intonationswerkzeuge gearbeitet, aber das wenige das ich getan hat kann ich hier mitteilen.

Die Intonationsparameter:
- Historische Stimmungen (30+ verschiedene, ist sehr gut)
- Reverberation (mehrere Programms und längen, ist sicher etwas dabei das deine wünsche erfüllt)
- Wind stabilität (wirkt wie man erwartet, von 100% starr bis unerträglich instabil)
- Volume pro Register und pro Taste (gut, man kann z.B die bass der Kornett auf null stellen - das geht bei Physis nicht)
- Wind Geräusche (wirkt wie man erwartet, vom 100% starr bis unerträglich instabil)
- Chorus (idem)
- Contour (reguliert die ‚pitch‘; allerdings ist mir bis jetzt ganz unklar was das tut); )
- Fluctuation – die Instabilität eine einzelne Register oder sogar ein einzelne taste (wie ein Chorus; ist gut )
- Wind Chest Configuration (chromatisch, C-Cis, usw, ist gut)

NB: die Treble-Bass pro Register oder pro Taste (bei Physis heißt das: ‚Character‘, es simuliert die Mensur der Pfeife), eine m.E. sehr wichtige Funktion bei Intonieren, ist nicht vorhanden in die Clavis – ich habe die allerdings bis jetzt nicht gefunden. 

Mein selbstverständlich ganz persönliche Meinung:
es ist viel Orgel fürs Geld, aber die intonationsmöglichkeiten ‚on board‘ einer Standard Content 224 sind, trotz viele Parameter, eingeschränkt durch das Fehlen der m. E. sehr wichtige Bas – Treble parameter. Wenn möglich sollte ich eine Viscount Sonus 40 / Gloria 234 in Berücksichtigung nehmen. Preis-Qualität Leistung ist da m. E. noch besser. Aber ich habe nicht die Excelsusmodelle gehört, auf die Website sehen die auch ganz lecker aus.

Hoffentlich hilfreich, viel erfolg bei die weitere Beratung und LG,

PM

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 am: 15. Oktober 2018, 18:02:59 
Begonnen von trompetendulzian - Letzter Beitrag von trompetendulzian
Danke, lieber Clemens, für deine Antwort! Bei meinem bisher einzigen Besuch bei Bauer war Herr Schuster leider erkrankt, aber ich hatte die Gelegenheit, die neue Excelsus auf Content-Basis auszuprobieren. Daher mein aktuelles vertieftes Interesse an der Content-Plattform. Ich hatte im ersten Beitrag bewusst nach den Standardmodellen gefragt, da ich vermute, dass im Forum noch keine Excelsus-Besitzer zugegen sind und so die Chance auf eine Antwort höher eingeschätzt.

Viele Grüße
Trompetendulzian


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 am: 14. Oktober 2018, 19:52:31 
Begonnen von Romanus - Letzter Beitrag von clemens-cgn
Seit meinen Jugendtagen vor über 40 Jahren gehört das Gesangbuch stets korrekt aufgeschlagen mit auf den Notenständer Zwinkern

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 am: 14. Oktober 2018, 19:49:11 
Begonnen von trompetendulzian - Letzter Beitrag von clemens-cgn
Bezüglich der Intonationsmöglichkeiten ist mein dringender Rat: Macht einen Beratungstermin mit Herrn Schuster.
Das menschgewordene "Digitalorgellexicon" ist als Intonateur wirklich mit allen Wassern gewaschen.
Die intonatorische CONTENT Schusterfrisur hat mir (Preis-Leistung) auch auf das zweite Hören zugesagt. Darüberhinaus lohnt sicherlich ein Öhrchen bei den dort hauseigenen Excelsus-Modellen. Da beweist sich dann, was Contentplattform wirklich leisten kann Freundlich.

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 am: 13. Oktober 2018, 22:26:14 
Begonnen von Romanus - Letzter Beitrag von Praestant
Ob das neue dreibändige Buch nun besser ist als das alte dicke rote Buch vermag ich nicht zu beurteilen. Mir gefallen viele der neuen Begleitsätze besser. Es gibt jedoch auch Sätze im neuen Buch die mich wenig begeistern.

Wenn das Orgelbuch nur einen Begleitsatz pro Lied anbietet, versteht es sich von selbst, dass viele mit dem Buch nicht einverstanden sind. Einen Satz zu schreiben den alle gut finden, dürfte wohl unmöglich sein.
Also sollte es Alternativen geben.

Gerade in Zeiten von leicht beschaffbaren Notenmaterial dank Internet darf ein teures Orgelbuch hier zumindest zu den vielgesungenen Kernliedern wie z.B. "Großer Gott.." oder "Nun danket all und.." mehr bieten.

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 am: 13. Oktober 2018, 21:06:39 
Begonnen von Romanus - Letzter Beitrag von Gemshorn
"Maria, wir dich grüßen" im Stammteil...? Tz, tz... Zwinkern
Den alten Satz zu "Maria, dich lieben" habe ich auch noch in den Fingern - gewöhne mich allerdings gerade an den neuen Satz, der harmonisch (!) keinen allzu großen Unterschied zum alten Satz darstellt. Misslungen - wie bei vielen Stücken im neuen Orgelbuch - ist das Verharren auf ein- und derselben Harmonie am Beginn des Stücks. Auf diese Weise lässt sich der Gemeinde das Metrum nicht klar machen.

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 am: 13. Oktober 2018, 21:00:46 
Begonnen von Romanus - Letzter Beitrag von Romanus
Es ist schon unglaublich, was beim Orgelspielen alles schiefgehen kann !

Heute bei der Abendmesse wunderte ich mich während des Marienliedes nach dem Schlussegen, dass der Gemeindegesang so asynchron zu meinem Spiel war, was in unserer Gemeinde recht unüblich ist, nachdem ich in den 15 1/2 Jahren meiner Organistentätigkeit in dieser Pfarre einigermaßen gelernt habe, eine Gemeinde richtig zu führen, also zog ich vor der 2. Strophe noch die Oktav 2 im Positiv hinzu (bei gekoppelten Manualen), aber trotzdem, irgendwas schien nicht zu stimmen.  Kopfkratzen
Ich war mir jedenfalls ganz sicher, dass ich das richtige Lied spielte, 521 stand im Liedplan, den ich (in der letzten August-Woche) erstellt hatte, genau diese Nr. hatte ich auch im Liedanzeiger eingegeben und sogar die Anzeigetafel hatte ich blickkontrolliert !  Ratlos
Natürlich hatte ich mich zu Hause gründlich vorbereitet und rechtzeitig nachgeschaut, was denn 521 ist (wobei ich allerdings zugegebenermaßen lieber den Satz aus dem alten GL-Orgelbuch spiele.) Deshalb fühlte ich mich völlig "im Recht", bis mich ein überprüfender Blick in das aktuelle Gesangbuch nach der Messe eines Besseren belehrte:  Schock Traurig Blöd  

Mein Fehler:
Ich war bei meiner Vorbereitung so schnell unterwegs, dass ich nur die ersten 4 Noten anschaute und sofort wußte bzw. zu wissen glaubte, um welches Lied es sich handelt:
c-f-f-g, alles klar, das kann ja nur "Maria, wir dich grüßen" sein. Ein typischer Fall von "Denkste !".
Heute nach der Abendmesse habe ich natürlich etwas genauer geschaut und entsetzt festgestellt, dass es in Wirklichkeit "Maria, dich lieben" gewesen wäre, anderer Text (wenn man vom 1. Wort absieht), andere Melodie und sogar anderer Takt, eigentlich nicht zu verwechseln, nur die ersten 4 Töne leider völlig identisch.
Das kommt davon, wenn man notorisch nach den alten Orgelbüchern spielt,  Schlaumeier werden jetzt einige sagen und haben damit nicht ganz unrecht, aber ich bin eben etwas wählerisch, was Choralsätze betrifft.

Okay, was soll´s, morgen spiele ich garantiert das richtige Lied !  Zwinkern


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 am: 13. Oktober 2018, 10:11:04 
Begonnen von trompetendulzian - Letzter Beitrag von trompetendulzian
Hallo Zusammen,

da ich gerade eine Bekannte bei der Suche nach einer Digitalorgel unterstütze, beschäftige ich mich auch ein wenig mit den kleineren Content-Modellen (Clavis, Celeste) und deren Intonationsmöglichkeiten. Die Angaben in den Produktflyern sowie auf der Produktseite von Bauer Music
Zitat
Jede Content Orgel bietet vier typische Orgel-Dispositionen aus den wichtigsten Orgelbautraditionen und -Stilen. Das displaygesteuerte Personal Control Center (PCC) ermöglicht einen schnellen und einfachen Zugriff auf alle wichtigen Performance Parameter der Orgel zur flexiblen Anpassung an alle individuellen Klangvorstellungen.
Darüber hinaus kann jede aktuelle Content Orgel mittels PC Software auf Kundenwunsch umfangreich und flexibel konfiguriert und intoniert werden.
lassen darauf schließen, dass viel geht, jedoch kann ich auf der Content-Webseite keinerlei Details zum PCC und der PC Software finden.
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Intonation dieser Instrumente und mag darüber berichten?

Viele Grüße
Trompetendulzian

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 am: 11. Oktober 2018, 01:01:22 
Begonnen von Romanus - Letzter Beitrag von clemens-cgn
Wie sprichst Du mir aus der Seele,
Sämtliche Sätze innerhalb des EG sind qualitativ besser gesetzt als GL! Das sollte sich das Orgelbuch von Corrinth gerne dazu gesellen: https://www.bodensee-musikversand.de/Noten/Orgelmusik-EG/Corrinth-Hans-Martin-1941-Orgelbegleitsaetze-mit-cantus-firmus-in-allen-Stimmlagen-zum-EG-383480.html.
Der Versuch damit in der Praxis lohnt in jedem Fall Freundlich
wie auch die beiden Bayrischen Orgelkoffer, siehe weiter oben
LbG
Clm

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 am: 10. Oktober 2018, 19:30:14 
Begonnen von Fabiii - Letzter Beitrag von Larigot

Momentan habe ich nur noch das Problem, dass ich dieses Kirschholz-Dekor eigentlich nur in 19mm starken Dekorspan-Platten bekomme. Wenn ich mich jedoch bei der Anordnung an die Höhen von den Manualen halten möchte, wird das nichts, da dann zwischen die beiden Platten der Registerzug nicht reinpasst. Ich muss mal sehen, ob ich da vielleicht das dann aus einem anderen Holz baue, oder noch dünnere Dekorspan-Platten irgendwo auftreiben kann...


Interessantes Projekt, ich bin gespannt!  Freundlich

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:
1. aus einfachem, günstigen Holz bauen und dann furnieren (wie im 1. Bild). Das geht für ebene Flächen relativ problemlos mit Aufbügelfurnier, bei den Kanten muss man allerdings sehr sorgfältig arbeiten, damit es wirklich gut aussieht. Bei den Rundungen wird es allerdings problematisch mit dem Bügeleisen, da fällt mir spontan auch keine (Heimwerker-)Lösung ein.

2. Vollholz (2. Beispiel). Oberseite und Front sind aus dem gleichen Stück Holz. Hier entfällt das Furnieren, die Kante ist auch in jedem Fall sauber, allerdings wird das dann nichts mit den Rundungen.

Bezüglich der Farbe könntest du auch in Betracht ziehen, ein helles Holz zu verbauen und dieses anschließend in deiner Wunschfarbe zu beizen. Der Möbelrestaurator meines Vertrauens empfiehlt die CLOU-Spiritusbeize, mit der ich bis jetzt auch gute Erfahrungen gemacht habe. Die Farbtöne sind auch untereinander mischbar.
Wichtig für die Haltbarkeit und dauerhaft gute Optik ist eine abschließende Oberflächenbehandlung (Öl, Wachs, ...)

In jedem Fall solltest du vorher ein paar Tests machen, Versuch macht kluch ;)

LG
Christian

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